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Das perfekte Licht für jede Situation – mit einem Dimmer lässt sich die Leuchtkraft dem aktuellen Bedarf immer individuell anpassen, ganz gleich ob starkes Licht im Homeoffice benötigt wird oder gedämpftes Licht am Abend im Wohnzimmer die richtige Wahl ist.

Weil aber in der Regel nicht jedes Leuchtmittel mit jedem Dimmer reguliert werden kann, ist die Auswahl des richtigen Produkts sowohl für den Elektriker als auch für den Nutzer eine echte Herausforderung. Die perfekte Lösung für dieses Problem bietet Kopp jetzt mit zwei neuen Unterputz-Universaldimmern (R, L, C).

Denn diese sind nicht nur mit unterschiedlichen Leuchtkörpern kompatibel, sondern auch für unterschiedliche Lasten einsetzbar. Beide Universaldimmer dimmen LED-Lampen von 3 bis 100 Watt und Glühlampen von 5 bis 250 Watt stufenlos und sorgen so für das perfekte Licht für jeden Bedarf. Einziger Unterschied: Während sich der eine Universaldimmer (Art.-Nr. 845500188) als 2-Draht-Gerät für eine Schaltstelle eignet, ist der andere (Art.-Nr. 845500181) als 3-Draht-Gerät auch als Nebenstelle einsetzbar.

Damit sind die beiden Unterputz-Universaldimmer aus dem Hause Kopp die perfekten Allrounder, wenn es um präzise, verlässliche und vielseitige Lichtsteuerung geht. Denn aufgrund ihrer universellen Einsetzbarkeit für unterschiedliche Leuchtkörper – von Glühlampen über Halogenleuchten bis hin zu LED-Lampen – und entsprechend unterschiedliche Lastarten ist der Einbau zukunftssicher, auch wenn irgendwann einmal Wechsel der Beleuchtung anstehen sollten. Das Wechseln zwischen den Betriebsarten Phasenanschnitt bzw. Phasenabschnitt erfolgt über einen Druckknopf.

Nahezu unbegrenzte Kompatibilität
Auch in puncto vielfältige Einsatzfähigkeit und Komfort punkten die neuen Universaldimmer. Sie sind für sämtliche Schalterprogramme aus dem Hause Kopp einsetzbar, eignen sich durch den Wellenadapter – von 4 mm auf
6 mm – aber auch für viele Produkte anderer Hersteller.

Die neuen Universaldimmer sind ab sofort für den Fachhandel und Installateure verfügbar.

Weitere Informationen zum Produkt sind hier abrufbar.

Lichterglanz statt Lichterfrust – Tipps für die optimale Weihnachtsbaumbeleuchtung

Die richtige Weihnachtsbaumbeleuchtung gibt es wahrscheinlich nicht, aber eine optimierte Baumbeleuchtung! Unsere Tipps vereinfachen das Baumschmücken.

1. Energiesparen und weitere Vorteile durch LEDs

LEDs sind zwar in der Anschaffung meist hochpreisiger, aber verbrauchen schlicht und ergreifend weniger Energie als herkömmliche Glühlampen.Bisher galten LEDs als weniger gemütlich und zu hell. Das ist mittlerweile kein Problem mehr. Die Farbabstufung von LED Lichtketten gehen mittlerweile bis „ultra warmweiß“ und lässt sich nicht mehr von einer klassischen Glühlampen Lichterkette unterscheiden. Ein weiterer Vorteil ist, dass es zu keiner Wärmeentwicklung kommt und ihr somit keinerlei Sicherheitsbedenken aufgrund zu heißer Glühlampen haben müsst.

2. Immer von oben nach unten

Wir empfehlen von oben mit dem ersten Licht zu beginnen und sich spiralförmig nach unten vor zu arbeiten. So ist es auch kein Problem, sollten mehrere Lichterketten zum Einsatz kommen. Mit einer Baummantel Lichterkette ist das Ganze noch wesentlich einfacher. Diese muss einfach übergeworfen werden und lässt den Baum im Lichterglanz erstrahlen.

3. Die geeignete Stromversorgung

Es braucht mehrere Lichtketten für den Baum oder am Standort des Baumes? Dann braucht ihr auch die geeignete Stromversorgung! Die meisten Lichterketten haben einen großen schweren Adapter. Um mehrere Adapter nebeneinander zu platzieren empfiehlt es sich, eine Steckdosenleiste mit besonderen Eigenschaften, wie unsere UNOversal Steckdosenleiste, zu wählen. Diese verfügt über eine 90° Drehung und größeren Abstand der Töpfe. Der 2-polige Schalter garantiert keine Stand-by Kosten. Hier passen alle Adapter problemlos nebeneinander und sind auch gleichzeitig durch den Schalter an der Steckdosenleiste schaltbar.

4. Zeitschaltuhren einbinden

Der Baum soll automatisch, wenn ihr aufsteht oder von der Arbeit kommt, leuchten? Bindet doch einfach eine Zeitschaltuhr ein und stellt Sie auf beliebige Uhrzeiten ein. So müsst ihr weder daran denken den Baum einzuschalten, noch ihn wieder auszuschalten.

5. Für das folgende Jahr vorsorgen

Zu einem frustfreien Schmücken gehört definitiv nicht, die Lichtkette jedes Jahr ewig entwirren zu müssen. Diesem Stressfaktor könnt ihr ganz einfach vorbeugen. Beim Abschmücken eures Baumes die Lichterkette großzügig aufwickeln und mit einem Kabelbinder oder dem Cable Wraptor fixieren. So habt Ihr im nächsten Jahr eure Lichterkette wieder entwirrt griffbereit und könnt entspannt loslegen.

6. Baumschmuckrechner „Treegonometry“ testen

Und wenn ihr zu guter Letzt wissen wollt, wie mathematisch gesehen der perfekte Christbaumschmuck aussieht, könnt ihr diesen Baumschmuckrechner der Universität von Sheffield testen (leider nur auf Englisch verfügbar). Einfach nur die Höhe des Baumes eingeben und der Rest wird ausgespuckt. Viel Spaß!

Viele Endverbraucher begegnen dem Thema Smart Home noch immer mit Skepsis. Umso wichtiger ist es, dass Handwerker die Vorteile des intelligenten Zuhauses einfach und verständlich vermitteln können. Denn beim Smart Home ist branchen- und produktübergreifendes Wissen gefragt. Und ein Profi, der das passende System auswählt, plant und fachgerecht installiert. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zur intelligenten Haussteuerung.

1. Was ist eigentlich ein Smart Home?

Vereinfacht beschreibt der Begriff Smart Home technische Verfahren und Systeme, die in Wohnhäusern die Lebensqualität, Sicherheit und Energienutzung verbessern. Dafür kommen vernetzte und fernsteuerbare Geräte und Installationen zum Einsatz. Die Anwendungen reichen von kleinen bis hin zu komplexen Lösungen, von Funksteuerungen bis zu kabelgebundenen Systemen.

Das „richtige“ Smart Home gibt es nicht. Jedes intelligente Haus ist individuell an seine Bewohner angepasst. Neben persönlichen Wünschen und Bedürfnissen sollten Planer bei der Auswahl des passenden Systems auch die Wohnsituation der Nutzer berücksichtigen. Dabei hilft ein Fragebogen vom Institut für Gebäude-Technologie (IGT) der Hochschule Rosenheim, der kostenlos über die Webseite des IGT abgerufen werden kann. Er führt durch die einzelnen Bereiche eines Hauses und zeigt, welche Möglichkeiten es gibt.

2. Welchen Nutzen hat ein Smart Home?

Der Nutzen eines Smart Homes hängt nicht von den Möglichkeiten der Technik ab, sondern von den Erwartungen und Wünschen der Nutzer. Denn danach richtet sich die Auswahl der Produkte. Dass das Eigenheim erkennt, wann es dunkel wird, automatisch die Rollläden herunterfährt und gleichzeitig die Beleuchtung anpasst, ist nicht nur bequem. Neben einem Plus an Komfort tragen die Systeme auch dazu bei, Sicherheit und Energieeffizienz zu erhöhen. Sensoren überwachen Fenster oder Türen, Rollläden lassen sich aus der Ferne herunterfahren und während des Urlaubs genügt ein kurzer Blick auf das Smartphone, um sich zu vergewissern, dass alles in Ordnung ist. Die Hardware registriert, bei welcher Temperatur die meiste Energie gespart werden kann und regelt automatisch die Heizung herunter, wenn das Fenster geöffnet wird. Diese Vorteile sind nicht nur für Technikfans interessant. So kann ein intelligentes Zuhause auch für Familien oder ältere Menschen eine große Hilfe im Alltag sein.

3. Wie teuer ist ein Smart Home?

Ein Dimmer ist teurer als ein Schalter, ein Touchpad kostet mehr als eine Fernbedienung und der Rollladenmotor mehr als der klassische Gurtwickler. Ohne zusätzliche Kosten lässt sich ein Smart Home nicht realisieren. Die Investition lohnt sich trotzdem: das intelligente Zuhause hilft beim Energiesparen und erleichtert den Alltag.

Bei der Technik unterscheidet man kabelgebundene Systeme und Funksysteme. Für große Objekte kommen Bus-Systeme zum Einsatz. Hier werden die einzelnen Komponenten eines Smart Homes mit speziellen Leitungen verbunden. Die Kabel garantieren eine störungsfreie Datenübertragung. Mit einem Bus-System lassen sich sehr komplexe und umfangreiche Steuerungen realisieren. Das ist aber auch aufwändig: Die Systeme müssen geplant, installiert und programmiert werden. Dadurch verursacht ein kebelgebundenes Smart Home hohe Kosten.

Wer sein Haus nachträglich mit der intelligenten Technik aufrüsten will, entscheidet sich meistens für ein funkgesteuertes System. Die Geräte kommunizieren mithilfe von elektromagnetischen Wellen. Kabel müssen dafür nicht verlegt werden. Deshalb eignet sich die Technik vor allem für Bestandsgebäude, Mietwohnungen und kleinere Objekte wie Einfamilienhäuser. Und sie sind interessant für den Einstieg in das intelligente Wohnen: Mit Funksystemen wie Free-control lassen sich zunächst grundlegende Funktionen wie Rollläden und Licht steuern. Mit der Zeit können diese Systeme erweitert und angepasst werden.

4. Wie funktioniert das Smart Home?

Im Grunde kann man sich jedes Smart Home wie eine Pyramide vorstellen. Den Sockel bildet die Feldebene. Darauf bauen Automations- und Managementebene auf. Diese Grundstruktur ist bei allen technischen Varianten gleich – ob kabel- oder funkgesteuert.

Die Feldebene beschreibt die Basistechnologie, mit deren Hilfe die Funktionen des Smart Homes ausgeführt werden. Dazu werden Aktoren und Sensoren eingesetzt, wobei Sensoren Signale erfassen und Aktoren sie in mechanische Arbeit umsetzen. Diese Feldgeräte sind entweder per Bus oder Funk miteinander verbunden. Das mehradrige Bus-Kabel muss zusätzlich zur Elektroinstallation verlegt werden, während funkbasierte Technologien kabellos kommunizieren.

Auf der Automationsebene werden die Informationen der Feldebene zusammengetragen, um die Anlage funktionstüchtig zu machen. Dafür kommt bei Funksystemen wie Free-control ein Gateway zum Einsatz, das als Schnittstelle dient. Es verarbeitet die Daten und kommuniziert diese an die Feldebene und an die Managementebene. In einem dezentralen Bussystem sind die Feldgeräte bereits mit einer Schnittstelle ausgestattet.

Die Managementebene bildet die Spitze der Pyramide. Mithilfe einer Software bzw. einer App werden die Daten visualisiert und ausgewertet. Der Nutzer kann über die Managementebene nicht nur die einzelnen Funktionen seines Smart Homes nachvollziehen und beobachten, sondern auch aus der Ferne bedienen.

5. Wie schnell ist mein Smart Home veraltet?

Bei der Gebäudeautomation wird generell zwischen offenen und geschlossenen bzw. proprietären Systemen unterschieden. Die geschlossenen Systeme sind herstellereigene Systeme. Hier kann es sein, dass bestimmte Komponenten oder deren Ersatzteile in einigen Jahren nicht mehr angeboten werden. Offene Systeme dagegen werden von vielen Herstellern unterstützt. Das heißt: sämtliche Komponenten eines Systems sind interoperabel und können auf die gleiche Weise miteinander kommunizieren. Mit Blick auf die Zukunft ist es daher von Vorteil, offene Systeme einzusetzen, die mit der Zeit erweitert werden können.

Elektrifizierte Möbel

Strom dort, wo man ihn braucht – und nicht da, wo sich die Steckdose befindet. Das geht. Dank moderner Einbausteckdosen haben Verlängerungskabel ausgedient. Gemeinsam mit seinem Partner ASA Plastici bietet Kopp Lösungen zum Strom- und Datenmanagement an, die Technik und Möbel elegant zusammenführen.

Ob in der Küche, im Wohnzimmer oder in Konferenz- und Besprechungsräumen – in allen Lebensbereichen brauchen wir Strom. Aber Steckdosen gibt es viel zu wenige und Kabel liegen immer dort, wo man sie nicht haben will. Das neue Sortiment, das Kopp in sein Programm aufgenommen hat, bietet maßgeschneiderte Komponenten zur Elektrifizierung von Möbeln. Mit einer großen Modellauswahl für unterschiedliche Ansprüche und Umgebungen bringt Kopp die Strom- und Datenanschlüsse dorthin, wo diese benötigt werden: auf Schreibtische, Polstermöbel oder Küchenarbeitsplatten.

Professional: Büro- und Konferenzräume

Beim Thema Kabelmanagement sind vor allem Lösungen gefragt, die sich nach den besonderen Anforderungen moderner Büro- und Konferenzräume richten. Neben Anzahl und Führung der benötigten Strom- und Datenanschlüsse stellt sich immer auch die Frage, wie aufgeräumt und repräsentativ ein solcher Raum erscheinen soll.

VersaFLAP ist ein Stromversorgungs- und Datensystem, das sich vor allem durch seine hohe Flexibilität auszeichnet. Neben den sechs Standardausführungen kann die Einbaulösung mit einer großen Auswahl an internationalen Steckdosen, Daten- und Multimediamodulen auch auf spezifische Anforderungen zugeschnitten werden. Auch optisch eignet VersaFLAP sich ideal für Konferenz- und Büroarbeitsplätze. Die bündig schließende Abdeckung integriert sich elegant in die Tischoberfläche. Die Kabel können auch dann eingesteckt bleiben, wenn die Abdeckung geschlossen wird: eine Bürstenleiste verhindert, dass Kabel eingeklemmt und beschädigt werden. Für gemeinsam genutzte Arbeitsbereiche eignet sich VersaFLAPDUAL mit einer doppelten Öffnung, die von zwei Seiten zugänglich ist.

Auch bei der Installation zeigt sich VersaFlap flexibel: Zwei Stützschrauben reichen aus, um das Modul sicher am Tisch zu befestigen. Lediglich eine Stichsäge wird benötigt, um die passende Öffnung auszuschneiden. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Kosten. Selbst wenn die technischen Ansprüche sich ändern, können die Module jederzeit ausgetauscht werden. Damit ist VersaFLAP eine optimale technische Unterstützung für Büros, Büchereien, Universitäten und Konferenzräume.

Eine besonders platzsparende Lösung bietet VesaLINK. Die ausklappbare Einbausteckdose verfügt in der Standardversion über zwei Stromanschlüsse, zwei Datensteckverbinder RJ45 CAT6, eine Mikrofonbuchse, eine Audiobuchse, ein HDMI- und USB-5V-Modul. Sein hochwertiges Design mit einer Oberfläche aus gebürstetem Aluminium oder in gebürstetem Schwarz sowie die automatische Öffnung per Druck machen dieses Produkt zu einer perfekten Ergänzung für alle Büros und Besprechungsräume.

Privat: Küche und Wohnräume

Elektrifizierte Möbel reduzieren die optische Dominanz von Kabeln und Steckdosen. Das zahlt sich auch im eigenen Haushalt aus. So ist zum Beispiel die Küche in den letzten Jahren wieder größer, schicker und teurer geworden: vom Sous-vide-Garen im vakuumversiegelten Plastikbeutel bis zur vollautomatischen Küchenmaschine mit WLAN-Anschluss. Was dabei auf der Strecke bleibt, sind häufig die Steckdosen.

Mit VersaHit bleiben Strom- und Datenanschlüsse unter der Möbeloberfläche verborgen, aber immer in Reichweite. Die filigrane Einbaulösung ist mit zwei Anschlusseinheiten ausgestattet, die einzeln oder zusammen genutzt werden können. Das durchdachte Öffnungssystem lässt sich einfach betätigen: Durch sanften Druck gleitet die bündig schließende Abdeckung zur Seite und gibt die Steckdose frei. Schäden oder Gefährdungen durch Feuchtigkeit – beispielsweise in der Küche – sind dabei nicht zu befürchten. VersaHIT ist nach IP 54 zertifiziert und damit gegen Spritzwasser aus allen Richtungen und Berührungen mit spitzen Gegenständen sowie Staubablagerungen geschützt.

Dank der geringen Tiefe von 40 mm eignet sich VersaHIT für viele unterschiedliche Möbel und kann problemlos über Schubladen oder Einbaugeräten installiert werden. Die Metall-Oberfläche gibt es in zahlreichen Varianten: Je nach Vorliebe stehen dem Nutzer gebürsteter Edelstahl oder Nickel zur Verfügung sowie die Farben Schwarz, Weiß, Bronze, Gold, Zinn und Champagner. Damit ergänzen die gradlinig gestalteten Einbausteckdosen einen modernen Einrichtungsstil und sorgen für eine bedarfsgerechte Stromversorgung.

Der Steckdosenturm VersaELITE versorgt Küchenarbeitsflächen mit Strom. Die eleganten Module verschwinden vollständig in der Arbeitsplatte und lassen sich nach Bedarf an die Oberfläche holen. Werden Mixer oder Rührmaschine benötigt, können sie direkt dort angeschlossen werden, wo sie genutzt werden – auf der Arbeitsplatte. Das Verriegelungssystem lässt sich mit einem sanften Druck hochfahren: VersaELITE kann dann manuell in seine Position gezogen werden. Eine werkseitig angebrachte Gummidichtung verhindert das Eindringen von Wasser. Damit erfüllt VersaELITE die Schutzklasse IP 54. Die Abdeckscheibe bietet viele Möglichkeiten zur individuellen Anpassung, beispielsweise verschiedene Oberflächenausführungen oder ein lasergraviertes Logo.

Der Schalter ist das Multitalent unter den Elektroinstallationsprodukten. Dabei folgt seine Funktionsweise einem einfachen Prinzip: Mithilfe von elektrisch leitenden Materialien, Halbleiterbauelementen oder Kontakten ändert er den Zustand einer elektrischen Leitung. So simpel die Technik, so umfangreich das Angebot. Bei der Wahl des passenden Schalters gibt es einiges zu beachten.

Der moderne Lichtschalter entwickelte der Elektroingenieur John Henry Holmes bereits Ende des 19. Jahrhunderts. Stromkreise konnten auch vorher schon geöffnet und geschlossen werden, nur reagierten die notwendigen Kontakte zu langsam. In der Folge bildeten sich Lichtbögen, die den Schalter schnell zerstörten. Holmes gelang es, das Problem mit einer Schnapp-Funktion zu beheben. Noch heute wird die Technik auf der ganzen Welt eingesetzt, findet sich in Wohnhäusern, Büros und Industriehallen.

Eine Lösung ohne Problem

Erst jetzt, mehr als 100 Jahre später, zeichnet sich eine neue Revolution ab: Der Schalter wird digital – und verschwindet zunehmend von den Wänden. Im modernen Haus lässt sich fast alles via App steuern. Doch für den Endverbraucher gilt die Kernfrage: Lohnt sich das Ganze? In einer Kolumne für die Wochenzeitung „Die Zeit“ stellt der Autor und Journalist Harald Martenstein vor einigen Jahren fest: „Ein Designer, der Lichtschalter aus einem Zimmer wegdesignt, löst damit ein Problem, das es vor dem Auftauchen des Designers überhaupt nicht gegeben hat. Nein, viel schlimmer, er schafft ein Problem, und zwar dort, wo es vorher eine Lösung gab.“

Schalter werden so häufig wie kaum ein anderes Gestaltungselement der Innenarchitektur genutzt: Im Morgengrauen schalten wir mit ihnen das Licht ein, in der Mittagssonne fahren wir die Jalousien herunter und abends sorgen Bewegungsschalter dafür, dass die Einfahrt vor dem Haus automatisch beleuchtet wird. Ohne Schalter fehlt etwas. Entsprechend groß ist das Angebot. Bei der Auswahl geht es neben Form, Material und Farbe auch um die Funktion.

Die Klassiker: Ausschalter, Serienschalter und Co.

Kaum ein Schalter ist häufiger verbaut als der Ausschalter. Mit den zwei Positionen „offen“ und „geschlossen“ ist seine Funktionsvielfalt zwar begrenzt, für die Steuerung einer herkömmlichen Leuchte jedoch vollkommend ausreichend. Einen Schritt weiter geht der Wechselschalter. Er wird in der Regel mit einen Eingang und zwei Ausgängen betrieben. Dabei wechselt der Schalter zwischen Ausgang A und Ausgang B. Wird der Stromkreis über A geschlossen, lässt er sich über B wieder öffnen. Ein langer Flur ist für eine solche Wechselschaltung prädestiniert. Die Serienschaltung geht den umgekehrten Weg. Hier befinden sich zwei voneinander unabhängig Schalter an einer Dose. Äußerlich erkennbar durch die geteilte Wippe, mit der zwei Leuchten oder Leuchtgruppen von einer Stelle aus bedient werden können. Verwendet wird der Serienschalter zum Beispiel im Badezimmer, um Decken- und Spiegelleuchte von der Tür aus schalten zu können.

Die Fortgeschrittenen: Taster und Dimmer

Ein Taster schaltet den Stromkreis nicht permanent, sondern nur so lange, wie er gedrückt wird. Klingeltaster funktionieren nach diesem Prinzip. Auch in Treppenhäusern wird er eingebaut, jedoch in Verbindung mit einem Zeitrelais oder Stromstoßschalter. Ein Dimmer erlaubt nicht nur das Ein- und Ausschalten eines Leuchtmittels, sondern auch dessen Helligkeitsregulierung. Das funktioniert jedoch nur in Kombination mit einem dimmbaren Leuchtmittel. Glühlampen und Transformatoren enthalten dafür eine Phasenanschnittssteuerung, die elektrischen Trafos von Halogen-Niedervolt-Systemen sind mit einer Phasenabschnittssteuerung ausgestattet.

LED-Leuchtmittel, die nicht als dimmbar gekennzeichnet sind, können nicht gedimmt werden. Das hängt zum einen mit der geringen Last der Leuchtdioden im Vergleich zu Glüh- oder Halogenlampen zusammen. Universaldimmer weisen eine höhere Mindestlast auf und sind deshalb nicht mit LEDs kompatibel. Zum anderen funktionieren LEDs mit Gleichstrom. Um den Wechselstrom aus dem Netz umwandeln zu können, benötigen sie eine vorgeschaltete Elektronik. Gedimmt wird also nicht die LED-Lampe, sondern die zwischengeschaltete Elektronik – und diese muss dafür geeignet sein. In der Regel sind Dimmer als Drehregler erhältlich. Es gibt sie aber auch mit einer Sensorsteuerung.

Der Elegante: Sensorschalter

Schalter sind nicht nur praktisch, sie können auch ein echter Hingucker sein. So wie der HK i8 von Kopp. Klassische Form, bekanntes Material, aber unter der Haube steckt Hightech. Der Glasschalter ist mit einem Tastsensor ausgestattet. Dieser funktioniert nach dem Prinzip eines Smartphones und löst bereits bei einer sanften Berührung den Schaltvorgang aus. Diese technischen Finessen eröffnen mehr Freiheiten beim Design, denn Wippe und Rahmen sind damit obsolet. Der Clou: Der HK i8 passt im Gegensatz zu anderen Sensorschaltern auf jede gängige Unterputz-Dose, benötigt keine aufwändige BUS-Verkabelung und damit auch kein Smart Home.

Der Kabellose: Funkschalter

Ja, es gibt sie: Funkschalter zum Aufkleben. Ganz ohne Verkabelung und ohne baulichen Aufwand. Was diese Schalter benötigen, ist ein Funksender. Mit dessen Hilfe übermitteln sie das Signal zum Öffnen und Schließen des Stromkreises an ein Empfangsmodul. Das Funksystem Free-control geht noch einen Schritt weiter: Es nutzt die Funktechnik und verbindet sie mit modernen, digitalen Endgeräten. In Kombination mit einem Internet-Gateway können Licht, Jalousien und Heizung mit dem Smartphone angesteuert werden. Damit läuft Free-control dem analogen Schalter aber nicht den Rang ab. Licht immer und überall auf 1,05 m Höhe nur wenige Zentimeter vom Türrahmen entfernt bedienen zu können – das wollen viele sich nicht nehmen lassen. Einfach Draufdrücken, Licht an: Damit wird der Schalter zu einem kleinen Stückchen Heimat im 21. Jahrhundert.

Der Robuste: Feuchtraumschalter

Abseits aktueller Trends gibt es auch Schalter, die sich seit Jahren bewähren – vor allem dann, wenn sie eine besondere Funktion erfüllen. Ein Feuchtraum-Schalter zum Beispiel. Mit BLUE ELECTRIC bietet Kopp Elektroinstallateuren einen markanten Schalter von hoher Materialqualität, der rundum abgedichtet ist. Spritzwasser kann ihm nichts anhaben, genauso haben Fremdkörper ab einem Millimeter Durchmesser keine Chance, in das Gehäuse zu gelangen. Daneben sind thermoplastische Kunststoffe, die auch bei BLUE ELECTRIC zum Einsatz kommen, besonders robust. Einen hohen Nutzwert bietet BLUE ELECTRIC mit vielen praktischen Details: So sind alle Produkte aus dem Sortiment mit einem Beschriftungsfeld ausgestattet, die Schalter bieten zusätzlich eine integrierte Beleuchtung.

Experteninterview mit Stephan Dörrschuck

Herr Dörrschuck, Heinrich Kopp feiert dieses Jahr sein 90-jähriges Jubiläum. Mit welchen Produkten fing alles an, und wo steht Kopp heute?

Gegründet wurde das Unternehmen 1927 im Hessischen Reinheim. Damals war Kopp eine kleine Spezialfabrik, die unter anderem einfache Schalter und Transformatoren für Klingeln produzierte und exportierte. Mittlerweile bieten wir umfängliche Lösungen im Elektroinstallations- und Personenschutzbereich an, inklusive eines breiten Zubehörprogramms. Neben der eigenen Entwicklung und Fertigung dieser Produktsegmente sowie der Vermarktung der mittlerweile über 7.000 Artikel umfassenden Sortimente haben wir unsere logistische Aufgabe in den Mittelpunkt unseres Unternehmens gebracht. Mit Produktkompetenz auf der einen Seite, bezüglich Sortimentstiefe und Qualität, sowie der Category-Competence auf der anderen Seite ist unsere Expertise für den professionellen und den Einzelhandelsmarkt gleichermaßen groß.

Mit welchen Werten und Überzeugungen positionieren Sie sich heute am Markt?

Wir wollen begeistern durch eine herausragende Qualität, durch ein ausgezeichnetes Preis-/Leistungsangebot und durch Service, den wir kundenspezifisch anbieten können. Wir sind kein Konzern und haben auch unsere Strukturen so flach wie möglich gestaltet. Schnelle, effiziente Wege, den Kunden im Mittelpunkt – so verstehen und sehen wir uns. Nach einigen Jahren ohne größere Bewegungen haben wir mittlerweile eine Reihe von Veränderungen vorgenommen, um Werte pflegen zu können und neue Ziele ins Auge zu fassen.

Welche der Veränderungen der letzten Jahre waren besonders prägend für Kopp?

Es gibt eine Reihe von prägenden Entwicklungen in letzter Zeit. In diesem Zusammenhang muss ich insbesondere die für uns wichtige Phase der Gesellschafterfindung nennen. Das war mit Abstand die wichtigste Veränderung der jüngeren Vergangenheit, aber auch die erfreulichste. Mit der Zugehörigkeit zu einem….

Lesen Sie das vollständige Experteninterview

Unter anderem neu im Vertrieb ist Stephan Nitt, der zukünftig die Region Norddeutschland als Regionalvertriebsleiter für den Fachhandel übernehmen wird. Als Vorgesetzter der regionalen Außendienstmitarbeiter wird er das Team und die Geschäfte vor Ort steuern und koordinieren. Dabei wird er die ersten Monate noch von seinem Vorgänger Wilfried Reppin begleitet, der im März 2018, nach 22 erfolgreichen Jahren bei Kopp, in den Ruhestand gehen wird. Die Einarbeitung und Kundentermine werden dementsprechend beide gemeinsam wahrnehmen, um einen reibungslosen Übergang zu schaffen. Stephan Nitt ist ausgebildeter Elektroinstallateur und Betriebswirt und war bisher als Key-Account-Manager und Regionalverkaufsleiter tätig.

Armin Welzenheimer und Thomas Klüpfel unterstützen das Kopp-Team ab sofort im Außendienst – beide als Gebietsverkaufsleiter im Bereich Professional. Damit obliegt ihnen die Vermarktung der gesamten Produktpalette der Heinrich Kopp GmbH an den Elektroinstallateur, Elektrogroßhandel und Fachhandel. Armin Welzenheimer ist ausgebildeter Elektromeister und erfahrener Verkaufsleiter. Für Kopp übernimmt er nun den Raum Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland. Thomas Klüpfel, Kaufmann im Groß- und Außenhandel, hatte zuvor eine Position als Niederlassungsleiter inne und wird von nun an hauptsächlich in Nord-Bayern und in Teilen Thüringens tätig sein.

Die Entwicklung und Produktion wird Tobias Bode als Junior-Konstrukteur verstärken. „Durch den Zugewinn der neuen Mitarbeiter für die Entwicklung und Konstruktion sowie für den Vertrieb verstärken wir den Bereich Professional auch auf personeller Ebene. Elektroinstallateure und der Fachhandel gewinnen wertvolle Ansprechpartner, die Ihnen unsere Sortimente auf Augenhöhe nahebringen können“, erklärt Markus Hornung, CFO bei Kopp.

Mit der digitalen Transformation wird das eigene Zuhause zum Smart Home, intelligente Technik und vernetzte Geräte bestimmen zunehmend unseren Alltag und erledigen selbständig ihre Aufgaben. Damit verändert sich auch das Berufsbild des E-Handwerks. Irgendjemand muss die Technik schließlich installieren und einrichten.

Beim Endverbraucher setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass das Smart Home viele Vorteile bringt: von einem Plus an Komfort und Sicherheit bis zur effizienten Nutzung von Energie. Dieser Megatrend hat auch das E-Handwerk erfasst. Wir zeigen, wie der Einstieg in den Smart-Home-Markt gelingt.

Enorme Umsatzpotenziale

Das Wachstumspotenzial von Smart Home ist groß. Sogar in Deutschland, wo zu viel Technik im Haus eher kritisch beurteilt wird, kann sich gut die Hälfte der Teilnehmer einer Befragung von Splendid Research vorstellen, die smarte Technik auch im eigenen Zuhause einzurichten.

Dabei spielt das Handwerk eine entscheidende Rolle, wie das Marktforschungsinstitut YouGov bestätigt: Fast zwei Drittel der Befragten würde sich das Smart Home von einem Handwerker installieren lassen. Welcher Handwerker das sein soll, lässt die Studie offen. Fest steht, dass der Markt hohe Absatzchancen bietet – und deshalb hart umkämpft ist.

Telefon- und Internetanbieter positionieren sich neben Smart-Home-Generalisten und Stromversorgern. Damit das Handwerk sich als erster Ansprechpartner durchsetzt, müssen Betriebe das Smart Home als wertvolle Chance begreifen.

 

Zwei grundlegende Marktsegmente

Der Smart-Home-Markt ist zweigeteilt. Großes Wachstum verzeichnen Powerline- und Funksysteme. Sie können vom Nutzer selbst installiert werden. Um das volle Potenzial aus diesen Systemen herauszuholen und in das WLAN einzubinden, sind die Erfahrung und das Fachwissen des E-Handwerks gefragt. Hier können Betriebe schnell und einfach in den Markt einsteigen und für ihre Kunden sinnvolle Angebote zusammenstellen.

Komplexer sind kabelgebundene Smart-Home-Anlagen. In Bestandsgebäuden werden sie selten installiert, da der planerische und bauliche Aufwand groß ist: Um neue Kabel zu verlegen, müssen Wände aufgestemmt und anschließend wieder verputzt werden. Für Neubauten hingegen ist der BUS eine funktional vielseitige und zukunftsfähige Alternative. Mit der Komplexität der Systeme steigt aber auch der Schulungsaufwand für den Handwerker. Gefragt sind nicht mehr einzelne Steckdosen oder Schalter, sondern komplexe Leistungsangebote, die über Gewerkegrenzen hinausgehen.

Den Einstieg richtig vorbereiten

Das Aufgabengebiet des E-Handwerks wird größer, das Angebotsspektrum wächst. Doch bevor sie ihre Leistungspalette komplett umstrukturieren, sollten Unternehmen sich auf Teilleistungen spezialisieren. Besonders gefragt sind Systeme, die flexibel erweitert und angepasst werden können. Außerdem boomen altersgerechte Assistenzsysteme. Sie ermöglichen Senioren, lange und weitgehend unabhängig in den eigenen vier Wänden zu leben.

Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist die Zusammenarbeit mit regionalen Kooperationspartnern. Wer Services aus einer Hand anbieten will, ist auf die Unterstützung von Heizungsspezialisten, Trockenbauern oder Informationstechnikern angewiesen.

Aus- und Weiterbildung planen

Schließlich sind Weiterbildungen und Seminare unverzichtbar. Hier können sich die Betriebe direkt vom Hersteller schulen lassen oder die Weiterbildungsangebote der Handwerkskammern in Anspruch nehmen. Wichtig ist, die Technik selbst auszuprobieren und zu installieren, bevor der erste Auftrag angenommen wird. Denn Nachbesserungen führen immer zu einem Imageverlust.

Um die gesamte Bandbreite der Gebäudetechnik abzudecken, bieten die Handwerkskammern inzwischen sieben unterschiedliche Ausbildungsberufe an: Elektroniker in den vier Fachrichtungen Energie und Gebäude, Automatisierung, Telekommunikation und Maschinen und Antriebe. Daneben gibt es den Informationselektroniker mit den Schwerpunkten Bürosysteme sowie Geräte- und Systemtechnik und den Systemelektroniker.

Auf dieser Basis können die Betriebe Wissen aufbauen, passende Systeme auswählen und ihren Kunden maßgeschneiderte Angebote machen. Genau hier liegt das große Potenzial: Der Handwerker bietet eine fundierte und herstellerunabhängige Beratung an, er projektiert ein System, installiert die Technik und nimmt sie in Betrieb.

 

Sobald der PRCD-S Netzstecker in eine Steckdose eingesteckt und der PRCD-S mit Spannung versorgt wird, wird die Verdrahtung der Steckdose vom PRCD-S selbstständig auf Fehlerfreiheit und auf das Vorhandensein des Schutzleiters überprüft.

Überprüft wird hierbei:

  •  Ob die Phase L, der Neutralleiter N und der Schutzleiter PE
  •  vorhanden,
  •  richtig angeschlossen,
  •  nicht vertauscht sind.

Diese Überprüfung geschieht bereits bevor die I-ON Taste des PRCD-S manuell betätigt wird.

Die PRCD-S Kontakte sind hierbei noch geöffnet und angeschlossene Verbraucher noch nicht mit Spannung versorgt.

Damit der PRCD-S die Überprüfung „Netzspannung auf Schutzleiter“ beim Einschaltvorgang (d.h. vor dem Schließen der Schaltkontakte L, N, PE) einwandfrei durchführen kann, ist ein genau definierter Bedienvorgang einzuhalten.

Die I-ON Taste des PRCD-S ist elektrisch leitend ausgeführt. Dies ist technisch bedingt notwendig, damit der PRCD-S beim Einschaltvorgang einen physikalischen Bezugspunkt findet und seine Testroutinen ordnungsgemäß durchführt.

Die I-ON Taste des PRCD-S ist mit bloßer Hand zu betätigen

  • keine Handschuhe oder sonstige isolierende Gegenstände verwenden
  • stehen auf isolierter Fläche oder das Tragen von Gummischuhen, etc… beeinflussen die Funktionsweise des PRCD-S nicht und führt zur korrekten Fehlerauswertung, bzw. korrekten Fehlererkennung.

Sobald der PRCD-S mittels der I-ON Taste mit bloßer Handbetätigung eingeschaltet wird, überprüft die PRCD-S Elektronik ob der Schutzleiter frei von Netzspannung ist.
Die Überprüfung ob der Schutzleiter PE vorhanden ist oder nicht, wurde bereits automatisch vom PRCD-S durchgeführt (siehe Beschreibung oben), sobald der PRCD-S mit Netzspannung versorgt wurde.

Sollte der PRCD-S bis dahin einen Fehler in der Steckdosenverdrahtung festgestellt haben, wird sich der PRCD-S trotz Betätigung der I-ON Taste nicht einschalten lassen und somit den maximal möglichen Personenschutz gewährleisten, nämlich keinen Betrieb zulassen.

Im Falle der erkannten Fehlerfreiheit der verwendeten Steckdose wird der PRCD-S allpolig (Phase L, Neutralleiter N, Schutzleiter PE) einschalten.

Während des Betriebes wird die Steckdose permanent auf folgende Fehlermöglichkeiten überwacht

  • Der PRCD-S schaltet während des Betriebes sofort allpolig ab, wenn
    • eine Schutzleiterunterbrechung auftritt
    •  ein Verdrahtungsfehler im Stromkreis auftritt
    •  ein Differenzfehlerstrom gemessen wird

Im Fall einer Beaufschlagung durch Fremdspannung während des Betriebes (z.B. durch das Anbohren einer fremden Leitung) wird die Schutzleiterfunktion jedoch aufrechterhalten.

D.h. die Relais-Kontakte der Schutzleiterverbindung PE bleiben weiterhin geschlossen, ebenso die Relais-Kontakte der Phase L und des Neutralleiters N.

Dies ist notwendig damit sichergestellt wird, dass der Kurzschlussstrom über den geschlossenen Schutzleiterkontakt des PRCD-S zur Erde fließen und das vorgeschaltete Sicherungsorgan sicher abschalten kann.

Die integrierte Unterspannungsauslösung sorgt dafür, dass der PRCD-S bei Spannungsunterbrechung dauerhaft abschaltet und dieser aus Sicherheitsgründen erst wieder bewusst manuell eingeschaltet werden muss.

Die integrierte Differenzfehlerstromerkennung ist vor jedem Arbeitsbeginn auf Funktion zu überprüfen.
Hierzu ist der PRCD-S über die I-ON Taste einzuschalten und mittels der O-Test Taste wieder auszuschalten. (Hinweis zur ordnungsgemäßen Handhabung s.u.)
Mittels dieser Prozedur wird der interne Summenstromwandler für die Erkennung des Differenzfehlerstroms geprüft.
Im Falle, dass bei diesem Testablauf der PRCD-S nicht abschaltet, darf dieses Gerät nicht weiter verwendet werden und muss einer technischen Prüfung unterzogen werden.

Der PRCD-S verfügt über folgende Funktionen:

  •  Allpolig schaltend (L, N, PE)
  •  Fehlerstromschutzschalter (DI)
  •  Schutzleitererkennung (Prüfung vor dem Betrieb)
  •  Schutzleiterüberwachung (Prüfung während des Betriebes)
  •  Unterspannungsauslösung
  •  Erkennen von Netzspannung auf dem Schutzleiter beim Einschalten
  •  Aufrechterhalten der Schutzleiterfunktion bei Fremdspannung auf dem Schutzleiter während des Betriebes

Nicht bestimmungsgemäßes Einschalten des PRCD-S:
Beim Einschalten des PRCD-S mit Handschuhen wird ev. vorhandene Fremdspannung auf dem Schutzleiter nicht zuverlässig erkannt.

Hier finden Sie die verschiedenen Produkte

Sie versprühen zweifelsohne Charme. Ihre oft hinfällige elektrische Ausstattung bereitet jedoch eher Sorgen: In vielen Altbauwohnungen stammt die Elektroinstallation aus vergangenen Jahrzehnten. Brüchige Leitungen und mangelnde Steckdosen machen eine Komplettsanierung meist unabdingbar. Heute erklären wir Ihnen, auf welche Gefahrenquellen Sie sich im Altbau einstellen sollten.

Ausstattungsstandard im Altbau: Gehen Sie auf Nummer sicher

Viele Hauseigentümer oder Vermieter vernachlässigen es, die bestehende Elektroanlage in Altbauwohnungen auf den neuesten Stand zu bringen. Oft herrscht Unsicherheit darüber, ob diese unter den sogenannten Bestandsschutz fällt. Dieser besagt zwar, dass die verbaute Elektroinstallation zum Zeitpunkt der Fertigstellung den elektrischen Normen entsprach. In vielen Fällen greift jedoch die Betriebssicherheitsverordnung für öffentliche Gebäude und Mitarbeiter. Die Folge: Arbeitsmittel und Arbeitsbedingungen müssen erneuert werden, sofern von ihnen eine Gefahr ausgeht.

Grundsätzlich ist es ratsam, den Altbau auf den heutigen Stand moderner Elektroinstallationen zu heben und den passenden Ausstattungsstandard umzusetzen. Denn nur so werden Mitarbeiter oder Bewohner in Gebäuden geschützt.

Beseitigen Sie diese Sicherheitsrisiken

  • In vielen Altbauten drohen Kurzschlüsse aufgrund von spröden und brüchigen Isolierungen elektrischer Leitungen. Eine weitere Fehlerquelle stellen Kabelleitungen mit einer brennbaren Textil-Isolierung dar. Darüber hinaus führen dünne Drahtquerschnitte bei intensiver elektrischer Belastung zu erhöhten Temperaturen. In allen Fällen besteht akute Brandgefahr.
  • Stromschläge drohen bei Installationen mit zweiadrigen Leitungen ohne Erdung, die noch aus der Vorkriegszeit stammen. Der fehlende Potenzialausgleich sorgt dafür, dass elektrische Leitungen permanent unter Spannung stehen.
  • Ein weiteres Risiko birgt der akute Steckdosenmangel in Altbauwohnungen. Da in den letzten Jahrzehnten die Anzahl benutzter Elektrogeräte kontinuierlich ansteigt, greifen Bewohner oft auf Steckdosenleisten zurück. Die Folge: Immer mehr Elektrogeräte sind an einem Stromkreis angeschlossen, der für eine hohe Anzahl von Stromabnehmern nicht ausgelegt ist. Sind veraltete Sicherungen installiert, kann es ebenfalls zu einer Überhitzung der elektrischen Leitungen und somit zu einem Schwelbrand kommen.
  • Auch fehlende Schutzleiter und Fehlerstrom-Schutzleiter (FI) gefährden die Sicherheit in Altbauwohnungen. Diese gehörten zum Zeitpunkt der Installation nicht zum Standard. Seit 2009 ist es Vorschrift, jede Steckdose durch einen FI-Schutzschalter bzw. RCD zu sichern. Zu empfehlen ist, für das Badezimmer einen eigenen Personenschutzschalter zu installieren. Dieser ist seit 1984 nach DIN VDE 011-701:2008-10 Pflicht.

Erfassen Sie bei einer Erneuerung der Elektroinstallation vorhandene wie auch geplante Elektrogeräte. So können Sie Ihren Bedarf an Materialien und den zeitlichen Umfang Ihrer Sanierungsarbeiten exakter bestimmen. Überlegen Sie sich auch, welchen Ausstattungsumfang der Altbau vorweisen soll. Welche Varianten es gibt und welchen Anforderungen sie genügen, erfahren Sie in unserem Blog.