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Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sind in Zeiten des Klimawandels wichtiger als je zuvor. Auch die steigenden Strompreise liefern gute Argumente, im Haushalt Energie einzusparen. In den meisten Fällen bedeutet das kaum Komforteinbuße: Mit einfachen Mitteln können Sie unnötigen Stromverbrauch reduzieren oder vollständig abstellen. Diese Tipps helfen Ihnen beim effektiven Stromsparen.

Setzen Sie auf LED, Dimmer und Bewegungsmelder

Mit dem Umstieg auf LED-Lampen reduziert sich Ihr Energieverbrauch bereits erheblich. Sie sind rund 80% sparsamer als herkömmliche Glühlampen. Wenn Sie noch nachhaltiger leben wollen, installieren Sie Dimmer anstatt Lichtschalter. Diese gibt es mittlerweile auch für LED-Lampen und verbrauchen bei gedimmten Licht natürlich entsprechend weniger Strom. Achten Sie beim Kauf genau auf die Bezeichnung von Dimmer und Lampe. Beide müssen die gleiche Kennzeichnung aufweisen, um richtig funktionieren zu können. Hier finden Sie alle Informationen zu dimmbaren LEDs.

Bewegungsmelder können ebenfalls helfen, Energie einzusparen. Sie eignen sich besonders für Keller, Dachböden oder Durchgangsräume, in denen oft unnötig das Licht eingeschaltet bleibt, obwohl niemand mehr im Raum ist. Die Leuchtdauer sollten Sie entsprechend kurz einstellen, um überflüssige Stromkosten zu vermeiden.

Mit Steckdosenleisten Energie sparen

Der Standby-Betrieb vieler Elektrogeräte verbraucht mehr Strom, als manche denken. Durch das vollständige Abschalten dieser Geräte kann jeder Haushalt durchschnittlich 115 Euro im Jahr an Stromkosten sparen, wie die Deutsche Energie-Agentur errechnet hat. Die Anschaffung von Steckdosenleisten mit integriertem Schalter lohnt sich also bereits nach wenigen Wochen. Damit unterbrechen Sie die Stromzufuhr für alle angeschlossenen Geräte mit einem einzigen Schaltvorgang. Selbst Ladegräte für das Smartphone oder den Laptop, die auch dann Energie verbrauchen, wenn Sie nicht in Betrieb sind, trennen Sie so vom Netz.

Intelligent Kosten sparen im Smart Home

Ein Zuhause mit einem intelligent eingestellten Smart-Home senkt effektiv die jährlichen Energiekosten. Vernetzen Sie dazu die größten Stromverbraucher im Haushalt mit Funkschaltern und steuern Sie diese über das Smart Home Gateway. So können Sie mit einem Griff zum Smartphone Licht, Stereoanlage oder Fernseher vollständig vom Netz trennen. Auch Zeitschaltungen sind so möglich, die zum Beispiel Ihren WLAN-Router über Nacht ausschalten.

Viele dieser Haushalts-Tipps sind schnell und einfach umzusetzen. So können Sie eine Wohnung mit wenigen Handgriffen auf ein zeitgemäßes und nachhaltiges Beleuchtungskonzept umstellen. Ein solches Vorgehen kommt dem vorhandenen Budget, der Umwelt und Ihrem Gewissen zu Gute.

Elektrifizierte Möbel

Strom dort, wo man ihn braucht – und nicht da, wo sich die Steckdose befindet. Das geht. Dank moderner Einbausteckdosen haben Verlängerungskabel ausgedient. Gemeinsam mit seinem Partner ASA Plastici bietet Kopp Lösungen zum Strom- und Datenmanagement an, die Technik und Möbel elegant zusammenführen.

Ob in der Küche, im Wohnzimmer oder in Konferenz- und Besprechungsräumen – in allen Lebensbereichen brauchen wir Strom. Aber Steckdosen gibt es viel zu wenige und Kabel liegen immer dort, wo man sie nicht haben will. Das neue Sortiment, das Kopp in sein Programm aufgenommen hat, bietet maßgeschneiderte Komponenten zur Elektrifizierung von Möbeln. Mit einer großen Modellauswahl für unterschiedliche Ansprüche und Umgebungen bringt Kopp die Strom- und Datenanschlüsse dorthin, wo diese benötigt werden: auf Schreibtische, Polstermöbel oder Küchenarbeitsplatten.

Professional: Büro- und Konferenzräume

Beim Thema Kabelmanagement sind vor allem Lösungen gefragt, die sich nach den besonderen Anforderungen moderner Büro- und Konferenzräume richten. Neben Anzahl und Führung der benötigten Strom- und Datenanschlüsse stellt sich immer auch die Frage, wie aufgeräumt und repräsentativ ein solcher Raum erscheinen soll.

VersaFLAP ist ein Stromversorgungs- und Datensystem, das sich vor allem durch seine hohe Flexibilität auszeichnet. Neben den sechs Standardausführungen kann die Einbaulösung mit einer großen Auswahl an internationalen Steckdosen, Daten- und Multimediamodulen auch auf spezifische Anforderungen zugeschnitten werden. Auch optisch eignet VersaFLAP sich ideal für Konferenz- und Büroarbeitsplätze. Die bündig schließende Abdeckung integriert sich elegant in die Tischoberfläche. Die Kabel können auch dann eingesteckt bleiben, wenn die Abdeckung geschlossen wird: eine Bürstenleiste verhindert, dass Kabel eingeklemmt und beschädigt werden. Für gemeinsam genutzte Arbeitsbereiche eignet sich VersaFLAPDUAL mit einer doppelten Öffnung, die von zwei Seiten zugänglich ist.

Auch bei der Installation zeigt sich VersaFlap flexibel: Zwei Stützschrauben reichen aus, um das Modul sicher am Tisch zu befestigen. Lediglich eine Stichsäge wird benötigt, um die passende Öffnung auszuschneiden. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Kosten. Selbst wenn die technischen Ansprüche sich ändern, können die Module jederzeit ausgetauscht werden. Damit ist VersaFLAP eine optimale technische Unterstützung für Büros, Büchereien, Universitäten und Konferenzräume.

Eine besonders platzsparende Lösung bietet VesaLINK. Die ausklappbare Einbausteckdose verfügt in der Standardversion über zwei Stromanschlüsse, zwei Datensteckverbinder RJ45 CAT6, eine Mikrofonbuchse, eine Audiobuchse, ein HDMI- und USB-5V-Modul. Sein hochwertiges Design mit einer Oberfläche aus gebürstetem Aluminium oder in gebürstetem Schwarz sowie die automatische Öffnung per Druck machen dieses Produkt zu einer perfekten Ergänzung für alle Büros und Besprechungsräume.

Privat: Küche und Wohnräume

Elektrifizierte Möbel reduzieren die optische Dominanz von Kabeln und Steckdosen. Das zahlt sich auch im eigenen Haushalt aus. So ist zum Beispiel die Küche in den letzten Jahren wieder größer, schicker und teurer geworden: vom Sous-vide-Garen im vakuumversiegelten Plastikbeutel bis zur vollautomatischen Küchenmaschine mit WLAN-Anschluss. Was dabei auf der Strecke bleibt, sind häufig die Steckdosen.

Mit VersaHit bleiben Strom- und Datenanschlüsse unter der Möbeloberfläche verborgen, aber immer in Reichweite. Die filigrane Einbaulösung ist mit zwei Anschlusseinheiten ausgestattet, die einzeln oder zusammen genutzt werden können. Das durchdachte Öffnungssystem lässt sich einfach betätigen: Durch sanften Druck gleitet die bündig schließende Abdeckung zur Seite und gibt die Steckdose frei. Schäden oder Gefährdungen durch Feuchtigkeit – beispielsweise in der Küche – sind dabei nicht zu befürchten. VersaHIT ist nach IP 54 zertifiziert und damit gegen Spritzwasser aus allen Richtungen und Berührungen mit spitzen Gegenständen sowie Staubablagerungen geschützt.

Dank der geringen Tiefe von 40 mm eignet sich VersaHIT für viele unterschiedliche Möbel und kann problemlos über Schubladen oder Einbaugeräten installiert werden. Die Metall-Oberfläche gibt es in zahlreichen Varianten: Je nach Vorliebe stehen dem Nutzer gebürsteter Edelstahl oder Nickel zur Verfügung sowie die Farben Schwarz, Weiß, Bronze, Gold, Zinn und Champagner. Damit ergänzen die gradlinig gestalteten Einbausteckdosen einen modernen Einrichtungsstil und sorgen für eine bedarfsgerechte Stromversorgung.

Der Steckdosenturm VersaELITE versorgt Küchenarbeitsflächen mit Strom. Die eleganten Module verschwinden vollständig in der Arbeitsplatte und lassen sich nach Bedarf an die Oberfläche holen. Werden Mixer oder Rührmaschine benötigt, können sie direkt dort angeschlossen werden, wo sie genutzt werden – auf der Arbeitsplatte. Das Verriegelungssystem lässt sich mit einem sanften Druck hochfahren: VersaELITE kann dann manuell in seine Position gezogen werden. Eine werkseitig angebrachte Gummidichtung verhindert das Eindringen von Wasser. Damit erfüllt VersaELITE die Schutzklasse IP 54. Die Abdeckscheibe bietet viele Möglichkeiten zur individuellen Anpassung, beispielsweise verschiedene Oberflächenausführungen oder ein lasergraviertes Logo.

Der Schalter ist das Multitalent unter den Elektroinstallationsprodukten. Dabei folgt seine Funktionsweise einem einfachen Prinzip: Mithilfe von elektrisch leitenden Materialien, Halbleiterbauelementen oder Kontakten ändert er den Zustand einer elektrischen Leitung. So simpel die Technik, so umfangreich das Angebot. Bei der Wahl des passenden Schalters gibt es einiges zu beachten.

Der moderne Lichtschalter entwickelte der Elektroingenieur John Henry Holmes bereits Ende des 19. Jahrhunderts. Stromkreise konnten auch vorher schon geöffnet und geschlossen werden, nur reagierten die notwendigen Kontakte zu langsam. In der Folge bildeten sich Lichtbögen, die den Schalter schnell zerstörten. Holmes gelang es, das Problem mit einer Schnapp-Funktion zu beheben. Noch heute wird die Technik auf der ganzen Welt eingesetzt, findet sich in Wohnhäusern, Büros und Industriehallen.

Eine Lösung ohne Problem

Erst jetzt, mehr als 100 Jahre später, zeichnet sich eine neue Revolution ab: Der Schalter wird digital – und verschwindet zunehmend von den Wänden. Im modernen Haus lässt sich fast alles via App steuern. Doch für den Endverbraucher gilt die Kernfrage: Lohnt sich das Ganze? In einer Kolumne für die Wochenzeitung „Die Zeit“ stellt der Autor und Journalist Harald Martenstein vor einigen Jahren fest: „Ein Designer, der Lichtschalter aus einem Zimmer wegdesignt, löst damit ein Problem, das es vor dem Auftauchen des Designers überhaupt nicht gegeben hat. Nein, viel schlimmer, er schafft ein Problem, und zwar dort, wo es vorher eine Lösung gab.“

Schalter werden so häufig wie kaum ein anderes Gestaltungselement der Innenarchitektur genutzt: Im Morgengrauen schalten wir mit ihnen das Licht ein, in der Mittagssonne fahren wir die Jalousien herunter und abends sorgen Bewegungsschalter dafür, dass die Einfahrt vor dem Haus automatisch beleuchtet wird. Ohne Schalter fehlt etwas. Entsprechend groß ist das Angebot. Bei der Auswahl geht es neben Form, Material und Farbe auch um die Funktion.

Die Klassiker: Ausschalter, Serienschalter und Co.

Kaum ein Schalter ist häufiger verbaut als der Ausschalter. Mit den zwei Positionen „offen“ und „geschlossen“ ist seine Funktionsvielfalt zwar begrenzt, für die Steuerung einer herkömmlichen Leuchte jedoch vollkommend ausreichend. Einen Schritt weiter geht der Wechselschalter. Er wird in der Regel mit einen Eingang und zwei Ausgängen betrieben. Dabei wechselt der Schalter zwischen Ausgang A und Ausgang B. Wird der Stromkreis über A geschlossen, lässt er sich über B wieder öffnen. Ein langer Flur ist für eine solche Wechselschaltung prädestiniert. Die Serienschaltung geht den umgekehrten Weg. Hier befinden sich zwei voneinander unabhängig Schalter an einer Dose. Äußerlich erkennbar durch die geteilte Wippe, mit der zwei Leuchten oder Leuchtgruppen von einer Stelle aus bedient werden können. Verwendet wird der Serienschalter zum Beispiel im Badezimmer, um Decken- und Spiegelleuchte von der Tür aus schalten zu können.

Die Fortgeschrittenen: Taster und Dimmer

Ein Taster schaltet den Stromkreis nicht permanent, sondern nur so lange, wie er gedrückt wird. Klingeltaster funktionieren nach diesem Prinzip. Auch in Treppenhäusern wird er eingebaut, jedoch in Verbindung mit einem Zeitrelais oder Stromstoßschalter. Ein Dimmer erlaubt nicht nur das Ein- und Ausschalten eines Leuchtmittels, sondern auch dessen Helligkeitsregulierung. Das funktioniert jedoch nur in Kombination mit einem dimmbaren Leuchtmittel. Glühlampen und Transformatoren enthalten dafür eine Phasenanschnittssteuerung, die elektrischen Trafos von Halogen-Niedervolt-Systemen sind mit einer Phasenabschnittssteuerung ausgestattet.

LED-Leuchtmittel, die nicht als dimmbar gekennzeichnet sind, können nicht gedimmt werden. Das hängt zum einen mit der geringen Last der Leuchtdioden im Vergleich zu Glüh- oder Halogenlampen zusammen. Universaldimmer weisen eine höhere Mindestlast auf und sind deshalb nicht mit LEDs kompatibel. Zum anderen funktionieren LEDs mit Gleichstrom. Um den Wechselstrom aus dem Netz umwandeln zu können, benötigen sie eine vorgeschaltete Elektronik. Gedimmt wird also nicht die LED-Lampe, sondern die zwischengeschaltete Elektronik – und diese muss dafür geeignet sein. In der Regel sind Dimmer als Drehregler erhältlich. Es gibt sie aber auch mit einer Sensorsteuerung.

Der Elegante: Sensorschalter

Schalter sind nicht nur praktisch, sie können auch ein echter Hingucker sein. So wie der HK i8 von Kopp. Klassische Form, bekanntes Material, aber unter der Haube steckt Hightech. Der Glasschalter ist mit einem Tastsensor ausgestattet. Dieser funktioniert nach dem Prinzip eines Smartphones und löst bereits bei einer sanften Berührung den Schaltvorgang aus. Diese technischen Finessen eröffnen mehr Freiheiten beim Design, denn Wippe und Rahmen sind damit obsolet. Der Clou: Der HK i8 passt im Gegensatz zu anderen Sensorschaltern auf jede gängige Unterputz-Dose, benötigt keine aufwändige BUS-Verkabelung und damit auch kein Smart Home.

Der Kabellose: Funkschalter

Ja, es gibt sie: Funkschalter zum Aufkleben. Ganz ohne Verkabelung und ohne baulichen Aufwand. Was diese Schalter benötigen, ist ein Funksender. Mit dessen Hilfe übermitteln sie das Signal zum Öffnen und Schließen des Stromkreises an ein Empfangsmodul. Das Funksystem Free-control geht noch einen Schritt weiter: Es nutzt die Funktechnik und verbindet sie mit modernen, digitalen Endgeräten. In Kombination mit einem Internet-Gateway können Licht, Jalousien und Heizung mit dem Smartphone angesteuert werden. Damit läuft Free-control dem analogen Schalter aber nicht den Rang ab. Licht immer und überall auf 1,05 m Höhe nur wenige Zentimeter vom Türrahmen entfernt bedienen zu können – das wollen viele sich nicht nehmen lassen. Einfach Draufdrücken, Licht an: Damit wird der Schalter zu einem kleinen Stückchen Heimat im 21. Jahrhundert.

Der Robuste: Feuchtraumschalter

Abseits aktueller Trends gibt es auch Schalter, die sich seit Jahren bewähren – vor allem dann, wenn sie eine besondere Funktion erfüllen. Ein Feuchtraum-Schalter zum Beispiel. Mit BLUE ELECTRIC bietet Kopp Elektroinstallateuren einen markanten Schalter von hoher Materialqualität, der rundum abgedichtet ist. Spritzwasser kann ihm nichts anhaben, genauso haben Fremdkörper ab einem Millimeter Durchmesser keine Chance, in das Gehäuse zu gelangen. Daneben sind thermoplastische Kunststoffe, die auch bei BLUE ELECTRIC zum Einsatz kommen, besonders robust. Einen hohen Nutzwert bietet BLUE ELECTRIC mit vielen praktischen Details: So sind alle Produkte aus dem Sortiment mit einem Beschriftungsfeld ausgestattet, die Schalter bieten zusätzlich eine integrierte Beleuchtung.

Sie versprühen zweifelsohne Charme. Ihre oft hinfällige elektrische Ausstattung bereitet jedoch eher Sorgen: In vielen Altbauwohnungen stammt die Elektroinstallation aus vergangenen Jahrzehnten. Brüchige Leitungen und mangelnde Steckdosen machen eine Komplettsanierung meist unabdingbar. Heute erklären wir Ihnen, auf welche Gefahrenquellen Sie sich im Altbau einstellen sollten.

Ausstattungsstandard im Altbau: Gehen Sie auf Nummer sicher

Viele Hauseigentümer oder Vermieter vernachlässigen es, die bestehende Elektroanlage in Altbauwohnungen auf den neuesten Stand zu bringen. Oft herrscht Unsicherheit darüber, ob diese unter den sogenannten Bestandsschutz fällt. Dieser besagt zwar, dass die verbaute Elektroinstallation zum Zeitpunkt der Fertigstellung den elektrischen Normen entsprach. In vielen Fällen greift jedoch die Betriebssicherheitsverordnung für öffentliche Gebäude und Mitarbeiter. Die Folge: Arbeitsmittel und Arbeitsbedingungen müssen erneuert werden, sofern von ihnen eine Gefahr ausgeht.

Grundsätzlich ist es ratsam, den Altbau auf den heutigen Stand moderner Elektroinstallationen zu heben und den passenden Ausstattungsstandard umzusetzen. Denn nur so werden Mitarbeiter oder Bewohner in Gebäuden geschützt.

Beseitigen Sie diese Sicherheitsrisiken

  • In vielen Altbauten drohen Kurzschlüsse aufgrund von spröden und brüchigen Isolierungen elektrischer Leitungen. Eine weitere Fehlerquelle stellen Kabelleitungen mit einer brennbaren Textil-Isolierung dar. Darüber hinaus führen dünne Drahtquerschnitte bei intensiver elektrischer Belastung zu erhöhten Temperaturen. In allen Fällen besteht akute Brandgefahr.
  • Stromschläge drohen bei Installationen mit zweiadrigen Leitungen ohne Erdung, die noch aus der Vorkriegszeit stammen. Der fehlende Potenzialausgleich sorgt dafür, dass elektrische Leitungen permanent unter Spannung stehen.
  • Ein weiteres Risiko birgt der akute Steckdosenmangel in Altbauwohnungen. Da in den letzten Jahrzehnten die Anzahl benutzter Elektrogeräte kontinuierlich ansteigt, greifen Bewohner oft auf Steckdosenleisten zurück. Die Folge: Immer mehr Elektrogeräte sind an einem Stromkreis angeschlossen, der für eine hohe Anzahl von Stromabnehmern nicht ausgelegt ist. Sind veraltete Sicherungen installiert, kann es ebenfalls zu einer Überhitzung der elektrischen Leitungen und somit zu einem Schwelbrand kommen.
  • Auch fehlende Schutzleiter und Fehlerstrom-Schutzleiter (FI) gefährden die Sicherheit in Altbauwohnungen. Diese gehörten zum Zeitpunkt der Installation nicht zum Standard. Seit 2009 ist es Vorschrift, jede Steckdose durch einen FI-Schutzschalter bzw. RCD zu sichern. Zu empfehlen ist, für das Badezimmer einen eigenen Personenschutzschalter zu installieren. Dieser ist seit 1984 nach DIN VDE 011-701:2008-10 Pflicht.

Erfassen Sie bei einer Erneuerung der Elektroinstallation vorhandene wie auch geplante Elektrogeräte. So können Sie Ihren Bedarf an Materialien und den zeitlichen Umfang Ihrer Sanierungsarbeiten exakter bestimmen. Überlegen Sie sich auch, welchen Ausstattungsumfang der Altbau vorweisen soll. Welche Varianten es gibt und welchen Anforderungen sie genügen, erfahren Sie in unserem Blog.

Das Bad gilt heute nicht mehr als Feuchtraum. Die Sicherheitsvorschriften zur Elektroinstallation sind daher weniger streng. Dennoch bestehen gewisse Normen, die Sie unbedingt einhalten sollten. Die wichtigsten Aspekte haben wir hier zusammengefasst.

Sicherheit geht vor: Die Installationszonen im Badezimmer

Die Bestimmungen für die Elektroinstallation im Bad sind in der Norm DIN VDE 100-701 einzusehen. Insbesondere sind dort vier Installationszonen definiert.

  • Zone 0 liegt innerhalb der Dusche oder Badewanne. Dieser Bereich ist für jegliches elektrische Betriebsmittel tabu.
  • Zone 1 befindet sich senkrecht über der Zone 0 bis zu einer Höhe von 2,25 m. Hier dürfen Sie keine Lichtschalter oder Steckdosen installieren. Ein fest montierter Durchlauferhitzer ist erlaubt, sofern er spritzwassergeschützt ist.
  • Zone 2 verläuft 60 cm um die Zone 1 herum. Auch hier sind Lichtschalter und Steckdosen nicht erlaubt, Lampen mit einer Schutzklasse von mindestens IPX4 (spritzwassergeschützt) dürfen allerdings installiert werden.
  • Zone 3 hat einen Abstand von 2,40 m zu Zone 2. Dort sind alle üblichen Schalter und Anschlüsse erlaubt, solange sie über einen Fehlerstromschutzschalter mit einer Empfindlichkeit von höchstens 30 mA verfügen.

Darüber hinaus sollten alle metallischen Materialien, Heizungsrohre oder Wasserleitungen mit einer Potential-Ausgleich-Schiene abgesichert werden, um das Risiko eines elektrischen Schlags auszuschließen.

Tipps zum Lichtkonzept im Bad

Beachten Sie diese Zonen, können Sie im Bad die zukünftige Beleuchtung planen. Beim Lichtkonzept steht der Bereich um den Spiegel im Fokus, da Helligkeit dort besonders wichtig ist. Auch Deckenspots tragen dazu bei. Bauen Sie einen Dimmer ein, um dem Trend nach Gemütlichkeit im Badezimmer zu folgen.

Die Planung der Elektroinstallation im Badezimmer

Für ein gemütliches und gleichzeitig funktionales Badezimmer installieren Sie ausreichend Steckdosen für Fön, elektrische Zahnbürste oder ein Radio. Voraussetzung ist, dass diese in den sicheren Zonen installiert werden. Für den Anschluss einer Waschmaschine positionieren Sie eine Steckdose in der Nähe der Wasseranschlüsse. Um die Dose nicht zu überlasten, sollten Sie die Maschine separat und nicht an einer Steckdosenleiste anschließen. Sind noch größere Verbraucher wie eine Fußbodenheizung geplant, sollten diese über einen zweiten Stromkreis betrieben werden.

Mit diesen Tipps können Sie das Badezimmer komfortabel ausstatten. Auch Smart-Home-Lösungen liegen im Trend und bringen mit der automatischen Steuerung von Beleuchtung, Heizung oder Jalousien Luxus ins Bad. Informieren Sie sich daher jetzt über die Vor- und Nachteile des KNX-Systems.

Beitragsbild: Bathroom von Hotel Le Plaza, CC BY-ND 2.0

Elektroleitungen in der Installation – diese Leitungstypen werden am häufigsten verwendet

Elektroleitungen zählen zu den wichtigsten Elementen der Elektroinstallation. Je nach Verwendungszweck und Anwendungsbereich unterscheiden sie sich in Aderzahl, Isolier- und Mantelwerkstoff, Aufbau- und Leiterart sowie im Leiterquerschnitt. Grundsätzlich werden Leitungen darin unterschieden, ob sie für feste oder flexible Verlegungen eingesetzt und welchen Spannungen sie ausgesetzt werden. In diesem Artikel geben wir Ihnen einen Überblick über Einsatzarten und Typen von Elektroleitungen.

Leitungen für den starren und festen Einsatz

Elektroleitungen weisen unterschiedliche Farben auf, an denen Nutzer erkennen können, welche Funktion diese übernehmen. Elektrokabel, die aus mehreren Leitungen bestehen, unterscheidet man aufgrund ihrer Funktion in Energiekabel, Datenleitung, Steuerleitung sowie Kombinations- oder Hybridleitung.
Bei der Innenleitung (Installation und Einsatz in Gebäuden bzw. Räumen) trennt man Leitungen für die feste sowie für die flexible Verlegung. Letztere sind für den Anschluss von Geräten bestimmt.

Zu den gängigsten Leitungen für die feste Verlegung zählen folgende Leitungstypen:

  • Die Stegleitung (auch Flachleitung genannt) besteht aus PVC oder Kunststoff (Kurzzeichen NYIF) sowie aus eindrähtigem Kupfer und kann in oder unter Putz verlegt werden. Erhältlich sind Stegleitungen als drei- oder fünfadrige Leitungen mit einem Leiterquerschnitt von je 1,5 mm² und einer Dicke von 3,8 mm. In Feuchträumen sowie in Holzhäusern bzw. auf brennbaren Stoffen ist dieser Leitungstyp aufgrund seiner Beschaffenheit und Maße nicht zulässig.
  • Die Kabel- bzw. Mantelleitung (NYM) kann unter, im oder auf Putz in trockenen, feuchten und explosionsgefährdeten Räumen verlegt werden. Ummantelt sind diese Installationskabel mit PVC und bestehen aus drei bis fünf Adern. Vorteil der Kabel ist, dass sie lediglich einen sehr schmalen Stemmschlitz benötigen, um sicher verlegt zu werden. Oft reichen dafür zum Beispiel in Badezimmern die Fliesenfugen aus.
  • Kunststoffaderleitungen, bestehend aus eindrähtigen oder feindrähtigen Kupferleitern, sind zur festen Verlegung in Schalt- und Verteilungsanlagen prädestiniert. In Leerrohren können sie zudem auf oder unter Putz in trockenen Räumen installiert werden.
  • Weitere bekannte Leitungstypen für die feste Verlegung sind die Koaxial-Antennenleitung und die Telefonleitung.

Bei der flexiblen Verlegung werden folgende Leitungstypen am häufigsten verwendet:

  • Die Gummischlauchleitung gibt es sowohl in leichter als auch in mittelschwerer Bauweise. Erstere findet Verwendung für den Anschluss von Elektrogeräten, die geringen mechanischen Kräften ausgesetzt sind (Küchengeräte, Staubsauger, Radio usw.). Eine feste Verlegung ist auch bei diesen Leitungen erlaubt, z. B. in Möbeln, Verkleidungen oder Hohlräumen. Ungeeignet ist sie jedoch für die ständige Verwendung im Freien und bei gewerblich genutzten Elektrowerkzeugen. In mittelschwerer Ausführung darf die Gummischlauchleitung auch im Freien (Rasenmäher oder Heckenschere) verwendet werden. Auch auf Baustellen sowie in explosionsgefährdeten und landwirtschaftlichen Betrieben kommt diese Leitung zum Einsatz.
  • Kunststoffschlauchleitung
    Wie die Gummischlauchleitung gibt es auch die Kunststoffschlauchleitung sowohl in mittlerer als auch in leichter Ausführung. Auch hier findet die leichte Version ihren Einsatz in Geräten mit geringen mechanischen Kräften. Die mittlere Kunststoffschlauchleitung findet Anwendung bei Haushaltsgeräten wie Waschmaschinen oder Kühlschränken.

Sie interessieren sich für Produkte aus dem Bereich Elektroinstallation? Abzweigdosen, Erdungsmaterial oder Klemmschellen finden Sie in unserem Online-Katalog für den Rohbau.

Beitragsbild: Ryan Connor von WorldSkills UK, CC BY 2.0

Beleuchtungsstärke: Die Grundlagen des Lichts erklärt

Ein Druck auf den Lichtschalter und es wird hell – hinter diesem simpel scheinenden Zusammenhang steckt eine hochentwickelte Technik. Abseits trockener Schulphysik erklären wir Ihnen in diesem Artikel alles zum Thema Beleuchtungsstärke und wie Ihnen dieses Wissen bei der Raumbeleuchtung helfen kann.

Beleuchtungsstärke erklärt

Ein wenig Physik vorweg muss allerdings sein: Das Formelzeichen für die Beleuchtungsstärke ist Ev und die Einheit Lux (lx). Für die Praxis ist jedoch wichtiger, dass sie eine empfangsbezogene Größe darstellt. Sie bezeichnet also keine direkte Eigenschaft des Leuchtmittels, sondern wie viel Licht auf einer bestimmten Fläche tatsächlich ankommt. Winkel, Entfernung und Lichtstrom sind Aspekte, die die Beleuchtungsstärke beeinflussen.

Beispiele für unterschiedliche Beleuchtungsstärken

1 Lux entspricht ungefähr der Helligkeit, mit der eine Kerzenflamme einen Quadratmeter Fläche aus einem Meter Entfernung ausleuchtet. Sternenlicht hat etwa 0,00022 lx, der Vollmond 0,27 lx und zur Mittagszeit herrschen an einem bedeckten Tag etwa 19.000 lx auf der Erdoberfläche. Steht die Sonne an einem wolkenlosen Himmel im Zenit können bis zu 130.000 lx auf dem Erdboden gemessen werden.

Die optimale Raumbeleuchtung

Der Schreibtisch am Arbeitsplatz sollte mit mindestens 500 lx beleuchtet werden, so ist es in der Arbeitsstättenverordnung nach DIN EN 12464-1 geregelt. Zum Vergleich: Im Operationssaal eines Krankenhauses kommen durchschnittlich 2.000 lx zum Einsatz, im direkten Operationsfeld werden sogar bis zu 150.000 lx benötigt. Für das Wohnzimmer gibt es keine Normen, hier können Sie selbst über die Beleuchtung entscheiden. Bei 50 lx wirkt das Licht gedimmt und gemütlich, ab 75 lx empfinden wir das Licht als eher hell. Im Badezimmer dürfen es gerne 100-200 lx sein, zum Schminken oder Rasieren rund um den Spiegel sind 300-500 lx nötig. Das Helligkeitsempfinden ist dabei von Person zu Person verschieden. Auch Farben und reflektierende Ebenen können einen Raum heller wirken lassen als die Lux-Zahl es vermuten lässt.

Den Raum mit Licht einrichten

Um die passende Beleuchtungsstärke für einen Raum zu ermitteln, müssen Sie die Helligkeit der Glühlampe ins Verhältnis zur Raumgröße setzen. Je höher die Deckenlampe installiert ist, desto weniger Licht fällt auf die Oberfläche des Esstisches. Auch der Lichtstrom in Lumen (lm), also die Stärke des ausgesendeten Lichts und der Abstrahlwinkel des Leuchtmittels haben Einfluss auf die Beleuchtungsstärke. Beide Faktoren finden Sie auf der Verpackung von Leuchtmitteln. Um Ihnen die Rechnerei zu vereinfachen, können Sie mit diesem Rechner den Lux-Wert von Glühlampen ermitteln – und ihn entsprechend der Einrichtung anpassen.

Abseits der Theorie wirkt Licht je nach Nutzung und Raumeinrichtung unterschiedlich. Probieren Sie diese Tipps rund um das heimische Lichtkonzept aus.

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Mangel an Steckdosen? So verlegen Sie Strom in Lofts

In vielen Wohnzimmern gibt es zu wenige Steckdosen und damit auch zu wenig Sicherheit. Denn statt neue Lösungen zu finden, den höheren Bedarf an Stromanschlüssen zu decken, werden in offenen Wohnbereichen immer mehr Steckdosenleisten eingesetzt. Heute erklären wir, wie Sie Neubauten und besonders Lofts mit ausreichend Steckdosen versorgen und welche wichtigen Details Sie beachten sollten.

Standards in der Ausstattung werden oft nicht eingehalten

In einer oft zitierten Studie des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) von 2015 erfüllen weniger als 20 Prozent der Haushalte in Mietwohnungen die Mindestanforderungen hinsichtlich der Steckdosenanzahl in Wohnzimmern. Die nach RAL-RG 678 festgelegte Mindestausstattung sieht bei einer Fläche von unter 20 m² vier, bei über 20 m² fünf Steckdosen vor. Weitere sechs Anschlüsse sind für Multimedia-Geräte vorbehalten. Auch der Trend zur Digitalisierung und der Einsatz von Smart-Home-Geräten sorgen zusätzlich für einen Mangel an Steckdosen in Wohnräumen. Erschwerend kommt hinzu, dass Wohnbereiche ohne Trennwände immer beliebter werden, sodass Bauträger besonders in Lofts, Flure, Küchen und Wohnbereiche zusammenlegen und als ein Zimmer ausweisen.

Verzichten Sie auf Behelfslösungen und gehen Sie die Elektroplanung weitsichtig an

Um den Mangel wettzumachen, greifen viele Mieter auf Mehrfachsteckdosen und Steckdosenleisten zurück. Hier lauern jedoch mögliche Gefahren: Besonders qualitativ minderwertige Modelle verzichten auf einen Schutzschalter und einer Anschlussleitung mit entsprechend großem Querschnitt. Wenn Sie jedoch auf Leisten setzen, sparen Sie nicht dabei, sondern wählen Sie hochwertige Steckdosenleisten.

Wir raten davon ab, mehrere Steckdosenleisten hintereinander zu schalten, da sich die elektrische Leistung der angeschlossenen Geräte summiert. Folge: ein sehr hoher Stromfluss, der die Belastungsgrenze dieser Behelfslösung übersteigt, was wiederum zu einer Überhitzung führen und einen Brand auslösen kann.

Planen Sie daher langfristig und statten Sie Wohnungen und Lofts mit genügend Steckdosen aus. Folgende Tipps helfen Ihnen dabei:

  • Die Richtlinie RAL-RG 678 sollte in die sogenannte Bauleistungsbeschreibung aufgenommen Ebenso sollten dort einzelne Wohnbereiche mit Linien getrennt werden. So können Ausstattungswerte und Mindestanforderungen separat für jeden Bereich festgelegt werden.
  • Installieren Sie Elektronikdosen mit zusätzlichem Anschlussraum und Elektroinstallationsrohren. Sie bieten Ihnen ausreichende Planungsflexibilität, ohne dass Sie später aufwendig weitere Leitungen inklusive Stemm- und Verputzarbeiten verlegen müssen. In unter Putz verlegte Leerrohre können Sie mithilfe eines Ziehdrahtes leicht Stromkabel einziehen. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch das Nervenkostüm.
  • Falls in offenen Wohnbereichen und Lofts Anschlussmöglichkeiten in Form von Trennwänden fehlen, bietet auch der Boden genug „Arbeitsfläche” für eine komfortable elektrische Ausstattung. Steckdosen und Anschlüsse können Sie ganz wunderbar in Fußbodenkanälen und Bodentanks unterbringen – ebenso ein Starkstromkabel für den Herdanschluss.

Achten Sie bei der Elektroplanung in Neubauten und Lofts nicht nur auf eine ausreichend hohe Anzahl an Steckdosen, sondern denken Sie auch an weitere Stromkreise, Fehlerstrom-Schutzschalter und einen ausreichenden Überspannungsschutz.

Beitragsbild: Dee’s Loft by AJ Photography: My Live Work Studio von PRODee Speed, CC-BY-ND 2.0

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Die Technik in Gebäuden wird immer komplexer. Intelligente Geräte, oft in Kombination mit einer PV- und Solaranlage, machen aus einem Haus schnell ein technisches Wunderwerk. Naheliegend, dass es in Wänden für elektrische Leitungen und Rohre eng werden kann. Welche Installationszonen – auch Verlegezonen genannt – Sie beim Verlegen von Stromkabeln beachten sollten und wie Sie Ordnung und Sicherheit in Ihre Elektroinstallation bekommen, erklären wir in diesem Artikel.

Installationszonen einhalten – aus guten Gründen

Leitungen und Kabel sollten in Häusern unsichtbar „unter Putz” verlegt werden – direkt im Mauerwerk oder in der Verkleidung von Decken bzw. Wänden.
Die korrekte Ausrichtung der Elektroinstallation innerhalb definierter Installationszonen garantiert besonders beim Bohren in Wänden Sicherheit. Der Montagepunkt von Schaltern, Steck- und Verteilerdosen legt dabei die Position der unter Putz verlegten Stromkabel fest.
In Räumen wie Keller oder Garagen, die nicht für Wohnzwecke genutzt werden, können Leitungen auch sichtbar „auf Putz” angebracht werden.

Waagerechte und senkrechte Installationszonen in Wohnräumen

Für alle unsichtbar verlegten Leitungen und Kabel (gilt auch bei der Führung von Leitungen in Ständerwänden) greift die Norm DIN 18015-3. Nach ihr dürfen sämtliche Leitungen in den darin definierten Installationszonen senkrecht und waagerecht verlegt werden. Beachten Sie dabei folgende Parameter:

  • Waagerechte Installationszone
    Sie befindet sich jeweils 15 cm von der Decke bzw. dem Fußboden entfernt. Sie ist maximal 30 cm breit. Bei Räumen mit einer Höhe von 240 cm und Türen von 200 cm befindet sich die waagerechte Installationszone im Bereich zwischen 210 und 225 cm. So stehen für die Leitungslegung lediglich 15 cm oberhalb des Türrahmens zur Verfügung.
  • Senkrechte Installationszonen
    Die senkrechten Installationszonen haben eine maximale Breite von 20 cm und verlaufen jeweils 10 cm von allen Rohbaukanten und -ecken wie auch Fenstern und Türen entlang. Wollen Sie Stromkabel in Dachschrägen verlegen, sollten Sie die Installationszone parallel zur jeweiligen Bezugskante wählen.

Unser Tipp: Fertigen Sie bei Neuinstallationen oder bei einem nachträglichen Umbau Fotos von allen Wänden und Elektroinstallationen mit Unterputzdosen an. So wissen Sie bei späteren Bohrungen genau, wo elektrische Leitungen verlaufen.

Wo sich die Installationszonen in Wohnräumen befinden, wissen Sie nun. In diesem Artikel erklären wir Ihnen, wie Sie Stromkabel in einer Wand richtig verlegen und anschließend Schalter und Steckdosen korrekt anschließen.

Beitragsbild: DSC_9172 von Markus Tacker, CC BY-ND 2.0

Im Alltag müssen sich Elektroinstallateure permanent mit neuen und alten Normen auseinandersetzen, vor allem da neuartige Produkte mit bisher unbekannten Richtlinien versehen werden. Maßgeblich dabei sind die VDE-Vorschriften für Elektroinstallationen. Heute fassen wir für Sie die wichtigsten VDE-Normen zusammen.

 

DIN- und VDE-Normen erleichtern die Elektroarbeit und bieten Schutz

Sie geben den aktuellen Stand der Technik wieder und stehen in der Rangfolge unter Gesetzen, Verordnungen und Unfallverhütungsvorschriften: Technische Normen wurden in der Bundesrepublik Deutschland 1985 harmonisiert und stehen für konkrete Richtlinien, deren Anwendung grundlegende Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen erfüllen.

Das Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN) ist die übergeordnete Normenorganisation. Die Deutsche Elektrotechnische Kommission (DKE) ist ein Organ des DIN und wird vom Verband Deutscher Elektrotechniker (VDE) getragen. Beide Organisationen legen jeweils Normen für die Elektrotechnik fest. Sämtliche Bereiche (auch der Elektronik) sind im Regelwerk und den Vorschriften des VDE verzeichnet. Als Elektrospezialist sollten Sie dies jedoch nicht als Einschränkung, sondern als Hilfestellung interpretieren. Denn die VDE-Bestimmungen bieten nützliche Informationen bei der Klärung elektro- und installations-spezifischer Herausforderungen. Auf ihrer Basis werden deutschlandweit elektrische Anlagen nach gleichen Kriterien produziert. So herrschen überall gleiche Standards im Hinblick auf elektrischen Personenschutz und technische Betriebssicherheit – auch für alle Teile der Gebäude-Elektroinstallation.

Diese DIN- und VDE-Normen sollten Sie beachten

Die Nummern der VDE-Bestimmungen tragen zu Beginn „VDE“ sowie eine „0“, anschließend folgt eine Gruppennummer. Nimmt die jeweilige VDE-Vorschrift den Rang einer DIN-Norm ein, beginnt sie mit „DIN-VDE“. Neben Grundlagen beinhalten die VDE-Vorschriften spezielle Richtlinien, die sich auf elektrische Anlagen beziehen. Das komplette Vorschriftenwerk fasst mehr als 3.500 gültige DIN-Normen, Vornormen, Entwürfe und Beiblätter und gliedert sich in acht Normengruppen:

  1. Allgemeine Grundsätze und Energieanlagen
  2. Kabel und elektrische Leitungen
  3. Isolierstoffe
  4. Überwachungstechnik (Messen, Steuern, Prüfen)
  5. Elektrische Maschinen, Batterien und Akkumulatoren
  6. Elektroinstallation (Vorschriften zu Installationsmaterial und Schaltgeräten)
  7. Sicherheit von Haushalts- und Arbeitsgeräten
  8. Nachrichten- und Informationstechnik

Folgende VDE-Bestimmungen und Normen finden Sie in den oben aufgeführten acht Normengruppen und sollten Sie stets beachten:

  • VDE 0100 – Planung, Errichtung und Prüfung von Starkstromanlagen mit einer Nennspannung bis zu 1 kV in Wohngebäuden sowie gewerblichen wie öffentlichen Einrichtungen
  • DIN 18015 – Angaben zu elektrischen Anlagen in Wohngebäuden, deren Mindestausstattung, Planungsgrundlagen sowie Leitungsführung und Anordnung von Betriebsmitteln
  • VDE 0100-610 – Errichten von Starkstromanlagen mit Nennspannungen bis 1 kV bei Erstprüfung
  • DIN EN 50110/VDE 0105-100 – VDE-Bestimmungen für den Betrieb von Starkstromanlagen
  • DIN VDE 0104 – Errichten und Betreiben elektrischer Prüfanlagen
  • DIN EN 61310-3/VDE 0113-103 – Bestimmungen für die elektrische Ausrüstung von Be- und Verarbeitungsmaschinen mit Nennspannungen bis 1 kV
  • VDE 0141 – VDE-Bestimmungen für Erdungen
  • VDE 0165-1 – Errichtung elektrischer Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen
  • VDE 0701-0702 – Prüfung nach Instandsetzung sowie Änderung elektrischer Geräte

Generell gilt: Achten Sie stets auf die wichtigsten Sicherheitsregeln bei der Elektroinstallation. Für noch mehr Sicherheit schützt Sie die persönliche Schutzausrüstung.