Unterputz-Bewegungsmelder: 2‑Draht- und 3‑Draht-Technik im Vergleich
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Unterputz-Bewegungsmelder können vorhandene Lichtschalter ersetzen und die Beleuchtung automatisch schalten. Bei der Auswahl spielt die Anschlusstechnik eine zentrale Rolle: Ob ein 2‑Draht- oder ein 3‑Draht-Gerät geeignet ist, hängt von den vorhandenen Leitern und der angeschlossenen Beleuchtung ab.
2‑Draht-Bewegungsmelder: Anschluss ohne Neutralleiter
Ein 2‑Draht-Unterputz-Bewegungsmelder wird an den Außenleiter L und den geschalteten Leiter zur Leuchte angeschlossen. Er eignet sich daher zum Austausch eines Lichtschalters, wenn in der Schalterdose kein Neutralleiter verfügbar ist.
Bei der Auswahl ist die Mindestlast, auch Grundlast genannt, zu berücksichtigen. Sie unterscheidet sich je nach Ausführung. Zwei Beispiele aus dem Kopp-Sortiment zeigen den Unterschied:
- 5 W Grundlast: T 180° für HK07, Artikelnummer 840429045, ist für LED-Lampen mit 5–100 W/VA ausgelegt. LED-Beleuchtung kann somit bereits ab einer angeschlossenen Last von 5 W betrieben werden.
- 40 W Grundlast: T 180° UP für HK07, Artikelnummer 805829556, ist für ohmsche Lasten mit 40–400 W vorgesehen. Für dieses Modell ist keine LED-Last freigegeben.
Die Bezeichnung „2‑Draht“ sagt deshalb allein noch nichts über die LED-Eignung aus. Maßgeblich sind die Lastangaben des konkreten Geräts.
3‑Draht-Bewegungsmelder: Anschluss mit Neutralleiter
Ein 3‑Draht-Unterputz-Bewegungsmelder benötigt drei Anschlüsse: Außenleiter L, Neutralleiter N und den geschalteten Leiter zur Leuchte. Er kommt infrage, wenn der Neutralleiter bereits in der Schalterdose vorhanden ist oder bei einer Neuinstallation vorgesehen wird.
Bei 3‑Draht-Geräten muss keine Grundlast eingehalten werden. Die maximalen Anschlussleistungen gelten dennoch.
Worauf kommt es bei der Auswahl an?
Zunächst ist zu prüfen, welche Anschlussleiter am Einbauort vorhanden sind. Anschließend muss der Bewegungsmelder zur angeschlossenen Beleuchtung passen. Ohne Neutralleiter kommt ein geeignetes 2‑Draht-Gerät infrage – ggf. auch für LED. Mit Neutralleiter sollte ein 3‑Draht-Gerät eingesetzt werden. Verbindlich bleiben jeweils die Herstellerangaben zu Mindestlast, Leuchtmittelart und maximaler Anschlussleistung.