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Erdkabel verlegen: sicherer Strom im eigenen Garten

Spezielle Schutzanforderungen stellen sicher, dass die verbauten Materialen einen Mindeststandard bei den Schutzklassen haben. So dürfen nicht alle Kabel im Garten verlegt werden. Eine weitere Gefahrenquelle stellen außerdem nicht ausreichend isolierte Kabel oder Steckdosen dar. Bei der Kabelverlegung muss sichergestellt werden, dass diese bei Gartenarbeiten vor Beschädigungen geschützt sind.  Daher müssen Hausbesitzer und Installateure hohe Sicherheitsstandards einhalten.

Schutzanforderungen: Der Garten als Feuchtraum

Weil sich Strom und Wasser nicht vertragen, gilt der Außenbereich für den Fachmann als Feuchtraum und muss bei der Auswahl von Produkten und Ausstattung entsprechend behandelt werden. Das heißt: Alle verwendeten Komponenten und Bauteile – von Verlängerungskabeln über Steckdosen bis hin zu den elektrischen Verbrauchern – müssen mindestens die Schutzklasse IP44 oder höher erfüllen.

Außerdem gilt die Grundregel zum Schutz vor elektrischem Schlag: Gefährliche aktive Teile dürfen nicht berührbar sein und berührbare leitfähige Teile dürfen nicht zu gefährlichen aktiven Teilen werden – weder unter normalen Bedingungen noch unter Einzelfehlerbedingungen. Damit die Elektroinstallation im Garten sicher ist, muss sie laut DIN VDE 0100-410

Errichten von Niederspannungsanlagen – Schutzmaßnahmen – Schutz gegen elektrischen Schlag“ folgende Schutzanforderungen erfüllen:

  1. Basisschutz – Schutz gegen direktes Berühren. Alle aktiven Teile einer Anlage müssen durch isolierende Gehäuse, Umhüllungen oder Abdeckungen vollständig vor Berührungen geschützt werden.
  2. Fehlerschutz – Schutz bei indirektem Berühren. Versagt der Basisschutz, müssen gefährliche Berührungsspannungen verhindert oder abgeschaltet werden. Dafür wird die notwendige Erdung mithilfe einer Potentialausgleichsschiene hergestellt. Außerdem sorgt eine Schutzeinrichtung (OCP oder RCD) im Falle eines Fehlerstroms für die sofortige Abschaltung des betreffenden Stromkreislaufs.
  3. Zusatzschutz – Schutz bei direktem Berühren. Wenn Basisschutz und Fehlerschutz versagen, greift der Zusatzschutz. Er wird durch hochempfindliche Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCD) erreicht. Bei Neuinstallationen mit besonderen Gefährdungen ist der Zusatzschutz verbindlich vorgeschrieben. Dazu gehören Bade- und Duschräume, aber auch Außeninstallationen.

 

Aus diesen Forderungen folgt: Leitungen im Außenbereich müssen generell über eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD) abgesichert werden. Hierzu benötigen sie im Sicherungskasten des Hauses einen eigenen Sicherungsautomaten. So wird im Fehlerfall – der im Außenbereich häufiger auftritt als im Haus – nicht die gesamte Anlage abgeschaltet, sondern nur der fehlerhafte Stromkreis.

Nicht alle Kabel dürfen in den Garten

Doch bevor es an das Verlegen der Leitungen geht, sollten Hausbesitzer sich klar darüber sein, wo Außensteckdosen Sinn machen und welche Verbraucher sie anschließen wollen. Daraus kann der Elektriker den benötigten Kabelquerschnitt berechnen.

Im Außenbereich dürfen nur PVC-isolierte, wasserdichte Erdkabel mit der Typenkennzeichnung NYY-J oder NYCWY verlegt werden. Beide Kabeltypen gibt es in verschiedenen Ausführungen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Niederspannungs-, Mittelspannungs- und Hochspannungskabeln. Für den Garten reicht ein Niederspannungskabel (0,6 bis 1 kV) vollkommen aus, bei energieintensiven Verbrauchern kann auch ein Mittelspannungskabel (bis 70 kV) eingesetzt werden. Hochspannungskabel mit Betriebsspannungen von über 200 kV machen nur dann Sinn, wenn große Strommengen über weite Entfernungen (>10 Km) transportiert werden müssen.

 

Erdkabel sicher verlegen und kennzeichnen

Damit die Erdkabel bei Gartenarbeiten durch Spaten oder Hacken nicht beschädigt werden, müssen sie mindestens 60 Zentimeter tief im Boden verlegt werden. Schutz vor scharfkantigen Steinen und Erdbewegungen bietet ein 10 cm dickes Sandbett, das unter und über dem Kabel eingebracht wird. Kein Muss, aber praktisch sind Leerrohre. Ins Erdreich dringt Feuchtigkeit ein, die das Kabel angreift. Selbst eine widerstandsfähige Isolierung wird mit der Zeit spröde und kann reißen. Leerrohre bilden eine Barriere gegen Feuchtigkeit, Schmutz und Frost. Außerdem ermöglichen sie den nachträglichen Austausch defekter Kabel.

Schließlich wird über der schützenden Sandschicht eine schlagfeste Abdeckung aus Ziegelsteinen verlegt, die durch ein Warnband gekennzeichnet ist. Das Warnband zeigt bei Erdarbeiten an, dass an dieser Stelle eine elektrische Leitung verläuft und äußerste Vorsicht geboten ist. Zum Schluss kann der Graben mit Erde zugedeckt und das Kabel an die Gartensteckdose angeschlossen werden.

Abschließbare Steckdosen, Energiesäulen und Co.

Ist das Kabel verlegt, stellt sich die Frage nach den passenden Steckdosen. Besonders praktisch für den Garten sind Energiesäulen. Sie sind häufig mit mehreren deckelgeschützten Schutzkontaktsteckdosen ausgestattet und aufgrund ihrer Höhe gegen Spritzwasser und Überflutungen geschützt. Die robusten Aluminiumsäulen gibt es auch mit LED-Lichtelementen. So versorgen sie nicht nur Rasenmäher und Elektrogrill mit Strom, sondern auch den Gartenweg mit Licht. Kompakt und unauffällig sind Gartensteckdosen in Steinoptik. Die getarnte Energieverteilung fügt sich elegant ins Landschaftsbild und bewahrt die natürliche Ausstrahlung des Gartens. Eine mechanische Zeitschaltuhr schaltet angeschlossene Verbraucher wie Leuchten oder Bewässerungsanlagen individuell ein- oder aus.

Im Garten oder an der Hauswand können auch Produkte aus dem Fechtraumsortiment von Kopp eingesetzt werden wie beispielsweise die abschließbaren Aufputz-Schutzkontaktdosen von BLUE ELECTRIC. Jede Steckdose wird mit einem robusten Klappdeckel aus thermoplastischem Kunststoff und wahlweise zwei Schlüsseln oder einem Zahlenschloss geliefert. Damit lassen sich individuelle und sichere Zugangsregelungen zur Stromentnahme realisieren – denn frei zugängliche Steckdosen locken Stromdiebe an. Alle Produkte für den Außenbereich sind nach Schutzklasse IP 44 zertifiziert und gegen Spritzwasser aus allen Richtungen sowie Berührungen mit Werkzeugen und Fremdkörper geschützt.

Viele Endverbraucher begegnen dem Thema Smart Home noch immer mit Skepsis. Umso wichtiger ist es, dass Handwerker die Vorteile des intelligenten Zuhauses einfach und verständlich vermitteln können. Denn beim Smart Home ist branchen- und produktübergreifendes Wissen gefragt. Und ein Profi, der das passende System auswählt, plant und fachgerecht installiert. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zur intelligenten Haussteuerung.

1. Was ist eigentlich ein Smart Home?

Vereinfacht beschreibt der Begriff Smart Home technische Verfahren und Systeme, die in Wohnhäusern die Lebensqualität, Sicherheit und Energienutzung verbessern. Dafür kommen vernetzte und fernsteuerbare Geräte und Installationen zum Einsatz. Die Anwendungen reichen von kleinen bis hin zu komplexen Lösungen, von Funksteuerungen bis zu kabelgebundenen Systemen.

Das „richtige“ Smart Home gibt es nicht. Jedes intelligente Haus ist individuell an seine Bewohner angepasst. Neben persönlichen Wünschen und Bedürfnissen sollten Planer bei der Auswahl des passenden Systems auch die Wohnsituation der Nutzer berücksichtigen. Dabei hilft ein Fragebogen vom Institut für Gebäude-Technologie (IGT) der Hochschule Rosenheim, der kostenlos über die Webseite des IGT abgerufen werden kann. Er führt durch die einzelnen Bereiche eines Hauses und zeigt, welche Möglichkeiten es gibt.

2. Welchen Nutzen hat ein Smart Home?

Der Nutzen eines Smart Homes hängt nicht von den Möglichkeiten der Technik ab, sondern von den Erwartungen und Wünschen der Nutzer. Denn danach richtet sich die Auswahl der Produkte. Dass das Eigenheim erkennt, wann es dunkel wird, automatisch die Rollläden herunterfährt und gleichzeitig die Beleuchtung anpasst, ist nicht nur bequem. Neben einem Plus an Komfort tragen die Systeme auch dazu bei, Sicherheit und Energieeffizienz zu erhöhen. Sensoren überwachen Fenster oder Türen, Rollläden lassen sich aus der Ferne herunterfahren und während des Urlaubs genügt ein kurzer Blick auf das Smartphone, um sich zu vergewissern, dass alles in Ordnung ist. Die Hardware registriert, bei welcher Temperatur die meiste Energie gespart werden kann und regelt automatisch die Heizung herunter, wenn das Fenster geöffnet wird. Diese Vorteile sind nicht nur für Technikfans interessant. So kann ein intelligentes Zuhause auch für Familien oder ältere Menschen eine große Hilfe im Alltag sein.

3. Wie teuer ist ein Smart Home?

Ein Dimmer ist teurer als ein Schalter, ein Touchpad kostet mehr als eine Fernbedienung und der Rollladenmotor mehr als der klassische Gurtwickler. Ohne zusätzliche Kosten lässt sich ein Smart Home nicht realisieren. Die Investition lohnt sich trotzdem: das intelligente Zuhause hilft beim Energiesparen und erleichtert den Alltag.

Bei der Technik unterscheidet man kabelgebundene Systeme und Funksysteme. Für große Objekte kommen Bus-Systeme zum Einsatz. Hier werden die einzelnen Komponenten eines Smart Homes mit speziellen Leitungen verbunden. Die Kabel garantieren eine störungsfreie Datenübertragung. Mit einem Bus-System lassen sich sehr komplexe und umfangreiche Steuerungen realisieren. Das ist aber auch aufwändig: Die Systeme müssen geplant, installiert und programmiert werden. Dadurch verursacht ein kebelgebundenes Smart Home hohe Kosten.

Wer sein Haus nachträglich mit der intelligenten Technik aufrüsten will, entscheidet sich meistens für ein funkgesteuertes System. Die Geräte kommunizieren mithilfe von elektromagnetischen Wellen. Kabel müssen dafür nicht verlegt werden. Deshalb eignet sich die Technik vor allem für Bestandsgebäude, Mietwohnungen und kleinere Objekte wie Einfamilienhäuser. Und sie sind interessant für den Einstieg in das intelligente Wohnen: Mit Funksystemen wie Free-control lassen sich zunächst grundlegende Funktionen wie Rollläden und Licht steuern. Mit der Zeit können diese Systeme erweitert und angepasst werden.

4. Wie funktioniert das Smart Home?

Im Grunde kann man sich jedes Smart Home wie eine Pyramide vorstellen. Den Sockel bildet die Feldebene. Darauf bauen Automations- und Managementebene auf. Diese Grundstruktur ist bei allen technischen Varianten gleich – ob kabel- oder funkgesteuert.

Die Feldebene beschreibt die Basistechnologie, mit deren Hilfe die Funktionen des Smart Homes ausgeführt werden. Dazu werden Aktoren und Sensoren eingesetzt, wobei Sensoren Signale erfassen und Aktoren sie in mechanische Arbeit umsetzen. Diese Feldgeräte sind entweder per Bus oder Funk miteinander verbunden. Das mehradrige Bus-Kabel muss zusätzlich zur Elektroinstallation verlegt werden, während funkbasierte Technologien kabellos kommunizieren.

Auf der Automationsebene werden die Informationen der Feldebene zusammengetragen, um die Anlage funktionstüchtig zu machen. Dafür kommt bei Funksystemen wie Free-control ein Gateway zum Einsatz, das als Schnittstelle dient. Es verarbeitet die Daten und kommuniziert diese an die Feldebene und an die Managementebene. In einem dezentralen Bussystem sind die Feldgeräte bereits mit einer Schnittstelle ausgestattet.

Die Managementebene bildet die Spitze der Pyramide. Mithilfe einer Software bzw. einer App werden die Daten visualisiert und ausgewertet. Der Nutzer kann über die Managementebene nicht nur die einzelnen Funktionen seines Smart Homes nachvollziehen und beobachten, sondern auch aus der Ferne bedienen.

5. Wie schnell ist mein Smart Home veraltet?

Bei der Gebäudeautomation wird generell zwischen offenen und geschlossenen bzw. proprietären Systemen unterschieden. Die geschlossenen Systeme sind herstellereigene Systeme. Hier kann es sein, dass bestimmte Komponenten oder deren Ersatzteile in einigen Jahren nicht mehr angeboten werden. Offene Systeme dagegen werden von vielen Herstellern unterstützt. Das heißt: sämtliche Komponenten eines Systems sind interoperabel und können auf die gleiche Weise miteinander kommunizieren. Mit Blick auf die Zukunft ist es daher von Vorteil, offene Systeme einzusetzen, die mit der Zeit erweitert werden können.

Mit der digitalen Transformation wird das eigene Zuhause zum Smart Home, intelligente Technik und vernetzte Geräte bestimmen zunehmend unseren Alltag und erledigen selbständig ihre Aufgaben. Damit verändert sich auch das Berufsbild des E-Handwerks. Irgendjemand muss die Technik schließlich installieren und einrichten.

Beim Endverbraucher setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass das Smart Home viele Vorteile bringt: von einem Plus an Komfort und Sicherheit bis zur effizienten Nutzung von Energie. Dieser Megatrend hat auch das E-Handwerk erfasst. Wir zeigen, wie der Einstieg in den Smart-Home-Markt gelingt.

Enorme Umsatzpotenziale

Das Wachstumspotenzial von Smart Home ist groß. Sogar in Deutschland, wo zu viel Technik im Haus eher kritisch beurteilt wird, kann sich gut die Hälfte der Teilnehmer einer Befragung von Splendid Research vorstellen, die smarte Technik auch im eigenen Zuhause einzurichten.

Dabei spielt das Handwerk eine entscheidende Rolle, wie das Marktforschungsinstitut YouGov bestätigt: Fast zwei Drittel der Befragten würde sich das Smart Home von einem Handwerker installieren lassen. Welcher Handwerker das sein soll, lässt die Studie offen. Fest steht, dass der Markt hohe Absatzchancen bietet – und deshalb hart umkämpft ist.

Telefon- und Internetanbieter positionieren sich neben Smart-Home-Generalisten und Stromversorgern. Damit das Handwerk sich als erster Ansprechpartner durchsetzt, müssen Betriebe das Smart Home als wertvolle Chance begreifen.

 

Zwei grundlegende Marktsegmente

Der Smart-Home-Markt ist zweigeteilt. Großes Wachstum verzeichnen Powerline- und Funksysteme. Sie können vom Nutzer selbst installiert werden. Um das volle Potenzial aus diesen Systemen herauszuholen und in das WLAN einzubinden, sind die Erfahrung und das Fachwissen des E-Handwerks gefragt. Hier können Betriebe schnell und einfach in den Markt einsteigen und für ihre Kunden sinnvolle Angebote zusammenstellen.

Komplexer sind kabelgebundene Smart-Home-Anlagen. In Bestandsgebäuden werden sie selten installiert, da der planerische und bauliche Aufwand groß ist: Um neue Kabel zu verlegen, müssen Wände aufgestemmt und anschließend wieder verputzt werden. Für Neubauten hingegen ist der BUS eine funktional vielseitige und zukunftsfähige Alternative. Mit der Komplexität der Systeme steigt aber auch der Schulungsaufwand für den Handwerker. Gefragt sind nicht mehr einzelne Steckdosen oder Schalter, sondern komplexe Leistungsangebote, die über Gewerkegrenzen hinausgehen.

Den Einstieg richtig vorbereiten

Das Aufgabengebiet des E-Handwerks wird größer, das Angebotsspektrum wächst. Doch bevor sie ihre Leistungspalette komplett umstrukturieren, sollten Unternehmen sich auf Teilleistungen spezialisieren. Besonders gefragt sind Systeme, die flexibel erweitert und angepasst werden können. Außerdem boomen altersgerechte Assistenzsysteme. Sie ermöglichen Senioren, lange und weitgehend unabhängig in den eigenen vier Wänden zu leben.

Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist die Zusammenarbeit mit regionalen Kooperationspartnern. Wer Services aus einer Hand anbieten will, ist auf die Unterstützung von Heizungsspezialisten, Trockenbauern oder Informationstechnikern angewiesen.

Aus- und Weiterbildung planen

Schließlich sind Weiterbildungen und Seminare unverzichtbar. Hier können sich die Betriebe direkt vom Hersteller schulen lassen oder die Weiterbildungsangebote der Handwerkskammern in Anspruch nehmen. Wichtig ist, die Technik selbst auszuprobieren und zu installieren, bevor der erste Auftrag angenommen wird. Denn Nachbesserungen führen immer zu einem Imageverlust.

Um die gesamte Bandbreite der Gebäudetechnik abzudecken, bieten die Handwerkskammern inzwischen sieben unterschiedliche Ausbildungsberufe an: Elektroniker in den vier Fachrichtungen Energie und Gebäude, Automatisierung, Telekommunikation und Maschinen und Antriebe. Daneben gibt es den Informationselektroniker mit den Schwerpunkten Bürosysteme sowie Geräte- und Systemtechnik und den Systemelektroniker.

Auf dieser Basis können die Betriebe Wissen aufbauen, passende Systeme auswählen und ihren Kunden maßgeschneiderte Angebote machen. Genau hier liegt das große Potenzial: Der Handwerker bietet eine fundierte und herstellerunabhängige Beratung an, er projektiert ein System, installiert die Technik und nimmt sie in Betrieb.

 

Die Trends und Entwicklungen im Bereich Beleuchtung werden von Jahr zu Jahr ausgefeilter. Wer auf dem neuesten Stand sein möchte, sollte sich über aktuelle Themen wie adaptive Beleuchtungssysteme für das Smart Home, Tageslichtlampen und Smart Light informieren. In diesem Artikel erklären wir Ihnen die neuesten Lichtkonzepte.

Der Einfluss von Licht auf den Menschen

Licht bestimmt unsere Stimmung und unseren Tagesrhythmus. Ist unsere Umgebung hell, zügelt der Körper die Produktion des schläfrig machenden Hormons Melatonin: Wir fühlen uns wach. Wird es hingegen dunkel, werden wir müde. Wenn über längere Zeit die Helligkeit ausbleibt, kann das unsere Stimmung negativ beeinflussen und sogar zu Depressionen führen.

Neben der Helligkeit spielt auch die Lichtfarbe eine wichtige Rolle. Besonders das kalte, bläuliche Licht am Morgen lässt den Körper wach werden, während warmes, rötliches Licht unsere Aktivität dämpft. Die Helligkeit, die von Computerbildschirmen und einigen LED-Lampen ausgeht, hat übrigens einen hohen Blauanteil.

Was bedeutet das für die Beleuchtung zu Hause?

Adaptive Beleuchtung und Tageslichtlampen

Sie können die Wirkung von Licht gezielt einsetzen. Tageslichtlampen gleichen besonders im Winter den Lichtmangel aus und machen uns wacher und aktiver. Für einen sanften Start in den Tag sorgen Tageslichtwecker: Sie wecken den Schlafenden, indem sie die Helligkeit im Schlafzimmer stetig erhöhen und zum eingestellten Zeitpunkt die Helligkeit von Tageslicht erreicht haben.

Auf den gesamten Tag ausgedehnt heißt dieses Prinzip adaptive Beleuchtung. Dabei reagieren die installierten Sensoren auf die Umgebung und regeln das Licht dementsprechend. Das Beleuchtungssystem sorgt dafür, dass immer und überall ausreichend Helligkeit vorhanden ist. Besonders im Arbeitsalltag beugt das der Müdigkeit am Nachmittag vor. Auch zu Hause können Sie das Lichtkonzept so steuern, dass Sie beispielsweise morgens im Bad aktivierendes, blaues Licht haben, während am Abend automatisch gedimmt und der Blauanteil des Lichts gesenkt wird.

Vom Smart Home zur Smart City

Adaptive Beleuchtungssysteme können vollständig in das Smart Home integriert werden. Sie sind die logische Weiterentwicklung des klassischen Dimmers und automatisieren die Abläufe. Gepaart mit Bewegungsmeldern senkt das nicht nur die Stromkosten, sondern fördert das Wohlbefinden des Nutzers. Diese Form der angepassten Beleuchtung wird daher auch Smart Light genannt.

Neben den eigenen vier Wänden wird das Prinzip auch im öffentlichen Raum verstärkt integriert. Auch hier steckt ein hohes Einsparpotenzial, wenn Lampen nur hell leuchten, wo und wann sie gebraucht werden. Neben einem Abbau der Lichtverschmutzung in unseren Städten ergeben sich auch spannende Perspektiven. So könnten in Zukunft Straßenlampen freie Parkflächen anzeigen und so aktiv in die Verkehrsleitung eingreifen.

Die Licht- und Gebäudetechnik wird sich in Zukunft immer schneller wandeln. Wer mehr erfahren möchte, für den haben wir hier die Beleuchtungstrends für 2017 zusammengefasst.

Der Siegeszug des Smart Homes zeigt: In der Inneneinrichtung werden neue Trends und Innovationen besonders schnell erkannt und umgesetzt. Doch der Einsatz von smarten Materialien ist nur eine von vielen Entwicklungsrichtungen. Wir zeigen Ihnen, welche Einrichtungsideen 2017 besonders gefragt sind.

Natürliche Materialien

Der Trend der vergangenen Jahre hin zum Handwerk, zu DIY und Natürlichkeit setzt sich fort. Die Nachfrage nach Holz für Design-Projekte ist ungebrochen, doch auch Textilien rücken verstärkt in den Fokus. Die Verarbeitung macht den Unterschied: Entweder durch traditionelle Handwerkstechniken vom Meisterbetrieb oder selbst gemacht. Wohntextilien aus Leinen oder Hanf haben offene Nähte, Kissen oder Sofas werden aus in Salzwasser gewaschenem Jeansstoff gefertigt und Regale aus recycelten Holzdielen. Das Ziel für 2017 ist, aus herkömmlichen Substanzen Möbel mit besonderen Strukturen, aufregenden Mustern und individuellen Oberflächen zu entwerfen.

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Smarte Oberflächen und Strukturen

Als Kontrast dazu setzen sich sogenannte Smart Materials durch: Materialien, die „mitdenken“ und auf ihre Umgebung reagieren. Je nach Temperatur oder Druck können diese Stoffe beispielsweise ihren Aggregatzustand oder ihre Form verändern. So dunkeln sich Glasscheiben bei Sonneneinstrahlung automatisch ab, Sofas passen sich dank eines integrierten Form-Gedächtnisses an die Körper an und Tapeten sondern bei Berührung Duftstoffe ab.

Auch Lumineszenzen, also das Abstrahlen von Licht nach unterschiedlichen Einflüssen wie chemischen oder elektromagnetischen Reaktionen, werden verstärkt erforscht und im Alltag eingesetzt. Die bekannteste Anwendung sind biegsame Displays aus innovativen organischen Leuchtdioden (OLED). Damit könnten in Zukunft beispielsweise Oberflächen in der Wohnung ausgestattet werden, um neue Steuerungsmöglichkeiten im Smart Home zu entwickeln.

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Natur und Technik kombiniert

Die beiden angesprochenen Entwicklungsrichtungen widersprechen sich nicht zwangsläufig. Vielmehr entstehen 2017 Einrichtungsideen, die traditionelle oder recycelte Materialien mit innovativen Produktionstechniken kombinieren. So nutzt der Möbeldesigner Oh Geon Sägespäne und moderne Kunstharze für einen Stuhl, in dem die Holzsplitter der Nuss- und Eichenbäume noch deutlich zu sehen sind.

https://www.instagram.com/p/BNjg1CMDOwI/?taken-by=ohgeon_studio

 

Darüber hinaus entwickeln Start-Ups Stoffe aus Ananasschalen, die an Leder erinnern. Das Material aus natürlichen Rohstoffen ist vegan, hat eine deutlich bessere Energiebilanz als echtes Leder und wird bereits für Schuhe und Taschen verwendet. Als Bezug für Sofas oder Kissen könnte das Piñatex genannte Recyclingmaterial schon bald auch für die Inneneinrichtung interessant sein.

 

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Beitragsbild: Zaha Hadid: Form in Motion 004 von Associated Fabrication, CC BY 2.0

Der Beitrag Innovative Einrichtungsideen für 2017 – Smart Materials vs. Recycling erschien zuerst auf Kopp HKi8.

Smarte Technologien weiter auf dem Vormarsch

Im Januar des kommenden Jahres werden auf der Eltec 2017, der Fachmesse für Elektro und Energietechnik, die Highlights und Trends der Elektrotechnik präsentiert. Das Top-Thema smarte Technologien bleibt nach wie vor zukunftsweisend – sowohl in der modernen Gebäudetechnik, dem Lichtdesign sowie auch in der Heizungstechnologie.

Smart Powered Building

Angesichts des global steigenden Bedarfs an (sauberer) Energie wird das Einsparpotenzial von Gebäuden immer wichtiger. Eine optimale Interaktion zwischen Energieversorgung und intelligenten Geräten sorgt dafür, nur dort Energie zu verwenden, wo sie punktgenau benötigt wird. Folge: Etliche Kommunikationsstandards müssen in das intelligente Stromnetz integriert werden, was wiederum zu steigenden Anforderungen an die IT-Sicherheit führt. 2017 steht daher ganz im Zeichen von innovativen Lösungen zu den Themen Energieeffizienz, Speichertechnik, Ressourcenschonung und Sicherheit.

Lichtdesign

Durch die Digitalisierung werden 2017 innovative Lichtdesign-Trends den Weg in eine neue Dimension der Gestaltung ebnen. Immer kleiner werdende Leuchtmittel und Leuchten verbinden sich harmonisch mit dem Raum, setzen Highlights und bilden ein eigenes Designobjekt. Vielseitigkeit und Individualität stehen dabei im Mittelpunkt und werden in neuen LEDs oder auch OLEDs umgesetzt. Wie das Dimmen bei LEDs richtig funktioniert, erklären wir in diesem YouTube-Video.
Ein weiteres Trendthema in 2017 wird auch Human Centric Lighting sein. Dabei konzentriert man sich auf die biologischen Lichtbedürfnisse des Menschen: Lösungen imitieren den natürlichen Tageslichtverlauf und den biologischen Rhythmus des Menschen mit dem Ziel, die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit, aber auch die Stimmung und sogar die körperliche Genesung zu verbessern.

Heizungstechnologie

Ein wichtiger Trend 2017, der mit der innovativen Gebäudevernetzung gekoppelt ist, wird das Thema der smarten Heizung darstellen. Besonders die neuen Trends wie Brennstoffzellenheizungen oder auch hybride Heizsysteme werden dabei im Fokus stehen. Privatanwender profitieren bei beiden Systemen von einer Energieersparnis von bis zu 40 Prozent im Vergleich zu traditionellen Heizsystemen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der staatlichen Förderung.

Haben Sie Fragen zum Thema Smart Home, unseren Lösungen oder unseren Angeboten? Dann sprechen Sie uns gerne an! Folgen Sie uns auch auf Twitter und Facebook!

Unter den Systemen für ein komfortables Smart Home ragt KNX aus der wachsenden Masse von Anbietern heraus. Viele Kunden schreckt jedoch der relativ hohe Preis für die intelligente Gebäudesteuerung ab. Dieser rechtfertigt sich allerdings durch die zahlreichen Vorteile der Smart-Home-Lösung. Damit Sie Ihre Kunden optimal beraten können, erklären wir Ihnen hier alle wichtigen Argumente für KNX.

Was ist KNX?

KNX ist ein weltweiter Standard für die Gebäudesteuerung. Das Feldbus-System, das getrennt von der Stromversorgung für Heizung, Licht oder Rollläden verlegt wird, ermöglicht einen intelligenten Datenaustausch zwischen den Geräten. In dezentralen Steuerungseinheiten laufen die Informationen zusammen und führen die Aktionen (z. B. Licht schalten, Jalousien fahren etc.) aus.

Die Datenübertragung geschieht bei KNX über eigene Bus-Kabel und läuft bidirektional ab. Das bedeutet, dass der Empfänger des Befehls, beispielsweise ein Lichtschaltaktor, eine Rückmeldung gibt, ob die Schaltung erfolgreich war. So können auch komplexe Steuerungen von Licht, Heizung oder Alarmanlage im Smart Home mit KNX realisiert werden.

Welche Vorteile bietet KNX für Smart Homes?

Um auf Fragen Ihrer Kunden optimal vorbereiten zu sein, haben wir die größten Vorteile von KNX aufgelistet:

  • Unabhängigkeit: KNX ist ein international genormter Standard, der von hunderten Herstellern genutzt und vorangetrieben wird. So können Nutzer die Geräte verschiedener Marken problemlos kombinieren.
  • Zukunftssicherheit: Durch die anerkannte Norm und die vielen Hersteller werden auch in Zukunft Produkte für das persönliche Smart Home auf dem Markt erhältlich sein.
  • Bus-System: Die Datenübertragung mittels Busleitung ist sicherer vor Störungen als beispielsweise Funknetze.
  • Integration: Das KNX-Netz wird bei Neuinstallationen ohne großen Aufwand mit der übrigen Elektrik verlegt.
  • Digitale Technologie: Die dezentralen Steuerungseinheiten vieler Smart Homes im KNX- System sind auf dem neuesten Stand der Technik und können auch per Smartphone-oder Tablet-App bedient werden.

 

Welche Nachteile sind zu erwarten?

Den vielen Vorteilen stehen nur wenige Nachteile gegenüber. Der hohe Preis kann jedoch ein Gegenargument sein. Je nach Ausstattung und Anforderung kann ein KNX-System für ein Einfamilienhaus leicht einen 5-stelligen Euro-Betrag kosten, während z. B. Funksysteme für einen deutlich geringeren finanziellen Aufwand erhältlich sind. Ein weiterer Nachteil: Das Verlegen eines KNX-Netzes erfordert einen gesonderten Arbeitsaufwand und ist daher besonders für Neubauten oder Sanierungen zu empfehlen. Wer auf preisgünstigere Angebote setzt, muss jedoch möglicherweise mit weniger Komfort ohne Kompatibilität und geringerer Funktionssicherheit rechnen.

KNX ist eine komplexe wie aufwändige Gebäudesteuerung, für die eine eigene herstellerunabhängige Programmiersoftware benötigt wird. Um die Programmierung erlernen zu können, fällt in der Regel eine kostenintensive fünftägige Zertifizierungsschulung an. Hingegen bietet das HK NX connect System von Heinrich Kopp die großen Vorteile, dass vergleichbare Bauteile kostengünstiger sind und nur mit einem Schraubendreher programmiert werden können. Im Bedarfsfall ist jedoch auch eine Programmierung mit KNX Software möglich. Es ist damit die perfekte Lösung – für alle Anforderungen an eine Gebäudesteuerung.

 

Sollten Sie Fragen zu unserem HK NX connect-System, unseren Produkten oder unseren Angeboten für die Elektroinstallation haben, sprechen Sie uns gerne an!

 

Beitragsbild: DAVINCI_Fachwerkhaus_16 (1) von DAVINCI Haus, CC BY 2.0

Smart Homes sind längst keine Zukunftsvision mehr, sondern fester Bestandteil des Alltags. Mit der technischen Entwicklung wachsen auch die Anforderungen an die Datensicherheit. Schließlich werden heute auch sicherheitsrelevante Systeme wie Alarmanlagen, Bewegungsmelder und Überwachungskameras über das Smart Home gesteuert. Auf sie dürfen Außenstehende keinen Zugriff haben. Darüber hinaus generiert das Netzwerk Daten über seine Benutzer, die in der Öffentlichkeit nichts verloren haben.

Um die Daten in einem Smart Home zu schützen, sollten Sie daher folgende Aspekte bei der Einrichtung bedenken und diese kritischen Faktoren mitdenken.

1. Unterteilung in unterschiedliche Netzwerke

Trennen Sie die wichtigen von den weniger wichtigen Funktionen. Dazu können Sie für virtuelle Heimnetzwerke, sogenannte VLANs, im jeweiligen Router anlegen: eines für Alarmanlage, Bewegungsmelder und Kamera und eines für die Funk-Lichtschalter oder die Musikanlage. Beschränken Sie den Personenkreis, der Zugriff auf die jeweiligen Netzwerke hat, um unbefugte Einblicke auszuschließen.

2. Aktuelle Verschlüsselungsstandards verwenden

Das heimische WLAN schützen Sie mit einer WPA2-Verschlüsselung, die nach dem neuesten Sicherheitsprotokoll IEEE 802.11i/D9.0 arbeitet. WEP oder einfache WPA-Verschlüsselungen sind leicht zu überwinden und daher ein Sicherheitsrisiko. Die Sicherheitseinstellungen nehmen Sie in der Benutzeroberfläche des Routers vor. Finden Sie dort keine WPA2-Option, sollten Sie den Router durch eine modernere Version des Geräts ersetzen.

3. Zugriff durch VPN-Clients sichern

Die nächsthöhere Sicherheitsstufe sind MAC-Adressenfilter und VPNs. Sie garantieren, dass nur ausgewählte Benutzer auf das Smart Home zugreifen können. Für den MAC-Adressenfilter schalten Sie im Router ausschließlich die bekannten Computer oder Smartphones für das heimische WLAN frei. Mit einem VPN, einem Virtuellen Privaten Netzwerk, kann auch von unterwegs auf die Funktionen des Smart Homes zugegriffen werden. Mit Hilfe einer Software, dem VPN-Client, besteht außerdem Schutz vor unbefugtem Zugriff.

4. Passwörter und Software regelmäßig erneuern

Der eigene Computer oder das Smartphone sind leider oft unbeachtetes Einfallstore für Datendiebe. Denn wer Zugriff darauf gewinnt, kann auch die smarten Hausfunktionen steuern. Denken Sie an sichere Passwörter und daran, dass diese regelmäßig geändert werden sollten. Auch das Betriebssystem und die Firmware von Router und Gateway sollten sie stets auf den neuesten Stand bringen, um Sicherheitslücken zu schließen.

5. Sicherheitsfunktionen des Gateways nutzen

Moderne Smart-Home-Systeme haben verschiedene Sicherheitsmerkmale integriert. So sendet das Smart-Home-Gateway von Mediola automatisch SMS oder Emails, wenn der Funk-Bewegungsmelder aktiviert oder ein Fenster trotz Abwesenheit geöffnet wurde. Diese Benachrichtigungsregeln können Sie individuell einstellen – und natürlich mit einem Passwort in der Bedienoberfläche sichern.

Smart Homes bieten dem Nutzer ungeahnte Möglichkeiten. Diese sollten Sie vor fremden Zugriff schützen. So lassen sich die Vorteile der drahtlosen Gebäudesteuerung in dem Wissen genießen, dass die Daten sicher sind.

Beitragsbild: Sind Ihre Daten sicher? von Dennis Skley, CC BY-ND 2.0