Schutz vor Stromunfällen am Einsatzort – mit dem PRCD-S pro von Kopp

Bei vielen Feuerwehreinsätzen kommt es auf jede Sekunde an – häufig geht es sogar um Leben und Tod. Zumindest gilt es aber, Sachwerte zu schützen und zu retten. Ist dann der Einsatz elektrisch betriebener Geräte nötig, müssen diese einfach, schnell und sicher zu handhaben sein. Denn auch die Einsatzkräfte selbst müssen geschützt werden, daher sind vielfach mobile Personenschutzgeräte (PRCD-S) verpflichtend. Über deren Anwendung im Einsatz sprechen wir heute mit Alexander Reuß, Kommandant bei der Freiwilligen Feuerwehr in Kahl am Main, und Dirk Eberlein, Produktmanager bei Kopp, im Interview.

Herr Eberlein, was ist eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung und wozu dient sie?

Wie der Name schon sagt, handelt es sich um eine Schutzeinrichtung, genauer gesagt um eine Personenschutzeinrichtung. Wir schützen damit den Anwender eines elektrischen Betriebsmittels vor einem – im extremen Fall tödlichen – Fehlerstrom. Ein solcher elektrischer Strom fließt zum Beispiel aufgrund eines Isolationsfehlers über eine gegebene Fehlerstelle. Wird eine solche Fehlerstelle bzw. ein fehlerhaftes Gerät durch einen Nutzer berührt, fließt der Fehlerstrom über diese Person. Und das kann zu den eingangs genannten Elektrounfällen führen.

Kopp bietet in dem Rahmen das Produkt „PRCD-S“ an. Was hat es damit auf sich?

PRCD-S steht für „Portable Residual Current Device – Safety“ und bedeutet übersetzt „ortveränderliche Fehlerstrom-Schutzeinrichtung“. Statt „ortsveränderlich“ hat sich auch der Begriff „mobil“ eingebürgert. Das kennen wir von zu Hause in Form eines „FI-Schutzschalters“, wie er zum Beispiel in einem Sicherungskasten verbaut ist. In unserem Fall aber eben ortsveränderlich bzw. mobil und – im Vergleich zum FI-Schutzschalter zu Hause – mit zusätzlichen Funktionen ausgestattet. Ein PRCD-S ist in einer Verlängerung zwischen einer Steckdose und einem elektrischen Betriebsmittel verbaut. Sowohl der FI-Schutzschalter als auch eine mobile Fehlerstrom-Schutzeinrichtung PRCD-S lösen im Fehlerfall aus. Einfach ausgedrückt, trennen sie dann den Stromkreis und schützen so vor Elektrounfällen.

Herr Reuß, wann muss bei Feuerwehreinsätzen ein mobiles Personenschutzgerät verwendet werden?

Ein mobiles Personenschutzgerät kommt immer dann ins Spiel, wenn im Einsatzfall nicht auf den eigenen Stromerzeuger zurückgegriffen werden kann. Nehmen wir zum Beispiel folgendes Szenario: Es gilt, einen vollgelaufenen Keller, eine Tiefgarage oder eine ähnliche Einrichtung nach Wassereintritt auszupumpen. Je nach Einsatzbedingungen ist es in diesem Fall nicht nötig, die Mannschaft mit kompletter Ausrüstung vor Ort zu halten und damit an diesen Einsatz zu binden. Günstiger ist es, dort eine oder mehrere Pumpen zu belassen und so schnellstmöglich wieder volle Einsatzstärke herzustellen. Die dann noch vor Ort befindlichen Pumpen werden an den ganz normalen Haussteckdosen betrieben. Da wir den Zustand dieser Steckdosen nicht kennen und deren Sicherheit nicht überprüfen können, ist der Einsatz eines mobilen Personenschutzgerätes zwingend erforderlich. Dieses wird zwischen Steckdose und – in dem Fall – der Pumpe betrieben. Ein PRCD-S schützt aber nicht nur vor Elektrounfällen, sondern prüft auch, ob die Steckdose frei von Installationsfehlern ist.

Welche Anforderungen werden an ein solches Gerät in der Feuerwehrpraxis gestellt?

Diese Frage lässt sich sehr einfach und in einem Satz beantworten: Ein solches Gerät muss alle relevanten Normen und Vorschriften erfüllen bzw. im Einsatz schnell, sicher und intuitiv zu bedienen sein. Dass es für die am Einsatzort häufig anzutreffenden Bedingungen ausgelegt sein muss, versteht sich von selbst – das ist aber in den genannten Normen und Vorschriften auch definiert und festgelegt.

Herr Eberlein, welche mobile Personenschutzeinrichtung bietet sich unter diesen Voraussetzungen für den Feuerwehreinsatz besonders an?

Hier möchte ich die Gelegenheit nutzen, um unseren neuesten „Spross“ in der Kopp-Familie vorzustellen – den PRCD-S pro. Bevor ich aber auf dieses neue Gerät näher eingehe, ein kurzer Überblick über die Geräte am Markt und die Probleme, auf die Einsatzkräfte damit stoßen: Historisch betrachtet begann alles mit dem dreipoligen PRCD. Basierend auf diesem Gerät wurde der PRCD-K entwickelt. Dieser verhindert ungewolltes Auslösen aufgrund von sogenannten Potentialausgleichströmen, wenn z. B. Pumpen an den erwähnten Haussteckdosen betrieben werden. Beide genannten Geräte überprüfen eine Steckdose aber nicht auf Fehlerfreiheit. Das macht nur der bekannte PRCD-S, der sich nur dann einschalten lässt, wenn etwa die Steckdose richtig angeschlossen und wenn der Schutzleiterkontakt spannungsfrei ist. Diese Prüfung erfolgt beim Einschaltvorgang. Dazu muss das Gerät aber ohne Handschuh bedient werden, um mögliche Fehler zu erkennen. Und genau hier liegt das Problem für die Einsatzkräfte: Die DGUV Vorschrift 49 für Feuerwehren besagt, dass im Einsatz Handschuhe zu tragen sind. Die Bedienvorschrift für den PRCD-S fordert allerdings ein Einschalten ohne Handschuhe. Kleine Notiz am Rande: Es gibt ein Gerät eines Mittbewerbers, welches das Tragen eines Handschuhs erkennt – und sich dann nicht einschalten lässt. Die Einsatzkraft ist also auch bei diesem Gerät gezwungen, den Handschuh auszuziehen.

 

Der neue PRCD-S pro von Kopp

Und genau hier schafft der PRCD-S pro von Kopp Abhilfe?

Genau, hier kommt der neue PRCD-S pro ins Spiel. Er kann sowohl mit also auch ohne Handschuhe sicher bedient und eingeschaltet werden. Auch beim Tragen von Handschuhen erkennt das Gerät sicher, ob der Schutzleiter spannungsfrei ist, und lässt sich nur in diesem Fall einschalten. Bei der Entwicklung haben wir darauf geachtet, dass sowohl die dünnen THL-Schutzhandschuhe als auch die dicken Feuerwehr-Handschuhe getragen werden können.
Ein weiteres wichtiges Merkmal des PRCD-S pro ist, dass dieses Gerät selbstüberwachend ist. Beim Vorgängermodell PRCD-S muss in regelmäßigen Abständen die sogenannten Test-Taste betätigt werden. Der PRCD-S pro führt periodisch einen Selbsttest des Fehlerstromkreises durch und prüft die Relaiskontakte bei jedem Ein- und Ausschaltvorgang auf ordnungsgemäßes Schließen und Öffnen der Kontakte. Darüber hinaus sei noch die Gütebestimmung des Schutzleiters erwähnt. Der PRCD-S pro prüft also nicht nur, ob der Schutzleiter vorhanden ist, sondern auch dessen Güte. Er lässt sich nur dann einschalten, wenn der Widerstandswert unter 1,6 kΩ liegt. Übrigens hat das Europäische Patentamt auf wichtige Funktionen des
PRCD-S pro von Kopp ein Patent erteilt – das macht uns stolz und bietet den Einsatzkräften ein Mehr an Sicherheit.

Herr Reuß, haben Sie bei der Kahler Feuerwehr bereits den PRCD-S pro im Einsatz?

Noch nicht. Aber die Firma Kopp wird uns in den nächsten Tagen ein Mustergerät zur Verfügung stellen. Dieses werden wir unter Einsatzbedingungen auf Herz und Nieren prüfen. Dann aber hoffentlich nur im Rahmen von Übungen.

Über Alexander Reuß:

Alexander Reuß stieg 1998 bei der Freiwilligen Feuerwehr Kahl am Main ein und ist seit 2006 Führungskraft im Einsatzdienst und seit 2018 Kommandant. 2019 wurde er zudem als hauptamtlicher Gerätewart bei der Gemeinde Kahl am Main angestellt.

Über Dirk Eberlein:

Dirk Eberlein ist Produktmanager und seit Januar 2018 bei Kopp angestellt.
Davor war er 20 Jahre im Bereich Messtechnik als Produktmanager tätig.

Steckdose ist nicht gleich Steckdose: Das zeichnet die Stromkreise hinter farbigen Schutzkontakt-Steckdosen aus

Steckdosen sichern unsere tägliche Stromversorgung – genauer gesagt die dahinter liegenden Stromkreise. Im Ernstfall können sie sogar Leben retten. Fällt beispielsweise in Krankenhäusern oder in anderen sicherheitskritischen Bereichen der Strom aus, sichern bunte Spezialsteckdosen die Energieversorgung. Doch was verbirgt sich hinter der unterschiedlichen Farbcodierung der Schutzkontakt-Steckdosen? Und was unterscheidet sie von den gängigen Modellen? Wie blickt man bei den vielfältigen Farbcodierungen durch, die zwar nicht genormt sind, aber nach einer einheitlichen Konvention verwendet werden? Kopp klärt auf! Lesen Sie in unserem neusten Blogbeitrag, welche Funktionen die Stromkreise hinter den verschiedenfarbigen Steckdosen erfüllen.

Damit Sie bei einem Blackout nicht schwarzsehen

Die „klassische“ Schutzkontakt-Steckdose ist Teil eines Systems von Steckern und Steckdosen, das in Europa weit verbreitet ist. Neben der typischen weißen Ausführung gibt es graue, silberne und anthrazitfarbene Steckdosen, oder auch solche aus Holz – wie etwa im Schalterprogramm MILANO von Kopp. In Europa beträgt die Netzspannung 230 V. Die Stromkreise, die hinter diesen Steckdosen liegen, sind an das örtliche Versorgungsnetz angeschlossen. Bei einem Blackout sieht der Verbraucher im wahrsten Sinne des Wortes schwarz! Die Stromversorgung bricht zusammen und alle Endgeräte, die an die betroffenen elektrischen Kreise angeschlossen sind, werden nicht weiter mit Energie versorgt. Abhilfe können in solchen Fällen die speziellen Stromkreise hinter den roten, grünen und orangen Schutzkontakt-Steckdosen schaffen, denn sie ergänzen die Funktionen der herkömmlichen Stromkreise und gewährleisten, dass Spannungsabfälle durch akkugepufferte Systeme überbrückt werden können.

EDV-Steckdose – Rot sichert digitale Daten

Hinter der zumeist roten Farbcodierung verbirgt sich die sogenannte „EDV“-Steckdose. Der zugehörige Stromkreis bietet Überspannungsschutz und eine separate Verteilung. Somit können kurzzeitige Ausfälle oder Unterbrechungen des Energiekreislaufs von einigen Sekunden mithilfe einer unterbrechungsfreien Stromversorgung überbrückt werden. Für die Zeit des Spannungsabfalls übernehmen dafür Akkus die Energieversorgung. In einigen Fällen sind die Anschlüsse dieser roten Steckdose durch eine galvanische Trennung vom Stromnetz geschützt, beispielsweise über einen Trennungstransformator. Eine galvanische Trennung vermeidet die elektrische Leitung zwischen zwei Stromkreisen, innerhalb derer Leistung oder Signale ausgetauscht werden sollen. So werden „EDV“-Steckdosen, die über einen separaten Stromkreislauf verfügen, beispielsweise in Büros eingesetzt. An diesen separaten Stromkreislauf können Computer angeschlossen werden. Sorgt dann etwa eine Kaffeemaschine dafür, dass eine Sicherung herausspringt, sind die Computer im getrennten Stromkreislauf nicht von der Unterbrechung betroffen. Damit kann der Stromkreis hinter der roten „EDV“-Steckdose das Risiko minimieren, dass nicht gespeicherte Daten verloren gehen – und gewährleisten, dass fleißig weitergearbeitet werden kann.

SV-Steckdose – Grün signalisiert Sicherheit

Die gewöhnlich grüne Schutzkontakt-Steckdose nennt sich „SV“-Steckdose, wobei die Abkürzung „SV“ für Sicherheitsversorgung steht. Der daran angebundene Stromkreis garantiert im Notfall mittels unterbrechungsfreier Stromversorgung („USV“) und Überspannungsschutz die Weiterversorgung von Verbrauchern in sicherheitskritischen Bereichen. Darunter fallen beispielsweise Leitstellen, moderne Eisenbahn-Stellwerke, Rechenzentren oder Krankenhäuser. So sichert die „SV“-Steckdose unter anderem die Beleuchtung im Operationssaal und sorgt hier für Helligkeit. Hinter der grünen Schutzkontakt-Steckdose liegt ein batteriegestütztes Stromversorgungssystem („BSV“-Energiesystem). Die Sicherheitsversorgung überbrückt meist jedoch nur die Zeit, bis die Energieversorgung durch Notstromaggregate übernommen wird. Die Farbe Grün kann allerdings auch darauf hinweisen, dass die entsprechenden Dosen nicht durch einen vorhandenen Notausschalter vom Netz getrennt werden können.

ZSV-Steckdose – Orange kann im Ernstfall Leben retten

Die „ZSV“-Steckdose“ zeichnet sich unter anderem durch ihre orange Farbcodierung aus. „ZSV“ steht für „zentrale“ oder „zusätzliche“ Sicherheitsversorgung. Diese Spezialsteckdose ist mit einem „BSV“-Energiesystem verbunden, das bei Störungen eine unterbrechungsfreie Stromversorgung gewährleistet und dem Überspannungsschutz dient. Die Überbrückungszeit der batteriegestützten Stromversorgungssysteme reicht, je nach Anforderung, von wenigen Sekunden bis zu mehreren Stunden. Somit können die Stromkreise hinter „ZSV“-Steckdosen im Ernstfall zu wahren Lebensrettern werden – etwa in Krankenhäusern oder anderen sicherheitskritischen Bereichen.

 

Die „EDV“-, „SV“- und „ZSV“-Steckdosen sind als Sondervarianten ebenfalls im
Unterputz-Schalterprogramm HK07 von Kopp verfügbar.

 

 

Kopp auch in Corona-Zeiten starker Partner der Installateure.

Moderne Stecker- und Schalterprogramme, innovative Funk- und Smart Home-Systeme – mit seinen Produkten gehört Kopp aus Kahl am Main (Bayern) zu den führenden deutschen Herstellern elektrotechnischer Produkte und Komponenten und ist ein verlässlicher Partner des Handwerks, und das auch in Krisenzeiten. Dass das Elektroinstallationsgewerbe und der Elektrogroßhandel vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat jetzt auch als kritische Infrastrukturen und damit als systemrelevant eingestuft wurden, begrüßt Kopp deshalb ausdrücklich. Stephan Dörrschuck, Geschäftsführer von Kopp: „Wir durchleben alle gerade herausfordernde Zeiten, freuen uns aber sehr, dass wir und das deutsche Elektrohandwerk dazu beitragen dürfen, wichtige Vitalfunktionen des Wirtschaftslebens aufrechtzuerhalten. Unsere Kunden und Partner können sich auf jeden Fall darauf verlassen, auch in diesen Zeiten auf Produkte aus dem Hause Kopp zählen zu können – und auf uns als ihren starken Partner.“

Deshalb unternimmt Kopp als deutscher Hersteller alles, um auch künftig in dieser Ausnahmesituation lieferfähig zu bleiben. Dabei ist das Unternehmen aber natürlich auch von externen Faktoren abhängig und hat keinen Einfluss auf etwaige Lieferverzögerungen bei Rohmaterial, Komponenten oder auf angeordneten Schließungen beziehungsweise auf Transportprobleme. Stephan Dörrschuck weiter: „Wir setzen derzeit alle Hebel in Bewegung, dass unsere üblichen Prozesse so gut wie möglich und unter Einhaltung höchster Sicherheitsmaßnahmen für Mitarbeiter, Kunden und Partner fortgesetzt werden können. Dafür haben wir in den vergangenen Wochen und Tagen auch positives Feedback von unseren Handwerks- und Handelspartnern erhalten, was uns sehr freut und uns in unserem aktuellen Kurs bestätigt.“

Für besondere Fragen von Handwerkern oder Händlern, die sich durch die Corona-bedingte Situation ergeben, steht Kopp mit seinem Team natürlich jederzeit zur Verfügung. www.kopp.eu

 

Winterzeit, Kuschelzeit. Der Wintergarten hat jetzt ebenso Hochsaison wie der prasselnde Kamin oder das behagliche Sofa. Und wer möchte, muss an besagten Orten noch nicht einmal auf Strom für Smartphone oder Tablet verzichten – dank elektrifizierter Möbel. Denn nicht in allen Räumen sind genügend Steckdosen in direkter Nähe verfügbar. Ob im Wintergarten oder beispielsweise auch in Lofts oder Altbauten.

Elektrifizierte Möbel sind im Trend. Dabei werden Schreibtische, Küchenarbeits-platten oder –inseln, Sessel, Sofas oder Multimedia-Möbel mit einem Strom- oder USB-Anschluss ausgestattet. Auf diese Weise ist der Strom immer und überall verfügbar, wo er gebraucht wird. Und das ganz ohne lästige Verlängerungskabel oder Mehrfachstecker, die unansehnlich sind, Platz rauben und sogar zu gefährlichen Stolperfallen werden können. Die unterschiedlichen Steckdosen und USB-Anschlüsse von Kopp bieten dabei jede Menge Einsatzmöglichkeiten.

Bei einer freistehenden Kücheninsel sind elektrifizierte Arbeitsplatten fast schon ein Muss, da keine Wände in der Nähe sind. Wer möchte schon den Stabmixer, mit dem die Suppe auf dem Herd püriert wird, umständlich an ein Verlängerungskabel anschließen? Einen praktischen Schutz vor Flüssigkeiten und Staub bieten zudem die Verschlüsse, mit denen die Produkte von Kopp ausgestattet sind. Das ist vor allem in Küchen ein wichtiger Sicherheitsaspekt.
Visuell überzeugen vor allem versenkbare und verdeckte Anschlüsse. Diese bieten für diejenigen Verbraucher interessante Möglichkeiten, die Wert auf eine cleane Ästhetik legen.
Eine genaue Planung der Elektroinstallation ist besonders in Wohnungen wichtig, in denen nur wenige Wände für Stromanschlüsse vorhanden sind – wie beispielsweise in einem Wintergarten oder in Lofts. Eine moderne Lösung sind elektrifizierte Möbel: Eine aufwändige Installation, wie das Aufstemmen von Wänden, um eine neue Steckdose anzulegen, entfällt.

 

Eine bessere Energieeffizienz, weniger Kosten, mehr Komfort und eine günstigere Ökobilanz. Eine moderne Gebäudeautomation bringt zahlreiche Vorteile mit sich.

Sowohl bei privaten, als auch bei gewerblichen Gebäuden lassen sich mit einer Automatisierung von Licht, Heizung oder Klimatechnik bis zu 35 Prozent der Stromkosten reduzieren. Um eine einwandfreie Gebäudeautomation zu installieren, müssen vor der Installation jedoch einige Kriterien berücksichtigt werden. Praxistauglichkeit, Sicherheit und Kompatibilität sind die wichtigsten Aspekte.

Praxistauglichkeit

Schon bei der Konzeption sollte ein E-Handwerker darauf achten, ob die Anlage die Anforderungen der europäischen Richtlinien zur elektromagnetischen Verträglichkeit erfüllt und damit unempfindlich gegenüber Schaltimpulsen oder Störsignalen, wie Mobilfunk oder WLAN ist. Auch die Wartungshäufigkeit sollte berücksichtigt werden, da diese Zeit und Geld kostet.

Sicherheit

Ob Schlecht verschlüsselte Funkprotokolle, alte Hardware oder ungesicherte Internetzugänge stellen Einfallstore dar, die von Unbefugten missbraucht werden können. Um sich vor Hackern oder Einbrechern zu schützen, muss die Technik manipulationssicher sein. Bewährt hat sich eine enge Zusammenarbeit zwischen E-Handwerker und IT-Spezialisten, allein schon, weil Cyberkriminelle immer ausgefeiltere Techniken einsetzen, die eine kontinuierliche Anpassung des Sicherheitsmanagements erfordern.

Die Art der Verknüpfung

Alle einzelnen Komponenten, wie Licht, Heizung oder Klimatechnik werden bei einer Gebäudeautomation verknüpft und zentral gesteuert. Kompatibilität ist daher unabdingbar. Ein leitungsgebundenes KNX-Bus-System überträgt Daten bidirektional zwischen den Geräten. Dabei handelt es sich um einen international genormten Standard, der die Kompatibilität verschiedener Marken gewährleistet. Eine interessante Möglichkeit neben dem leitungsgebundenen Bus ist das Funk-Bus-System, das meist in Altbauten eingebaut wird und zudem ideal für den Neubau geeignet ist. Es ist leicht zu installieren, flexibel im Einsatz und ein Leben lang erweiterbar. Das Funk-Bus Free-Control System von Kopp lässt sich nachträglich, schmutzfrei und ohne großen Aufwand in bestehende Gebäude integrieren. Seine Besonderheit: Ein Empfänger kann von mehreren unterschiedlichen Free-Control Funk-Schaltern angesteuert werden. Dabei kann es sich um Fernbedienungen, Funk-Lichtschalter oder Melder handeln.

Licht und Strom auf der Terrasse

Frühling liegt in der Luft! Gartenliebhaber sind voller Vorfreude und Sonnenanbeter stehen bereits in den Startlöchern. Die Terrasse hat bald wieder Hochkonjunktur und zwar nicht nur tagsüber, sondern auch an lauen Sommerabenden. Kopp liefert die passenden Produkte für Elektroinstallationen, die den Außenbereich in ein stimmungsvolles Licht tauchen und eine stets sichere Stromversorgung gewährleisten.

Ob überdacht oder nicht – die Terrasse zählt zu den Feuchträumen, deshalb müssen sämtliche Komponenten und Bauteile der Elektrotechnik mindestens die Schutzklasse IP44 erfüllen. Das Gartensortiment von Kopp umfasst vom Verlängerungskabel bis hin zur Feuchtraum-Steckdose zahlreiche Produkte, die den sicheren Umgang mit Strom im Außenbereich ermöglichen. Besondere Vorsicht ist bei der Verlegung von Kabeln unter der Erd geboten, denn eindringende Feuchtigkeit oder spitze Gartengeräte können die elektrischen Leitungen beschädigen, wenn diese nicht ausreichend isoliert oder geschützt sind. Ein besonderes Augenmerk sollte bei der Terrassenplanung demzufolge auf einer sicheren Elektroinstallation liegen, damit einer leuchtenden und energiegeladenen Freiluftsaison nichts im Wege steht.

Es werde Licht!

Sobald die Dämmerung eintritt, wird es ruck, zuck dunkel. Energiesparende LED Garten-Strahler und LED Garten-Spots beleuchten die Wege und erhöhen die Sicherheit. Sie setzen außerdem Akzente und rücken besonders schöne Pflanzen oder Objekte ins Rampenlicht. Nicht zuletzt schafft eine dezent eingesetzte Außenbeleuchtung eine gemütliche Atmosphäre im Sitzbereich der Terrasse.

Positiver Energieschub!

Im Außenbereich verlangen nicht nur Rasenmäher, Pool-Filterpumpe und Elektro-Grill nach Strom. Auch Smartphone, Musikanlage und Laptop wollen versorgt sein, damit es auf der Terrasse im Sommer an nichts fehlt und sämtliche Aktivitäten nach draußen verlagert werden können. Kopp Energiesäulen oder Gartenspieße mit Schutzkontaktdosen stellen hierfür die notwendigen, sicheren Anschlüsse bereit. Zudem bieten sich speziell für Feuchträume entwickelte Unterputz- oder Aufputz-Steckdosen für die Montage an der Hauswand an. Steckdosen aus dem Aufputz-Feuchtraum-Programm BLUE ELECTRIC von Kopp sind wahlweise mit Schlüssel oder Zahlenschloss erhältlich. Durch das Abschließen kann einem möglichen Stromdiebstahl auf dem eigenen Grundstück ganz einfach entgegengewirkt werden.

„Eigentlich funktioniert noch alles, aber…“

„Schauen Sie, das ist der Sicherungskasten. Eigentlich funktioniert noch alles, aber…“. Viele Elektroinstallateure kennen diese Situationen, in denen Kunden vergleichbare Sätze formulieren. Im Gebäude vor Ort fällt dann der Blick auf die in die Jahre gekommene Elektroinstallation und der Gedanke „alles raus“ schießt impulsiv in den Kopf. Doch wann greift Bestandsschutz und welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um bestehende elektrische Anlagen sinnvoll zu verändern?

Obwohl der Bestandsschutz weder in technischen Regelwerken oder VDE-Bestimmungen klar definiert ist, lässt sich über nachfolgende Punkte die jeweilige Sachlage gut eingrenzen. Bestandsschutz tritt ein, wenn:

  • eine Anlage zum Zeitpunkt des Herstellens allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprach
  • bisher keine Folgenormen Anpassungen erforderten
  • sich die Betriebs- und Umgebungsbedingungen nicht geändert haben
  • keine Erweiterungen, Umbauten oder Sanierungen vorgenommen wurden
  • die Anlage mängelfrei ist

Sicherheit, Zuverlässigkeit und Gebrauchsnutzen haben Vorrang

Die Anpassung elektrischer Anlagen ist immer dann ratsam, wenn der aktuelle technische Stand die Sicherheit allgemein vergrößert. Ebenfalls, wenn Änderungen seitens Behörden, Gesetzgebern oder Fachinstitutionen empfohlen oder gar eingefordert werden. Im Zweifelsfall empfehlen wir folgenden Grundsatz: Sicherheit, Zuverlässigkeit und Gebrauchsnutzen haben gegenüber dem Bestandsschutz Vorrang.

Austauschregeln

Anpassungen, Ersatz oder Neuinstallation sind bei Änderungen der Betriebs- und Umgebungsbedingungen und der Nutzungsart ratsam. Obligatorisch sind sie bei Anpassungen durch VDE-Normen oder im Fall von groben bzw. gefahrbringenden Mängeln. Durch die DKE ist der Austausch von Steckdosen der Bauart „ovale Kragensteckvorrichtungen“, dazu passende CEE-Rundsteckdosen-Adapter sowie nicht zur Erdung verwendete leitfähige Teile geregelt. Diese Teile fallen nicht unter den Bestandsschutz.

In der Beratung Vorteile verdeutlichen

Gute Argumente für die Neuinstallation oder für die Änderung gegenüber dem Kunden sind:

  • eine im Vergleich zum Bestand vergrößerte Sicherheit
  • die stabilere und leistungsstärkere Funktion
  • geringere Fehleranfälligkeit und Ausfallwahrscheinlichkeit
  • vollumfängliche Erfüllung der Vorschriften und Regularien moderner Elektroinstallation und elektrischer Anlagen.

Erdkabel verlegen: sicherer Strom im eigenen Garten

Spezielle Schutzanforderungen stellen sicher, dass die verbauten Materialen einen Mindeststandard bei den Schutzklassen haben. So dürfen nicht alle Kabel im Garten verlegt werden. Eine weitere Gefahrenquelle stellen außerdem nicht ausreichend isolierte Kabel oder Steckdosen dar. Bei der Kabelverlegung muss sichergestellt werden, dass diese bei Gartenarbeiten vor Beschädigungen geschützt sind.  Daher müssen Hausbesitzer und Installateure hohe Sicherheitsstandards einhalten.

Schutzanforderungen: Der Garten als Feuchtraum

Weil sich Strom und Wasser nicht vertragen, gilt der Außenbereich für den Fachmann als Feuchtraum und muss bei der Auswahl von Produkten und Ausstattung entsprechend behandelt werden. Das heißt: Alle verwendeten Komponenten und Bauteile – von Verlängerungskabeln über Steckdosen bis hin zu den elektrischen Verbrauchern – müssen mindestens die Schutzklasse IP44 oder höher erfüllen.

Außerdem gilt die Grundregel zum Schutz vor elektrischem Schlag: Gefährliche aktive Teile dürfen nicht berührbar sein und berührbare leitfähige Teile dürfen nicht zu gefährlichen aktiven Teilen werden – weder unter normalen Bedingungen noch unter Einzelfehlerbedingungen. Damit die Elektroinstallation im Garten sicher ist, muss sie laut DIN VDE 0100-410

Errichten von Niederspannungsanlagen – Schutzmaßnahmen – Schutz gegen elektrischen Schlag“ folgende Schutzanforderungen erfüllen:

  1. Basisschutz – Schutz gegen direktes Berühren. Alle aktiven Teile einer Anlage müssen durch isolierende Gehäuse, Umhüllungen oder Abdeckungen vollständig vor Berührungen geschützt werden.
  2. Fehlerschutz – Schutz bei indirektem Berühren. Versagt der Basisschutz, müssen gefährliche Berührungsspannungen verhindert oder abgeschaltet werden. Dafür wird die notwendige Erdung mithilfe einer Potentialausgleichsschiene hergestellt. Außerdem sorgt eine Schutzeinrichtung (OCP oder RCD) im Falle eines Fehlerstroms für die sofortige Abschaltung des betreffenden Stromkreislaufs.
  3. Zusatzschutz – Schutz bei direktem Berühren. Wenn Basisschutz und Fehlerschutz versagen, greift der Zusatzschutz. Er wird durch hochempfindliche Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCD) erreicht. Bei Neuinstallationen mit besonderen Gefährdungen ist der Zusatzschutz verbindlich vorgeschrieben. Dazu gehören Bade- und Duschräume, aber auch Außeninstallationen.

 

Aus diesen Forderungen folgt: Leitungen im Außenbereich müssen generell über eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD) abgesichert werden. Hierzu benötigen sie im Sicherungskasten des Hauses einen eigenen Sicherungsautomaten. So wird im Fehlerfall – der im Außenbereich häufiger auftritt als im Haus – nicht die gesamte Anlage abgeschaltet, sondern nur der fehlerhafte Stromkreis.

Nicht alle Kabel dürfen in den Garten

Doch bevor es an das Verlegen der Leitungen geht, sollten Hausbesitzer sich klar darüber sein, wo Außensteckdosen Sinn machen und welche Verbraucher sie anschließen wollen. Daraus kann der Elektriker den benötigten Kabelquerschnitt berechnen.

Im Außenbereich dürfen nur PVC-isolierte, wasserdichte Erdkabel mit der Typenkennzeichnung NYY-J oder NYCWY verlegt werden. Beide Kabeltypen gibt es in verschiedenen Ausführungen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Niederspannungs-, Mittelspannungs- und Hochspannungskabeln. Für den Garten reicht ein Niederspannungskabel (0,6 bis 1 kV) vollkommen aus, bei energieintensiven Verbrauchern kann auch ein Mittelspannungskabel (bis 70 kV) eingesetzt werden. Hochspannungskabel mit Betriebsspannungen von über 200 kV machen nur dann Sinn, wenn große Strommengen über weite Entfernungen (>10 Km) transportiert werden müssen.

 

Erdkabel sicher verlegen und kennzeichnen

Damit die Erdkabel bei Gartenarbeiten durch Spaten oder Hacken nicht beschädigt werden, müssen sie mindestens 60 Zentimeter tief im Boden verlegt werden. Schutz vor scharfkantigen Steinen und Erdbewegungen bietet ein 10 cm dickes Sandbett, das unter und über dem Kabel eingebracht wird. Kein Muss, aber praktisch sind Leerrohre. Ins Erdreich dringt Feuchtigkeit ein, die das Kabel angreift. Selbst eine widerstandsfähige Isolierung wird mit der Zeit spröde und kann reißen. Leerrohre bilden eine Barriere gegen Feuchtigkeit, Schmutz und Frost. Außerdem ermöglichen sie den nachträglichen Austausch defekter Kabel.

Schließlich wird über der schützenden Sandschicht eine schlagfeste Abdeckung aus Ziegelsteinen verlegt, die durch ein Warnband gekennzeichnet ist. Das Warnband zeigt bei Erdarbeiten an, dass an dieser Stelle eine elektrische Leitung verläuft und äußerste Vorsicht geboten ist. Zum Schluss kann der Graben mit Erde zugedeckt und das Kabel an die Gartensteckdose angeschlossen werden.

Abschließbare Steckdosen, Energiesäulen und Co.

Ist das Kabel verlegt, stellt sich die Frage nach den passenden Steckdosen. Besonders praktisch für den Garten sind Energiesäulen. Sie sind häufig mit mehreren deckelgeschützten Schutzkontaktsteckdosen ausgestattet und aufgrund ihrer Höhe gegen Spritzwasser und Überflutungen geschützt. Die robusten Aluminiumsäulen gibt es auch mit LED-Lichtelementen. So versorgen sie nicht nur Rasenmäher und Elektrogrill mit Strom, sondern auch den Gartenweg mit Licht. Kompakt und unauffällig sind Gartensteckdosen in Steinoptik. Die getarnte Energieverteilung fügt sich elegant ins Landschaftsbild und bewahrt die natürliche Ausstrahlung des Gartens. Eine mechanische Zeitschaltuhr schaltet angeschlossene Verbraucher wie Leuchten oder Bewässerungsanlagen individuell ein- oder aus.

Im Garten oder an der Hauswand können auch Produkte aus dem Fechtraumsortiment von Kopp eingesetzt werden wie beispielsweise die abschließbaren Aufputz-Schutzkontaktdosen von BLUE ELECTRIC. Jede Steckdose wird mit einem robusten Klappdeckel aus thermoplastischem Kunststoff und wahlweise zwei Schlüsseln oder einem Zahlenschloss geliefert. Damit lassen sich individuelle und sichere Zugangsregelungen zur Stromentnahme realisieren – denn frei zugängliche Steckdosen locken Stromdiebe an. Alle Produkte für den Außenbereich sind nach Schutzklasse IP 44 zertifiziert und gegen Spritzwasser aus allen Richtungen sowie Berührungen mit Werkzeugen und Fremdkörper geschützt.

Laptop, Fernseher, Spielkonsole und Smart Home haben eine Gemeinsamkeit: sie benötigen einen schnellen und stabilen Internetanschluss. Doch gerade im Wohnhaus sieht die Realität häufig anders aus. Das WLAN ist nicht leistungsstark genug, um jedes Zimmer in jedem Stockwerk mit einer hohen Datenübertragungsrate zu versorgen. Eine durchdachte Elektroinstallation kann diese Schwäche ausgleichen.

 

WLAN ist Knotenpunkt der Kommunikation

Wer einen Neubau oder eine Sanierung plant, sollte auf ein zukunftssicheres Heimnetzwerk setzen. Das Herzstück eines solchen Netzwerkes ist der WLAN-Router. Das Gerät baut ein lokal begrenztes Funknetz auf, in das sich Computer, Smartphones oder TV-Geräte einwählen können. Die Geschwindigkeit der mobilen Datenübertragung hängt von dem verwendeten Funkstandard und von der Reichweite des Netzwerkes ab. Dabei nimmt die Empfangsqualität der Funkwellen mit jedem Hindernis ab. Vor allem Metallträger und Betonmauern stören das Signal. Aber auch andere Funknetzwerke in der Umgebung können Interferenzen auslösen.

 

 

Repeater als LAN-Brücke einrichten

Hier wird deutlich: Eine verlustfreie Datenübertragung lässt sich nur über ein LAN-Kabel realisieren. Daher sollte bei der Planung der Elektroinstallation nicht allein die Anzahl der Steckdosen und Stromkreise wohl durchdacht sein, sondern auch die Art der Anschlüsse. In den meisten Fällen empfiehlt sich ein Netzwerkanschluss pro Etage. Wird ein WLAN-Repeater direkt über die Netzwerkleitung mit dem Internet-Router verbunden, kann das Gerät ein zusätzliches Drahtlos-Netzwerk in der jeweiligen Etage aufbauen. Der Repeater fungiert als Verstärker und versorgt so die Netzwerkgeräte auch in größerer Entfernung zum Router mit schnellem Internet.

 

Smart Home einfach digitalisieren

Auch das funkgesteuerte Smart-Home-System Free-control lässt sich in das heimische WLAN einbinden. Dafür benötigt das Funksystem ein Gateway, das sich mit dem Router verbindet. So wird das Gateway zum zentralen Netzwerk-Knoten der intelligenten Haussteuerung. Da es ebenfalls per Funk mit den Free-control-Geräten kommuniziert – allerdings auf 868 MHz und nicht wie WLAN auf 2,4 bzw. 5 GHz – sollte das Netzwerk professionell eingerichtet werden. So lassen sich Beleuchtung, Rollläden oder Heizung ganz einfach per Mobile-App über Smartphone oder Tablet steuern.

Der Schalter ist das Multitalent unter den Elektroinstallationsprodukten. Dabei folgt seine Funktionsweise einem einfachen Prinzip: Mithilfe von elektrisch leitenden Materialien, Halbleiterbauelementen oder Kontakten ändert er den Zustand einer elektrischen Leitung. So simpel die Technik, so umfangreich das Angebot. Bei der Wahl des passenden Schalters gibt es einiges zu beachten.

Der moderne Lichtschalter entwickelte der Elektroingenieur John Henry Holmes bereits Ende des 19. Jahrhunderts. Stromkreise konnten auch vorher schon geöffnet und geschlossen werden, nur reagierten die notwendigen Kontakte zu langsam. In der Folge bildeten sich Lichtbögen, die den Schalter schnell zerstörten. Holmes gelang es, das Problem mit einer Schnapp-Funktion zu beheben. Noch heute wird die Technik auf der ganzen Welt eingesetzt, findet sich in Wohnhäusern, Büros und Industriehallen.

Eine Lösung ohne Problem

Erst jetzt, mehr als 100 Jahre später, zeichnet sich eine neue Revolution ab: Der Schalter wird digital – und verschwindet zunehmend von den Wänden. Im modernen Haus lässt sich fast alles via App steuern. Doch für den Endverbraucher gilt die Kernfrage: Lohnt sich das Ganze? In einer Kolumne für die Wochenzeitung „Die Zeit“ stellt der Autor und Journalist Harald Martenstein vor einigen Jahren fest: „Ein Designer, der Lichtschalter aus einem Zimmer wegdesignt, löst damit ein Problem, das es vor dem Auftauchen des Designers überhaupt nicht gegeben hat. Nein, viel schlimmer, er schafft ein Problem, und zwar dort, wo es vorher eine Lösung gab.“

Schalter werden so häufig wie kaum ein anderes Gestaltungselement der Innenarchitektur genutzt: Im Morgengrauen schalten wir mit ihnen das Licht ein, in der Mittagssonne fahren wir die Jalousien herunter und abends sorgen Bewegungsschalter dafür, dass die Einfahrt vor dem Haus automatisch beleuchtet wird. Ohne Schalter fehlt etwas. Entsprechend groß ist das Angebot. Bei der Auswahl geht es neben Form, Material und Farbe auch um die Funktion.

Die Klassiker: Ausschalter, Serienschalter und Co.

Kaum ein Schalter ist häufiger verbaut als der Ausschalter. Mit den zwei Positionen „offen“ und „geschlossen“ ist seine Funktionsvielfalt zwar begrenzt, für die Steuerung einer herkömmlichen Leuchte jedoch vollkommend ausreichend. Einen Schritt weiter geht der Wechselschalter. Er wird in der Regel mit einen Eingang und zwei Ausgängen betrieben. Dabei wechselt der Schalter zwischen Ausgang A und Ausgang B. Wird der Stromkreis über A geschlossen, lässt er sich über B wieder öffnen. Ein langer Flur ist für eine solche Wechselschaltung prädestiniert. Die Serienschaltung geht den umgekehrten Weg. Hier befinden sich zwei voneinander unabhängig Schalter an einer Dose. Äußerlich erkennbar durch die geteilte Wippe, mit der zwei Leuchten oder Leuchtgruppen von einer Stelle aus bedient werden können. Verwendet wird der Serienschalter zum Beispiel im Badezimmer, um Decken- und Spiegelleuchte von der Tür aus schalten zu können.

Die Fortgeschrittenen: Taster und Dimmer

Ein Taster schaltet den Stromkreis nicht permanent, sondern nur so lange, wie er gedrückt wird. Klingeltaster funktionieren nach diesem Prinzip. Auch in Treppenhäusern wird er eingebaut, jedoch in Verbindung mit einem Zeitrelais oder Stromstoßschalter. Ein Dimmer erlaubt nicht nur das Ein- und Ausschalten eines Leuchtmittels, sondern auch dessen Helligkeitsregulierung. Das funktioniert jedoch nur in Kombination mit einem dimmbaren Leuchtmittel. Glühlampen und Transformatoren enthalten dafür eine Phasenanschnittssteuerung, die elektrischen Trafos von Halogen-Niedervolt-Systemen sind mit einer Phasenabschnittssteuerung ausgestattet.

LED-Leuchtmittel, die nicht als dimmbar gekennzeichnet sind, können nicht gedimmt werden. Das hängt zum einen mit der geringen Last der Leuchtdioden im Vergleich zu Glüh- oder Halogenlampen zusammen. Universaldimmer weisen eine höhere Mindestlast auf und sind deshalb nicht mit LEDs kompatibel. Zum anderen funktionieren LEDs mit Gleichstrom. Um den Wechselstrom aus dem Netz umwandeln zu können, benötigen sie eine vorgeschaltete Elektronik. Gedimmt wird also nicht die LED-Lampe, sondern die zwischengeschaltete Elektronik – und diese muss dafür geeignet sein. In der Regel sind Dimmer als Drehregler erhältlich. Es gibt sie aber auch mit einer Sensorsteuerung.

Der Elegante: Sensorschalter

Schalter sind nicht nur praktisch, sie können auch ein echter Hingucker sein. So wie der HK i8 von Kopp. Klassische Form, bekanntes Material, aber unter der Haube steckt Hightech. Der Glasschalter ist mit einem Tastsensor ausgestattet. Dieser funktioniert nach dem Prinzip eines Smartphones und löst bereits bei einer sanften Berührung den Schaltvorgang aus. Diese technischen Finessen eröffnen mehr Freiheiten beim Design, denn Wippe und Rahmen sind damit obsolet. Der Clou: Der HK i8 passt im Gegensatz zu anderen Sensorschaltern auf jede gängige Unterputz-Dose, benötigt keine aufwändige BUS-Verkabelung und damit auch kein Smart Home.

Der Kabellose: Funkschalter

Ja, es gibt sie: Funkschalter zum Aufkleben. Ganz ohne Verkabelung und ohne baulichen Aufwand. Was diese Schalter benötigen, ist ein Funksender. Mit dessen Hilfe übermitteln sie das Signal zum Öffnen und Schließen des Stromkreises an ein Empfangsmodul. Das Funksystem Free-control geht noch einen Schritt weiter: Es nutzt die Funktechnik und verbindet sie mit modernen, digitalen Endgeräten. In Kombination mit einem Internet-Gateway können Licht, Jalousien und Heizung mit dem Smartphone angesteuert werden. Damit läuft Free-control dem analogen Schalter aber nicht den Rang ab. Licht immer und überall auf 1,05 m Höhe nur wenige Zentimeter vom Türrahmen entfernt bedienen zu können – das wollen viele sich nicht nehmen lassen. Einfach Draufdrücken, Licht an: Damit wird der Schalter zu einem kleinen Stückchen Heimat im 21. Jahrhundert.

Der Robuste: Feuchtraumschalter

Abseits aktueller Trends gibt es auch Schalter, die sich seit Jahren bewähren – vor allem dann, wenn sie eine besondere Funktion erfüllen. Ein Feuchtraum-Schalter zum Beispiel. Mit BLUE ELECTRIC bietet Kopp Elektroinstallateuren einen markanten Schalter von hoher Materialqualität, der rundum abgedichtet ist. Spritzwasser kann ihm nichts anhaben, genauso haben Fremdkörper ab einem Millimeter Durchmesser keine Chance, in das Gehäuse zu gelangen. Daneben sind thermoplastische Kunststoffe, die auch bei BLUE ELECTRIC zum Einsatz kommen, besonders robust. Einen hohen Nutzwert bietet BLUE ELECTRIC mit vielen praktischen Details: So sind alle Produkte aus dem Sortiment mit einem Beschriftungsfeld ausgestattet, die Schalter bieten zusätzlich eine integrierte Beleuchtung.