Die Sicherung der elektrischen Anlage hat oberste Priorität: Bereits kleine Fehler an Geräten mit elektrischem Strom können im Haushalt zu gefährlichen Stromschlägen führen. Deshalb ist seit 1984 der Fehlerstromschutzschalter bei Neubauten mit Feuchträumen wie Bädern Pflicht. Seit 2009 ist der Fehlerstromschutzschalter für alle neu errichteten Steckdosen in privaten und gewerblichen Bauten verpflichtend. Er schaltet den Strom bei Unfällen mit elektrischen Leitungen innerhalb von Sekundenbruchteilen ab und schützt Sie so vor schweren Verletzungen. Hier erfahren Sie, wie der lebensrettende Schutzschalter funktioniert.

Funktion des Fehlerschutzschalters

Der Fehlerschutzschalter ist für den persönlichen Schutz entscheidend: Er überwacht den Stromfluss und sorgt dafür, dass er stets gleichbleibt. Der sogenannte FI-Schutzschalter (F steht für Fehler, I entspricht dem physikalischen Symbol für Stromstärke) gehört in jeden Haushalt und ist nach DIN VDE 0100-410 für alle Steckdosen-Stromkreise bis einschließlich 20 A obligatorisch. Installieren Sie neue Steckdosen, ist die Nachrüstung verpflichtend.

Weicht der Wert des ausgehenden Stroms vom Wert des zurückkehrenden Stroms ab, liegt ein Fehler in der Leitung vor. Bereits Abweichungen von weniger als 30 Milliampere werden registriert. Der Kreislauf ist dann beschädigt und der Strom fließt entweder über ein anderes, leitfähiges Material ab oder über den Menschen. Ein lebensgefährlicher Stromschlag wäre die Folge. Der Schutzschalter unterbricht in diesem Fall innerhalb von 0,2 Sekunden den Stromkreislauf.

Wird ein Fehlerstrom erkannt, unterbricht der Schalter den jeweiligen Stromkreislauf. Daher wird empfohlen, mehrere FI-Schutzschalter einzusetzen und zumindest die Licht- und Steckdosenkreise getrennt zu sichern. So wird im Fehlerfall nicht die gesamte Anlage abgeschaltet.

Betrieb und Wartung des Fehlerstromschutzschalters

Bei Unregelmäßigkeiten unterbricht der Schalter die gesamte Stromversorgung. Die innovativen FI-Schutzschalter von Kopp zeigen bereits durch die Stellung des Hebels die Abschaltursache an: Ist er mittig, war ein Fehlerstrom der Grund. Befindet sich der Hebel unten, wurde er manuell ausgeschaltet. Nachdem ein Defekt an der Leitung behoben wurde, kann der Schalter wieder nach oben gedrückt werden, um den Strom wieder einzuschalten.

Das Gerät sollte alle sechs Monate getestet werden. Mit der Prüftaste kann ein Fehler simuliert werden. Der Hebel sollte beim Druck auf die Taste sofort umspringen. Tut er es nicht, sollte der Fehlerschutzschalter umgehend austauscht werden. Den Test können Sie jederzeit selbst erledigen – den Einbau oder Austausch sollte auf jeden Fall der Fachmann übernehmen

Defekte oder beschädigte Kabel sind die Hauptursache für Fehlerströme. Bei elektrischen Geräten können sie relativ schnell ausfindig gemacht werden, ein Kabelbruch in der Wand hingegen stellt eine größere Herausforderung dar. Bei Fragen helfen wir Ihnen jederzeit gerne weiter!