Hallo Uwe,

aus der aktuellen Pressemitteilung auf unserer Webseite erfahren wir ja schon einige spannende Fakten über Deine bisherige Karriere. Angefangen von der Selbstständigkeit als Handwerker für Elektrotechnik und Metallbau, bis hin zum Leiter im Produkt- und Qualitätsmanagement für Schalter- und Steckdosenprogramme, hast Du 2016 endlich Deine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Du begannst, als Technischer Leiter in der Smart Home-Beratung und -Planung tätig zu sein und betreutest Projekte mit dem Ziel, eine smarte Überwachungstechnik für Privathaushalte und Gewerbebetriebe zu entwickeln. Das Projekt wurde 2014 mit dem Telekom M2M Community Award ausgezeichnet.

Gerade im Bereich der Gebäudetechnik ist Smart Home ein immer häufiger auftauchender Begriff.

Aber wo fängt Smart Home an und wo hört es auf? Benötigt man erst teures Sensorequipment um sein Zuhause smart nennen zu dürfen, oder gilt die Nutzung von Bewegungsmeldern auch schon als smart?

Man braucht nicht unbedingt teures Equipment um sein Zuhause smart nennen zu dürfen, aber die reine Nutzung von Bewegungsmelder in einem Haus, würde ich noch nicht smart nennen. Smart fängt bei mir an, wenn ich nachts zur Toilette gehe und der gleiche Bewegungsmelder, der mir abends das Licht mit 100% Helligkeit einschaltet, jetzt das Licht als Nachtlicht einschaltet. Das Ganze kann noch weiter vernetzen werden, der gleiche Bewegungsmelder der das Licht schaltet, löst bei Abwesenheit Alarm aus.

Offensichtlich bist Du ein echter Spezialist auf dem Gebiet Smart Home und hast Deine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Zudem erschien Dein Eigenheim schon in mehreren Fachzeitschriften und wurde sogar mit einem Preis ausgezeichnet.

Was macht also Dein Zuhause so smart?

Es sind die smarten Funktionen die im Hintergrund arbeiten und jederzeit abrufbar sind, wie Optimierung des Energieverbrauchs, mehr Komfort, höhere Sicherheit und eine Sprachsteuerung.

In dem Bereich Energieverbrauch habe ich den größten Nutzen von der Verkettung PV-Anlage und Wärmepumpe. Wenn die PV Anlage genügend Energie erzeugt, wird die Wärmepumpe freigeschaltet und warmes Wasser erzeugt. Die Beleuchtung in den Fluren wird über Bewegungsmelder, in Abhängigkeit der Helligkeit das Licht geschaltet. Fenster auf Heizung aus, nie wieder zum Fenster hinaus heizen, dank überwachten Türen und Fenstern. Bedarfsgerechte Temperierung jedes einzelnen Raumes, durch individuelle Zeitprogramme und tageszeitabhänigen Temperaturkurven.

Komfort heißt bei mir, die Rollläden fahren Zeitgesteuert auf und wieder zu oder lassen sich über Zentralschalter bedienen. Eine intelligente Beschattung mit Sonnenstandsberechnung, Wärmegewinn im Winter, rechtzeitiges beschatten im Sommer. Mein Smart Home weckt mich morgens mit Musik über den Sonos Lautsprecher, kennt meinen Weg zur Arbeit, kennt den Wetterbericht, die Verkehrsinformationen und weckt mich wenn nötig etwas früher. Sicherheit durch Überwachung der Türen und Fenstern, eine Kontrollanzeige an der Eingangstür signalisiert zusätzlich beim Verlassen des Hauses, ob alle Fenster und Türen geschlossen sind. Ein nachgerüsteter Wassersensor neben der Waschmaschine detektiert einen Wasserschaden und schließt bei Wasseraustritt selbständig die Hauptwasserzuleitung.

Während dem Urlaub läuft eine Anwesenheitssimulation, welches das Haus bewohnt aussehen lässt, auch die Sonos Lautsprecher werden zu akustischen Verstärkung der Anwesenheitssimulation hinzugezogen und spielen zu definierten Zeiten Musik ab. Wenn es an der Haustür klingelt und ich bin nicht zuhause, klingelt mein Handy und ich kann dem Postboten sagen, wo er das Paket abstellen soll. Wenn ich das Haus verlasse gibt es einen „Gehen“ Schalter oder einfach mit den Worten Hey Siri „Ich verlasse das Haus“ und alle Lichter werden ausgeschaltet und man wird mit einem netten Satz von Siri verabschiedet.

Vereinfacht gesagt, „Mein Smart Home unterstützt mich bei allen Aufgaben im Haus, wacht über meine Sicherheit, hilft mir Geld zu sparen“

Die Interaktion von Mensch und Maschine ist ein sehr spannendes und hoch komplexes Thema. Maschinen werden immer intelligenter und agieren teilweise schon komplett autonom und ohne das Eingreifen eines Menschen. Sie kommunizieren miteinander und sind durch unterschiedliche Netzwerke verbunden. Diese Interaktion zwischen Mensch und Maschine lässt sich teilweise auch schon in verschiedenen SmartHome Lösungen feststellen. „Alexa, schalte das Licht ein!“

Aber was tun, wenn das smarte Zuhause auf einmal nicht mehr so smart ist? Und ich beispielsweise gerne das Licht über eine Sprachsteuerung anschalten möchte, dies aber nicht mehr funktioniert?

Wo siehst Du also die Herausforderungen von Smart Home und wie kann man ein solches Szenario vermeiden?

Die Herausforderung beim einem Smart Home liegt darin, den Menschen die darin Wohnen das Leben zu erleichtern, es darf nicht zur Belastung werden, gerade bei einem Systemausfall.

Stellen Sie sich vor es brennt, Sie wollen über die Terassentür ins freie gelangen und können den Rollladen nicht auffahren, weil Ihre Stimme nicht erkannt wird. Grund.- und Sicherheitsfunktionen, das Hauptlicht in einem Raum oder die Rollläden müssen bedient werden können, auch wenn Alexa streikt oder das Handy leer ist. Im Normalbetrieb hat Ihr Smart Home, wenn der erste Rauchmelder Alarm schlägt, die Beleuchtung angeschaltet und die Rollläden hochgefahren, damit Sie sicher das Haus verlassen können. Komfort.- Zentralfunktionen, Szenarien, Energiemanagement und Entertainment das alles sind Funktionen welche perfekt über eine Smart Home Lösung geschaltet werden können, dennoch kann ich bei Systemausfällen auf diese Funktionen verzichten. Dank der ausgereiften Technik sind Systemausfalle sehr selten geworden.

Wenn man heute durch die Bau- und Elektromärkte läuft, fällt auf, dass das Angebot an Smart Home Lösungen in letzter Zeit enorm gewachsen ist.

Worin unterscheiden sich die einzelnen Anbieter? Gibt es Qualitätsunterschiede und wie steht Kopp Deiner Meinung nach mit seinem Angebot an SmartHome Lösungen?

Die größten Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern ist, Drahtgebundenes oder Funksystem. Auch die Bandbreite und Sortimentstiefe sind sehr unterschiedlich. Am besten einen Anbieter suchen, bei dem ich alles aus einer Hand bekomme, dann kann ich davon ausgehen das die Geräte auch miteinander funktionieren. Die Firma Kopp ist mit seiner Smart Home Lösung, gut aufgestellt. Durch die stetige Weiterentwicklung der Produkte, wie mit dem bidirektionalen Free Control 3.0 und der permanenten Erweiterung der Bandbreite und Sortimentstiefe mit Innovativen Produkten ist die Firma Kopp für die Zukunft bestens gewappnet.

Viele träumen vom Besitz eines Eigenheims. Mit zunehmenden technischen Fortschritt wächst auch der Wunsch nach einem smarten Zuhause. Nehmen wir an ich bin gerade stolzer Besitzer eines Eigenheims geworden und möchte dieses nun zu meinem ganz persönlichen Smart Home umgestalten.

worauf sollte ich achten, wenn ich mein Zuhause intelligent vernetzen möchte?

Wenn man sein Zuhause intelligent vernetzen möchte, sollte ich darauf achten, dass es auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Am besten eine Liste machen, was ist mir wichtig, Sicherheit, Komfort, Energiemanagement, Entertainment, Sprechanlage und hierzu die verschiedenen Funktionen von Anwesenheitssimulation bis Zentralsteuerung und dann nach der zu mir passenden Smart Home Lösung schauen. Bei einer größeren oder auch komplexeren Installation den Elektrofachmann hinzuziehen.

Das System sollte frei skalierbar sein, von der kleinen Start-Lösung bis hin zur Komplettlösung sollte alles möglich sein, auch mehrere Funk-Standards sollte im System integriert sein.

Das Thema Sicherheit und ein möglicher Eingriff in die Privatsphäre sind Punkte, welche potentielle Smart Home-Nutzer von einem intelligenten Eigenheim abhält. Befürchtungen wie Hackerangriffe und Spionage in den eigenen vier Wänden sind häufig diskutierte Themen.

Wie sicher ist ein Smart Home und gibt es Möglichkeiten sein Zuhause vor solchen Szenarien zu schützen?

Sicherheit und Datenschutz ist ein wichtiges Thema, wo bei man unterscheiden muss angriff aus dem Netz oder der Hacker seht vor der Tür. Viele Smart Home Lösungen haben einen sehr hohen Sicherheitsstandard und schneiden bei Tests gut ab. Dennoch kommt man nicht drum herum die Software Updates regelmäßig zu machen, von Router bis hin zum Gateway, damit man dem Hacker keine Tür öffnet.