Gefahren und Schutzmaßnahmen

Elek­tri­scher Strom ist unsicht­bar. Man kann ihn weder hören noch sehen oder rie­chen. Aber bereits kleins­te Strom­stär­ken kön­nen für den Men­schen töd­lich sein. Vie­le Unfäl­le mit elek­tri­schen Anla­gen und Gerä­ten pas­sie­ren aus Leichtsinn.

Grund­sätz­lich sind bei jeder Instal­la­ti­on und Ver­än­de­rung in elek­tri­schen Anla­gen die ein­schlä­gi­gen Bestim­mun­gen und die aner­kann­ten Regeln der Tech­nik ein­zu­hal­ten. Bei elek­tri­schen Unfäl­len haf­tet der­je­ni­ge, der zuletzt an der Anla­ge oder am Gerät gear­bei­tet hat. Da ein Heim­wer­ker meis­tens nicht alle Regeln und Bestim­mung ken­nen kann, wird emp­foh­len, den Rat eines Fach­manns hin­zu­zu­zie­hen. Ein kon­zes­sio­nier­ter Elek­tri­ker kann die Anla­ge prü­fen und abneh­men und damit auch die Gewähr für eine ord­nungs­ge­mä­ße siche­re Aus­füh­rung bieten.

Bit­te beach­ten Sie bei jedem Ein­griff in die Elek­tro­in­stal­la­ti­on (Schal­ter, Dim­mer oder Steck­do­sen anschlies­sen, Lei­tun­gen ver­le­gen, etc.) die fol­gen­den Sicher­heits­re­geln gem DIN VDE 0620:

Hin­weis!

Instal­la­ti­on nur durch Per­so­nen mit ein­schlä­gi­gen elek­tro­tech­ni­schen Kennt­nis­sen und Erfahrungen!*)
Durch eine unsach­ge­mä­ße Instal­la­ti­on gefähr­den Sie:

  • Ihr eige­nes Leben,
  • das Leben der Nut­zer der elek­tri­schen Anlage.

Mit einer unsach­ge­mä­ßen Instal­la­ti­on ris­kie­ren Sie schwe­re Sach­schä­den, z.B. durch Brand. Es droht für Sie die per­sön­li­che Haf­tung bei Per­so­nen- und Sachschäden.
Wen­den Sie sich an einen Elektroinstallateur!

*) Erfor­der­li­che Fach­kennt­nis­se für die Installation

Für die Instal­la­ti­on sind ins­be­son­de­re fol­gen­de Fach­kennt­nis­se erforderlich:

  • die anzu­wen­den­den “5 Sicher­heits­re­geln”: Frei­schal­ten; gegen Wie­der­ein­schal­ten sichern; Span­nungs­frei­heit fest­stel­len; Erden und Kurz­schlie­ßen; benach­bar­te, unter Span­nung ste­hen­de Tei­le abde­cken oder abschranken
  • Aus­wahl des geeig­ne­ten Werk­zeu­ges, der Mess­ge­rä­te und ggf. der per­sön­li­chen Schutzausrüstung
  • Aus­wer­tung der Messergebnisse
  • Aus­wahl des Elek­tro-Instal­la­ti­ons­ma­te­ri­als zur Sicher­stel­lung der Abschaltbedingungen,
  • IP-Schutz­ar­ten
  • Ein­bau des Elektroinstallationsmaterials
  • Art des Ver­sor­gungs­net­zes (TN-Sys­tem, IT-Sys­tem, TT-Sys­tem) und die dar­aus­fol­gen­den Anschluss­be­din­gun­gen (klas­si­sche Nullung, Schutz­er­dung, erfor­der­li­che Zusatz­maß­nah­men etc.)