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Sie versprühen zweifelsohne Charme. Ihre oft hinfällige elektrische Ausstattung bereitet jedoch eher Sorgen: In vielen Altbauwohnungen stammt die Elektroinstallation aus vergangenen Jahrzehnten. Brüchige Leitungen und mangelnde Steckdosen machen eine Komplettsanierung meist unabdingbar. Heute erklären wir Ihnen, auf welche Gefahrenquellen Sie sich im Altbau einstellen sollten.

Ausstattungsstandard im Altbau: Gehen Sie auf Nummer sicher

Viele Hauseigentümer oder Vermieter vernachlässigen es, die bestehende Elektroanlage in Altbauwohnungen auf den neuesten Stand zu bringen. Oft herrscht Unsicherheit darüber, ob diese unter den sogenannten Bestandsschutz fällt. Dieser besagt zwar, dass die verbaute Elektroinstallation zum Zeitpunkt der Fertigstellung den elektrischen Normen entsprach. In vielen Fällen greift jedoch die Betriebssicherheitsverordnung für öffentliche Gebäude und Mitarbeiter. Die Folge: Arbeitsmittel und Arbeitsbedingungen müssen erneuert werden, sofern von ihnen eine Gefahr ausgeht.

Grundsätzlich ist es ratsam, den Altbau auf den heutigen Stand moderner Elektroinstallationen zu heben und den passenden Ausstattungsstandard umzusetzen. Denn nur so werden Mitarbeiter oder Bewohner in Gebäuden geschützt.

Beseitigen Sie diese Sicherheitsrisiken

  • In vielen Altbauten drohen Kurzschlüsse aufgrund von spröden und brüchigen Isolierungen elektrischer Leitungen. Eine weitere Fehlerquelle stellen Kabelleitungen mit einer brennbaren Textil-Isolierung dar. Darüber hinaus führen dünne Drahtquerschnitte bei intensiver elektrischer Belastung zu erhöhten Temperaturen. In allen Fällen besteht akute Brandgefahr.
  • Stromschläge drohen bei Installationen mit zweiadrigen Leitungen ohne Erdung, die noch aus der Vorkriegszeit stammen. Der fehlende Potenzialausgleich sorgt dafür, dass elektrische Leitungen permanent unter Spannung stehen.
  • Ein weiteres Risiko birgt der akute Steckdosenmangel in Altbauwohnungen. Da in den letzten Jahrzehnten die Anzahl benutzter Elektrogeräte kontinuierlich ansteigt, greifen Bewohner oft auf Steckdosenleisten zurück. Die Folge: Immer mehr Elektrogeräte sind an einem Stromkreis angeschlossen, der für eine hohe Anzahl von Stromabnehmern nicht ausgelegt ist. Sind veraltete Sicherungen installiert, kann es ebenfalls zu einer Überhitzung der elektrischen Leitungen und somit zu einem Schwelbrand kommen.
  • Auch fehlende Schutzleiter und Fehlerstrom-Schutzleiter (FI) gefährden die Sicherheit in Altbauwohnungen. Diese gehörten zum Zeitpunkt der Installation nicht zum Standard. Seit 2009 ist es Vorschrift, jede Steckdose durch einen FI-Schutzschalter bzw. RCD zu sichern. Zu empfehlen ist, für das Badezimmer einen eigenen Personenschutzschalter zu installieren. Dieser ist seit 1984 nach DIN VDE 011-701:2008-10 Pflicht.

Erfassen Sie bei einer Erneuerung der Elektroinstallation vorhandene wie auch geplante Elektrogeräte. So können Sie Ihren Bedarf an Materialien und den zeitlichen Umfang Ihrer Sanierungsarbeiten exakter bestimmen. Überlegen Sie sich auch, welchen Ausstattungsumfang der Altbau vorweisen soll. Welche Varianten es gibt und welchen Anforderungen sie genügen, erfahren Sie in unserem Blog.

Das Bad gilt heute nicht mehr als Feuchtraum. Die Sicherheitsvorschriften zur Elektroinstallation sind daher weniger streng. Dennoch bestehen gewisse Normen, die Sie unbedingt einhalten sollten. Die wichtigsten Aspekte haben wir hier zusammengefasst.

Sicherheit geht vor: Die Installationszonen im Badezimmer

Die Bestimmungen für die Elektroinstallation im Bad sind in der Norm DIN VDE 100-701 einzusehen. Insbesondere sind dort vier Installationszonen definiert.

  • Zone 0 liegt innerhalb der Dusche oder Badewanne. Dieser Bereich ist für jegliches elektrische Betriebsmittel tabu.
  • Zone 1 befindet sich senkrecht über der Zone 0 bis zu einer Höhe von 2,25 m. Hier dürfen Sie keine Lichtschalter oder Steckdosen installieren. Ein fest montierter Durchlauferhitzer ist erlaubt, sofern er spritzwassergeschützt ist.
  • Zone 2 verläuft 60 cm um die Zone 1 herum. Auch hier sind Lichtschalter und Steckdosen nicht erlaubt, Lampen mit einer Schutzklasse von mindestens IPX4 (spritzwassergeschützt) dürfen allerdings installiert werden.
  • Zone 3 hat einen Abstand von 2,40 m zu Zone 2. Dort sind alle üblichen Schalter und Anschlüsse erlaubt, solange sie über einen Fehlerstromschutzschalter mit einer Empfindlichkeit von höchstens 30 mA verfügen.

Darüber hinaus sollten alle metallischen Materialien, Heizungsrohre oder Wasserleitungen mit einer Potential-Ausgleich-Schiene abgesichert werden, um das Risiko eines elektrischen Schlags auszuschließen.

Tipps zum Lichtkonzept im Bad

Beachten Sie diese Zonen, können Sie im Bad die zukünftige Beleuchtung planen. Beim Lichtkonzept steht der Bereich um den Spiegel im Fokus, da Helligkeit dort besonders wichtig ist. Auch Deckenspots tragen dazu bei. Bauen Sie einen Dimmer ein, um dem Trend nach Gemütlichkeit im Badezimmer zu folgen.

Die Planung der Elektroinstallation im Badezimmer

Für ein gemütliches und gleichzeitig funktionales Badezimmer installieren Sie ausreichend Steckdosen für Fön, elektrische Zahnbürste oder ein Radio. Voraussetzung ist, dass diese in den sicheren Zonen installiert werden. Für den Anschluss einer Waschmaschine positionieren Sie eine Steckdose in der Nähe der Wasseranschlüsse. Um die Dose nicht zu überlasten, sollten Sie die Maschine separat und nicht an einer Steckdosenleiste anschließen. Sind noch größere Verbraucher wie eine Fußbodenheizung geplant, sollten diese über einen zweiten Stromkreis betrieben werden.

Mit diesen Tipps können Sie das Badezimmer komfortabel ausstatten. Auch Smart-Home-Lösungen liegen im Trend und bringen mit der automatischen Steuerung von Beleuchtung, Heizung oder Jalousien Luxus ins Bad. Informieren Sie sich daher jetzt über die Vor- und Nachteile des KNX-Systems.

Beitragsbild: Bathroom von Hotel Le Plaza, CC BY-ND 2.0

Das Treppenhaus gehört zu den Durchgangsräumen, die bei der Einrichtung häufig zweitrangig behandelt werden. Dabei bietet es viele Möglichkeiten, wie Sie es abwechslungsreich einrichten können. Vom Bewegungsmelder über die passende Dekoration bis hin zum Stauraum – hier sind unsere Einrichtungstipps für kreative Treppen.

Stauraum unter der Treppe

Die Schräge unter den Stufen ist eine Herausforderung für jeden Innenarchitekten. Individuelle Einbauschränke mit tiefen Schubladen nutzen den Raum optimal. Im niedrigeren Teil können Sie bequem Schuhe unterbringen. Mit zunehmender Treppenhöhe finden auch Mäntel und Jacken ausreichend Platz. Wer eine offene Lösung bevorzugt, greift zu modularen Regalsystemen für Bücher oder Dekoration, während Eltern ihren Kindern auch eine kleine Spielhöhle im Treppenhaus einrichten können.

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Stufen und Geländer als Designobjekt

Außergewöhnliche Treppenkonstruktionen stehen für sich und sind visuelle Highlights. Freischwebende Stufen lassen das Treppenhaus leichter erscheinen und wirken sehr elegant. Tolle Effekte können Sie auch durch ein extravagantes Geländer aus Holz oder Stahl erzielen. Wer es massiver mag, imponiert seine Gäste mit einer eindrucksvollen Betontreppe.

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Mit Dekoration punkten

Verschönern Sie sich den Auf- und Abstieg mit kreativer Dekoration. Blumen auf den Stufen und Fotos an den Wänden sind Klassiker, die nie aus der Mode kommen. Vielleicht gestalten Sie auch die Fronten der Treppenstufen mit Mustern oder Farben, um den Aufstieg aufzulockern? Beziehen Sie dabei die Höhe der Treppe spielerisch mit ein, indem Sie beispielsweise spannende Farbverläufe nutzen.

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Beleuchtungsideen für die Treppe

Für die Treppe sind Bewegungsmelder eine clevere Lösung: So müssen Sie nie wieder im Dunkeln nach dem Lichtschalter suchen und vermeiden gefährliche Stürze. Außerdem sparen Sie sich das Verlegen von weiteren Lichtschaltern am Treppenauf- und -abgang. Wählen Sie keine batteriebetriebenen Bewegungsmelder, da diese aufgrund ihrer zeitlich limitierten Nutzungsdauer ausfallen können. Nutzen Sie stattdessen Artikel, die Sie an das Stromnetz anschließen.
Achten Sie darauf, einen Bewegungsmelder mit ausreichendem Radius zu wählen, damit dieser an allen relevanten Stellen im Treppenhaus das Licht aktiviert.
Lampen gibt es in schier grenzenlosen Variationen. Wandlampen in unterschiedlichen Farben und Formen bringen Abwechslung ins Spiel, während Hängelampen die Höhe des Raumes betonen. In die Wand eingelassene Spots oder LED-Lichtbänder setzen die einzelnen Stufen spannend in Szene. Seien Sie kreativ und machen Sie aus Ihrem Treppenhaus etwas Besonderes!

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Erst mit dem richtigen Beleuchtungskonzept kommt Ihre Treppe richtig zur Geltung. Nutzen Sie Bewegungsmelder, um das Treppenhaus wie von selbst in einem beeindruckenden Licht erstrahlen zu lassen.

Beleuchtungsstärke: Die Grundlagen des Lichts erklärt

Ein Druck auf den Lichtschalter und es wird hell – hinter diesem simpel scheinenden Zusammenhang steckt eine hochentwickelte Technik. Abseits trockener Schulphysik erklären wir Ihnen in diesem Artikel alles zum Thema Beleuchtungsstärke und wie Ihnen dieses Wissen bei der Raumbeleuchtung helfen kann.

Beleuchtungsstärke erklärt

Ein wenig Physik vorweg muss allerdings sein: Das Formelzeichen für die Beleuchtungsstärke ist Ev und die Einheit Lux (lx). Für die Praxis ist jedoch wichtiger, dass sie eine empfangsbezogene Größe darstellt. Sie bezeichnet also keine direkte Eigenschaft des Leuchtmittels, sondern wie viel Licht auf einer bestimmten Fläche tatsächlich ankommt. Winkel, Entfernung und Lichtstrom sind Aspekte, die die Beleuchtungsstärke beeinflussen.

Beispiele für unterschiedliche Beleuchtungsstärken

1 Lux entspricht ungefähr der Helligkeit, mit der eine Kerzenflamme einen Quadratmeter Fläche aus einem Meter Entfernung ausleuchtet. Sternenlicht hat etwa 0,00022 lx, der Vollmond 0,27 lx und zur Mittagszeit herrschen an einem bedeckten Tag etwa 19.000 lx auf der Erdoberfläche. Steht die Sonne an einem wolkenlosen Himmel im Zenit können bis zu 130.000 lx auf dem Erdboden gemessen werden.

Die optimale Raumbeleuchtung

Der Schreibtisch am Arbeitsplatz sollte mit mindestens 500 lx beleuchtet werden, so ist es in der Arbeitsstättenverordnung nach DIN EN 12464-1 geregelt. Zum Vergleich: Im Operationssaal eines Krankenhauses kommen durchschnittlich 2.000 lx zum Einsatz, im direkten Operationsfeld werden sogar bis zu 150.000 lx benötigt. Für das Wohnzimmer gibt es keine Normen, hier können Sie selbst über die Beleuchtung entscheiden. Bei 50 lx wirkt das Licht gedimmt und gemütlich, ab 75 lx empfinden wir das Licht als eher hell. Im Badezimmer dürfen es gerne 100-200 lx sein, zum Schminken oder Rasieren rund um den Spiegel sind 300-500 lx nötig. Das Helligkeitsempfinden ist dabei von Person zu Person verschieden. Auch Farben und reflektierende Ebenen können einen Raum heller wirken lassen als die Lux-Zahl es vermuten lässt.

Den Raum mit Licht einrichten

Um die passende Beleuchtungsstärke für einen Raum zu ermitteln, müssen Sie die Helligkeit der Glühlampe ins Verhältnis zur Raumgröße setzen. Je höher die Deckenlampe installiert ist, desto weniger Licht fällt auf die Oberfläche des Esstisches. Auch der Lichtstrom in Lumen (lm), also die Stärke des ausgesendeten Lichts und der Abstrahlwinkel des Leuchtmittels haben Einfluss auf die Beleuchtungsstärke. Beide Faktoren finden Sie auf der Verpackung von Leuchtmitteln. Um Ihnen die Rechnerei zu vereinfachen, können Sie mit diesem Rechner den Lux-Wert von Glühlampen ermitteln – und ihn entsprechend der Einrichtung anpassen.

Abseits der Theorie wirkt Licht je nach Nutzung und Raumeinrichtung unterschiedlich. Probieren Sie diese Tipps rund um das heimische Lichtkonzept aus.

Der Beitrag Beleuchtungsstärke: Die Grundlagen des Lichts erklärt erschien zuerst auf Kopp HKi8.

Eine sorgfältig durchdachte Planung in der Elektroausstattung von Gebäuden vermeidet zusätzliche Kosten – denn nachträglich durchgeführte Änderungen in der Elektroinstallation sind oftmals mit enormem Arbeitsaufwand verbunden. Für Bauherren, Architekten und Elektrofachleute ist es daher außerordentlich wichtig, gemeinsam den Ausstattungsumfang in der Elektroinstallation frühzeitig zu definieren. Wir zeigen Ihnen heute, welche Varianten es gibt und wo sie eingesetzt werden.

Eindeutige Kennzeichnungen sorgen für Transparenz in der Elektroinstallation

In den 1970er Jahren legte die HEA Hauptberatungsstelle für Elektrizitätsanwendung – und damit die heutige Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V. – eine funktionelle Bewertung der Elektroinstallation fest, die über die DIN 18015 hinausging. Die Anzahl sämtlicher Schalter, Steckdosen und Anschlüsse für Kommunikationsanlagen in Wohnungen werden seitdem durch diese Kennzeichnung bestimmt. So ist es möglich, Ausstattungsvarianten elektrischer Anlagen besser miteinander zu vergleichen – sei es durch Elektrofachleute, Käufer oder Mieter. 1978 erfolgte eine Registrierung der Ausstattungswerte beim RAL (Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V.).

Eine Anpassung an aktuelle Entwicklungen in der Elektroinstallation findet kontinuierlich statt. So wurden zum Beispiel 2010 in den Ausstattungsvarianten sowohl Energie-Effizienz-Maßnahmen als auch verschiedene Entwicklungen in der  Gebäudesystemtechnik berücksichtigt.

Ausstattungswerte und ihre Anforderungen

In der Richtlinie RAL-RG 678 sind für Wohnge­bäude drei Ausstattungsstufen abgesteckt. Dabei steht ein Stern für die Mindestausstat­tung, zwei Sterne (✶✶) stehen für die Standardausstattung oder drei Sterne (✶✶✶) für die komfortabelste Variante. Zu diesen drei Stufen kommen jeweils drei Plus-Ausstattungswerte hinzu, die den folgenden Funktionsbereichen zugeord­net sind:

  • Schalten und Dimmen
  • schaltbare Steckdosen, geschaltete Geräte und Energie-Management
  • Sonnenschutz
  • Lüften, Kühlen, Heizen und
  • Sicherheit.

Diese Funktionsbereiche werden in den drei Plus-Ausstattungsvarianten entweder vorbereitet oder sogleich umgesetzt. So ergeben sich insgesamt sechs Ausstattungsvarianten:

  • 1 ()
    Mindestausstattung nach DIN 18015-2, die Grundbedürfnisse an die Elektroinstallation werden abgedeckt. Für die Küche werden beispielsweise fünf Steckdosen und zwei Beleuchtungsanschlüsse empfohlen.
  • 1 () plus
    Mindestausstattung wie 1 (✶), zusätzlich müssen sämtliche Funktionsbereiche Voraussetzungen für die Installation von Leerrohren vorweisen.
  • 2 (✶✶)
    Standardausstattung, der An­schluss und die Nutzung aller gewöhnlichen Elektrogeräte muss gewährleistet sein. Installationsrohre und -dosen sind vorhanden und lassen sich flexibel erweitern.
  • 2 (✶✶) plus
    Standardausstattung wie 2 (✶✶), zudem müssen alle Funktionsbereiche – etwa durch Installationsrohre – vorbereitet sein. Einen Funktionsbereich gilt es dabei umzusetzen.
  • 3 (✶✶✶)
    Komfortausstattung für Nutzer mit gehobenen Ansprüchen. Vorgesehen sind in dieser Variante zum Beispiel TV- oder Telefonanschlüsse für das Bad.
  • 3 (✶✶✶) plus
    Komfortausstattung wie 3 (✶✶✶), zusätzlich müssen alle Funktionsbereiche vorbereitet sein. Mindestens zwei Funktionsbereiche müssen umgesetzt sein.

Eine konkrete Auflistung empfohlener Steckdosen, Schalter, Kommunikationsanschlüsse sowie weitere Details finden Sie in der Broschüre der HEA.

Unser Tipp: Je mehr Anschlüsse, Stromkreise und Gebäudesystemtechnik Sie in Gebäuden planen, desto komfortabler und sicherer ist die gesamte Wohnsituation. Bevor Sie jedoch mit der Planung beginnen, sollten Sie die konkreten Ansprüche kritisch überprüfen. So sind für jüngere Bewohner elektrische Rollläden in allen Wohnräumen Luxus, für ältere stellen sie eine nicht verzichtbare Alltagserleichterung dar.

Die vorgestellten Ausstattungsvarianten fallen unter die DIN 18015, die sich mit elektrischen Anlagen in Wohngebäuden und deren Planungsgrundlagen beschäftigt. Weitere wichtige DIN- und VDE-Normen haben wir in diesem Artikel für Sie zusammengefasst.

Die Technik in Gebäuden wird immer komplexer. Intelligente Geräte, oft in Kombination mit einer PV- und Solaranlage, machen aus einem Haus schnell ein technisches Wunderwerk. Naheliegend, dass es in Wänden für elektrische Leitungen und Rohre eng werden kann. Welche Installationszonen – auch Verlegezonen genannt – Sie beim Verlegen von Stromkabeln beachten sollten und wie Sie Ordnung und Sicherheit in Ihre Elektroinstallation bekommen, erklären wir in diesem Artikel.

Installationszonen einhalten – aus guten Gründen

Leitungen und Kabel sollten in Häusern unsichtbar „unter Putz” verlegt werden – direkt im Mauerwerk oder in der Verkleidung von Decken bzw. Wänden.
Die korrekte Ausrichtung der Elektroinstallation innerhalb definierter Installationszonen garantiert besonders beim Bohren in Wänden Sicherheit. Der Montagepunkt von Schaltern, Steck- und Verteilerdosen legt dabei die Position der unter Putz verlegten Stromkabel fest.
In Räumen wie Keller oder Garagen, die nicht für Wohnzwecke genutzt werden, können Leitungen auch sichtbar „auf Putz” angebracht werden.

Waagerechte und senkrechte Installationszonen in Wohnräumen

Für alle unsichtbar verlegten Leitungen und Kabel (gilt auch bei der Führung von Leitungen in Ständerwänden) greift die Norm DIN 18015-3. Nach ihr dürfen sämtliche Leitungen in den darin definierten Installationszonen senkrecht und waagerecht verlegt werden. Beachten Sie dabei folgende Parameter:

  • Waagerechte Installationszone
    Sie befindet sich jeweils 15 cm von der Decke bzw. dem Fußboden entfernt. Sie ist maximal 30 cm breit. Bei Räumen mit einer Höhe von 240 cm und Türen von 200 cm befindet sich die waagerechte Installationszone im Bereich zwischen 210 und 225 cm. So stehen für die Leitungslegung lediglich 15 cm oberhalb des Türrahmens zur Verfügung.
  • Senkrechte Installationszonen
    Die senkrechten Installationszonen haben eine maximale Breite von 20 cm und verlaufen jeweils 10 cm von allen Rohbaukanten und -ecken wie auch Fenstern und Türen entlang. Wollen Sie Stromkabel in Dachschrägen verlegen, sollten Sie die Installationszone parallel zur jeweiligen Bezugskante wählen.

Unser Tipp: Fertigen Sie bei Neuinstallationen oder bei einem nachträglichen Umbau Fotos von allen Wänden und Elektroinstallationen mit Unterputzdosen an. So wissen Sie bei späteren Bohrungen genau, wo elektrische Leitungen verlaufen.

Wo sich die Installationszonen in Wohnräumen befinden, wissen Sie nun. In diesem Artikel erklären wir Ihnen, wie Sie Stromkabel in einer Wand richtig verlegen und anschließend Schalter und Steckdosen korrekt anschließen.

Beitragsbild: DSC_9172 von Markus Tacker, CC BY-ND 2.0

Smarte Technologien weiter auf dem Vormarsch

Im Januar des kommenden Jahres werden auf der Eltec 2017, der Fachmesse für Elektro und Energietechnik, die Highlights und Trends der Elektrotechnik präsentiert. Das Top-Thema smarte Technologien bleibt nach wie vor zukunftsweisend – sowohl in der modernen Gebäudetechnik, dem Lichtdesign sowie auch in der Heizungstechnologie.

Smart Powered Building

Angesichts des global steigenden Bedarfs an (sauberer) Energie wird das Einsparpotenzial von Gebäuden immer wichtiger. Eine optimale Interaktion zwischen Energieversorgung und intelligenten Geräten sorgt dafür, nur dort Energie zu verwenden, wo sie punktgenau benötigt wird. Folge: Etliche Kommunikationsstandards müssen in das intelligente Stromnetz integriert werden, was wiederum zu steigenden Anforderungen an die IT-Sicherheit führt. 2017 steht daher ganz im Zeichen von innovativen Lösungen zu den Themen Energieeffizienz, Speichertechnik, Ressourcenschonung und Sicherheit.

Lichtdesign

Durch die Digitalisierung werden 2017 innovative Lichtdesign-Trends den Weg in eine neue Dimension der Gestaltung ebnen. Immer kleiner werdende Leuchtmittel und Leuchten verbinden sich harmonisch mit dem Raum, setzen Highlights und bilden ein eigenes Designobjekt. Vielseitigkeit und Individualität stehen dabei im Mittelpunkt und werden in neuen LEDs oder auch OLEDs umgesetzt. Wie das Dimmen bei LEDs richtig funktioniert, erklären wir in diesem YouTube-Video.
Ein weiteres Trendthema in 2017 wird auch Human Centric Lighting sein. Dabei konzentriert man sich auf die biologischen Lichtbedürfnisse des Menschen: Lösungen imitieren den natürlichen Tageslichtverlauf und den biologischen Rhythmus des Menschen mit dem Ziel, die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit, aber auch die Stimmung und sogar die körperliche Genesung zu verbessern.

Heizungstechnologie

Ein wichtiger Trend 2017, der mit der innovativen Gebäudevernetzung gekoppelt ist, wird das Thema der smarten Heizung darstellen. Besonders die neuen Trends wie Brennstoffzellenheizungen oder auch hybride Heizsysteme werden dabei im Fokus stehen. Privatanwender profitieren bei beiden Systemen von einer Energieersparnis von bis zu 40 Prozent im Vergleich zu traditionellen Heizsystemen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der staatlichen Förderung.

Haben Sie Fragen zum Thema Smart Home, unseren Lösungen oder unseren Angeboten? Dann sprechen Sie uns gerne an! Folgen Sie uns auch auf Twitter und Facebook!

Unter den Systemen für ein komfortables Smart Home ragt KNX aus der wachsenden Masse von Anbietern heraus. Viele Kunden schreckt jedoch der relativ hohe Preis für die intelligente Gebäudesteuerung ab. Dieser rechtfertigt sich allerdings durch die zahlreichen Vorteile der Smart-Home-Lösung. Damit Sie Ihre Kunden optimal beraten können, erklären wir Ihnen hier alle wichtigen Argumente für KNX.

Was ist KNX?

KNX ist ein weltweiter Standard für die Gebäudesteuerung. Das Feldbus-System, das getrennt von der Stromversorgung für Heizung, Licht oder Rollläden verlegt wird, ermöglicht einen intelligenten Datenaustausch zwischen den Geräten. In dezentralen Steuerungseinheiten laufen die Informationen zusammen und führen die Aktionen (z. B. Licht schalten, Jalousien fahren etc.) aus.

Die Datenübertragung geschieht bei KNX über eigene Bus-Kabel und läuft bidirektional ab. Das bedeutet, dass der Empfänger des Befehls, beispielsweise ein Lichtschaltaktor, eine Rückmeldung gibt, ob die Schaltung erfolgreich war. So können auch komplexe Steuerungen von Licht, Heizung oder Alarmanlage im Smart Home mit KNX realisiert werden.

Welche Vorteile bietet KNX für Smart Homes?

Um auf Fragen Ihrer Kunden optimal vorbereiten zu sein, haben wir die größten Vorteile von KNX aufgelistet:

  • Unabhängigkeit: KNX ist ein international genormter Standard, der von hunderten Herstellern genutzt und vorangetrieben wird. So können Nutzer die Geräte verschiedener Marken problemlos kombinieren.
  • Zukunftssicherheit: Durch die anerkannte Norm und die vielen Hersteller werden auch in Zukunft Produkte für das persönliche Smart Home auf dem Markt erhältlich sein.
  • Bus-System: Die Datenübertragung mittels Busleitung ist sicherer vor Störungen als beispielsweise Funknetze.
  • Integration: Das KNX-Netz wird bei Neuinstallationen ohne großen Aufwand mit der übrigen Elektrik verlegt.
  • Digitale Technologie: Die dezentralen Steuerungseinheiten vieler Smart Homes im KNX- System sind auf dem neuesten Stand der Technik und können auch per Smartphone-oder Tablet-App bedient werden.

 

Welche Nachteile sind zu erwarten?

Den vielen Vorteilen stehen nur wenige Nachteile gegenüber. Der hohe Preis kann jedoch ein Gegenargument sein. Je nach Ausstattung und Anforderung kann ein KNX-System für ein Einfamilienhaus leicht einen 5-stelligen Euro-Betrag kosten, während z. B. Funksysteme für einen deutlich geringeren finanziellen Aufwand erhältlich sind. Ein weiterer Nachteil: Das Verlegen eines KNX-Netzes erfordert einen gesonderten Arbeitsaufwand und ist daher besonders für Neubauten oder Sanierungen zu empfehlen. Wer auf preisgünstigere Angebote setzt, muss jedoch möglicherweise mit weniger Komfort ohne Kompatibilität und geringerer Funktionssicherheit rechnen.

KNX ist eine komplexe wie aufwändige Gebäudesteuerung, für die eine eigene herstellerunabhängige Programmiersoftware benötigt wird. Um die Programmierung erlernen zu können, fällt in der Regel eine kostenintensive fünftägige Zertifizierungsschulung an. Hingegen bietet das HK NX connect System von Heinrich Kopp die großen Vorteile, dass vergleichbare Bauteile kostengünstiger sind und nur mit einem Schraubendreher programmiert werden können. Im Bedarfsfall ist jedoch auch eine Programmierung mit KNX Software möglich. Es ist damit die perfekte Lösung – für alle Anforderungen an eine Gebäudesteuerung.

 

Sollten Sie Fragen zu unserem HK NX connect-System, unseren Produkten oder unseren Angeboten für die Elektroinstallation haben, sprechen Sie uns gerne an!

 

Beitragsbild: DAVINCI_Fachwerkhaus_16 (1) von DAVINCI Haus, CC BY 2.0

Die Sicherung der elektrischen Anlage hat oberste Priorität: Bereits kleine Fehler an Geräten mit elektrischem Strom können im Haushalt zu gefährlichen Stromschlägen führen. Deshalb ist seit 1984 der Fehlerstromschutzschalter bei Neubauten mit Feuchträumen wie Bädern Pflicht. Seit 2009 ist der Fehlerstromschutzschalter für alle neu errichteten Steckdosen in privaten und gewerblichen Bauten verpflichtend. Er schaltet den Strom bei Unfällen mit elektrischen Leitungen innerhalb von Sekundenbruchteilen ab und schützt Sie so vor schweren Verletzungen. Hier erfahren Sie, wie der lebensrettende Schutzschalter funktioniert.

Funktion des Fehlerschutzschalters

Der Fehlerschutzschalter ist für den persönlichen Schutz entscheidend: Er überwacht den Stromfluss und sorgt dafür, dass er stets gleichbleibt. Der sogenannte FI-Schutzschalter (F steht für Fehler, I entspricht dem physikalischen Symbol für Stromstärke) gehört in jeden Haushalt und ist nach DIN VDE 0100-410 für alle Steckdosen-Stromkreise bis einschließlich 20 A obligatorisch. Installieren Sie neue Steckdosen, ist die Nachrüstung verpflichtend.

Weicht der Wert des ausgehenden Stroms vom Wert des zurückkehrenden Stroms ab, liegt ein Fehler in der Leitung vor. Bereits Abweichungen von weniger als 30 Milliampere werden registriert. Der Kreislauf ist dann beschädigt und der Strom fließt entweder über ein anderes, leitfähiges Material ab oder über den Menschen. Ein lebensgefährlicher Stromschlag wäre die Folge. Der Schutzschalter unterbricht in diesem Fall innerhalb von 0,2 Sekunden den Stromkreislauf.

Wird ein Fehlerstrom erkannt, unterbricht der Schalter den jeweiligen Stromkreislauf. Daher wird empfohlen, mehrere FI-Schutzschalter einzusetzen und zumindest die Licht- und Steckdosenkreise getrennt zu sichern. So wird im Fehlerfall nicht die gesamte Anlage abgeschaltet.

Betrieb und Wartung des Fehlerstromschutzschalters

Bei Unregelmäßigkeiten unterbricht der Schalter die gesamte Stromversorgung. Die innovativen FI-Schutzschalter von Kopp zeigen bereits durch die Stellung des Hebels die Abschaltursache an: Ist er mittig, war ein Fehlerstrom der Grund. Befindet sich der Hebel unten, wurde er manuell ausgeschaltet. Nachdem ein Defekt an der Leitung behoben wurde, kann der Schalter wieder nach oben gedrückt werden, um den Strom wieder einzuschalten.

Das Gerät sollte alle sechs Monate getestet werden. Mit der Prüftaste kann ein Fehler simuliert werden. Der Hebel sollte beim Druck auf die Taste sofort umspringen. Tut er es nicht, sollte der Fehlerschutzschalter umgehend austauscht werden. Den Test können Sie jederzeit selbst erledigen – den Einbau oder Austausch sollte auf jeden Fall der Fachmann übernehmen

Defekte oder beschädigte Kabel sind die Hauptursache für Fehlerströme. Bei elektrischen Geräten können sie relativ schnell ausfindig gemacht werden, ein Kabelbruch in der Wand hingegen stellt eine größere Herausforderung dar. Bei Fragen helfen wir Ihnen jederzeit gerne weiter!

Die Nachfrage nach effizienter Elektroinstallation ist groß – besonders, wenn sich der Häuslebauer bzw. -käufer entschlossen hat, die Finger von allerlei Schaltzeichen, Schaltplänen und Symbolen zu lassen und die Hauselektronik in professionelle Hände zu legen. Der Einsatz von ressourcenschonenden Bauelementen steht dabei für beauftragte Elektroinstallateure ganz vorne; ebenso will man auf Nachhaltigkeit und Komfort nicht verzichten. Um allen Ansprüchen gerecht zu werden und auch den eigenen Arbeitsaufwand möglichst effizient zu gestalten, helfen neue Techniken und flexible Materialien dabei, allen Wünschen gerecht zu werden.

Flexible Anwendungen dank neuer Designs bei Schaltern

Elektroinstallateure kennen das Problem: Die wohlbekannten, runden Kabelabzweigkästen konnten nur begrenzt erweitert werden. Ob End-, Durchgangs-, Winkel-, T- oder Kreuzdose: Bereits beim Einbau musste entschieden werden, welche Kabel und wie viele von welcher Seite ein- und ausgeführt werden sollen.

Durch Änderung hin zum rechteckigen Design bei Aufputzschaltern und -Steckdosen wurde auch das Design von Kabelzweigkästen hin zu einer rechteckigen Geometrie angepasst. Die veränderte Form hat den wesentlichen Vorteil, dass bei gleichen Außenabmessungen mehrere parallele Einführungen an allen Installationsseiten vorgenommen werden können. Das nun größere Volumen steigert die Flexibilität nochmals.

Von Duroplast zu Thermoplast: Kabelzweigkästen vereinfachen die Installation

Doch nicht nur die Geometrie, sondern auch das Material änderte sich: Statt das spröde Duroplast zu verbauen, konnte nun mit thermoplastischen Kabelzweigkästen die Benutzerfreundlichkeit gesteigert werden. Membran-Einführungen machen es möglich, dass Kabel und Leitungen problemlos sowohl ein- als auch eingeführt werden können. Durch die Verwendung von Aquasit-Vergussmasse können Kabelzweigkästen auch in feuchten und rauen Umgebungen während ihrer Produktlebensdauer von 30 Jahren Trockenheit garantieren.

Da die Masse mit den Jahren nicht hart und brüchig wird, sondern weich und elastisch bleibt, können diese Kästen auch in Überschwemmungsgebieten, Offshore- und Hafenanlagen, Waschstraßen, Tunneln oder U-Bahnschächten genutzt werden.

Neue Materialien beschleunigen Prozesse

Neue Materialien vereinfachen nicht nur zahlreiche Prozesse bei der Verwendung von Kabelzweigkästen sowie Aufputzschaltern und -steckdosen. Auch beim Einsatz von Kabelschutzrohren müssen Herausforderungen wie Druck, Beweglichkeit und Toleranzen angenommen und effizient gemeistert werden.

Die Entwicklung neuer Geometrien sowie neuer, temperaturunabhängiger und flexibler Materialien geht sicherlich immer weiter. Durch den allgemeinen Druck, Prozesse zu optimieren und die Effizienz bei der Elektroinstallation zu steigern, müssen erlernte und über Jahre hinweg praktizierte Gewohnheiten neu gedacht werden.

Ob eine kostenintensive Unterputzinstallation nicht doch durch eine kostengünstigere Aufputzinstallation ersetzt werden sollte, ist besonders in Nebenräumen oder Kellern eine berechtigte Frage, um Kosten zu senken – und dank neuer Bauteile lässt sich dies auch schneller realisieren.
Die Sicherheit bei der Arbeit mit elektrischen Anlagen sollte immer im Vordergrund stehen, daher bedenken Sie stets: Installationsarbeiten einem Fachmann zu überlassen.