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Neben Wissen und Erfahrung ist das richtige Werkzeug und Zubehör für die Arbeit mit stromführenden Leitungen entscheidend. Praktische Helfer erleichtern nicht nur den Alltag, sie garantieren auch die Sicherheit des Elektrikers. Noch dazu können Sie mit cleveren Tools Ihre Produktivität und Effizienz steigern. Hier sind die wichtigsten Werkzeuge im Überblick.

Licht und Organisation

  1. Halogenstrahler

Viele Unfälle sind einer schlechten Ausleuchtung der Baustelle geschuldet. Mit Halogenstrahlern vermeiden Sie dieses Risiko. Sie sind als Standlicht, auf einem Stativ oder als Erdspieß für Arbeiten im Außenbereich erhältlich.

  1. Kabelorganisation

Mit Kabelbindern, Organisationsrollen oder Kunststoffschlingen bringen Sie Ordnung ins Chaos und transportieren alle Kabel für die Elektroinstallation clever gebündelt. Nutzen Sie verschiedene Farben, um auch bei großen Projekten den Überblick zu bewahren.

Sicherheit durch Spannungsfreiheit

  1. Spannungsprüfer

Mit einem Spannungsprüfer stellen Sie die Spannungsfreiheit einer Steckdose fest. Einpolige Varianten sind in vielen Werkzeugsammlungen vorhanden, bieten im Gegensatz zu zweipoligen Spannungsprüfern aber weit weniger Funktionen. Viele der zweipoligen Ausführungen haben mittlerweile ein Display mit Informationen zu Polarität, Spannungsart und -höhe. Wer noch mehr Informationen über die Leitung benötigt, muss einen Digitalmultimeter verwenden.

  1. Leitungssucher

Mit kontaktlosen Spannungsprüfern oder Leitungssuchern können Sie Wände auf stromführende Leitungen oder Kabeldefekte hin untersuchen, bevor Sie beispielsweise eine Bohrung vornehmen. Zur zweifelsfreien Absicherung der Spannungsfreiheit vor einer Installation sollten Sie jedoch einen zweipoligen Spannungsprüfer nutzen, da dieser auch Gleichspannung erkennt, batterieunabhängig ist und einer speziellen VDE Norm (VDE 0628-401) unterliegt.

  1. Personenschutz

Die persönliche Schutzausrüstung ist eines der wichtigsten Arbeitsgeräte des Elektrikers. Dazu gehört neben der professionellen Schutzkleidung auch der mobile Personenschutzschalter, der PRCD-S. Er ist eine mobile Fehlerstromschutzeinrichtung, die wie eine Verlängerungsschnur zwischen Steckdose und Arbeitsgerät genutzt wird. Im Falle eines Fehlerstroms bei nicht gesicherten Anlagen und Baustellen kann der PRCD-S Leben retten.

Bei allen Geräten sollten Sie auf einen pfleglichen Umgang und regelmäßige Überprüfung der Funktion achten. Schließlich kann Ihr Leben von diesen Werkzeugen abhängen.

Wir bieten eine Vielzahl an professionellen Tools für Elektriker an, vom Basiszubehör bis hin zu umfangreich ausgestatteten Spannungsprüfern. Wenn Sie Fragen zu unseren Produkten haben oder Hilfe bei Ihrer Elektroinstallation benötigen, melden Sie sich bei uns! Wir helfen Ihnen jederzeit gerne.

Sicherheit hat bei allen Arbeiten an elektrischen Anlagen höchste Priorität. Neben den fünf Sicherheitsregeln ist auch eine persönliche Schutzausrüstung für Elektriker Pflicht. Worauf Sie bei der PSA achten sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.

Schutzausrüstung für Elektriker und Elektrofachkräfte

Unfälle an elektrischen Anlagen können lebensbedrohliche Folgen haben. Neben Stromschlägen sollten sich Elektrofachkräfte besonders vor Störlichtbögen mit einer persönlichen Schutzkleidung sichern. Ein solcher Lichtbogen kann Temperaturen von über 10.000°C, Druck- und Schallwellen verursachen.

Eine PSA für Elektriker kann die lebensbedrohlichen Verletzungen abwenden oder zumindest minimieren. Zur PSA gehört unbedingt ein Schutzanzug, der aus Jacke, Hose, Handschuhen, Sicherheitsschuhen und Kopfbedeckung inklusive Visier besteht. Die Materialien müssen isolierend wirken, flammen- und hitzehemmend sein und die Haut möglichst vollständig bedecken. Nur so ist gewährleistet, dass Störlichtbögen oder elektrische Fehlerströme nicht auf die Haut übergreifen. Eine gute Auswahl an PSA für Elektrofachkräfte finden Sie beispielsweise bei Schillings Arbeitsschutz oder HB Schutzkleidung.

Kauf und Nutzung von PSA

Achten Sie beim Kauf Ihrer persönlichen Schutzausrüstung auf das VDE-Prüfzeichen und eine CE-Kennzeichnung. Nur Kleidung mit diesen Siegeln ist für das Arbeiten unter Spannung zugelassen. Darüber hinaus müssen Sie die Ausrüstung regelmäßig nach Herstellerangaben von einem Sachkundigen für PSA auf ihre Schutzfähigkeit überprüfen lassen. Diese Prüfungen sind zu dokumentieren, damit der Zustand jederzeit einsehbar ist. Vor jeder Benutzung sollte auch der Träger seine PSA auf Risse oder Abnutzung überprüfen.

Dank neuer Materialien sind die Kleidungsstücke heute angenehm zu tragen. Achten Sie auf den korrekten Sitz der Kleidung, da klobige Schuhe und schlechtsitzende Handschuhe die Bewegungsfreiheit einschränken und die Gefahr eines Unfalls damit sogar vergrößern können.

Mobiler Personenschutz mit PRCD-S

Besonders auf Bau- und Montagestellen ist es nicht immer möglich, die elektrische Anlage zur Sicherheit der Arbeiter abzuschalten. Damit die Stromentnahme auch an ungeprüften Steckdosen sicher verläuft, ist ein mobiler Personenschutz als Ergänzung zur PSA unerlässlich. Der sogenannte PRCD-S (von engl. Portable Residual Current Device – Safety, zu dt. mobile Differenzstrom-Schutzeinrichtung) entspricht einer tragbaren Fehlerstromschutzeinrichtung, die wie eine Verlängerungsschnur zwischen Steckdose und elektrisches Gerät geschaltet wird. Dabei überprüfen beispielsweise die PRCD-S-Modelle von Kopp bereits vor dem Einschalten selbstständig, ob alle Leiter fehlerfrei geschaltet sind. Ist das nicht der Fall, lassen sie sich nicht einschalten. Darüber hinaus unterbricht der PRCD-S bei Fehlerströmen während des Betriebes automatisch den Strom und schützt so vor Stromschlägen.

Sicherheitsvorkehrungen sind lebenswichtig – ein hochkonzentriertes Arbeiten und Erfahrung ersetzen sie nicht. Wenn Sie daher Fragen zum Thema mobiler Personenschutz haben, sprechen Sie uns an. Wir helfen Ihnen jederzeit weiter.

Die richtige Ausrüstung ist die halbe Arbeit – Werkzeug für die Elektroinstallation

Für heimische Arbeiten an elektrischen Anlagen brauchen Sie grundsätzlich drei Dinge: Das Wissen um den sicheren Umgang mit elektrischen Anlagen, die passenden Ersatzteile und das richtige Werkzeug. Selbst der erfahrenste Fachmann ist ohne seine Geräte aufgeschmissen und das nicht nur, weil es ziemlich anstrengend sein kann, mit unpassendem Werkzeug einen Lichtschalter zu installieren. Es kann auch gefährlich werden. Die richtige Ausrüstung bietet nicht nur effektives, sondern auch sicheres Arbeiten.

Spannung prüfen und messen bevor Sie eine Steckdose anschließen

Ein Spannungsprüfer ist für alle Arbeiten an elektrischen Anlagen unabdingbar, etwa wenn Sie einen neuen Dimmer montieren oder eine Steckdose einbauen wollen. Selbst wenn Sie vorher die Sicherung herausgedreht haben, ist eine zusätzliche Überprüfung der Spannungsfreiheit an der Leitung Pflicht. Ein zweipoliger Spannungsprüfer reicht in der Regel aus. Kombinierte Spannungs- und Durchgangsprüfer mit LED-Anzeige bieten einige Funktionen mehr.

Mit einem so genannten Multimeter können Sie darüber hinaus verschiedene Spannungen und Stromstärken prüfen und die jeweiligen Werte ablesen. Die heute günstigen Digitalmultimeter haben die analogen Varianten fast vollständig vom Markt verdrängt. Die neueste Innovation sind kontaktlose Spannungsprüfer, die je nach eingestellter Empfindlichkeit elektrische Spannung aufspüren können. Bequemer geht es kaum.

Kabel für Schalter und Steckdosen richtig entmanteln

Ist die elektrische Anlage spannungsfrei, dürfen Sie an die Leitung. Egal ob Sie nur einen neuen Lichtschalter einbauen oder komplexere Bewegungsmelder installieren wollen, die elektrischen Kabel müssen fachgerecht versorgt werden. Zunächst gilt es also die Leitung an der Spitze von ihrer Isolierschicht zu befreien. Das so genannte Abmanteln können Sie mit einem einfachen Kabelmesser erledigen. Etwas schneller geht es mit Spezialwerkzeugen wie einer Abisolierzange oder einem In-Dosen-Entmantler, mit dem Sie das gewünschte Kabel nicht erst aus der Unterputzdose herausziehen müssen. Achten Sie darauf, dass Ihr Werkzeug auch für den Durchmesser des Kabels ausgelegt ist, damit die Leiter nicht beschädigt werden.

Kabel für Schalter und Steckdosen vorbereiten: Versorgung und Einzug

Die Kabel sind nun fast fertig für den nächsten Anschluss von Steckdosen und Schaltern. Bei Litzenleitungen, einer Leitung aus vielen Einzeldrähten, kann aber je nach Klemme eine Aderendhülse notwendig sein. Sie schützt das Litzenende vor dem Ausfransen. Aderendhülsen müssen fachgerecht mit einem Crimp-Werkzeug, also einer Aderendhülsenpresszange, verarbeitet werden. Auch hier gibt es unterschiedliche Varianten, von der einfachen Zange bis zum Profiwerkzeug, mit dem Sie auch Crimp-Verbindungen mit größerem Durchmesser herstellen können. Damit die Aderendhülsen nicht aufplatzen, reißen oder die Leiter nicht optimal umschließen, gehören große Sorgfalt und Erfahrung zum Crimpen.

Als letztes benötigen Sie eventuell noch Kabeleinziehwerkzeuge. Sie sind besonders für die Verlegung von Kabeln im Decken- oder Fußraum ein wichtiges Hilfsmittel, um die elektrische Anlage auch dorthin zu lenken, wo Sie später Ihre Steckdosen einbauen oder Lichtschalter installieren wollen. Ob Sie Einziehspiralen oder Flachmetallbänder nutzen, ist dabei eher eine Frage der Übung, da beide Varianten im Grunde das gleiche Ergebnis liefern.

Natürlich sollten auch alle anderen Werkzeuge wie Seitenschneider oder Schnabelzange von hoher Qualität und mit ausreichender Isolierung ausgestattet sein. Bei Arbeiten an elektrischen Anlagen setzen Sie sich einer nicht zu unterschätzenden Gefahr aus – sei es beim Steckdosen installieren, Lichtschalter anschließen oder Dimmer einbauen. Gehen Sie kein Risiko ein! Wie immer gilt: Wenn Sie sich nicht zu 100 % sicher sind, überlassen Sie die Arbeit einem Fachmann.

Hinweis: Bei jedem Eingriff in die Elektroinstallation sind grundsätzlich die Sicherheitsregeln gemäß DIN VDE 0620 einzuhalten. Diese können Sie hier im Wortlaut nachlesen.