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Viele Endverbraucher begegnen dem Thema Smart Home noch immer mit Skepsis. Umso wichtiger ist es, dass Handwerker die Vorteile des intelligenten Zuhauses einfach und verständlich vermitteln können. Denn beim Smart Home ist branchen- und produktübergreifendes Wissen gefragt. Und ein Profi, der das passende System auswählt, plant und fachgerecht installiert. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zur intelligenten Haussteuerung.

1. Was ist eigentlich ein Smart Home?

Vereinfacht beschreibt der Begriff Smart Home technische Verfahren und Systeme, die in Wohnhäusern die Lebensqualität, Sicherheit und Energienutzung verbessern. Dafür kommen vernetzte und fernsteuerbare Geräte und Installationen zum Einsatz. Die Anwendungen reichen von kleinen bis hin zu komplexen Lösungen, von Funksteuerungen bis zu kabelgebundenen Systemen.

Das „richtige“ Smart Home gibt es nicht. Jedes intelligente Haus ist individuell an seine Bewohner angepasst. Neben persönlichen Wünschen und Bedürfnissen sollten Planer bei der Auswahl des passenden Systems auch die Wohnsituation der Nutzer berücksichtigen. Dabei hilft ein Fragebogen vom Institut für Gebäude-Technologie (IGT) der Hochschule Rosenheim, der kostenlos über die Webseite des IGT abgerufen werden kann. Er führt durch die einzelnen Bereiche eines Hauses und zeigt, welche Möglichkeiten es gibt.

2. Welchen Nutzen hat ein Smart Home?

Der Nutzen eines Smart Homes hängt nicht von den Möglichkeiten der Technik ab, sondern von den Erwartungen und Wünschen der Nutzer. Denn danach richtet sich die Auswahl der Produkte. Dass das Eigenheim erkennt, wann es dunkel wird, automatisch die Rollläden herunterfährt und gleichzeitig die Beleuchtung anpasst, ist nicht nur bequem. Neben einem Plus an Komfort tragen die Systeme auch dazu bei, Sicherheit und Energieeffizienz zu erhöhen. Sensoren überwachen Fenster oder Türen, Rollläden lassen sich aus der Ferne herunterfahren und während des Urlaubs genügt ein kurzer Blick auf das Smartphone, um sich zu vergewissern, dass alles in Ordnung ist. Die Hardware registriert, bei welcher Temperatur die meiste Energie gespart werden kann und regelt automatisch die Heizung herunter, wenn das Fenster geöffnet wird. Diese Vorteile sind nicht nur für Technikfans interessant. So kann ein intelligentes Zuhause auch für Familien oder ältere Menschen eine große Hilfe im Alltag sein.

3. Wie teuer ist ein Smart Home?

Ein Dimmer ist teurer als ein Schalter, ein Touchpad kostet mehr als eine Fernbedienung und der Rollladenmotor mehr als der klassische Gurtwickler. Ohne zusätzliche Kosten lässt sich ein Smart Home nicht realisieren. Die Investition lohnt sich trotzdem: das intelligente Zuhause hilft beim Energiesparen und erleichtert den Alltag.

Bei der Technik unterscheidet man kabelgebundene Systeme und Funksysteme. Für große Objekte kommen Bus-Systeme zum Einsatz. Hier werden die einzelnen Komponenten eines Smart Homes mit speziellen Leitungen verbunden. Die Kabel garantieren eine störungsfreie Datenübertragung. Mit einem Bus-System lassen sich sehr komplexe und umfangreiche Steuerungen realisieren. Das ist aber auch aufwändig: Die Systeme müssen geplant, installiert und programmiert werden. Dadurch verursacht ein kebelgebundenes Smart Home hohe Kosten.

Wer sein Haus nachträglich mit der intelligenten Technik aufrüsten will, entscheidet sich meistens für ein funkgesteuertes System. Die Geräte kommunizieren mithilfe von elektromagnetischen Wellen. Kabel müssen dafür nicht verlegt werden. Deshalb eignet sich die Technik vor allem für Bestandsgebäude, Mietwohnungen und kleinere Objekte wie Einfamilienhäuser. Und sie sind interessant für den Einstieg in das intelligente Wohnen: Mit Funksystemen wie Free-control lassen sich zunächst grundlegende Funktionen wie Rollläden und Licht steuern. Mit der Zeit können diese Systeme erweitert und angepasst werden.

4. Wie funktioniert das Smart Home?

Im Grunde kann man sich jedes Smart Home wie eine Pyramide vorstellen. Den Sockel bildet die Feldebene. Darauf bauen Automations- und Managementebene auf. Diese Grundstruktur ist bei allen technischen Varianten gleich – ob kabel- oder funkgesteuert.

Die Feldebene beschreibt die Basistechnologie, mit deren Hilfe die Funktionen des Smart Homes ausgeführt werden. Dazu werden Aktoren und Sensoren eingesetzt, wobei Sensoren Signale erfassen und Aktoren sie in mechanische Arbeit umsetzen. Diese Feldgeräte sind entweder per Bus oder Funk miteinander verbunden. Das mehradrige Bus-Kabel muss zusätzlich zur Elektroinstallation verlegt werden, während funkbasierte Technologien kabellos kommunizieren.

Auf der Automationsebene werden die Informationen der Feldebene zusammengetragen, um die Anlage funktionstüchtig zu machen. Dafür kommt bei Funksystemen wie Free-control ein Gateway zum Einsatz, das als Schnittstelle dient. Es verarbeitet die Daten und kommuniziert diese an die Feldebene und an die Managementebene. In einem dezentralen Bussystem sind die Feldgeräte bereits mit einer Schnittstelle ausgestattet.

Die Managementebene bildet die Spitze der Pyramide. Mithilfe einer Software bzw. einer App werden die Daten visualisiert und ausgewertet. Der Nutzer kann über die Managementebene nicht nur die einzelnen Funktionen seines Smart Homes nachvollziehen und beobachten, sondern auch aus der Ferne bedienen.

5. Wie schnell ist mein Smart Home veraltet?

Bei der Gebäudeautomation wird generell zwischen offenen und geschlossenen bzw. proprietären Systemen unterschieden. Die geschlossenen Systeme sind herstellereigene Systeme. Hier kann es sein, dass bestimmte Komponenten oder deren Ersatzteile in einigen Jahren nicht mehr angeboten werden. Offene Systeme dagegen werden von vielen Herstellern unterstützt. Das heißt: sämtliche Komponenten eines Systems sind interoperabel und können auf die gleiche Weise miteinander kommunizieren. Mit Blick auf die Zukunft ist es daher von Vorteil, offene Systeme einzusetzen, die mit der Zeit erweitert werden können.

Elektroleitungen in der Installation – diese Leitungstypen werden am häufigsten verwendet

Elektroleitungen zählen zu den wichtigsten Elementen der Elektroinstallation. Je nach Verwendungszweck und Anwendungsbereich unterscheiden sie sich in Aderzahl, Isolier- und Mantelwerkstoff, Aufbau- und Leiterart sowie im Leiterquerschnitt. Grundsätzlich werden Leitungen darin unterschieden, ob sie für feste oder flexible Verlegungen eingesetzt und welchen Spannungen sie ausgesetzt werden. In diesem Artikel geben wir Ihnen einen Überblick über Einsatzarten und Typen von Elektroleitungen.

Leitungen für den starren und festen Einsatz

Elektroleitungen weisen unterschiedliche Farben auf, an denen Nutzer erkennen können, welche Funktion diese übernehmen. Elektrokabel, die aus mehreren Leitungen bestehen, unterscheidet man aufgrund ihrer Funktion in Energiekabel, Datenleitung, Steuerleitung sowie Kombinations- oder Hybridleitung.
Bei der Innenleitung (Installation und Einsatz in Gebäuden bzw. Räumen) trennt man Leitungen für die feste sowie für die flexible Verlegung. Letztere sind für den Anschluss von Geräten bestimmt.

Zu den gängigsten Leitungen für die feste Verlegung zählen folgende Leitungstypen:

  • Die Stegleitung (auch Flachleitung genannt) besteht aus PVC oder Kunststoff (Kurzzeichen NYIF) sowie aus eindrähtigem Kupfer und kann in oder unter Putz verlegt werden. Erhältlich sind Stegleitungen als drei- oder fünfadrige Leitungen mit einem Leiterquerschnitt von je 1,5 mm² und einer Dicke von 3,8 mm. In Feuchträumen sowie in Holzhäusern bzw. auf brennbaren Stoffen ist dieser Leitungstyp aufgrund seiner Beschaffenheit und Maße nicht zulässig.
  • Die Kabel- bzw. Mantelleitung (NYM) kann unter, im oder auf Putz in trockenen, feuchten und explosionsgefährdeten Räumen verlegt werden. Ummantelt sind diese Installationskabel mit PVC und bestehen aus drei bis fünf Adern. Vorteil der Kabel ist, dass sie lediglich einen sehr schmalen Stemmschlitz benötigen, um sicher verlegt zu werden. Oft reichen dafür zum Beispiel in Badezimmern die Fliesenfugen aus.
  • Kunststoffaderleitungen, bestehend aus eindrähtigen oder feindrähtigen Kupferleitern, sind zur festen Verlegung in Schalt- und Verteilungsanlagen prädestiniert. In Leerrohren können sie zudem auf oder unter Putz in trockenen Räumen installiert werden.
  • Weitere bekannte Leitungstypen für die feste Verlegung sind die Koaxial-Antennenleitung und die Telefonleitung.

Bei der flexiblen Verlegung werden folgende Leitungstypen am häufigsten verwendet:

  • Die Gummischlauchleitung gibt es sowohl in leichter als auch in mittelschwerer Bauweise. Erstere findet Verwendung für den Anschluss von Elektrogeräten, die geringen mechanischen Kräften ausgesetzt sind (Küchengeräte, Staubsauger, Radio usw.). Eine feste Verlegung ist auch bei diesen Leitungen erlaubt, z. B. in Möbeln, Verkleidungen oder Hohlräumen. Ungeeignet ist sie jedoch für die ständige Verwendung im Freien und bei gewerblich genutzten Elektrowerkzeugen. In mittelschwerer Ausführung darf die Gummischlauchleitung auch im Freien (Rasenmäher oder Heckenschere) verwendet werden. Auch auf Baustellen sowie in explosionsgefährdeten und landwirtschaftlichen Betrieben kommt diese Leitung zum Einsatz.
  • Kunststoffschlauchleitung
    Wie die Gummischlauchleitung gibt es auch die Kunststoffschlauchleitung sowohl in mittlerer als auch in leichter Ausführung. Auch hier findet die leichte Version ihren Einsatz in Geräten mit geringen mechanischen Kräften. Die mittlere Kunststoffschlauchleitung findet Anwendung bei Haushaltsgeräten wie Waschmaschinen oder Kühlschränken.

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Beitragsbild: Ryan Connor von WorldSkills UK, CC BY 2.0

Smarte Technologien weiter auf dem Vormarsch

Im Januar des kommenden Jahres werden auf der Eltec 2017, der Fachmesse für Elektro und Energietechnik, die Highlights und Trends der Elektrotechnik präsentiert. Das Top-Thema smarte Technologien bleibt nach wie vor zukunftsweisend – sowohl in der modernen Gebäudetechnik, dem Lichtdesign sowie auch in der Heizungstechnologie.

Smart Powered Building

Angesichts des global steigenden Bedarfs an (sauberer) Energie wird das Einsparpotenzial von Gebäuden immer wichtiger. Eine optimale Interaktion zwischen Energieversorgung und intelligenten Geräten sorgt dafür, nur dort Energie zu verwenden, wo sie punktgenau benötigt wird. Folge: Etliche Kommunikationsstandards müssen in das intelligente Stromnetz integriert werden, was wiederum zu steigenden Anforderungen an die IT-Sicherheit führt. 2017 steht daher ganz im Zeichen von innovativen Lösungen zu den Themen Energieeffizienz, Speichertechnik, Ressourcenschonung und Sicherheit.

Lichtdesign

Durch die Digitalisierung werden 2017 innovative Lichtdesign-Trends den Weg in eine neue Dimension der Gestaltung ebnen. Immer kleiner werdende Leuchtmittel und Leuchten verbinden sich harmonisch mit dem Raum, setzen Highlights und bilden ein eigenes Designobjekt. Vielseitigkeit und Individualität stehen dabei im Mittelpunkt und werden in neuen LEDs oder auch OLEDs umgesetzt. Wie das Dimmen bei LEDs richtig funktioniert, erklären wir in diesem YouTube-Video.
Ein weiteres Trendthema in 2017 wird auch Human Centric Lighting sein. Dabei konzentriert man sich auf die biologischen Lichtbedürfnisse des Menschen: Lösungen imitieren den natürlichen Tageslichtverlauf und den biologischen Rhythmus des Menschen mit dem Ziel, die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit, aber auch die Stimmung und sogar die körperliche Genesung zu verbessern.

Heizungstechnologie

Ein wichtiger Trend 2017, der mit der innovativen Gebäudevernetzung gekoppelt ist, wird das Thema der smarten Heizung darstellen. Besonders die neuen Trends wie Brennstoffzellenheizungen oder auch hybride Heizsysteme werden dabei im Fokus stehen. Privatanwender profitieren bei beiden Systemen von einer Energieersparnis von bis zu 40 Prozent im Vergleich zu traditionellen Heizsystemen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der staatlichen Förderung.

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Ein Druck auf den Lichtschalter und der Raum wird hell erleuchtet. Das Licht selbst wird mit Leuchtmitteln erzeugt, die sich teilweise stark voneinander unterscheiden. LED, Energiespar- und Leuchtstofflampen werden heute überall angeboten und ersetzen die herkömmliche Glühlampe. Damit Sie den Überblick behalten, haben wir hier die wichtigsten Leuchtmittel und ihre Merkmale zusammengestellt.

  1. Die Aussortierte: Die Glühlampe

Nach etwa 200 Jahren neigt sich die Ära der konventionellen Glühlampe ihrem Ende entgegen. Das Licht wird mit Hilfe eines glühenden Wolframdrahtes erzeugt, strahlt in alle Richtungen gleichmäßig ab und besitzt eine warme Lichttemperatur von 2.500 Kelvin. Glühlampen sind Allrounder für die Privatwohnung und einfach dimmbar. Auf Grund ihres schlechten Wirkungsgrades wurde ein EU-Verbot durchgesetzt und Glühlampen verschwinden aus den Regalen. Nur 4 % der elektrischen Energie werden in Licht umgesetzt, der Rest als Wärme abgegeben. Das macht sie zu einem sehr ineffizienten Leuchtmittel.

  1. Die Helle: Die Halogenlampe

Halogenlampen sind deutlich kleiner als herkömmliche Glühlampen bei fast identischer Funktion: Auch hier wird ein Draht zum Glühen gebracht, der dank des zugesetzten Gases – dem Halogen – stärker erhitzt werden kann und ein helleres und etwas kälteres Licht (2.600 – 3.300 Kelvin) abgibt. Aus diesem Grund werden sie gerne in Betrieben oder im Theater verwendet, wo die Helligkeit besonders hoch sein muss.

Halogenlampen können ebenfalls ohne Probleme gedimmt werden und haben eine Energieeffizienz, die mit 5 % Lichtausbeute nur minimal besser als die der Glühlampe ist. Seit 2016 sind übrigens auch alle Halogenleuchten verboten, die eine niedrigere Effizienzklasse als „B“ besitzen.

  1. Die Sparsame: Die Leuchtstofflampe

Bei alten Leuchtstoffröhren wurde das Licht mittels eines Edelgases wie Neon oder Argon erzeugt, das je nach Beschaffenheit in unterschiedlichen Farben leuchtete. Heute wird in der Regel farblos leuchtender Quecksilberdampf eingesetzt. Moderne Kompaktleuchtstofflampen sind wesentlich kleiner und allgemein als Energiesparlampen bekannt. Sie leuchten kühl (2.700 bis 4.000 Kelvin) und sind mit Hilfe eines speziellen Vorschaltgeräts dimmbar. Bei einer Energieeffizienz von bis zu 58 % erzeugen sie viel Licht bei sehr geringem Stromverbrauch.

Wenn Sie eine Energiesparlampe installieren wollen, achten Sie auf das elektronische Vorschaltgerät (EVG). Die meisten Leuchtmittel haben heute ein EVG im Sockel integriert, so dass Sie die Leuchte einfach in die Fassung schrauben können. Bei Leuchtstoffröhren befindet sich das EVG in der Lampenhalterung und muss dort bei Bedarf ausgewechselt werden.

  1. Die Moderne: Die LED

LED-Lampen erzeugen das Licht mittels eines Halbleiters, auf dem Elektronen zwischen den verschiedenen Schichten hin und her wandern. Weil die Schichten unterschiedliche Energielevel haben, wird Licht in Form von Photonen abgegeben. LEDs sind nur mit einem LED-Dimmer regelbar und strahlen ein kaltes Licht von 2.700 bis 6.000 Kelvin ab, das an Tageslicht (5.500 Kelvin) erinnert. Für sogenannte Tageslichtlampen benötigen LEDs einen Konversionsfilter, da ihnen das weiße Licht zur Wiedergabe des vollen Lichtspektrums fehlt.

Dank der Energieeffizienz von 40 bis 60 % sind LEDs echte Energiesparlampen mit universellen Einsatzmöglichkeiten und einer Brenndauer, die bis zu 50-mal höher ist als bei einer Glühlampe. Der LED gehört nach Meinung vieler Experten die Zukunft.

Auf Grund der sinkenden Preise werden sich LED-Lampen in Zukunft wohl als Leuchtmittel der Wahl durchsetzen. Wer heute vorausschauend bauen möchte, orientiert sich an den sparsamen Lichtquellen. Achten Sie beim Kauf oder Einbau eines neuen Leuchtmittels immer auf die Kennzeichnungen und überprüfen Sie diese mit den Gegebenheiten Ihrer elektrischen Anlage. Ob Sie ein elektronisches Vorschaltgerät oder spezielle LED-Dimmer brauchen, ist entscheidend für den reibungslosen und sicheren Betrieb der neuen Beleuchtung.

LED, Energiesparlampen und Dimmer – Die häufigsten Fragen und Antworten

Die Einführung neuer Leuchtmittel wie LED und Energiesparlampen hat bei vielen Verbrauchern Fragen hinterlassen, die noch nicht ausreichend beantwortet wurden. Besonders im Hinblick auf die Dimmbarkeit von LEDs tappen viele Nutzer sprichwörtlich im Dunkeln. Die Antwort auf diese Frage ist allerdings gar nicht so kompliziert. Die wichtigsten Dinge rund um das Thema Dimmen erfahren Sie hier.

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Grundsätzliches zum Thema Dimmen

Das Dimmen von Lampen funktioniert auf zwei verschiedene Arten: Die Phasenanschnittsteuerung und die Phasenabschnittsteuerung.

Kurz erklärt geschieht dabei Folgendes: Beim Wechselstrom baut sich die Spannung kontinuierlich auf und ab. Im deutschen Stromnetz mit 50 Hz geht der Strom also genau 50 Mal durch den Nullpunkt in einer so genannten Sinuskurve. Ein Dimmer sorgt nun dafür, dass die Spannung nach jedem Durchgang durch den Nullpunkt verzögert ein- (Phasenanschnittssteuerung) bzw. früher abgeschaltet (Phasenabschnittsteuerung) wird.

Einfach ausgedrückt baut der Dimmer kurze Pausen in den Stromkreislauf ein. So sorgt er für eine geringere Verbrauchsspannung und weniger Beleuchtung. Wenn Sie einen Dimmer anschließen gilt also: Je stärker das Licht gedimmt wird, desto länger sind die Pausen.

Welchen Dimmer einbauen für LED-Lampen?

Auch LEDs können mittlerweile gedimmt werden. Allerdings nicht mit normalen Dimmern, sondern nur mit ausgewiesenen LED-Dimmern. Die Grund- und Maximallasten von LED-Lampen sind nämlich um ein Vielfaches geringer als von Glühlampen. Für diese schwachen Leistungen sind Glühlampen-Dimmer nicht ausgelegt. Mittlerweile werden jedoch LED-Dimmer angeboten, die selbst mit sparsamen 3 Watt LEDs umgehen können.

Ein weiterer Punkt beim Dimmen von LEDs: Während Halogenleuchten und Glühlampen mit Wechselstrom betrieben werden, benötigen LEDs Gleichstrom. Daher haben alle LED ein integriertes Vorschaltgerät installiert, das den Strom umwandelt. Ohne diese Vorschaltgeräte sind LED-Lampen nicht dimmbar. Nur bei gekennzeichneten LEDs dürfen Sie daher einen Dimmer installieren, ansonsten können Lampe oder Dimmer beschädigt werden.

Diese Kennzeichnung ist für LED-Dimmer wichtig

Die Hersteller von LED-Lampen haben deshalb ein Deklarationssystem entwickelt, mit dem Sie schnell die passenden Komponenten finden und den richtigen LED-Dimmer kaufen können. Diese „RLC“ Deklaration finden Sie auf den Verpackungen aller Trafos, Leuchtmittel und Dimmer, sodass sich keinerlei Verwechslungsgefahr ergibt.

Für LED-Lampen wird üblicherweise ein Phasenabschnittsdimmer mit C-Deklaration verwendet. (In der Regel vermerken  die Leuchtmittelhersteller auf den Verpackungen oder auf deren Webseiten, mit welchem Dimmer die jeweilige LED-Lampe dimmbar ist.) Ab Juli 2015 sind mit dem Kopp-Phasenabschnittsdimmer auch LED mit Grundlasten von lediglich 3 Watt dimmbar – sofern Sie eine dimmbare LED haben. Das „dimmable“ Logo weist dimmbare LEDs explizit aus, Verwechslung unmöglich.
Welche Dimmerarten gibt es?

Natürlich sind die technischen Voraussetzungen nicht alles, worauf es beim Dimmer installieren ankommt. Denn natürlich muss der Dimmer – wie jeder andere Lichtschalter auch – zu Ihrer Einrichtung passen. Tastdimmer, Dreh-Aus-Dimmer und Wippen-Wechseldimmer sind Teil der vielseitigen Schalterprogramme von Kopp. Sie sind für alle Halogen und Glühlampen sowie für die meisten dimmbaren 230-V-LEDs einsetzbar. Welcher davon am besten in Ihre vier Wände passt, das steht allerdings auf keiner Deklaration und bleibt ganz Ihrem Geschmack überlassen.

Holen Sie sich also, bevor Sie einen Dimmer anschließen oder kaufen wollen, immer die notwendigen Informationen ein. Dasselbe gilt für Trafos und Leuchtmittel. Im Zweifel wenden Sie sich an Ihren kompetenten Fachmann vor Ort oder direkt an uns.

Für jede Last muss der passende Dimmer verwendet werden. Hier gab es in der Vergangenheit häufig Fragen und Probleme. Aus diesem Grund wurde eine einheitliches System entwickelt, um den Endverbrauchern auf den ersten Blick die Möglichkeit zu geben, die kompatiblen Geräte zu erkennen.

Die Übersicht über die verschiedenen Lasten sowie die passenden Dimmer können Sie als PDF-Datei herunter laden.

Allgemeine Informationen zu Dimmern

Funktion:

Für das Herabsetzen der Helligkeit von Lampen werden zwei verschiedene Schaltungsprinzipien eingesetzt. Für das Dimmen von Glühlampen, 230 V-Halogenlampen, Niedervolt Halogenlampen mit gewickelten (konventionellen) Transformatoren wird die Phasenanschnittsteuerung angewendet. Niedervolt-Halogenlampen mit elektronischen Transformatoren sollten nach dem Prinzip der Phasenabschnittsteuerung gedimmt werden. Beide Schaltungen verändern den Phasenwinkel der 50-Hz-sinusförmigen Spannung in der positiven und negativen Halbwelle.

Phasenanschnittsteuerung:

Bei der Phasenanschnittsteuerung wird ein Phasenwinkel angeschnitten.Das wichtigste Bauteil bei der Phasenanschnittsteuerung ist der Triac. Der Triac schaltet bei jedem Nulldurchgang der Sinus schwingung ab. Zu dem durch die eingestellte Helligkeit gewählten Zeitpunkt schaltet der Triac ein, d. h. das Dimmerbauteil schaltet die angeschlossene Lampe mehr oder weniger oft ein. Dieser Schaltvorgang findet 100mal in der Sekunde statt und wird vom menschlichen Auge nicht wahrgenommen.
Durch die Phasenanschnittsteuerung wird der Mittelwert der Spannung entsprechend dem Phasenanschnittwinkel  reduziert bzw. erhöht, so daß mit jedem elektronischen Dimmer dem elektrischen Verbraucher nur soviel Leistung zugeführt wird, wie es für die gewünschte Helligkeit erforderlich ist. Das bedeutet, wenn die Lampe nur mit geringer Helligkeit leuchtet, wird im Dimmerkreis auch weniger Leistung aus dem Netz entnommen. Die für die Dimmerelektronik benötigte Leistung ist äußerst minimal und fällt im Vergleich zur angeschlossenen Lampenleistung nicht ins Gewicht. Für den ordnungsgemäßen Betrieb der Steuerelektronik ist es wichtig, daß weder die angegebene Grundlast unterschritten noch die erlaubte Maximallast überschritten wird. Neben der Energieeinsparung durch die Verwendung von Dimmern bietet diese Technik auch noch eine Erhöhung der Lebensdauer für das Leuchtmittel.

Phasenabschnittsteuerung:

Die Wirkungsweise der Phasenabschnittsteuerung unterscheidet sich im Wesentlichen dadurch, daß der Phasenwinkel abgeschnitten wird. Im Gegensatz zu einem Phasenanschnittdimmer schaltet ein Phasenabschnittdimmer
die Netzspannung direkt im Nulldurchgang ein und nach Ablauf einer bestimmten, einstellbaren Zeit wieder ab. Des weiteren wird die Schaltung mit Hochleistungstransistoren, sogenannten
MOSFET`s aufgebaut. Der Aufbau der Phasenabschnittsteuerung ist aufwendiger und die Bauteile sind wesentlich teurer. Mit der Phasenabschnittsteuerung sollten bevorzugt Niedervolt-Halogenlampen mit elektronischen Transformatoren gedimmt werden.

Dimmen von Energiesparlampen und LED’s

Grundsätzlich können nur dimmbare ESL und 230V – LED`s  gedimmt werden, d.h. es muss explizit auch auf den Leuchtmitteln angegeben sein, dass diese dimmbar sind
In den meisten Fällen finden Sie auf der Leuchtmittelverpackung einen Hinweis mit welchem Dimmverfahren (Phasenan- und/oder Phasenabschnittdimmer) die Energiesparlampe oder die LED gedimmt werden kann.

In Anbetracht der großen Vielzahl von verschiedenen integrierten Vorschaltgeräten werden, von den Leuchtenherstellern, die Leuchtmittel in der Regel auf die im Handel befindlichen Dimmer abgestimmt.
Mit den Kopp-Phasenanschnitt – Dimmer (R und RL) können die meisten dimmbaren Energiesparlampen und 230V – LED´s  gedimmt werden. Bitte beachten Sie hierbei die Informationen auf den Verpackungen der Energiesparlampen oder LED’s

Vereinfachung der Elektroinstallation:

Im Katalog unter dem Kapitel „Schalterprogramme” finden Sie unseren Sensor-Dimmer DIMMAT®. Ein großer Vorteil liegt in der Erweiterbarkeit der Schaltung. Mit parallel geschalteten Tastern kann die Beleuchtung
von mehreren Stellen aus- bzw. eingeschaltet und zusätzlich gedimmt werden. Für die weiteren Bedienstellen werden nur zwei Drähte benötigt, so daß die DIMMAT®-Schaltung in jede bestehende Installation eingesetzt werden kann.

 

 Funksystem Free-control® – Allgemeine Informationen

Free-control® ist das Funk-System vom Hersteller Kopp zur Steuerung und Sicherung in Haus und Wohnung. Anwendungsgebiet ist Licht schalten und dimmen, Rollläden und Markisen steuern sowie weitere Komfortanwendungen. Der Einsatz von Free-control® bietet sich überall dort an, wo das nachträgliche Ergänzen und Erweitern von bestehenden Installationen nicht, oder nur schwierig möglich ist. Eine Besonderheit der verwendeten Funktechnik ist, das ein Funk-Empfänger von beliebig vielen Funk-Sendern (Funkschaltern) angesteuert werden kann, dadurch sind weitere interessante Anwendungsgebiete möglich.

  • Frequenz: 868,3 MHz
  • Sendeleistung: <10 mW
  • Bandbreite: ±50 kHz
  • Reichweite: bis zu 150m Freifeld
  • Konformität: R&TTE (EU & EFTA)

Hintergrundinformationen zum Thema Funk-Schalter und Funk-Steuerung

So vielseitig die Anwendungsmöglichkeiten von Funk sind, so muss man leider auch immer wieder darauf hinweisen, dass mit Funk nie eine 100%-ige Übertragung garantiert werden kann. Sicherheitsrelevante Anwendungen wie z.B. Notruf, Not-Aus, etc. sollten von daher nicht auf Basis von Funk-Schalter-Systemen errichtet werden. Mit etwas Hintergrundwissen und einer guten Planung kommt man den 100% jedoch sehr nahe.

 

Reichweite des Funk-Systems

Die Angabe der Reichweite eines Funk-Schalter-Systems ist immer ein Freifeldwert. Hier wird die Übertragung zwischen Funk-Sender und Funk-Empfänger anhand von vorgegebenen Kriterien gemessen: Funk-Sender und Funk-Empfänger in 2m Höhe montiert, Umgebung frei von Störquellen, ebener, feuchter Erdboden sowie mit gestreckter, ausgerichteter Antenne. In der Praxis ist eine Aussage zur Reichweite in Gebäuden unmöglich. Herstellerangaben sind immer als Richtwerte zu verstehen, da diese von den individuellen Installationsbedingungen und einer Vielzahl von weiteren Faktoren abhängig sind.

 

Reduzierung der Funk-Signale

  •  Materialbedingt:

    Jedes Objekt zwischen Funk-Sender und Funk-Empfänger reduziert das ausgesandte Signal. Ungefähre Werte können Sie dem folgenden Diagramm entnehmen:

Obenstehende Angaben verstehen sich als Richtwerte. Die Signalreduzierung ist neben der Materialbeschaffenheit auch von der Materialstärke abhängig. Dies ist ein wichtiger Aspekt bei der Planung einer Installation, da ein Funksignal immer auf direktem Weg zu Empfänger gesandt wird, nicht auf dem praktischsten. So wird eine 5cm dicke Backsteinwand nicht unbedingt quer, sondern unter Umständen diagonal durchfunkt, so dass die tatsächlich zu durchdringende Wandstärke auch 20 oder 30cm ausmachen kann.

Anmerkung: Bitte beachten Sie, dass dämmende Materialien in den unterschiedlichsten Formen vorkommen und so nicht zwingend bemerkt werden. Um nur ein paar Beispiele zu nennen: Fenster (Isolierfenster mit metallbeschichtetem Glas), Wärmedämmung (Isolierung mit Metallfolie), Kabelstränge, Fußbodenheizungen… Selbst Möbel können einen Einfluss auf die Funkübertragung haben.
  • Klimatisch bedingt:

    Es wird nur von den wenigsten bedacht, dass auch klimatische Einflüsse Auswirkungen auf die Funkübertragung haben. Feuchtigkeit (hohe Luftfeuchtigkeit, Regen oder Schnee) kann die Signalübertragung stark beeinflussen.

Störung der Funk-Signale

  •  Hochfrequenz:

    Elektronische Geräte in der Nähe eines Funk-Senders oder Funk-Empfängers können Störungen hervorrufen. Hierunter fallen beispielsweise: Computer, Mobil- und Schnurlostelefon, Fax, Mikrowelle, Equipment aus dem Bereich HiFi oder Home-Cinema, aber auch elektronische Trafos oder Vorschaltgeräte

  •  Funkschatten:

    Hinter Funkhindernissen, z. B. stark dämmenden Materialien, können sogenannte Funkschatten entstehen. In diesen Bereichen kann ein Empfänger kein direktes Signal empfangen. Eine einwandfreie Funktion kann in solch einem Bereich nicht erreicht werden, da den Empfänger nur reflektierte Funkwellen erreichen können.

Funk-System Free-control® – Tipps zur Planung

Vor einer Montage sollte immer einer Besichtigung vor Ort gemacht werden, um die Installation bestmöglich planen zu können.

Klärung eventueller Störquellen (um nur einige Beispiele zu nennen):

  •  Umgebung des Objektes sichten: Möglichkeit einer Störung durch Sender etc.
  •  Direkte Installationsumgebung sichten: Möglichkeit von Störquellen, Risiken abschätzen (auch über das Thema Funk hinaus, z.B. Gefahr von Fehlalarmen bei Meldern)
  •  Was muss/soll wo installiert werden? Gibt es ggf. Vorgaben von Behörden zum Installationsort?
  •  Planen Sie zentral arbeitende Funkkomponenten (Alarmzentrale, „Alles-Aus“-Schalter etc.) an zentraler Stelle, um die Funkstrecken so günstig wie möglich zu halten
  •  Durchführung eines Funktests unter Praxisbedingungen (offene/geschlossene Türen, elektr. Verbraucher ein-/ausgeschaltet, Licht ein-/ausgeschaltet,…)

 

Funk-System Free-control®-Funktionsprinzip:

Das Anlernen und Ablernen:

Das Funksystem Free-control® basiert auf Funk-Sendern und Funk-Empfängern. Diese kommunizieren untereinander per Funk. Die Funk-Sender werden mit einer werkseitig eingestellten, individuellen Kennung ausgeliefert. Diese wird beim Anlernen auf den Empfänger übertragen und schon sind diese beiden Teilnehmer aufeinander angelernt und können miteinander kommunizieren.

Programmieren ist so einfach wie das Licht einschalten

Funk-Sender einem Funk-Empfänger zuordnen (am Beispiel eines neu zu installierenden Lichtschalters):

  1. PROG.-Taste des Funk-Empfängers 2 sec. gedrückt halten bis LED leuchtet (Anlernmodus ist nun für 20 Sek. aktiviert)
  2. „Ein“-Taste des Funk-Senders drücken
  3. „Aus“- Taste des Funk-Senders drücken
  4. Fertig – Der Funk-Sender ist mit dem Empfänger verbunden.

Programmierte Zuordnung löschen:

  1. PROG.-Taste des Funk-Empfängers ca. 10 Sekunden gedrückt halten, LED leuchtet, blinkt dann 2x und erlischt anschließend.
  2. Fertig – Alle programmierte Zuordnungen sind nun gelöscht
Anmerkung: Ein paar Zahlen – in einem Free-control® System können bis zu 32 Alarme untereinander vernetzt werden. Mit einem Empfänger können bis zu 16 Funk-Sender verbunden werden.

Sicher und innovativ:

Das Funksystem Free-control® ist ein guter Weg, weil ohne Kabel.
So können einfach Schaltungen umgesetzt werden, die kabelgebunden nur sehr komplex zu realisieren sind (Beispiel: Ausschaltung zu einer Kreuzschaltung aufrüsten).

Anmerkung: Die Vorteile des Funksystem Free-control® kommen richtig zum Tragen, wenn Teilnehmer aus unterschiedlichen Anwendungen und Räumen auf einmal geschaltet werden sollen, z.B. ALLES AUS-Funktion oder „Panik-Schalter“

Wartungsfrei:

Eine Free-control® Funkinstallation ist wartungsfrei. Es reicht lediglich von Zeit zu Zeit die Batterien der batteriebetriebenen Teilnehmer zu wechseln (im Schnitt alle 1,5 Jahre, abhängig von der Nutzungshäufigkeit und den spezifischen Installationsgegebenheiten).

Anmerkung: Bei komplexeren Installationen, insbesondere beim Einsatz von vernetzten Meldern, empfehlen wir die Batterien sämtlicher batteriebetriebener Teilnehmer zu tauschen sobald ein erster Teilnehmer mit schwacher Batterie gemeldet wird.

Downloads:

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