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Sobald der PRCD-S Netzstecker in eine Steckdose eingesteckt und der PRCD-S mit Spannung versorgt wird, wird die Verdrahtung der Steckdose vom PRCD-S selbstständig auf Fehlerfreiheit und auf das Vorhandensein des Schutzleiters überprüft.

Überprüft wird hierbei:

  •  Ob die Phase L, der Neutralleiter N und der Schutzleiter PE
  •  vorhanden,
  •  richtig angeschlossen,
  •  nicht vertauscht sind.

Diese Überprüfung geschieht bereits bevor die I-ON Taste des PRCD-S manuell betätigt wird.

Die PRCD-S Kontakte sind hierbei noch geöffnet und angeschlossene Verbraucher noch nicht mit Spannung versorgt.

Damit der PRCD-S die Überprüfung „Netzspannung auf Schutzleiter“ beim Einschaltvorgang (d.h. vor dem Schließen der Schaltkontakte L, N, PE) einwandfrei durchführen kann, ist ein genau definierter Bedienvorgang einzuhalten.

Die I-ON Taste des PRCD-S ist elektrisch leitend ausgeführt. Dies ist technisch bedingt notwendig, damit der PRCD-S beim Einschaltvorgang einen physikalischen Bezugspunkt findet und seine Testroutinen ordnungsgemäß durchführt.

Die I-ON Taste des PRCD-S ist mit bloßer Hand zu betätigen

  • keine Handschuhe oder sonstige isolierende Gegenstände verwenden
  • stehen auf isolierter Fläche oder das Tragen von Gummischuhen, etc… beeinflussen die Funktionsweise des PRCD-S nicht und führt zur korrekten Fehlerauswertung, bzw. korrekten Fehlererkennung.

Sobald der PRCD-S mittels der I-ON Taste mit bloßer Handbetätigung eingeschaltet wird, überprüft die PRCD-S Elektronik ob der Schutzleiter frei von Netzspannung ist.
Die Überprüfung ob der Schutzleiter PE vorhanden ist oder nicht, wurde bereits automatisch vom PRCD-S durchgeführt (siehe Beschreibung oben), sobald der PRCD-S mit Netzspannung versorgt wurde.

Sollte der PRCD-S bis dahin einen Fehler in der Steckdosenverdrahtung festgestellt haben, wird sich der PRCD-S trotz Betätigung der I-ON Taste nicht einschalten lassen und somit den maximal möglichen Personenschutz gewährleisten, nämlich keinen Betrieb zulassen.

Im Falle der erkannten Fehlerfreiheit der verwendeten Steckdose wird der PRCD-S allpolig (Phase L, Neutralleiter N, Schutzleiter PE) einschalten.

Während des Betriebes wird die Steckdose permanent auf folgende Fehlermöglichkeiten überwacht

  • Der PRCD-S schaltet während des Betriebes sofort allpolig ab, wenn
    • eine Schutzleiterunterbrechung auftritt
    •  ein Verdrahtungsfehler im Stromkreis auftritt
    •  ein Differenzfehlerstrom gemessen wird

Im Fall einer Beaufschlagung durch Fremdspannung während des Betriebes (z.B. durch das Anbohren einer fremden Leitung) wird die Schutzleiterfunktion jedoch aufrechterhalten.

D.h. die Relais-Kontakte der Schutzleiterverbindung PE bleiben weiterhin geschlossen, ebenso die Relais-Kontakte der Phase L und des Neutralleiters N.

Dies ist notwendig damit sichergestellt wird, dass der Kurzschlussstrom über den geschlossenen Schutzleiterkontakt des PRCD-S zur Erde fließen und das vorgeschaltete Sicherungsorgan sicher abschalten kann.

Die integrierte Unterspannungsauslösung sorgt dafür, dass der PRCD-S bei Spannungsunterbrechung dauerhaft abschaltet und dieser aus Sicherheitsgründen erst wieder bewusst manuell eingeschaltet werden muss.

Die integrierte Differenzfehlerstromerkennung ist vor jedem Arbeitsbeginn auf Funktion zu überprüfen.
Hierzu ist der PRCD-S über die I-ON Taste einzuschalten und mittels der O-Test Taste wieder auszuschalten. (Hinweis zur ordnungsgemäßen Handhabung s.u.)
Mittels dieser Prozedur wird der interne Summenstromwandler für die Erkennung des Differenzfehlerstroms geprüft.
Im Falle, dass bei diesem Testablauf der PRCD-S nicht abschaltet, darf dieses Gerät nicht weiter verwendet werden und muss einer technischen Prüfung unterzogen werden.

Der PRCD-S verfügt über folgende Funktionen:

  •  Allpolig schaltend (L, N, PE)
  •  Fehlerstromschutzschalter (DI)
  •  Schutzleitererkennung (Prüfung vor dem Betrieb)
  •  Schutzleiterüberwachung (Prüfung während des Betriebes)
  •  Unterspannungsauslösung
  •  Erkennen von Netzspannung auf dem Schutzleiter beim Einschalten
  •  Aufrechterhalten der Schutzleiterfunktion bei Fremdspannung auf dem Schutzleiter während des Betriebes

Nicht bestimmungsgemäßes Einschalten des PRCD-S:
Beim Einschalten des PRCD-S mit Handschuhen wird ev. vorhandene Fremdspannung auf dem Schutzleiter nicht zuverlässig erkannt.

Hier finden Sie die verschiedenen Produkte

In Zukunft wird der Lichtschalter nicht nur die Helligkeit im Raum regeln: Mit Hilfe der neuen Li-Fi-Technologie können wir bald Daten per Lichtstrahl übertragen. Li-Fi steht für Light Fidelity, einer optischen und kabellosen Datenübertragung, die deutlich höhere Geschwindigkeiten ermöglicht, als herkömmliches WLAN. Alle Vor- und Nachteile der neuen Technik haben wir hier für Sie zusammengestellt.

So funktioniert Li-Fi

Mit Hilfe eines vorgeschalteten Chips kann die LED-Lampe die Datenübertragung übernehmen, für die bisher Radiofrequenzen notwendig waren. Er schaltet die LED – für das menschliche Auge unsichtbar – in hoher Geschwindigkeit an und wieder aus und übermittelt so große Datenmengen in kurzer Zeit. Selbst bei stark gedimmten und kaum wahrnehmbaren Licht werden Informationen transferiert. Eine Fotodiode dient dabei als Empfänger am entsprechenden Endgerät, wandelt die Lichtsignale zurück in elektrische Impulse und leitet sie an den Computer weiter.

Grundsätzlich können Sie handelsübliche LED-Lampen für Li-Fi nutzen. Sie benötigen nur ein kleines Vorschaltgerät mit einem speziellen Chip, der die Datenübertragung steuert und durch ein konventionelles Netzwerkkabel mit dem Internet verbunden wird. Von diesem Konverter aus wird die Lampe mit Strom und dem Datenstrom versorgt. Anbieter wie pureLifi oder Oledcomm bieten verschiedene Modelle an, die schnell und einfach zu installieren sind.

Vor- und Nachteile der optischen Datenübertragung

Die neue Technik bietet eine Vielzahl an Vorteilen gegenüber dem WLAN-Standard: Die optische Übermittlung ist in erster Linie deutlich schneller als mittels Radiowellen. Während die bisherige WLAN-Bandbreite bei 0,05 bis 0,6 Gigabit pro Sekunde liegt – was etwa 6 bis 75 MB pro Sekunde entspricht –, wurden mit Li-Fi unter Laborbedingungen bis zu 10 Gigabit/s gemessen. Die ersten marktfähigen Prototypen schaffen etwa das 20-fache an Datentransfer.

Neben der Geschwindigkeit punktet das neue Verfahren durch den Ausschluss von Interferenzen mit anderen Funknetzen bei gleichzeitig erhöhtem Frequenzspektrum. Der Lichtstrahl nimmt anders als Radiowellen keinen Einfluss auf andere Geräte und kann trotzdem auf 10.000-mal so vielen Frequenzen senden, wie ein Funknetzwerk.

Darüber hinaus bietet Li-Fi eine neue Art der Datensicherheit. Denn nur bei direkter Verbindung zwischen Sender und Empfänger können Daten übermittelt werden, eine optische Grenze schirmt den Transfer vollständig ab.

Dieses Sicherheitsmerkmal ist gleichzeitig der große Schwachpunkt von Li-Fi. Das Lichtsignal dringt nicht durch Zimmerwände und erschwert die Installation eines Heimnetzwerkes. Wer in seiner Wohnung oder seinem Haus großflächig Internet einrichten möchte, braucht in jeden Raum eine Li-Fi-LED.

Anwendungsmöglichkeiten von Li-Fi

In Zukunft sind zahlreiche Anwendungsbereiche der optischen Datenübertragung denkbar. Besonders in Krankenhäusern und Flugzeugen bietet sich Li-Fi an, da so Interferenzen mit anderen Geräten ausgeschlossen werden. Auch Menschen, die sensibel auf elektromagnetische Radiowellen reagieren, können diesen Einfluss minimieren.

Darüber hinaus experimentieren Museen mit Li-Fi, um standortbezogen Informationen an ihre Besucher zu übermitteln. So empfängt nur derjenige, der sich in einem Lichtkegel aufhält, Videos oder Audioguides zu einem bestimmten Gemälde oder Ausstellungsstück. Das Smartphone wird dafür mit einem kleinen Stecker versehen, der die Daten empfängt. Setzt sich die Technologie durch, können neue Fotodioden direkt in die Kamera des Smartphones integriert werden, um direkt als Empfangsgerät zu fungieren.

Straßenlampen, Autolichter, Deckenleuchten im Smart Home: Wo Licht ist, wird bald auch Datenübertragung möglich sein. Welche Anwendungsmöglichkeiten Li-Fi noch bietet, wird die Zukunft zeigen.

Smart Homes sind längst keine Zukunftsvision mehr, sondern fester Bestandteil des Alltags. Mit der technischen Entwicklung wachsen auch die Anforderungen an die Datensicherheit. Schließlich werden heute auch sicherheitsrelevante Systeme wie Alarmanlagen, Bewegungsmelder und Überwachungskameras über das Smart Home gesteuert. Auf sie dürfen Außenstehende keinen Zugriff haben. Darüber hinaus generiert das Netzwerk Daten über seine Benutzer, die in der Öffentlichkeit nichts verloren haben.

Um die Daten in einem Smart Home zu schützen, sollten Sie daher folgende Aspekte bei der Einrichtung bedenken und diese kritischen Faktoren mitdenken.

1. Unterteilung in unterschiedliche Netzwerke

Trennen Sie die wichtigen von den weniger wichtigen Funktionen. Dazu können Sie für virtuelle Heimnetzwerke, sogenannte VLANs, im jeweiligen Router anlegen: eines für Alarmanlage, Bewegungsmelder und Kamera und eines für die Funk-Lichtschalter oder die Musikanlage. Beschränken Sie den Personenkreis, der Zugriff auf die jeweiligen Netzwerke hat, um unbefugte Einblicke auszuschließen.

2. Aktuelle Verschlüsselungsstandards verwenden

Das heimische WLAN schützen Sie mit einer WPA2-Verschlüsselung, die nach dem neuesten Sicherheitsprotokoll IEEE 802.11i/D9.0 arbeitet. WEP oder einfache WPA-Verschlüsselungen sind leicht zu überwinden und daher ein Sicherheitsrisiko. Die Sicherheitseinstellungen nehmen Sie in der Benutzeroberfläche des Routers vor. Finden Sie dort keine WPA2-Option, sollten Sie den Router durch eine modernere Version des Geräts ersetzen.

3. Zugriff durch VPN-Clients sichern

Die nächsthöhere Sicherheitsstufe sind MAC-Adressenfilter und VPNs. Sie garantieren, dass nur ausgewählte Benutzer auf das Smart Home zugreifen können. Für den MAC-Adressenfilter schalten Sie im Router ausschließlich die bekannten Computer oder Smartphones für das heimische WLAN frei. Mit einem VPN, einem Virtuellen Privaten Netzwerk, kann auch von unterwegs auf die Funktionen des Smart Homes zugegriffen werden. Mit Hilfe einer Software, dem VPN-Client, besteht außerdem Schutz vor unbefugtem Zugriff.

4. Passwörter und Software regelmäßig erneuern

Der eigene Computer oder das Smartphone sind leider oft unbeachtetes Einfallstore für Datendiebe. Denn wer Zugriff darauf gewinnt, kann auch die smarten Hausfunktionen steuern. Denken Sie an sichere Passwörter und daran, dass diese regelmäßig geändert werden sollten. Auch das Betriebssystem und die Firmware von Router und Gateway sollten sie stets auf den neuesten Stand bringen, um Sicherheitslücken zu schließen.

5. Sicherheitsfunktionen des Gateways nutzen

Moderne Smart-Home-Systeme haben verschiedene Sicherheitsmerkmale integriert. So sendet das Smart-Home-Gateway von Mediola automatisch SMS oder Emails, wenn der Funk-Bewegungsmelder aktiviert oder ein Fenster trotz Abwesenheit geöffnet wurde. Diese Benachrichtigungsregeln können Sie individuell einstellen – und natürlich mit einem Passwort in der Bedienoberfläche sichern.

Smart Homes bieten dem Nutzer ungeahnte Möglichkeiten. Diese sollten Sie vor fremden Zugriff schützen. So lassen sich die Vorteile der drahtlosen Gebäudesteuerung in dem Wissen genießen, dass die Daten sicher sind.

Beitragsbild: Sind Ihre Daten sicher? von Dennis Skley, CC BY-ND 2.0