Trotz Sorgfalt und Weitblick kann es passieren, dass Sie eines Tages merken, wie Sie mit der Lage und Zahl Ihrer Steckdosen unzufrieden sind – Bedürfnisse und Wohnkonzepte ändern sich schließlich. Wenn Sie nicht gleich neue Steckdosen installieren wollen, stellen Steckdosenleisten eine flexible Alternative dar. Alles über die Unterschiede verschiedener Steckerleisten und worauf Sie noch achten können, erfahren Sie hier.

Steckdosenleiste installieren: Das ist zu beachten

Das Anschließen einer Steckdosenleiste ist schnell gemacht. Einfach den Anschluss der Leiste in eine freie Steckdose stecken und schon haben Sie die Zahl der Steckplätze multipliziert. Die Belastbarkeit der Leisten ist mit durchschnittlich 3.500 Watt sehr hoch, so dass auch eine 10-fach-Steckdosenleiste für relativ verbrauchsstarke Geräte sicher eingesetzt werden kann. Kurzschlüsse in der elektrischen Anlage oder das Überhitzen der Leiste mit einer erhöhten Brandgefahr bleiben jedoch bei vielen starken Verbrauchern oder dem Koppeln von Steckdosenleisten ein Restrisiko.

Wird die Leiste oder das Kabel warm oder treten zum Beispiel bei einem angeschlossenen Fernseher Bildstörungen auf, ist die Steckdosenleiste möglicherweise überlastet. Spätestens wenn die Sicherung rausspringt, sollten Sie reagieren: Schließen Sie in dem Fall lieber ein paar Geräte weniger an und leistungsstarke Verbraucher direkt an eine Steckdose in der Wand. Selbst bei modernen elektrischen Leitungen, die besser gesichert sind als alte, können solche Überlastungen auftreten.

Leisten mit Schalter, Überspannungsschutz oder Fußschalter

Die beliebten Leisten gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen und mit individuellen Vorteilen. Eine Steckdosenleiste mit Schalter reduziert den Stromverbrauch durch das Ausschalten zahlreicher Geräte, die auch im Stand-by-Betrieb Energie verschwenden. Die Deutsche Energie Agentur hat ein durchschnittliches Einsparpotential von 115 € im Jahr pro Haushalt errechnet. Eine Steckerleiste mit Überspannungsschutz bietet darüber hinaus einen wirksamen Feinschutz für Ihre hochwertigen Stereoanlagen oder Flachbildschirme. Praktisch ist auch eine Steckdosenleiste mit Fußschalter, um die Leiste beispielsweise hinter einem Schrank zu verstecken und dennoch die Stromversorgung mit einem einzigen Schaltvorgang zu unterbrechen.

Steckdosenleiste verstecken

Wenn Sie mehr Steckplätze benötigen, Sie der Anblick der Leiste aber stört, können Sie mit ein paar einfachen Tricks Ihre Steckdosenleiste verstecken. Die meisten Leisten sind anschraubbar: Bringen Sie sie zum Beispiel hinter einem Regal außerhalb des Sichtbereichs an. Auch in einer formschönen Holzkiste, einem alten Koffer oder direkt in der Schublade verschwinden die Steckdosen einfach. Besonders für Ladestationen von Smartphones sind solche Verstecke eine gute Idee. Bedenken Sie eine ausreichende Luftzirkulation um die Brandgefahr durch übermäßige Wärmeentwicklung auszuschließen. Das Kabel, oft unansehnlicher als die Steckplätze selber, ist an den Fußleisten weniger präsent, als wenn es ungeordnet auf dem Boden liegt. Mit einigen Iso-Schellen befestigt, halten die Leitungen dort problemlos.

Natürlich gibt es Steckdosenleisten für alle Ansprüche: Möchten Sie die Steckplätze lieber um 45 oder 90 Grad gedreht? Brauchen Sie eine Steckdosenleiste mit USB-Anschlüssen für Ihr Smartphone? Auch ein erhöhter Berührungsschutz für Kinder kann ein wichtiges Kriterium sein. Bei Unsicherheit über die richtige Steckdosenleiste für Ihr Zuhause lassen Sie sich am besten von einem Fachmann beraten.

Beitragsbild: Strom von Metropolico.orgCC BY-SA 2.0