Beiträge

Sobald der PRCD-S Netzstecker in eine Steckdose eingesteckt und der PRCD-S mit Spannung versorgt wird, wird die Verdrahtung der Steckdose vom PRCD-S selbstständig auf Fehlerfreiheit und auf das Vorhandensein des Schutzleiters überprüft.

Überprüft wird hierbei:

  •  Ob die Phase L, der Neutralleiter N und der Schutzleiter PE
  •  vorhanden,
  •  richtig angeschlossen,
  •  nicht vertauscht sind.

Diese Überprüfung geschieht bereits bevor die I-ON Taste des PRCD-S manuell betätigt wird.

Die PRCD-S Kontakte sind hierbei noch geöffnet und angeschlossene Verbraucher noch nicht mit Spannung versorgt.

Damit der PRCD-S die Überprüfung „Netzspannung auf Schutzleiter“ beim Einschaltvorgang (d.h. vor dem Schließen der Schaltkontakte L, N, PE) einwandfrei durchführen kann, ist ein genau definierter Bedienvorgang einzuhalten.

Die I-ON Taste des PRCD-S ist elektrisch leitend ausgeführt. Dies ist technisch bedingt notwendig, damit der PRCD-S beim Einschaltvorgang einen physikalischen Bezugspunkt findet und seine Testroutinen ordnungsgemäß durchführt.

Die I-ON Taste des PRCD-S ist mit bloßer Hand zu betätigen

  • keine Handschuhe oder sonstige isolierende Gegenstände verwenden
  • stehen auf isolierter Fläche oder das Tragen von Gummischuhen, etc… beeinflussen die Funktionsweise des PRCD-S nicht und führt zur korrekten Fehlerauswertung, bzw. korrekten Fehlererkennung.

Sobald der PRCD-S mittels der I-ON Taste mit bloßer Handbetätigung eingeschaltet wird, überprüft die PRCD-S Elektronik ob der Schutzleiter frei von Netzspannung ist.
Die Überprüfung ob der Schutzleiter PE vorhanden ist oder nicht, wurde bereits automatisch vom PRCD-S durchgeführt (siehe Beschreibung oben), sobald der PRCD-S mit Netzspannung versorgt wurde.

Sollte der PRCD-S bis dahin einen Fehler in der Steckdosenverdrahtung festgestellt haben, wird sich der PRCD-S trotz Betätigung der I-ON Taste nicht einschalten lassen und somit den maximal möglichen Personenschutz gewährleisten, nämlich keinen Betrieb zulassen.

Im Falle der erkannten Fehlerfreiheit der verwendeten Steckdose wird der PRCD-S allpolig (Phase L, Neutralleiter N, Schutzleiter PE) einschalten.

Während des Betriebes wird die Steckdose permanent auf folgende Fehlermöglichkeiten überwacht

  • Der PRCD-S schaltet während des Betriebes sofort allpolig ab, wenn
    • eine Schutzleiterunterbrechung auftritt
    •  ein Verdrahtungsfehler im Stromkreis auftritt
    •  ein Differenzfehlerstrom gemessen wird

Im Fall einer Beaufschlagung durch Fremdspannung während des Betriebes (z.B. durch das Anbohren einer fremden Leitung) wird die Schutzleiterfunktion jedoch aufrechterhalten.

D.h. die Relais-Kontakte der Schutzleiterverbindung PE bleiben weiterhin geschlossen, ebenso die Relais-Kontakte der Phase L und des Neutralleiters N.

Dies ist notwendig damit sichergestellt wird, dass der Kurzschlussstrom über den geschlossenen Schutzleiterkontakt des PRCD-S zur Erde fließen und das vorgeschaltete Sicherungsorgan sicher abschalten kann.

Die integrierte Unterspannungsauslösung sorgt dafür, dass der PRCD-S bei Spannungsunterbrechung dauerhaft abschaltet und dieser aus Sicherheitsgründen erst wieder bewusst manuell eingeschaltet werden muss.

Die integrierte Differenzfehlerstromerkennung ist vor jedem Arbeitsbeginn auf Funktion zu überprüfen.
Hierzu ist der PRCD-S über die I-ON Taste einzuschalten und mittels der O-Test Taste wieder auszuschalten. (Hinweis zur ordnungsgemäßen Handhabung s.u.)
Mittels dieser Prozedur wird der interne Summenstromwandler für die Erkennung des Differenzfehlerstroms geprüft.
Im Falle, dass bei diesem Testablauf der PRCD-S nicht abschaltet, darf dieses Gerät nicht weiter verwendet werden und muss einer technischen Prüfung unterzogen werden.

Der PRCD-S verfügt über folgende Funktionen:

  •  Allpolig schaltend (L, N, PE)
  •  Fehlerstromschutzschalter (DI)
  •  Schutzleitererkennung (Prüfung vor dem Betrieb)
  •  Schutzleiterüberwachung (Prüfung während des Betriebes)
  •  Unterspannungsauslösung
  •  Erkennen von Netzspannung auf dem Schutzleiter beim Einschalten
  •  Aufrechterhalten der Schutzleiterfunktion bei Fremdspannung auf dem Schutzleiter während des Betriebes

Nicht bestimmungsgemäßes Einschalten des PRCD-S:
Beim Einschalten des PRCD-S mit Handschuhen wird ev. vorhandene Fremdspannung auf dem Schutzleiter nicht zuverlässig erkannt.

Hier finden Sie die verschiedenen Produkte

Unterscheidungen von deutschen und harmonisierten Typenkurzzeichen

In der Praxis kommen Elektriker mit zwei Systemen von Typenkurzzeichen in Berührung: die deutsche Kennzeichnung nach DIN VDE 0250 sowie die europaweit harmonisierte Kennzeichnung nach DIN VDE 0281, 0282 und 0292. Die Zusammensetzungen der Kurzzeichen beider Systeme sind unterschiedlich, für den geprüften Blick jedoch recht schnell ersichtlich.

Angedacht war, dass die harmonisierte Kennzeichnung die nationalen Normen ablöst. Jedoch sind bei manchen Leitungstypen weiterhin nationale Kennzeichnungen geläufig. Beiden Systemen gemein ist, dass die Typenkurzzeichen die Bauart und den Verwendungszweck eindeutig bestimmen.

Deutsche Typenkurzzeichen

Die deutschen Kurzzeichen fügen sich aus Buchstaben und Ziffern zusammen. Die Buchstabengruppe definiert Eigenschaften und Materialien der Elektroleitung, die Zifferngruppe die Anzahl der Adern und deren Stärke.

Das Beispiel NYM-J 3×1,5 setzt sich zusammen aus:

  • Grundtyp: N, VDE-Typ, also national genormter Grundtyp
  • Isolierwerkstoff: Y, thermoplastischer Kunststoff PVC
  • Leitungsbezeichnung: M, Mantelleitung
  • Schutzleiter: -J,  mit Schutzleiter
  • Aderzahl: 3
  • Leiterquerschnitt: 1,5 mm

Deutsche Typenkurzzeichen bestehen aus acht Positionen bzw. Stellen, die jedoch nicht vollständig bestimmt bzw. ausgefüllt werden müssen.

Harmonisierte Typenkurzzeichen

Die harmonisierten Kurzzeichen sind im Vergleich zu den deutschen neunstellig und nach dem Raster 12345-6789 angeordnet. 1976 wurde von CENELC, dem europäischen Komitee für elektrotechnische Normung, innerhalb Europas ein harmonisiertes Kurzzeichensystem entwickelt. Die Informationen zu Bauart und Verwendungszweck sind dem deutschen Kurzzeichensystem zwar ähnlich, jedoch mit anderen Zeichen versehen. Darüber hinaus wird bei den harmonisierten Kurzzeichen auch die Nennspannung angegeben, für die die jeweilige Elektroleitung ausgelegt ist.

Die Elektroleitung mit dem harmonisierten Typenkurzzeichen H03 VV – R 3G 2,5 setzt sich zusammen aus:

  • Grundtyp: H, harmonisierter Typ (A steht bei Leitungen für „anerkannter nationaler Typ”)
  • Nennspannung: 03, 300/300 V
  • Isolierwerkstoff: V, PVC wärmebeständig (70 °C)
  • Mantelwerkstoff: V, PVC
  • Leiterart: R, mehrdrähtig
  • Aderzahl: 3
  • Schutzleiter: G, mit Schutzleiter
  • Leiterquerschnitt: 2,5 mm

Bei Elektroleitungen lohnt sich also ein genaues Hinsehen. Ebenso gilt es, im Alltag essenzielle DIN- und VDE-Bestimmungen sowie wichtige Sicherheitsregeln bei der Elektroinstallation zu beachten.

Beitragsbild: Conduits for Textbooks (and more!) von Wesley Fryer, CC BY 2.0

Elektroleitungen in der Installation – diese Leitungstypen werden am häufigsten verwendet

Elektroleitungen zählen zu den wichtigsten Elementen der Elektroinstallation. Je nach Verwendungszweck und Anwendungsbereich unterscheiden sie sich in Aderzahl, Isolier- und Mantelwerkstoff, Aufbau- und Leiterart sowie im Leiterquerschnitt. Grundsätzlich werden Leitungen darin unterschieden, ob sie für feste oder flexible Verlegungen eingesetzt und welchen Spannungen sie ausgesetzt werden. In diesem Artikel geben wir Ihnen einen Überblick über Einsatzarten und Typen von Elektroleitungen.

Leitungen für den starren und festen Einsatz

Elektroleitungen weisen unterschiedliche Farben auf, an denen Nutzer erkennen können, welche Funktion diese übernehmen. Elektrokabel, die aus mehreren Leitungen bestehen, unterscheidet man aufgrund ihrer Funktion in Energiekabel, Datenleitung, Steuerleitung sowie Kombinations- oder Hybridleitung.
Bei der Innenleitung (Installation und Einsatz in Gebäuden bzw. Räumen) trennt man Leitungen für die feste sowie für die flexible Verlegung. Letztere sind für den Anschluss von Geräten bestimmt.

Zu den gängigsten Leitungen für die feste Verlegung zählen folgende Leitungstypen:

  • Die Stegleitung (auch Flachleitung genannt) besteht aus PVC oder Kunststoff (Kurzzeichen NYIF) sowie aus eindrähtigem Kupfer und kann in oder unter Putz verlegt werden. Erhältlich sind Stegleitungen als drei- oder fünfadrige Leitungen mit einem Leiterquerschnitt von je 1,5 mm² und einer Dicke von 3,8 mm. In Feuchträumen sowie in Holzhäusern bzw. auf brennbaren Stoffen ist dieser Leitungstyp aufgrund seiner Beschaffenheit und Maße nicht zulässig.
  • Die Kabel- bzw. Mantelleitung (NYM) kann unter, im oder auf Putz in trockenen, feuchten und explosionsgefährdeten Räumen verlegt werden. Ummantelt sind diese Installationskabel mit PVC und bestehen aus drei bis fünf Adern. Vorteil der Kabel ist, dass sie lediglich einen sehr schmalen Stemmschlitz benötigen, um sicher verlegt zu werden. Oft reichen dafür zum Beispiel in Badezimmern die Fliesenfugen aus.
  • Kunststoffaderleitungen, bestehend aus eindrähtigen oder feindrähtigen Kupferleitern, sind zur festen Verlegung in Schalt- und Verteilungsanlagen prädestiniert. In Leerrohren können sie zudem auf oder unter Putz in trockenen Räumen installiert werden.
  • Weitere bekannte Leitungstypen für die feste Verlegung sind die Koaxial-Antennenleitung und die Telefonleitung.

Bei der flexiblen Verlegung werden folgende Leitungstypen am häufigsten verwendet:

  • Die Gummischlauchleitung gibt es sowohl in leichter als auch in mittelschwerer Bauweise. Erstere findet Verwendung für den Anschluss von Elektrogeräten, die geringen mechanischen Kräften ausgesetzt sind (Küchengeräte, Staubsauger, Radio usw.). Eine feste Verlegung ist auch bei diesen Leitungen erlaubt, z. B. in Möbeln, Verkleidungen oder Hohlräumen. Ungeeignet ist sie jedoch für die ständige Verwendung im Freien und bei gewerblich genutzten Elektrowerkzeugen. In mittelschwerer Ausführung darf die Gummischlauchleitung auch im Freien (Rasenmäher oder Heckenschere) verwendet werden. Auch auf Baustellen sowie in explosionsgefährdeten und landwirtschaftlichen Betrieben kommt diese Leitung zum Einsatz.
  • Kunststoffschlauchleitung
    Wie die Gummischlauchleitung gibt es auch die Kunststoffschlauchleitung sowohl in mittlerer als auch in leichter Ausführung. Auch hier findet die leichte Version ihren Einsatz in Geräten mit geringen mechanischen Kräften. Die mittlere Kunststoffschlauchleitung findet Anwendung bei Haushaltsgeräten wie Waschmaschinen oder Kühlschränken.

Sie interessieren sich für Produkte aus dem Bereich Elektroinstallation? Abzweigdosen, Erdungsmaterial oder Klemmschellen finden Sie in unserem Online-Katalog für den Rohbau.

Beitragsbild: Ryan Connor von WorldSkills UK, CC BY 2.0

Wie Sie mit Human Centric Lighting das Wohlbefinden in Büros steigern

Immer häufiger verbringen wir unseren Alltag in geschlossenen Räumen fernab des natürlichen Lichts. Und das, obwohl uns jeder Lichtstrahl nachweislich gut tut und unser Wohlbefinden steigert. Das Beleuchtungskonzept „Human Centric Lighting” zielt darauf ab, den Tageslichtverlauf abzubilden, um dem Menschen eine Art Ausgleich zu geben. Heute zeigen wir Ihnen, wie Human Centric Lighting funktioniert und wie Ihre Lichtplanung am Beispiel eines Büros aussehen sollte.

Gesundes Licht für mehr Lebensqualität

Licht prägt unser Leben und strukturiert unseren Tages- und Nachtrhythmus. Wir profitieren davon in vielfacher Weise. Es verbessert nicht nur unsere Konzentrations- und Leistungsfähigkeit im speziellen, sondern ganz allgemein unser Wohlbefinden und unsere Lebensqualität.

Human Centric Lighting setzt genau dort an und unterstützt unter Rücksichtnahme auf den Takt des zirkadianen Systems unsere innere Uhr. Dieses Lichtkonzept ist eines der aussichtsreichsten Marktlösungen in der professionellen Beleuchtung. Im Fokus steht der Mensch, dessen Lichtdefizite durch hochwertige Beleuchtungssysteme vermindert werden. Human Centric Lighting macht sich die spektrale Zusammensetzung des Kunstlichts zunutze und orientiert sich mit entsprechendem Beleuchtungsniveau am Verlauf des natürlichen Lichts. Ob Schulen, Büros oder Industriehallen: Human Centric Lighting passt die jeweilige Beleuchtung an die Bedürfnisse der Menschen exakt an. So wirkt das Licht auf den menschlichen Organismus tagsüber aktivierend und steigert die Motivation, abends entfaltet das Lichtkonzept seine entspannende Wirkung.

Human Centric Lighting – für mehr Motivation und erhöhte Leistungsfähigkeit in Büros

Bestimmte Wellenlängen des Lichts sind für wichtige physiologische Prozesse verantwortlich – wie die eben erwähnte Konzentrations- und Leistungsfähigkeit, aber auch den hormonell bedingten Wach-Schlaf-Rhythmus. Umgesetzt wird Human Centric Lighting mit Leuchten, die unterschiedliche Farbtemperaturen wiedergeben und jeweils getrennt voneinander regelbar sind.

Quelle: Standort Hamburg von Namics, CC-BY-SA 2.0

So sollte in Büros ein kaltweißes Licht mit einer hohen Beleuchtungsstärke am frühen Morgen überwiegen (zwischen 9 und 11 Uhr). Die Beleuchtung ist dabei großflächig von vorne und oben zu gestalten, sodass die Lichtstrahlen optimal das Auge der Büronutzer treffen. Nach dem Mittagessen (13 bis 14 Uhr) sorgt ein Energielicht mit einem höheren Blauanteil dafür, die Leistungsfähigkeit aus dem natürlichen Tief zu holen. Zu den restlichen Tageszeiten sollte in Büroräumen ein normal-gemäßigtes Niveau in der Farbtemperatur und Beleuchtungsstärke herrschen. Wir empfehlen Ihnen, diese Einstellungen automatisiert zu steuern, den Benutzern jedoch individuelle Anpassungen zu ermöglichen. Nur so kann eine optimale Wirkung auf den zirkadianen Rhythmus erreicht, die Schlafphasen in der darauffolgenden Nacht optimiert und die Motivation nachhaltig gesteigert werden.

Häufig ist bei diesen Beleuchtungssystemen eine umfangreiche Steuerung im Rahmen einer umfassenden Gebäudetechnik hinterlegt, die die Lichtfarbe und Beleuchtungsstärke dem individuellen Beleuchtungswunsch automatisch anpasst.

Der Beitrag Wie Sie mit Human Centric Lighting das Wohlbefinden in Büros steigern erschien zuerst auf Kopp HKi8.

Eine sorgfältig durchdachte Planung in der Elektroausstattung von Gebäuden vermeidet zusätzliche Kosten – denn nachträglich durchgeführte Änderungen in der Elektroinstallation sind oftmals mit enormem Arbeitsaufwand verbunden. Für Bauherren, Architekten und Elektrofachleute ist es daher außerordentlich wichtig, gemeinsam den Ausstattungsumfang in der Elektroinstallation frühzeitig zu definieren. Wir zeigen Ihnen heute, welche Varianten es gibt und wo sie eingesetzt werden.

Eindeutige Kennzeichnungen sorgen für Transparenz in der Elektroinstallation

In den 1970er Jahren legte die HEA Hauptberatungsstelle für Elektrizitätsanwendung – und damit die heutige Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V. – eine funktionelle Bewertung der Elektroinstallation fest, die über die DIN 18015 hinausging. Die Anzahl sämtlicher Schalter, Steckdosen und Anschlüsse für Kommunikationsanlagen in Wohnungen werden seitdem durch diese Kennzeichnung bestimmt. So ist es möglich, Ausstattungsvarianten elektrischer Anlagen besser miteinander zu vergleichen – sei es durch Elektrofachleute, Käufer oder Mieter. 1978 erfolgte eine Registrierung der Ausstattungswerte beim RAL (Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V.).

Eine Anpassung an aktuelle Entwicklungen in der Elektroinstallation findet kontinuierlich statt. So wurden zum Beispiel 2010 in den Ausstattungsvarianten sowohl Energie-Effizienz-Maßnahmen als auch verschiedene Entwicklungen in der  Gebäudesystemtechnik berücksichtigt.

Ausstattungswerte und ihre Anforderungen

In der Richtlinie RAL-RG 678 sind für Wohnge­bäude drei Ausstattungsstufen abgesteckt. Dabei steht ein Stern für die Mindestausstat­tung, zwei Sterne (✶✶) stehen für die Standardausstattung oder drei Sterne (✶✶✶) für die komfortabelste Variante. Zu diesen drei Stufen kommen jeweils drei Plus-Ausstattungswerte hinzu, die den folgenden Funktionsbereichen zugeord­net sind:

  • Schalten und Dimmen
  • schaltbare Steckdosen, geschaltete Geräte und Energie-Management
  • Sonnenschutz
  • Lüften, Kühlen, Heizen und
  • Sicherheit.

Diese Funktionsbereiche werden in den drei Plus-Ausstattungsvarianten entweder vorbereitet oder sogleich umgesetzt. So ergeben sich insgesamt sechs Ausstattungsvarianten:

  • 1 ()
    Mindestausstattung nach DIN 18015-2, die Grundbedürfnisse an die Elektroinstallation werden abgedeckt. Für die Küche werden beispielsweise fünf Steckdosen und zwei Beleuchtungsanschlüsse empfohlen.
  • 1 () plus
    Mindestausstattung wie 1 (✶), zusätzlich müssen sämtliche Funktionsbereiche Voraussetzungen für die Installation von Leerrohren vorweisen.
  • 2 (✶✶)
    Standardausstattung, der An­schluss und die Nutzung aller gewöhnlichen Elektrogeräte muss gewährleistet sein. Installationsrohre und -dosen sind vorhanden und lassen sich flexibel erweitern.
  • 2 (✶✶) plus
    Standardausstattung wie 2 (✶✶), zudem müssen alle Funktionsbereiche – etwa durch Installationsrohre – vorbereitet sein. Einen Funktionsbereich gilt es dabei umzusetzen.
  • 3 (✶✶✶)
    Komfortausstattung für Nutzer mit gehobenen Ansprüchen. Vorgesehen sind in dieser Variante zum Beispiel TV- oder Telefonanschlüsse für das Bad.
  • 3 (✶✶✶) plus
    Komfortausstattung wie 3 (✶✶✶), zusätzlich müssen alle Funktionsbereiche vorbereitet sein. Mindestens zwei Funktionsbereiche müssen umgesetzt sein.

Eine konkrete Auflistung empfohlener Steckdosen, Schalter, Kommunikationsanschlüsse sowie weitere Details finden Sie in der Broschüre der HEA.

Unser Tipp: Je mehr Anschlüsse, Stromkreise und Gebäudesystemtechnik Sie in Gebäuden planen, desto komfortabler und sicherer ist die gesamte Wohnsituation. Bevor Sie jedoch mit der Planung beginnen, sollten Sie die konkreten Ansprüche kritisch überprüfen. So sind für jüngere Bewohner elektrische Rollläden in allen Wohnräumen Luxus, für ältere stellen sie eine nicht verzichtbare Alltagserleichterung dar.

Die vorgestellten Ausstattungsvarianten fallen unter die DIN 18015, die sich mit elektrischen Anlagen in Wohngebäuden und deren Planungsgrundlagen beschäftigt. Weitere wichtige DIN- und VDE-Normen haben wir in diesem Artikel für Sie zusammengefasst.

Die Technik in Gebäuden wird immer komplexer. Intelligente Geräte, oft in Kombination mit einer PV- und Solaranlage, machen aus einem Haus schnell ein technisches Wunderwerk. Naheliegend, dass es in Wänden für elektrische Leitungen und Rohre eng werden kann. Welche Installationszonen – auch Verlegezonen genannt – Sie beim Verlegen von Stromkabeln beachten sollten und wie Sie Ordnung und Sicherheit in Ihre Elektroinstallation bekommen, erklären wir in diesem Artikel.

Installationszonen einhalten – aus guten Gründen

Leitungen und Kabel sollten in Häusern unsichtbar „unter Putz” verlegt werden – direkt im Mauerwerk oder in der Verkleidung von Decken bzw. Wänden.
Die korrekte Ausrichtung der Elektroinstallation innerhalb definierter Installationszonen garantiert besonders beim Bohren in Wänden Sicherheit. Der Montagepunkt von Schaltern, Steck- und Verteilerdosen legt dabei die Position der unter Putz verlegten Stromkabel fest.
In Räumen wie Keller oder Garagen, die nicht für Wohnzwecke genutzt werden, können Leitungen auch sichtbar „auf Putz” angebracht werden.

Waagerechte und senkrechte Installationszonen in Wohnräumen

Für alle unsichtbar verlegten Leitungen und Kabel (gilt auch bei der Führung von Leitungen in Ständerwänden) greift die Norm DIN 18015-3. Nach ihr dürfen sämtliche Leitungen in den darin definierten Installationszonen senkrecht und waagerecht verlegt werden. Beachten Sie dabei folgende Parameter:

  • Waagerechte Installationszone
    Sie befindet sich jeweils 15 cm von der Decke bzw. dem Fußboden entfernt. Sie ist maximal 30 cm breit. Bei Räumen mit einer Höhe von 240 cm und Türen von 200 cm befindet sich die waagerechte Installationszone im Bereich zwischen 210 und 225 cm. So stehen für die Leitungslegung lediglich 15 cm oberhalb des Türrahmens zur Verfügung.
  • Senkrechte Installationszonen
    Die senkrechten Installationszonen haben eine maximale Breite von 20 cm und verlaufen jeweils 10 cm von allen Rohbaukanten und -ecken wie auch Fenstern und Türen entlang. Wollen Sie Stromkabel in Dachschrägen verlegen, sollten Sie die Installationszone parallel zur jeweiligen Bezugskante wählen.

Unser Tipp: Fertigen Sie bei Neuinstallationen oder bei einem nachträglichen Umbau Fotos von allen Wänden und Elektroinstallationen mit Unterputzdosen an. So wissen Sie bei späteren Bohrungen genau, wo elektrische Leitungen verlaufen.

Wo sich die Installationszonen in Wohnräumen befinden, wissen Sie nun. In diesem Artikel erklären wir Ihnen, wie Sie Stromkabel in einer Wand richtig verlegen und anschließend Schalter und Steckdosen korrekt anschließen.

Beitragsbild: DSC_9172 von Markus Tacker, CC BY-ND 2.0

In Räumen für medizinische Zwecke gelten besondere Vorschriften. Um die Sicherheit von Patienten und Ärzten jeder Zeit zu gewährleisten, ist seit 2012 die Norm DIN VDE 0100-710 in Kraft getreten, die auch die Elektroinstallation in der Arztpraxis festlegt. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten müssen, wenn Sie das Licht- oder Stromnetz in medizinisch genutzten Räumen installieren oder erneuern.

Medizinische Räume mit unterschiedlichen Anforderungen

Nach der entsprechenden VDE Norm werden medizinische Räume in drei Kategorien eingeteilt:

  • Gruppe 0

Darunter fallen Besprechungs- und Untersuchungszimmer ohne elektrische Geräte für medizinische Zwecke. Auch Wartezimmer und Flure gehören in diese Kategorie. Die elektrische Anlage kann problemlos abgeschaltet werden und sollte lediglich mit einem Schutzpotentialausgleich und Fehlerstromschutzschaltern gegen Fehlerströme gesichert werden.

  • Gruppe 1

In Räumen der Gruppe 1 werden Patienten mit medizinischen Elektrogeräten behandelt. Darunter fallen alle Untersuchungen, die keine lebensbedrohlichen Eingriffe erfordern und die jederzeit unterbrochen werden können. Allgemeine Arzt- oder Dentalpraxen, sowie Therapiezimmer, Räume zur Altenpflege, für Erste-Hilfe-Notfälle oder betriebsmedizinischen Untersuchungen fallen in diese Kategorie.

Die Elektroinstallationsnormen schreiben für die Nutzung dieser Räume neben dem üblichen FI-Schutzschalter einen zusätzlichen Schutzpotentialausgleich nach VDE 0100-710 vor, der von der Hauptausgleichsschiene getrennt ist. Darüber hinaus wird bei OP-Leuchten und anderen SELV- oder PELV-Stromkreisen ein Schutz durch Kleinspannung gefordert.

  • Gruppe 2

Bei invasiven medizinischen Operationen ist oft eine durchgehende Stromversorgung der Niederspannungsanlage notwendig, da der Ausfall medizinischer Geräte für den Patienten lebensbedrohlich wäre. Das hat zwei Dinge zur Folge:

  1. Sensiblen Geräte des medizinischen IT-Systems müssen an eine eigene, sichere Stromversorgung (SSV) angeschlossen werden. Im Operationsraum markieren beispielsweise farbige Steckdosen die unterbrechungsfreien Stromkreise. Die Notfallbeleuchtung muss ebenfalls an die SSV gekoppelt sein.
  2. Der Stromkreis für die medizinischen Geräte darf nicht mit einem Fehlerstromschutzschalter gesichert werden. Dies würde zu einer lebensgefährlichen Unterbrechung der Behandlung führen. Die doppelte Isolation der Spezialgeräte bietet in der Regel ausreichend Schutz. Zusätzlich kann ein Isolationswächter eingebaut werden, um Fehlerströme akustisch oder visuell anzuzeigen, ohne die Versorgung auszusetzen.

Die optimale Elektroinstallation in der Arztpraxis

Jede Praxis hat andere Anforderungen an die elektrische Anlage. Räume der Gruppe 2 finden Sie in der Regel nur in Krankenhäusern. Dennoch sollten Sie vor der Installation alle notwendigen Aspekte mit dem Arzt besprechen, um jede Eventualität abzudecken. So können beispielsweise sehr sensible medizinische Geräte eine erhöhte Abschirmung vor elektromagnetischen Wellen erfordern. Eine intensive Analyse der Praxis ist die Voraussetzung für eine optimale Elektroinstallation.

Sollten Sie Hilfe bei der Elektroinstallation in Arztpraxen haben, wenden Sie sich gerne an uns. Wir helfen Ihnen jederzeit weiter!

Umgangssprachlich schlicht „Sicherung“ genannt ist der Leitungsschutzschalter von zentraler Bedeutung, um den Stromkreis vor Überlast und Kurzschlüssen zu schützen. In jedes Niederspannungsnetz gehören daher neben FI-Schutzschaltern auch immer Leitungsschutzschalter. Funktion und Anwendungsbereiche erklären wir Ihnen hier.

Anwendungsbereiche

Schalter für den Leitungsschutz werden bei der Elektroinstallation vom Fachmann im Stromkreisverteiler, dem sogenannten Sicherungskasten, installiert. Bei Neuinstallationen ersetzen sie heute die alten Schmelzsicherungen, die nur noch als Feinsicherung direkt im Gerät oder als Vorsicherung genutzt werden. Nach einer Abschaltung können Sie moderne Leitungsschutzschalter, nachdem Sie die Ursache für deren Ausfall behoben haben, wieder einschalten und müssen sie nicht wie eine Schmelzsicherung austauschen. Darüber hinaus ermöglichen die Schutzschalter es Ihnen, einzelne Stromkreise gezielt spannungsfrei zu schalten, wenn Sie beispielsweise einen neuen Lichtschalter installieren wollen.

Funktion

Der Leitungsschutzschalter unterbricht den Stromkreis, sobald ein Kurzschluss vorliegt oder die Leitung durch eine zu hohe Stromlast gefährdet ist. Dafür besitzt die Sicherung zwei unterschiedliche Auslösemechanismen.

  • Elektromagnetische Auslösung beim Kurzschluss

Bei einem Kurzschluss steigt die elektromagnetische Kraft in der eingebauten Spule der Sicherung. Diese Kraft löst eine Schnellabschaltung aus und schützt so die elektrische Leitung.

  • Thermische Auslösung bei Überlast

Übersteigt der Strom den Nennwert der Sicherung über einen gewissen Zeitraum, erwärmt und verbiegt sich ein Bimetall im Inneren der Sicherung und unterbricht den Stromkreis. Je stärker die Überlast, desto schneller der Schaltvorgang. Nach dem Abkühlen kann die Sicherung wieder eingeschaltet werden.

  • Manuelle Schaltung

Wenn Sie die Leitung manuell stilllegen wollen, können Sie den Leitungsschutzschalter auch per Hand betätigen. Bei allen Arbeiten an der elektrischen Anlage ist dieser Schritt nach den fünf Sicherheitsregeln verpflichtend.

  • Freiauslösung

Leitungsschutzschalter haben ein Schaltschloss integriert, das die Funktion auch dann garantiert, sollte der Schalthebel in der Einschaltposition festgehalten werden.

Auslösecharakteristik

Verschiedene Anwendungen benötigen Sicherungen mit einer jeweils individuellen Auslösecharakteristik. So schaltet beispielsweise die Sicherung eines Motorstromkreises nicht bei kurzzeitigen Überschreitungen des Nennstroms ab, da diese in einem solchen Stromkreis üblich sind. Wie empfindlich die Funktion des Leitungsschutzschalters ist und wann er thermisch bzw. elektromagnetisch auslöst, ist auf der Sicherung angegeben. Heute existieren unterschiedliche Typen, wobei die Typen B, C und K am weitesten verbreitet sind.

Kopp hat Leitungsschutzschalter mit allen klassischen Charakteristiken im Programm und bietet darüber hinaus auch Sicherungen mit D-Charakteristik. Sie sind ideal für Stromkreise mit hohen induktiven Verbrauchern wie leistungsstarke Transformatoren oder Motoren. Wenn Sie auf der Suche nach hochwertigen Produkten sind, können Sie im umfassenden Sortiment von Kopp stöbern. Sollten Sie Fragen zu den Spezifikationen der Geräte haben oder Hilfe beim Einbau benötigen, sprechen Sie uns gerne an!

Ein Druck auf den Lichtschalter und der Raum wird hell erleuchtet. Das Licht selbst wird mit Leuchtmitteln erzeugt, die sich teilweise stark voneinander unterscheiden. LED, Energiespar- und Leuchtstofflampen werden heute überall angeboten und ersetzen die herkömmliche Glühlampe. Damit Sie den Überblick behalten, haben wir hier die wichtigsten Leuchtmittel und ihre Merkmale zusammengestellt.

  1. Die Aussortierte: Die Glühlampe

Nach etwa 200 Jahren neigt sich die Ära der konventionellen Glühlampe ihrem Ende entgegen. Das Licht wird mit Hilfe eines glühenden Wolframdrahtes erzeugt, strahlt in alle Richtungen gleichmäßig ab und besitzt eine warme Lichttemperatur von 2.500 Kelvin. Glühlampen sind Allrounder für die Privatwohnung und einfach dimmbar. Auf Grund ihres schlechten Wirkungsgrades wurde ein EU-Verbot durchgesetzt und Glühlampen verschwinden aus den Regalen. Nur 4 % der elektrischen Energie werden in Licht umgesetzt, der Rest als Wärme abgegeben. Das macht sie zu einem sehr ineffizienten Leuchtmittel.

  1. Die Helle: Die Halogenlampe

Halogenlampen sind deutlich kleiner als herkömmliche Glühlampen bei fast identischer Funktion: Auch hier wird ein Draht zum Glühen gebracht, der dank des zugesetzten Gases – dem Halogen – stärker erhitzt werden kann und ein helleres und etwas kälteres Licht (2.600 – 3.300 Kelvin) abgibt. Aus diesem Grund werden sie gerne in Betrieben oder im Theater verwendet, wo die Helligkeit besonders hoch sein muss.

Halogenlampen können ebenfalls ohne Probleme gedimmt werden und haben eine Energieeffizienz, die mit 5 % Lichtausbeute nur minimal besser als die der Glühlampe ist. Seit 2016 sind übrigens auch alle Halogenleuchten verboten, die eine niedrigere Effizienzklasse als „B“ besitzen.

  1. Die Sparsame: Die Leuchtstofflampe

Bei alten Leuchtstoffröhren wurde das Licht mittels eines Edelgases wie Neon oder Argon erzeugt, das je nach Beschaffenheit in unterschiedlichen Farben leuchtete. Heute wird in der Regel farblos leuchtender Quecksilberdampf eingesetzt. Moderne Kompaktleuchtstofflampen sind wesentlich kleiner und allgemein als Energiesparlampen bekannt. Sie leuchten kühl (2.700 bis 4.000 Kelvin) und sind mit Hilfe eines speziellen Vorschaltgeräts dimmbar. Bei einer Energieeffizienz von bis zu 58 % erzeugen sie viel Licht bei sehr geringem Stromverbrauch.

Wenn Sie eine Energiesparlampe installieren wollen, achten Sie auf das elektronische Vorschaltgerät (EVG). Die meisten Leuchtmittel haben heute ein EVG im Sockel integriert, so dass Sie die Leuchte einfach in die Fassung schrauben können. Bei Leuchtstoffröhren befindet sich das EVG in der Lampenhalterung und muss dort bei Bedarf ausgewechselt werden.

  1. Die Moderne: Die LED

LED-Lampen erzeugen das Licht mittels eines Halbleiters, auf dem Elektronen zwischen den verschiedenen Schichten hin und her wandern. Weil die Schichten unterschiedliche Energielevel haben, wird Licht in Form von Photonen abgegeben. LEDs sind nur mit einem LED-Dimmer regelbar und strahlen ein kaltes Licht von 2.700 bis 6.000 Kelvin ab, das an Tageslicht (5.500 Kelvin) erinnert. Für sogenannte Tageslichtlampen benötigen LEDs einen Konversionsfilter, da ihnen das weiße Licht zur Wiedergabe des vollen Lichtspektrums fehlt.

Dank der Energieeffizienz von 40 bis 60 % sind LEDs echte Energiesparlampen mit universellen Einsatzmöglichkeiten und einer Brenndauer, die bis zu 50-mal höher ist als bei einer Glühlampe. Der LED gehört nach Meinung vieler Experten die Zukunft.

Auf Grund der sinkenden Preise werden sich LED-Lampen in Zukunft wohl als Leuchtmittel der Wahl durchsetzen. Wer heute vorausschauend bauen möchte, orientiert sich an den sparsamen Lichtquellen. Achten Sie beim Kauf oder Einbau eines neuen Leuchtmittels immer auf die Kennzeichnungen und überprüfen Sie diese mit den Gegebenheiten Ihrer elektrischen Anlage. Ob Sie ein elektronisches Vorschaltgerät oder spezielle LED-Dimmer brauchen, ist entscheidend für den reibungslosen und sicheren Betrieb der neuen Beleuchtung.

LED, Energiesparlampen und Dimmer – Die häufigsten Fragen und Antworten

Die Einführung neuer Leuchtmittel wie LED und Energiesparlampen hat bei vielen Verbrauchern Fragen hinterlassen, die noch nicht ausreichend beantwortet wurden. Besonders im Hinblick auf die Dimmbarkeit von LEDs tappen viele Nutzer sprichwörtlich im Dunkeln. Die Antwort auf diese Frage ist allerdings gar nicht so kompliziert. Die wichtigsten Dinge rund um das Thema Dimmen erfahren Sie hier.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Grundsätzliches zum Thema Dimmen

Das Dimmen von Lampen funktioniert auf zwei verschiedene Arten: Die Phasenanschnittsteuerung und die Phasenabschnittsteuerung.

Kurz erklärt geschieht dabei Folgendes: Beim Wechselstrom baut sich die Spannung kontinuierlich auf und ab. Im deutschen Stromnetz mit 50 Hz geht der Strom also genau 50 Mal durch den Nullpunkt in einer so genannten Sinuskurve. Ein Dimmer sorgt nun dafür, dass die Spannung nach jedem Durchgang durch den Nullpunkt verzögert ein- (Phasenanschnittssteuerung) bzw. früher abgeschaltet (Phasenabschnittsteuerung) wird.

Einfach ausgedrückt baut der Dimmer kurze Pausen in den Stromkreislauf ein. So sorgt er für eine geringere Verbrauchsspannung und weniger Beleuchtung. Wenn Sie einen Dimmer anschließen gilt also: Je stärker das Licht gedimmt wird, desto länger sind die Pausen.

Welchen Dimmer einbauen für LED-Lampen?

Auch LEDs können mittlerweile gedimmt werden. Allerdings nicht mit normalen Dimmern, sondern nur mit ausgewiesenen LED-Dimmern. Die Grund- und Maximallasten von LED-Lampen sind nämlich um ein Vielfaches geringer als von Glühlampen. Für diese schwachen Leistungen sind Glühlampen-Dimmer nicht ausgelegt. Mittlerweile werden jedoch LED-Dimmer angeboten, die selbst mit sparsamen 3 Watt LEDs umgehen können.

Ein weiterer Punkt beim Dimmen von LEDs: Während Halogenleuchten und Glühlampen mit Wechselstrom betrieben werden, benötigen LEDs Gleichstrom. Daher haben alle LED ein integriertes Vorschaltgerät installiert, das den Strom umwandelt. Ohne diese Vorschaltgeräte sind LED-Lampen nicht dimmbar. Nur bei gekennzeichneten LEDs dürfen Sie daher einen Dimmer installieren, ansonsten können Lampe oder Dimmer beschädigt werden.

Diese Kennzeichnung ist für LED-Dimmer wichtig

Die Hersteller von LED-Lampen haben deshalb ein Deklarationssystem entwickelt, mit dem Sie schnell die passenden Komponenten finden und den richtigen LED-Dimmer kaufen können. Diese „RLC“ Deklaration finden Sie auf den Verpackungen aller Trafos, Leuchtmittel und Dimmer, sodass sich keinerlei Verwechslungsgefahr ergibt.

Für LED-Lampen wird üblicherweise ein Phasenabschnittsdimmer mit C-Deklaration verwendet. (In der Regel vermerken  die Leuchtmittelhersteller auf den Verpackungen oder auf deren Webseiten, mit welchem Dimmer die jeweilige LED-Lampe dimmbar ist.) Ab Juli 2015 sind mit dem Kopp-Phasenabschnittsdimmer auch LED mit Grundlasten von lediglich 3 Watt dimmbar – sofern Sie eine dimmbare LED haben. Das „dimmable“ Logo weist dimmbare LEDs explizit aus, Verwechslung unmöglich.
Welche Dimmerarten gibt es?

Natürlich sind die technischen Voraussetzungen nicht alles, worauf es beim Dimmer installieren ankommt. Denn natürlich muss der Dimmer – wie jeder andere Lichtschalter auch – zu Ihrer Einrichtung passen. Tastdimmer, Dreh-Aus-Dimmer und Wippen-Wechseldimmer sind Teil der vielseitigen Schalterprogramme von Kopp. Sie sind für alle Halogen und Glühlampen sowie für die meisten dimmbaren 230-V-LEDs einsetzbar. Welcher davon am besten in Ihre vier Wände passt, das steht allerdings auf keiner Deklaration und bleibt ganz Ihrem Geschmack überlassen.

Holen Sie sich also, bevor Sie einen Dimmer anschließen oder kaufen wollen, immer die notwendigen Informationen ein. Dasselbe gilt für Trafos und Leuchtmittel. Im Zweifel wenden Sie sich an Ihren kompetenten Fachmann vor Ort oder direkt an uns.