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Viele Endverbraucher begegnen dem Thema Smart Home noch immer mit Skepsis. Umso wichtiger ist es, dass Handwerker die Vorteile des intelligenten Zuhauses einfach und verständlich vermitteln können. Denn beim Smart Home ist branchen- und produktübergreifendes Wissen gefragt. Und ein Profi, der das passende System auswählt, plant und fachgerecht installiert. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zur intelligenten Haussteuerung.

1. Was ist eigentlich ein Smart Home?

Vereinfacht beschreibt der Begriff Smart Home technische Verfahren und Systeme, die in Wohnhäusern die Lebensqualität, Sicherheit und Energienutzung verbessern. Dafür kommen vernetzte und fernsteuerbare Geräte und Installationen zum Einsatz. Die Anwendungen reichen von kleinen bis hin zu komplexen Lösungen, von Funksteuerungen bis zu kabelgebundenen Systemen.

Das „richtige“ Smart Home gibt es nicht. Jedes intelligente Haus ist individuell an seine Bewohner angepasst. Neben persönlichen Wünschen und Bedürfnissen sollten Planer bei der Auswahl des passenden Systems auch die Wohnsituation der Nutzer berücksichtigen. Dabei hilft ein Fragebogen vom Institut für Gebäude-Technologie (IGT) der Hochschule Rosenheim, der kostenlos über die Webseite des IGT abgerufen werden kann. Er führt durch die einzelnen Bereiche eines Hauses und zeigt, welche Möglichkeiten es gibt.

2. Welchen Nutzen hat ein Smart Home?

Der Nutzen eines Smart Homes hängt nicht von den Möglichkeiten der Technik ab, sondern von den Erwartungen und Wünschen der Nutzer. Denn danach richtet sich die Auswahl der Produkte. Dass das Eigenheim erkennt, wann es dunkel wird, automatisch die Rollläden herunterfährt und gleichzeitig die Beleuchtung anpasst, ist nicht nur bequem. Neben einem Plus an Komfort tragen die Systeme auch dazu bei, Sicherheit und Energieeffizienz zu erhöhen. Sensoren überwachen Fenster oder Türen, Rollläden lassen sich aus der Ferne herunterfahren und während des Urlaubs genügt ein kurzer Blick auf das Smartphone, um sich zu vergewissern, dass alles in Ordnung ist. Die Hardware registriert, bei welcher Temperatur die meiste Energie gespart werden kann und regelt automatisch die Heizung herunter, wenn das Fenster geöffnet wird. Diese Vorteile sind nicht nur für Technikfans interessant. So kann ein intelligentes Zuhause auch für Familien oder ältere Menschen eine große Hilfe im Alltag sein.

3. Wie teuer ist ein Smart Home?

Ein Dimmer ist teurer als ein Schalter, ein Touchpad kostet mehr als eine Fernbedienung und der Rollladenmotor mehr als der klassische Gurtwickler. Ohne zusätzliche Kosten lässt sich ein Smart Home nicht realisieren. Die Investition lohnt sich trotzdem: das intelligente Zuhause hilft beim Energiesparen und erleichtert den Alltag.

Bei der Technik unterscheidet man kabelgebundene Systeme und Funksysteme. Für große Objekte kommen Bus-Systeme zum Einsatz. Hier werden die einzelnen Komponenten eines Smart Homes mit speziellen Leitungen verbunden. Die Kabel garantieren eine störungsfreie Datenübertragung. Mit einem Bus-System lassen sich sehr komplexe und umfangreiche Steuerungen realisieren. Das ist aber auch aufwändig: Die Systeme müssen geplant, installiert und programmiert werden. Dadurch verursacht ein kebelgebundenes Smart Home hohe Kosten.

Wer sein Haus nachträglich mit der intelligenten Technik aufrüsten will, entscheidet sich meistens für ein funkgesteuertes System. Die Geräte kommunizieren mithilfe von elektromagnetischen Wellen. Kabel müssen dafür nicht verlegt werden. Deshalb eignet sich die Technik vor allem für Bestandsgebäude, Mietwohnungen und kleinere Objekte wie Einfamilienhäuser. Und sie sind interessant für den Einstieg in das intelligente Wohnen: Mit Funksystemen wie Free-control lassen sich zunächst grundlegende Funktionen wie Rollläden und Licht steuern. Mit der Zeit können diese Systeme erweitert und angepasst werden.

4. Wie funktioniert das Smart Home?

Im Grunde kann man sich jedes Smart Home wie eine Pyramide vorstellen. Den Sockel bildet die Feldebene. Darauf bauen Automations- und Managementebene auf. Diese Grundstruktur ist bei allen technischen Varianten gleich – ob kabel- oder funkgesteuert.

Die Feldebene beschreibt die Basistechnologie, mit deren Hilfe die Funktionen des Smart Homes ausgeführt werden. Dazu werden Aktoren und Sensoren eingesetzt, wobei Sensoren Signale erfassen und Aktoren sie in mechanische Arbeit umsetzen. Diese Feldgeräte sind entweder per Bus oder Funk miteinander verbunden. Das mehradrige Bus-Kabel muss zusätzlich zur Elektroinstallation verlegt werden, während funkbasierte Technologien kabellos kommunizieren.

Auf der Automationsebene werden die Informationen der Feldebene zusammengetragen, um die Anlage funktionstüchtig zu machen. Dafür kommt bei Funksystemen wie Free-control ein Gateway zum Einsatz, das als Schnittstelle dient. Es verarbeitet die Daten und kommuniziert diese an die Feldebene und an die Managementebene. In einem dezentralen Bussystem sind die Feldgeräte bereits mit einer Schnittstelle ausgestattet.

Die Managementebene bildet die Spitze der Pyramide. Mithilfe einer Software bzw. einer App werden die Daten visualisiert und ausgewertet. Der Nutzer kann über die Managementebene nicht nur die einzelnen Funktionen seines Smart Homes nachvollziehen und beobachten, sondern auch aus der Ferne bedienen.

5. Wie schnell ist mein Smart Home veraltet?

Bei der Gebäudeautomation wird generell zwischen offenen und geschlossenen bzw. proprietären Systemen unterschieden. Die geschlossenen Systeme sind herstellereigene Systeme. Hier kann es sein, dass bestimmte Komponenten oder deren Ersatzteile in einigen Jahren nicht mehr angeboten werden. Offene Systeme dagegen werden von vielen Herstellern unterstützt. Das heißt: sämtliche Komponenten eines Systems sind interoperabel und können auf die gleiche Weise miteinander kommunizieren. Mit Blick auf die Zukunft ist es daher von Vorteil, offene Systeme einzusetzen, die mit der Zeit erweitert werden können.

Elektrifizierte Möbel

Strom dort, wo man ihn braucht – und nicht da, wo sich die Steckdose befindet. Das geht. Dank moderner Einbausteckdosen haben Verlängerungskabel ausgedient. Gemeinsam mit seinem Partner ASA Plastici bietet Kopp Lösungen zum Strom- und Datenmanagement an, die Technik und Möbel elegant zusammenführen.

Ob in der Küche, im Wohnzimmer oder in Konferenz- und Besprechungsräumen – in allen Lebensbereichen brauchen wir Strom. Aber Steckdosen gibt es viel zu wenige und Kabel liegen immer dort, wo man sie nicht haben will. Das neue Sortiment, das Kopp in sein Programm aufgenommen hat, bietet maßgeschneiderte Komponenten zur Elektrifizierung von Möbeln. Mit einer großen Modellauswahl für unterschiedliche Ansprüche und Umgebungen bringt Kopp die Strom- und Datenanschlüsse dorthin, wo diese benötigt werden: auf Schreibtische, Polstermöbel oder Küchenarbeitsplatten.

Professional: Büro- und Konferenzräume

Beim Thema Kabelmanagement sind vor allem Lösungen gefragt, die sich nach den besonderen Anforderungen moderner Büro- und Konferenzräume richten. Neben Anzahl und Führung der benötigten Strom- und Datenanschlüsse stellt sich immer auch die Frage, wie aufgeräumt und repräsentativ ein solcher Raum erscheinen soll.

VersaFLAP ist ein Stromversorgungs- und Datensystem, das sich vor allem durch seine hohe Flexibilität auszeichnet. Neben den sechs Standardausführungen kann die Einbaulösung mit einer großen Auswahl an internationalen Steckdosen, Daten- und Multimediamodulen auch auf spezifische Anforderungen zugeschnitten werden. Auch optisch eignet VersaFLAP sich ideal für Konferenz- und Büroarbeitsplätze. Die bündig schließende Abdeckung integriert sich elegant in die Tischoberfläche. Die Kabel können auch dann eingesteckt bleiben, wenn die Abdeckung geschlossen wird: eine Bürstenleiste verhindert, dass Kabel eingeklemmt und beschädigt werden. Für gemeinsam genutzte Arbeitsbereiche eignet sich VersaFLAPDUAL mit einer doppelten Öffnung, die von zwei Seiten zugänglich ist.

Auch bei der Installation zeigt sich VersaFlap flexibel: Zwei Stützschrauben reichen aus, um das Modul sicher am Tisch zu befestigen. Lediglich eine Stichsäge wird benötigt, um die passende Öffnung auszuschneiden. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Kosten. Selbst wenn die technischen Ansprüche sich ändern, können die Module jederzeit ausgetauscht werden. Damit ist VersaFLAP eine optimale technische Unterstützung für Büros, Büchereien, Universitäten und Konferenzräume.

Eine besonders platzsparende Lösung bietet VesaLINK. Die ausklappbare Einbausteckdose verfügt in der Standardversion über zwei Stromanschlüsse, zwei Datensteckverbinder RJ45 CAT6, eine Mikrofonbuchse, eine Audiobuchse, ein HDMI- und USB-5V-Modul. Sein hochwertiges Design mit einer Oberfläche aus gebürstetem Aluminium oder in gebürstetem Schwarz sowie die automatische Öffnung per Druck machen dieses Produkt zu einer perfekten Ergänzung für alle Büros und Besprechungsräume.

Privat: Küche und Wohnräume

Elektrifizierte Möbel reduzieren die optische Dominanz von Kabeln und Steckdosen. Das zahlt sich auch im eigenen Haushalt aus. So ist zum Beispiel die Küche in den letzten Jahren wieder größer, schicker und teurer geworden: vom Sous-vide-Garen im vakuumversiegelten Plastikbeutel bis zur vollautomatischen Küchenmaschine mit WLAN-Anschluss. Was dabei auf der Strecke bleibt, sind häufig die Steckdosen.

Mit VersaHit bleiben Strom- und Datenanschlüsse unter der Möbeloberfläche verborgen, aber immer in Reichweite. Die filigrane Einbaulösung ist mit zwei Anschlusseinheiten ausgestattet, die einzeln oder zusammen genutzt werden können. Das durchdachte Öffnungssystem lässt sich einfach betätigen: Durch sanften Druck gleitet die bündig schließende Abdeckung zur Seite und gibt die Steckdose frei. Schäden oder Gefährdungen durch Feuchtigkeit – beispielsweise in der Küche – sind dabei nicht zu befürchten. VersaHIT ist nach IP 54 zertifiziert und damit gegen Spritzwasser aus allen Richtungen und Berührungen mit spitzen Gegenständen sowie Staubablagerungen geschützt.

Dank der geringen Tiefe von 40 mm eignet sich VersaHIT für viele unterschiedliche Möbel und kann problemlos über Schubladen oder Einbaugeräten installiert werden. Die Metall-Oberfläche gibt es in zahlreichen Varianten: Je nach Vorliebe stehen dem Nutzer gebürsteter Edelstahl oder Nickel zur Verfügung sowie die Farben Schwarz, Weiß, Bronze, Gold, Zinn und Champagner. Damit ergänzen die gradlinig gestalteten Einbausteckdosen einen modernen Einrichtungsstil und sorgen für eine bedarfsgerechte Stromversorgung.

Der Steckdosenturm VersaELITE versorgt Küchenarbeitsflächen mit Strom. Die eleganten Module verschwinden vollständig in der Arbeitsplatte und lassen sich nach Bedarf an die Oberfläche holen. Werden Mixer oder Rührmaschine benötigt, können sie direkt dort angeschlossen werden, wo sie genutzt werden – auf der Arbeitsplatte. Das Verriegelungssystem lässt sich mit einem sanften Druck hochfahren: VersaELITE kann dann manuell in seine Position gezogen werden. Eine werkseitig angebrachte Gummidichtung verhindert das Eindringen von Wasser. Damit erfüllt VersaELITE die Schutzklasse IP 54. Die Abdeckscheibe bietet viele Möglichkeiten zur individuellen Anpassung, beispielsweise verschiedene Oberflächenausführungen oder ein lasergraviertes Logo.

Mit der digitalen Transformation wird das eigene Zuhause zum Smart Home, intelligente Technik und vernetzte Geräte bestimmen zunehmend unseren Alltag und erledigen selbständig ihre Aufgaben. Damit verändert sich auch das Berufsbild des E-Handwerks. Irgendjemand muss die Technik schließlich installieren und einrichten.

Beim Endverbraucher setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass das Smart Home viele Vorteile bringt: von einem Plus an Komfort und Sicherheit bis zur effizienten Nutzung von Energie. Dieser Megatrend hat auch das E-Handwerk erfasst. Wir zeigen, wie der Einstieg in den Smart-Home-Markt gelingt.

Enorme Umsatzpotenziale

Das Wachstumspotenzial von Smart Home ist groß. Sogar in Deutschland, wo zu viel Technik im Haus eher kritisch beurteilt wird, kann sich gut die Hälfte der Teilnehmer einer Befragung von Splendid Research vorstellen, die smarte Technik auch im eigenen Zuhause einzurichten.

Dabei spielt das Handwerk eine entscheidende Rolle, wie das Marktforschungsinstitut YouGov bestätigt: Fast zwei Drittel der Befragten würde sich das Smart Home von einem Handwerker installieren lassen. Welcher Handwerker das sein soll, lässt die Studie offen. Fest steht, dass der Markt hohe Absatzchancen bietet – und deshalb hart umkämpft ist.

Telefon- und Internetanbieter positionieren sich neben Smart-Home-Generalisten und Stromversorgern. Damit das Handwerk sich als erster Ansprechpartner durchsetzt, müssen Betriebe das Smart Home als wertvolle Chance begreifen.

 

Zwei grundlegende Marktsegmente

Der Smart-Home-Markt ist zweigeteilt. Großes Wachstum verzeichnen Powerline- und Funksysteme. Sie können vom Nutzer selbst installiert werden. Um das volle Potenzial aus diesen Systemen herauszuholen und in das WLAN einzubinden, sind die Erfahrung und das Fachwissen des E-Handwerks gefragt. Hier können Betriebe schnell und einfach in den Markt einsteigen und für ihre Kunden sinnvolle Angebote zusammenstellen.

Komplexer sind kabelgebundene Smart-Home-Anlagen. In Bestandsgebäuden werden sie selten installiert, da der planerische und bauliche Aufwand groß ist: Um neue Kabel zu verlegen, müssen Wände aufgestemmt und anschließend wieder verputzt werden. Für Neubauten hingegen ist der BUS eine funktional vielseitige und zukunftsfähige Alternative. Mit der Komplexität der Systeme steigt aber auch der Schulungsaufwand für den Handwerker. Gefragt sind nicht mehr einzelne Steckdosen oder Schalter, sondern komplexe Leistungsangebote, die über Gewerkegrenzen hinausgehen.

Den Einstieg richtig vorbereiten

Das Aufgabengebiet des E-Handwerks wird größer, das Angebotsspektrum wächst. Doch bevor sie ihre Leistungspalette komplett umstrukturieren, sollten Unternehmen sich auf Teilleistungen spezialisieren. Besonders gefragt sind Systeme, die flexibel erweitert und angepasst werden können. Außerdem boomen altersgerechte Assistenzsysteme. Sie ermöglichen Senioren, lange und weitgehend unabhängig in den eigenen vier Wänden zu leben.

Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist die Zusammenarbeit mit regionalen Kooperationspartnern. Wer Services aus einer Hand anbieten will, ist auf die Unterstützung von Heizungsspezialisten, Trockenbauern oder Informationstechnikern angewiesen.

Aus- und Weiterbildung planen

Schließlich sind Weiterbildungen und Seminare unverzichtbar. Hier können sich die Betriebe direkt vom Hersteller schulen lassen oder die Weiterbildungsangebote der Handwerkskammern in Anspruch nehmen. Wichtig ist, die Technik selbst auszuprobieren und zu installieren, bevor der erste Auftrag angenommen wird. Denn Nachbesserungen führen immer zu einem Imageverlust.

Um die gesamte Bandbreite der Gebäudetechnik abzudecken, bieten die Handwerkskammern inzwischen sieben unterschiedliche Ausbildungsberufe an: Elektroniker in den vier Fachrichtungen Energie und Gebäude, Automatisierung, Telekommunikation und Maschinen und Antriebe. Daneben gibt es den Informationselektroniker mit den Schwerpunkten Bürosysteme sowie Geräte- und Systemtechnik und den Systemelektroniker.

Auf dieser Basis können die Betriebe Wissen aufbauen, passende Systeme auswählen und ihren Kunden maßgeschneiderte Angebote machen. Genau hier liegt das große Potenzial: Der Handwerker bietet eine fundierte und herstellerunabhängige Beratung an, er projektiert ein System, installiert die Technik und nimmt sie in Betrieb.

 

Smart Home, Connected Home oder auch ganz einfach Gebäudeautomatisierung: In immer mehr Wohnungen und Häusern wird der Wunschnachvernetzten Haushaltsgeräten und Gebäudeelementen wie Rollläden oder Garagentoren Realität. Um eine optimale Funktionalität zu gewährleisten, sollten mögliche Fehlerquellen in der Elektroinstallation frühzeitig identifiziert und behoben werden. Wir zeigen Ihnen, auf welche Fehlerquellen Sie achten sollten und geben Ihnen Tipps für eine einwandfreie Sendequalität.

Berücksichtigen Sie folgende Störquellen bei der Planung Ihres Systems

Ein smartes Zuhause ist verlockend wie komfortabel. Leuchten, Heizkörper oder auch Türschlösser werden vernetzt und lassen sich mit Smartphone oder Tablet bedienen. So kann im Smart Home nicht nur die Sicherheit verbessert, sondern zu dem Energie gespart werden. Jedoch können Funkstörungen die verbaute Technik behindern bzw. den Wirkungsbereich zwischen Sender und Empfänger spürbar reduzieren.
Achten Sie bereits bei der Planung von Funksystemen auf die folgenden möglichen Fehlerquellen:

  • Beschaffenheit des örtlichen Wohnmaterials
    Holz, Glas oder Mauerwerke und Deckenmit Stahlkönnen die Signalstärke von Funksystemen erheblich beeinflussen. Ebenso abhängig ist die Funkstärke von der Wanddicke.
  • Wetterbedingte Verhältnisse
    Trockene (Heizungs-)Luft, aber auch Regen und Schneebeeinträchtigen die Übertragungssicherheit von Funksystemen sowohl innerhalb als auch außerhalb der eigenen vier Wände.
  • Lokale Funkstörungen
    Auch Funkmasten in der näheren Umgebung Ihres Hauses oder Wohnung sowie interne Funk-Router können die Kommunikation Ihrer Geräte stören.

 

Tipps für fehlerfreie Vernetzung 

Eine absolut fehlerfreie Übertragung zwischen Sender und Empfänger in Ihrem Smart Home kann aufgrund der genannten Gründe nicht zu 100 Prozent garantiert werden. Jedoch können Sie mit einer durchdachten Planung vorab mögliche Fehlerquellen vermeiden und die Elektroinstallation der Geräte optimieren.

  1. Ehe Sie mit der Installation der Komponenten beginnen, erstellen Sie einen genauen Plan, welche Geräte wo eingebaut und vernetzt werden sollen.
  2. Ermitteln Sie eventuelle Fehler- und Störquellen und bestimmen Sie möglichst exakt die Sicherheit der Funksignale. Nutzen Sie dabei ein System, das eine integrierte Feldstärkenerkennung verbaut hat. So können Sie die mögliche Empfangsqualität vor der Installation genau beurteilen und gegebenenfalls an der Positionierung Ihrer Geräte nachbessern.
  3. Testen Sie anschließend die Sendequalität unter Realbedingungen, zunächst bei geschlossen, anschließend bei geöffneten Fenstern. Schalten Sie auch sämtliche elektrische Verbraucher im jeweiligen Zimmer ein. So können Sie eine fundierte Aussage treffen und weiter an der optimalen Sendequalität arbeiten.
  4. Setzen Sie zu guter Letzt auf eine zuverlässige Frequenz Ihres Funksystems, die nicht von Frequenzen anderer Funkprodukte gestört wird. Wählen Sie daher das ISM-Band zwischen 868 und 870 MHz bei Ihren Funksystemen. Es gilt im Verhältnis zu dem breit verwendeten Frequenzbereich mit 433 MHz als störungssicher und überträgt Signale auch bidirektional.

Vermeiden Sie rechtzeitig Fehlerquellen in Ihrem Smart Home. Erfahren Sie, wie das Funk-System Free-control® diese Störungen ausschließt und welche zusätzlichen Funkprodukte das Wohnen noch komfortabler machen.

Unter den Systemen für ein komfortables Smart Home ragt KNX aus der wachsenden Masse von Anbietern heraus. Viele Kunden schreckt jedoch der relativ hohe Preis für die intelligente Gebäudesteuerung ab. Dieser rechtfertigt sich allerdings durch die zahlreichen Vorteile der Smart-Home-Lösung. Damit Sie Ihre Kunden optimal beraten können, erklären wir Ihnen hier alle wichtigen Argumente für KNX.

Was ist KNX?

KNX ist ein weltweiter Standard für die Gebäudesteuerung. Das Feldbus-System, das getrennt von der Stromversorgung für Heizung, Licht oder Rollläden verlegt wird, ermöglicht einen intelligenten Datenaustausch zwischen den Geräten. In dezentralen Steuerungseinheiten laufen die Informationen zusammen und führen die Aktionen (z. B. Licht schalten, Jalousien fahren etc.) aus.

Die Datenübertragung geschieht bei KNX über eigene Bus-Kabel und läuft bidirektional ab. Das bedeutet, dass der Empfänger des Befehls, beispielsweise ein Lichtschaltaktor, eine Rückmeldung gibt, ob die Schaltung erfolgreich war. So können auch komplexe Steuerungen von Licht, Heizung oder Alarmanlage im Smart Home mit KNX realisiert werden.

Welche Vorteile bietet KNX für Smart Homes?

Um auf Fragen Ihrer Kunden optimal vorbereiten zu sein, haben wir die größten Vorteile von KNX aufgelistet:

  • Unabhängigkeit: KNX ist ein international genormter Standard, der von hunderten Herstellern genutzt und vorangetrieben wird. So können Nutzer die Geräte verschiedener Marken problemlos kombinieren.
  • Zukunftssicherheit: Durch die anerkannte Norm und die vielen Hersteller werden auch in Zukunft Produkte für das persönliche Smart Home auf dem Markt erhältlich sein.
  • Bus-System: Die Datenübertragung mittels Busleitung ist sicherer vor Störungen als beispielsweise Funknetze.
  • Integration: Das KNX-Netz wird bei Neuinstallationen ohne großen Aufwand mit der übrigen Elektrik verlegt.
  • Digitale Technologie: Die dezentralen Steuerungseinheiten vieler Smart Homes im KNX- System sind auf dem neuesten Stand der Technik und können auch per Smartphone-oder Tablet-App bedient werden.

 

Welche Nachteile sind zu erwarten?

Den vielen Vorteilen stehen nur wenige Nachteile gegenüber. Der hohe Preis kann jedoch ein Gegenargument sein. Je nach Ausstattung und Anforderung kann ein KNX-System für ein Einfamilienhaus leicht einen 5-stelligen Euro-Betrag kosten, während z. B. Funksysteme für einen deutlich geringeren finanziellen Aufwand erhältlich sind. Ein weiterer Nachteil: Das Verlegen eines KNX-Netzes erfordert einen gesonderten Arbeitsaufwand und ist daher besonders für Neubauten oder Sanierungen zu empfehlen. Wer auf preisgünstigere Angebote setzt, muss jedoch möglicherweise mit weniger Komfort ohne Kompatibilität und geringerer Funktionssicherheit rechnen.

KNX ist eine komplexe wie aufwändige Gebäudesteuerung, für die eine eigene herstellerunabhängige Programmiersoftware benötigt wird. Um die Programmierung erlernen zu können, fällt in der Regel eine kostenintensive fünftägige Zertifizierungsschulung an. Hingegen bietet das HK NX connect System von Heinrich Kopp die großen Vorteile, dass vergleichbare Bauteile kostengünstiger sind und nur mit einem Schraubendreher programmiert werden können. Im Bedarfsfall ist jedoch auch eine Programmierung mit KNX Software möglich. Es ist damit die perfekte Lösung – für alle Anforderungen an eine Gebäudesteuerung.

 

Sollten Sie Fragen zu unserem HK NX connect-System, unseren Produkten oder unseren Angeboten für die Elektroinstallation haben, sprechen Sie uns gerne an!

 

Beitragsbild: DAVINCI_Fachwerkhaus_16 (1) von DAVINCI Haus, CC BY 2.0

 Funksystem Free-control® – Allgemeine Informationen

Free-control® ist das Funk-System vom Hersteller Kopp zur Steuerung und Sicherung in Haus und Wohnung. Anwendungsgebiet ist Licht schalten und dimmen, Rollläden und Markisen steuern sowie weitere Komfortanwendungen. Der Einsatz von Free-control® bietet sich überall dort an, wo das nachträgliche Ergänzen und Erweitern von bestehenden Installationen nicht, oder nur schwierig möglich ist. Eine Besonderheit der verwendeten Funktechnik ist, das ein Funk-Empfänger von beliebig vielen Funk-Sendern (Funkschaltern) angesteuert werden kann, dadurch sind weitere interessante Anwendungsgebiete möglich.

  • Frequenz: 868,3 MHz
  • Sendeleistung: <10 mW
  • Bandbreite: ±50 kHz
  • Reichweite: bis zu 150m Freifeld
  • Konformität: R&TTE (EU & EFTA)

Hintergrundinformationen zum Thema Funk-Schalter und Funk-Steuerung

So vielseitig die Anwendungsmöglichkeiten von Funk sind, so muss man leider auch immer wieder darauf hinweisen, dass mit Funk nie eine 100%-ige Übertragung garantiert werden kann. Sicherheitsrelevante Anwendungen wie z.B. Notruf, Not-Aus, etc. sollten von daher nicht auf Basis von Funk-Schalter-Systemen errichtet werden. Mit etwas Hintergrundwissen und einer guten Planung kommt man den 100% jedoch sehr nahe.

 

Reichweite des Funk-Systems

Die Angabe der Reichweite eines Funk-Schalter-Systems ist immer ein Freifeldwert. Hier wird die Übertragung zwischen Funk-Sender und Funk-Empfänger anhand von vorgegebenen Kriterien gemessen: Funk-Sender und Funk-Empfänger in 2m Höhe montiert, Umgebung frei von Störquellen, ebener, feuchter Erdboden sowie mit gestreckter, ausgerichteter Antenne. In der Praxis ist eine Aussage zur Reichweite in Gebäuden unmöglich. Herstellerangaben sind immer als Richtwerte zu verstehen, da diese von den individuellen Installationsbedingungen und einer Vielzahl von weiteren Faktoren abhängig sind.

 

Reduzierung der Funk-Signale

  •  Materialbedingt:

    Jedes Objekt zwischen Funk-Sender und Funk-Empfänger reduziert das ausgesandte Signal. Ungefähre Werte können Sie dem folgenden Diagramm entnehmen:

Obenstehende Angaben verstehen sich als Richtwerte. Die Signalreduzierung ist neben der Materialbeschaffenheit auch von der Materialstärke abhängig. Dies ist ein wichtiger Aspekt bei der Planung einer Installation, da ein Funksignal immer auf direktem Weg zu Empfänger gesandt wird, nicht auf dem praktischsten. So wird eine 5cm dicke Backsteinwand nicht unbedingt quer, sondern unter Umständen diagonal durchfunkt, so dass die tatsächlich zu durchdringende Wandstärke auch 20 oder 30cm ausmachen kann.

Anmerkung: Bitte beachten Sie, dass dämmende Materialien in den unterschiedlichsten Formen vorkommen und so nicht zwingend bemerkt werden. Um nur ein paar Beispiele zu nennen: Fenster (Isolierfenster mit metallbeschichtetem Glas), Wärmedämmung (Isolierung mit Metallfolie), Kabelstränge, Fußbodenheizungen… Selbst Möbel können einen Einfluss auf die Funkübertragung haben.
  • Klimatisch bedingt:

    Es wird nur von den wenigsten bedacht, dass auch klimatische Einflüsse Auswirkungen auf die Funkübertragung haben. Feuchtigkeit (hohe Luftfeuchtigkeit, Regen oder Schnee) kann die Signalübertragung stark beeinflussen.

Störung der Funk-Signale

  •  Hochfrequenz:

    Elektronische Geräte in der Nähe eines Funk-Senders oder Funk-Empfängers können Störungen hervorrufen. Hierunter fallen beispielsweise: Computer, Mobil- und Schnurlostelefon, Fax, Mikrowelle, Equipment aus dem Bereich HiFi oder Home-Cinema, aber auch elektronische Trafos oder Vorschaltgeräte

  •  Funkschatten:

    Hinter Funkhindernissen, z. B. stark dämmenden Materialien, können sogenannte Funkschatten entstehen. In diesen Bereichen kann ein Empfänger kein direktes Signal empfangen. Eine einwandfreie Funktion kann in solch einem Bereich nicht erreicht werden, da den Empfänger nur reflektierte Funkwellen erreichen können.

Funk-System Free-control® – Tipps zur Planung

Vor einer Montage sollte immer einer Besichtigung vor Ort gemacht werden, um die Installation bestmöglich planen zu können.

Klärung eventueller Störquellen (um nur einige Beispiele zu nennen):

  •  Umgebung des Objektes sichten: Möglichkeit einer Störung durch Sender etc.
  •  Direkte Installationsumgebung sichten: Möglichkeit von Störquellen, Risiken abschätzen (auch über das Thema Funk hinaus, z.B. Gefahr von Fehlalarmen bei Meldern)
  •  Was muss/soll wo installiert werden? Gibt es ggf. Vorgaben von Behörden zum Installationsort?
  •  Planen Sie zentral arbeitende Funkkomponenten (Alarmzentrale, „Alles-Aus“-Schalter etc.) an zentraler Stelle, um die Funkstrecken so günstig wie möglich zu halten
  •  Durchführung eines Funktests unter Praxisbedingungen (offene/geschlossene Türen, elektr. Verbraucher ein-/ausgeschaltet, Licht ein-/ausgeschaltet,…)

 

Funk-System Free-control®-Funktionsprinzip:

Das Anlernen und Ablernen:

Das Funksystem Free-control® basiert auf Funk-Sendern und Funk-Empfängern. Diese kommunizieren untereinander per Funk. Die Funk-Sender werden mit einer werkseitig eingestellten, individuellen Kennung ausgeliefert. Diese wird beim Anlernen auf den Empfänger übertragen und schon sind diese beiden Teilnehmer aufeinander angelernt und können miteinander kommunizieren.

Programmieren ist so einfach wie das Licht einschalten

Funk-Sender einem Funk-Empfänger zuordnen (am Beispiel eines neu zu installierenden Lichtschalters):

  1. PROG.-Taste des Funk-Empfängers 2 sec. gedrückt halten bis LED leuchtet (Anlernmodus ist nun für 20 Sek. aktiviert)
  2. „Ein“-Taste des Funk-Senders drücken
  3. „Aus“- Taste des Funk-Senders drücken
  4. Fertig – Der Funk-Sender ist mit dem Empfänger verbunden.

Programmierte Zuordnung löschen:

  1. PROG.-Taste des Funk-Empfängers ca. 10 Sekunden gedrückt halten, LED leuchtet, blinkt dann 2x und erlischt anschließend.
  2. Fertig – Alle programmierte Zuordnungen sind nun gelöscht
Anmerkung: Ein paar Zahlen – in einem Free-control® System können bis zu 32 Alarme untereinander vernetzt werden. Mit einem Empfänger können bis zu 16 Funk-Sender verbunden werden.

Sicher und innovativ:

Das Funksystem Free-control® ist ein guter Weg, weil ohne Kabel.
So können einfach Schaltungen umgesetzt werden, die kabelgebunden nur sehr komplex zu realisieren sind (Beispiel: Ausschaltung zu einer Kreuzschaltung aufrüsten).

Anmerkung: Die Vorteile des Funksystem Free-control® kommen richtig zum Tragen, wenn Teilnehmer aus unterschiedlichen Anwendungen und Räumen auf einmal geschaltet werden sollen, z.B. ALLES AUS-Funktion oder „Panik-Schalter“

Wartungsfrei:

Eine Free-control® Funkinstallation ist wartungsfrei. Es reicht lediglich von Zeit zu Zeit die Batterien der batteriebetriebenen Teilnehmer zu wechseln (im Schnitt alle 1,5 Jahre, abhängig von der Nutzungshäufigkeit und den spezifischen Installationsgegebenheiten).

Anmerkung: Bei komplexeren Installationen, insbesondere beim Einsatz von vernetzten Meldern, empfehlen wir die Batterien sämtlicher batteriebetriebener Teilnehmer zu tauschen sobald ein erster Teilnehmer mit schwacher Batterie gemeldet wird.

Downloads:

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