Beiträge

Selbst die beste Elektronik kann anfällig für Defekte sein. Besonders ärgerlich sind Bewegungsmelder mit Fehlfunktion, die das Licht unkontrolliert an- oder ausschalten oder im Dauerbetrieb leuchten lassen. Das strapaziert nicht nur die Nerven, sondern treibt auch die Stromkosten in die Höhe. Mit diesen Tipps können Sie schnell die Fehlerursache finden und defekte Bewegungsmelder reparieren.

Externe Fehler ausschließen

Wenn der Bewegungsmelder bereits eine Zeit lang problemlos funktioniert hat, sind möglicherweise externe Faktoren die Ursache für die Fehlfunktion. Überprüfen Sie daher folgende Fehlerquellen:

  • Im Außenbereich können Sensoren durch Büsche oder Äste, die sich im Wind bewegen, ausgelöst werden. Lösen Sie das Problem mit ein wenig Gartenarbeit.
  • Infrarot-Bewegungsmelder reagieren auf Heizungen oder andere Wärmequellen. Installieren Sie den Sensor im Haus nicht in der Nähe solcher Geräte.
  • Schaltet sich der Verbraucher trotz Bewegung nicht ein, kann es an der Bewegungsrichtung liegen. Querbewegungen nimmt der Sensor besser wahr, als frontale. Montieren Sie den Melder entsprechend quer zu dem Bereich, in dem üblicherweise die Bewegung stattfindet.

Interne Fehler überprüfen

Auch bei fachgerechter Installation des Bewegungsmelders können mit der Zeit wichtige Komponenten verschleißen. Dann müssen Sie die Technik überprüfen und den defekten Bewegungsmelder reparieren.

  • Überprüfen Sie alle Anschlüsse im Gerät und klemmen Sie gelockerte Leiter wieder fachgerecht an.
  • Besonders im Außenbereich kann Feuchtigkeit auf den Platinen zu Fehlfunktionen führen. Lassen Sie das Gerät trocknen und versiegeln Sie es mit Plastikspray oder schützen Sie empfindliche Teile mit Elektronik-Fettspray vor Korrosion.
  • Bei induktiven Lasten wie Stromspar- oder Fluoreszenzlampen können Rückspannungen zum Dauerbetrieb des angeschlossenen Verbrauchers führen. Ein Snubber oder Löschglied schafft Abhilfe.
  • Gegen das Einschalten durch Spannungsspitzen aufgrund von Kompaktleuchtstofflampen helfen Kondensatoren.
  • Jeder Sensor benötigt einen relativ hohen Ruhestrom. Ist er zu hoch – beispielsweise durch das Hintereinanderschalten mehrerer Bewegungsmelder –, führt das zum ungewollten Betrieb des Verbrauchers. Auch hier bietet ein Kondensator eine einfache Lösung.

Im Zweifel einen Fachmann fragen

Finden Sie den Fehler nicht, liegen die Ursachen möglicherweise tiefer. Eine defekte Leitung oder ein Kabelbruch in der Wand können nur durch den Eingriff in die elektrische Anlage behoben werden. Bedenken Sie dabei auf jeden Fall die fünf Sicherheitsregeln und wenden Sie sich im Zweifel an einen erfahrenen Fachmann. Sollten Sie Fragen rund um das Thema „Bewegungsmelder selbst reparieren“ haben, sprechen Sie uns gerne an!

Elektrische Leitungen unter Putz sind eine feine Sache. In Wänden, Decken oder Zwischenböden werden sie deshalb besonders gern versteckt. Zu den rein optischen Vorzügen kommen aber weitere positive Nebeneffekte wie Schutz und bessere Wärmeabfuhr.

Funktioniert jedoch plötzlich die Lampe oder die Steckdose nicht mehr, ist der Schreck groß. Wenn die angeschlossenen Bauteile sowie ein Stromausfall ausgeschlossen werden können, liegt wahrscheinlich ein Kabelbruch vor. Der Defekt am Kabel sollte schnell lokalisiert und der Fehler repariert werden. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie den Weg der Leitung identifizieren und den Ort der Unterbrechung ausfindig machen.

Schließen Sie zunächst alle anderen Fehleroptionen aus

Prüfen Sie zuerst die Sicherung und den Fehlerstromschalter, anschließend die Steckdose (eventuell die mobile Kupplung) oder den Stecker. Liegt an diesen Bauteilen kein Fehler vor, sollten Sie die jeweilige Stromleitung suchen. Dafür benötigen Sie ein spezielles Ortungsgerät, bestehend aus zwei Modulen: aus einem Signalgeber und einem Signalempfänger.

Um dieses Messgerät zum Aufspüren defekter Leitungen effektiv zu nutzen, erklären wir Ihnen kurz die Funktionsweise: Das Gebermodul sendet ein niederfrequentes, aufmoduliertes Audio-Signal in die Leitung ab. Das Prinzip ist ähnlich wie beim Rundfunk: Es gibt ein Träger- und ein Nutzsignal. Das Gebergerät sendet ein codiertes Signal auf einer Trägerfrequenz in die defekte Leitung. Das Empfängermodul identifiziert das Signal und ordnet es der Leitung bzw. der jeweiligen Kabelader zu. So können Sie den Verlauf der Leitung ohne Berührungen nachvollziehen und den Kabelbruch orten.

Messen Sie und finden Sie exakt die Stromunterbrechung

Ist Ihnen die defekte Ader bekannt, nutzen Sie sie für das aktive Signal und eine funktionierende Ader, um das Bezugspotenzial anzusteuern. Verfolgen Sie am Gerät nun den Leitungsverlauf, bis das Signal abbricht. Nun können drei Ursachen vorliegen:

  • Das Signal wird schwach, weil die Leitung weit weg verläuft.
  • Bauliche Elemente schirmen die Leitung ab.
  • Treffer: Sie haben den Bruch des Kabels entdeckt.

Mit Vergleichsmessungen können Sie die ersten beiden Optionen aussortieren. Messen Sie eine unbeschädigte Ader und messen Sie von neuem. Taucht der gleiche Effekt auch hier auf, liegt eine der beiden ersten Optionen vor. Fahren Sie nun das Signal weiter mit dem Empfänger ab. Empfangen Sie das Signal weiterhin, liegt genau hier die Unterbrechung vor. Um sicherzugehen, messen Sie nun die defekte Ader von der anderen Seite des Kabels aus. Auch hier muss das Signal an der vorher identifizierten Stelle, die Sie lokalisiert haben, abbrechen.

Haben Sie den Kabelbruch nun gefunden, gilt es nun, die Stelle zu reparieren.

Leitungssucher sind Multifunktionsgeräte

Nicht nur defekte Kabel und Adern können Sie mit Leitungssuchern aufspüren. Sie können damit auch Steckdosen und Sicherungen zu Stromkreisen zuordnen. Ebenso können versteckte Schalter- und Abzweigdosen in Decken, Wänden und auch Fußböden sowie Leitungskurzschlüsse aufgespürt werden.

An dieser Stelle wollen wir es nicht versäumen, Sie abermals darauf hinzuweisen: Bitte überlassen Sie solche Arbeiten Fachleuten mit elektrotechnischen Kenntnissen.

Benötigen Sie weitere Informationen bei der Elektroinstallation? Wie Sie Elektrokabel richtig verlegen, erklären wir Ihnen beispielsweise hier. Wir helfen Ihnen gerne weiter!

Wenn bei Renovierungsarbeiten oder Wandbohrungen eine Stromleitung beschädigt wird, ist der Schreck natürlich groß. Denn ist die Leitung angebohrt, verjüngt sich deren Querschnitt und ein Kabelbrand droht. Auch wenn bei der Bohrung lediglich die Kabelisolierung angeschabt wurde, sollte die Leitung stets geprüft werden.

In einem unserer letzten Artikel haben wir beschrieben, wie Sie Kabel unter Putz verlegen. In diesem Beitrag zeigen wir verschiedene schnelle Möglichkeiten, wie Sie Reparaturen an angebohrten Kabeln in einer Wand durchführen können.

Schritt 1: Vorsichtmaßnahmen einhalten

Wenn an elektrischen Bauteilen und Leitungen gearbeitet wird, gilt es, sich an bestimmte Vorsichtsmaßnahmen zu halten. Neben den fünf Sicherheitsregeln (Freischalten, vor Wiedereinschalten schützen, Spannungsfreiheit feststellen, Erden und Kurzschließen, benachbarte Teile abschranken) ist ausreichend Erfahrung und Wissen notwendig. Daher sollten ausschließlich Fachleute mit einschlägigen Qualifikationen angebohrte Stromkabel reparieren.

Um Spannungsfreiheit auf der angebohrten Leitung zu gewährleisten, sollten Sie als erstes die Sicherung herausnehmen.

Schritt 2: Wand vorsichtig freilegen und aufklopfen

Legen Sie die Wand frei und entfernen Sie eventuell Tapete oder Fliesen. Klopfen Sie die Wand z. B. vorsichtig mit einem Hammer und einem Meißel auf. Vom Bohrloch entfernt, lassen Sie beim Freilegen eine gute Handbreit zu beiden Seiten Platz.

Schritt 3: Kabel neu verbinden

Haben Sie nun Ihr angebohrtes Kabel erreicht, prüfen Sie, ob die Ader oder die Isolierung getroffen wurde. Fachleute raten, wenn es sich nicht um eine Stegleitung handelt, zu einer konventionellen Unterputzdose zu greifen. Nutzen Sie somit das angebohrte Kabel, um eventuell eine Steckdose oder einen Schalter einzubauen, wenn die Position in der Wand es zulässt. Vergrößern Sie das Loch, wenn es das Stromkabel zulässt, mit einem Bohrkronen-Aufsatz auf die entsprechende Größe und setzen Sie die Unterputzdose in die Wand. Fädeln Sie nun die Kabelenden in die Öffnungen der Buchse ein und versenken Sie die Dose ins Loch. Verbinden Sie anschließend die Leitungen mit einer Steckklemme farblich passend miteinander und verschließen Sie die Dose nun mit dem passenden Deckel.

Oftmals wird als schnellere Lösung die Unterputzdose weggelassen und die Kabel mit einer Steckklemme oder Lüsterklemme wieder verbunden. Schieben Sie vorher einen Schrumpfschlauch auf die eine Seite der Kabel, um sie nach dem Verbinden mit der Steckklemme über die neue Nahtstelle zu ziehen. Verengen Sie nun vorsichtig den Schlauch mit einem Heißluftgerät, um die Stelle zu isolieren.

Schritt 4: Wand wiederherstellen

Verputzen Sie nun die aufgestemmte Stelle mit Mineralputz. Gips ist aufgrund seiner Feuchte nicht zu empfehlen. Nachdem die Spachtelmasse ausgehärtet ist, versehen Sie die Stelle wieder mit Tapete, Fliese oder Wandfarbe.

Nochmal unser Hinweis: Solche Arbeiten sollten Personen mit einschlägigen elektrotechnischen Kenntnissen und Erfahrungen überlassen werden. Welche Regeln Sie sonst bei Elektroinstallationsarbeiten beachten sollten, können Sie hier lesen.