Stimmungsbild Energiesparlampen dimmen

LED, Energiesparlampen und Dimmer – Die häufigsten Fragen und Antworten

Die Einführung neuer Leuchtmittel wie LED und Energiesparlampen hat bei vielen Verbrauchern Fragen hinterlassen, die noch nicht ausreichend beantwortet wurden. Besonders im Hinblick auf die Dimmbarkeit von LEDs tappen viele Nutzer sprichwörtlich im Dunkeln. Die Antwort auf diese Frage ist allerdings gar nicht so kompliziert. Die wichtigsten Dinge rund um das Thema Dimmen erfahren Sie hier.

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Grundsätzliches zum Thema Dimmen

Das Dimmen von Lampen funktioniert auf zwei verschiedene Arten: Die Phasenanschnittsteuerung und die Phasenabschnittsteuerung.

Kurz erklärt geschieht dabei Folgendes: Beim Wechselstrom baut sich die Spannung kontinuierlich auf und ab. Im deutschen Stromnetz mit 50 Hz geht der Strom also genau 50 Mal durch den Nullpunkt in einer so genannten Sinuskurve. Ein Dimmer sorgt nun dafür, dass die Spannung nach jedem Durchgang durch den Nullpunkt verzögert ein- (Phasenanschnittssteuerung) bzw. früher abgeschaltet (Phasenabschnittsteuerung) wird.

Einfach ausgedrückt baut der Dimmer kurze Pausen in den Stromkreislauf ein. So sorgt er für eine geringere Verbrauchsspannung und weniger Beleuchtung. Wenn Sie einen Dimmer anschließen gilt also: Je stärker das Licht gedimmt wird, desto länger sind die Pausen.

Welchen Dimmer einbauen für LED-Lampen?

Auch LEDs können mittlerweile gedimmt werden. Allerdings nicht mit normalen Dimmern, sondern nur mit ausgewiesenen LED-Dimmern. Die Grund- und Maximallasten von LED-Lampen sind nämlich um ein Vielfaches geringer als von Glühlampen. Für diese schwachen Leistungen sind Glühlampen-Dimmer nicht ausgelegt. Mittlerweile werden jedoch LED-Dimmer angeboten, die selbst mit sparsamen 3 Watt LEDs umgehen können.

Ein weiterer Punkt beim Dimmen von LEDs: Während Halogenleuchten und Glühlampen mit Wechselstrom betrieben werden, benötigen LEDs Gleichstrom. Daher haben alle LED ein integriertes Vorschaltgerät installiert, das den Strom umwandelt. Ohne diese Vorschaltgeräte sind LED-Lampen nicht dimmbar. Nur bei gekennzeichneten LEDs dürfen Sie daher einen Dimmer installieren, ansonsten können Lampe oder Dimmer beschädigt werden.

Diese Kennzeichnung ist für LED-Dimmer wichtig

Die Hersteller von LED-Lampen haben deshalb ein Deklarationssystem entwickelt, mit dem Sie schnell die passenden Komponenten finden und den richtigen LED-Dimmer kaufen können. Diese „RLC“ Deklaration finden Sie auf den Verpackungen aller Trafos, Leuchtmittel und Dimmer, sodass sich keinerlei Verwechslungsgefahr ergibt.

Für LED-Lampen wird üblicherweise ein Phasenabschnittsdimmer mit C-Deklaration verwendet. (In der Regel vermerken  die Leuchtmittelhersteller auf den Verpackungen oder auf deren Webseiten, mit welchem Dimmer die jeweilige LED-Lampe dimmbar ist.) Ab Juli 2015 sind mit dem Kopp-Phasenabschnittsdimmer auch LED mit Grundlasten von lediglich 3 Watt dimmbar – sofern Sie eine dimmbare LED haben. Das „dimmable“ Logo weist dimmbare LEDs explizit aus, Verwechslung unmöglich.
Welche Dimmerarten gibt es?

Natürlich sind die technischen Voraussetzungen nicht alles, worauf es beim Dimmer installieren ankommt. Denn natürlich muss der Dimmer – wie jeder andere Lichtschalter auch – zu Ihrer Einrichtung passen. Tastdimmer, Dreh-Aus-Dimmer und Wippen-Wechseldimmer sind Teil der vielseitigen Schalterprogramme von Kopp. Sie sind für alle Halogen und Glühlampen sowie für die meisten dimmbaren 230-V-LEDs einsetzbar. Welcher davon am besten in Ihre vier Wände passt, das steht allerdings auf keiner Deklaration und bleibt ganz Ihrem Geschmack überlassen.

Holen Sie sich also, bevor Sie einen Dimmer anschließen oder kaufen wollen, immer die notwendigen Informationen ein. Dasselbe gilt für Trafos und Leuchtmittel. Im Zweifel wenden Sie sich an Ihren kompetenten Fachmann vor Ort oder direkt an uns.