Smart Lighting – Mit Licht den Biorhythmus steuern

Am 28. Oktober werden die Uhren auf Winterzeit umgestellt. Auch wenn das eine Stunde mehr Schlaf bedeutet, ist die Zeitumstellung für viele Menschen belastend. Denn der Mini-Jetlag hat gesundheitliche Folgen. Mit cleveren Smart-Home-Lösungen von Kopp lässt sich der natürliche Rhythmus zumindest in den eigenen vier Wänden simulieren.

Auf den ersten Blick ergibt es Sinn. Im Hochsommer geht die Sonne bereits um 3:30 Uhr auf. Also dann, wenn die meisten noch im Bett liegen. Mit der Einführung der Sommerzeit 1980 sollte die Tageslichtnutzung verlängert werden, um Energie einzusparen. Heute ist klar, dass die halbjährliche Zeitumstellung einen negativen Einfluss auf die Gesundheit vieler Menschen hat. Wenn im Frühjahr die Tage länger werden, stellt sich der Körper langsam auf die veränderten Lichtverhältnisse ein. Durch die Zeitumstellung wird dieser Anpassungsprozess jäh durcheinandergebracht und um mehrere Wochen zurückgeworfen. Die biologische Uhr bleibt auf der Normalzeit, während der Wecker eine Stunde früher klingelt. Dieser Mini-Jetlag kann Blutdruck, Puls und Körpertemperatur durcheinanderbringen. In der Folge leiden Viele und Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Konzentrationsproblemen.

Die innere Uhr wird vor allem durch das Sonnenlicht gesteuert. Damit beschäftigt sich auch das Lichtkonzept Human Centric Lighting (HCL). Die Idee: Künstliche Beleuchtungslösungen sollen chronobiologische Prozesse unterstützten und die natürlichen Vorgänge im Organismus anregen. Dafür muss das Licht zur richtigen Zeit am richtigen Ort in optimaler Menge und Farbe zur Verfügung stehen. Am besten lässt sich dieser Anspruch mit modernen Smart-Home-Lösungen realisieren, wie beispielsweise Free-control von Kopp. In Kombination mit funkgesteuerten Dimmern und LED-Leuchtmitteln ermöglicht das Smart Home eine individuelle und zentral steuerbare Lichtversorgung.

Licht gezielt steuern und clever einsetzen

In den letzten Jahren haben sich vor allem funkgesteuerte Smart-Home-Systeme am Markt durchgesetzt. Sie lassen sich einfach installieren und jederzeit erweitern. Bei der Funktionalität hat die Funktechnik gegenüber kabelbasierten Systemen deutlich aufgeholt. Durch den Einsatz einer zentralen Steuerungseinheit – dem Gateway – lassen sich sämtliche Funkkomponenten ins Internet einbinden und via Smartphone ansteuern. Als bidirektionales Kommunikationssystem sind die einzelnen Komponenten nicht nur in der Lage Steuerungsbefehle umzusetzen. Sie können auch Statusmeldungen weitergeben. Konkret heißt das: Die App zeigt an, ob eine Lampe aus- oder eingeschaltet ist. Damit können die Funk-Aktoren auch komplexe Programmierungen wie Zeitschaltungen in Verbindung mit Bewegungsmeldern vornehmen.

Moderne Smart Homes basieren auf offenen Standards. Damit ist es möglich, die Geräte unterschiedlicher Hersteller auf einer zentralen Bedienoberfläche zusammenzuführen. Hierfür stellt Kopp die HomeControl App für Apple und Android zur Verfügung. Damit können Statusmeldungen des Betriebszustandes der angelernten Smart-Home-Komponenten sowie Sensorereignisse abgerufen und überwacht werden. Über einen mobilen Internetzugang lässt sich das Smart Home auch aus der Ferne steuern.

Licht ist nicht gleich Licht

Im Alltag sind die Anforderungen an die Systeme recht simpel. Das Licht wird zum Beispiel immer nur dann eingeschaltet, wenn es dunkel ist. Ein Sensor informiert die Zentralsteuerung über die Helligkeitsverhältnisse in den einzelnen Räumen und passt das LED-Licht wie gewünscht an. Die Helligkeit der LEDs sollte stufenlos gedimmt werden können, um etwa die aufgehende Sonne zu simulieren.

Für einen gesunden Biorhythmus ist es außerdem wichtig, dass sich die sich die Farbtemperatur des Leuchtmittels an die Tages- und Nachtzeit anpassen lässt. Hierfür sollte die LED mit dem Zusatz RGBW gekennzeichnet sein. Die Farbtemperatur wird in Kelvin angegeben und bestimmt den Anteil von Blau und Gelb im Licht. Tageslicht beispielsweise hat zur Mittagszeit einen hohen Blauanteil, die untergehende Sonne hingegen scheint in einem warmen, gelben Licht. Wer das zu Hause geschickt einsetzt, kann sein Küche am Morgen in ein helles Kaltweiß tauchen, um beim Frühstück richtig wach zu werden. Am Abend wird es dann bei einem warmweißen, leicht gedimmten Kerzenlicht gemütlich.

Wie das Smart Home die Zeitumstellung überlistet

Viele Menschen haben Probleme mit der Zeitumstellung, weil sie ihren Rhythmus nicht umstellen. Hier kann es helfen, einen Lichtwecker in das Smart Home einzubinden. Dieser kann auch schon vor der eigentlichen Zeitumstellung schrittweise auf die neue Zeit eingestellt werden. Die Weckroutine lässt sich mit der App regeln. Wichtig ist, dass die Helligkeit langsam zunimmt und das morgendliche Licht einen hohen Blauanteil aufweist. So kann auch künstliches Licht dabei helfen die innere Uhr zu überlisten, indem es die fehlende Sonneneinstrahlung simuliert. Damit gewinnt man zwar nicht die verlorene Stunde Schlaf zurück, fühlt sich morgens aber ausgeschlafener und fitter.