Zahlenschloss als Symbol für Sicherung des PCs

Smart Homes sind längst keine Zukunftsvision mehr, sondern fester Bestandteil des Alltags. Mit der technischen Entwicklung wachsen auch die Anforderungen an die Datensicherheit. Schließlich werden heute auch sicherheitsrelevante Systeme wie Alarmanlagen, Bewegungsmelder und Überwachungskameras über das Smart Home gesteuert. Auf sie dürfen Außenstehende keinen Zugriff haben. Darüber hinaus generiert das Netzwerk Daten über seine Benutzer, die in der Öffentlichkeit nichts verloren haben.

Um die Daten in einem Smart Home zu schützen, sollten Sie daher folgende Aspekte bei der Einrichtung bedenken und diese kritischen Faktoren mitdenken.

1. Unterteilung in unterschiedliche Netzwerke

Trennen Sie die wichtigen von den weniger wichtigen Funktionen. Dazu können Sie für virtuelle Heimnetzwerke, sogenannte VLANs, im jeweiligen Router anlegen: eines für Alarmanlage, Bewegungsmelder und Kamera und eines für die Funk-Lichtschalter oder die Musikanlage. Beschränken Sie den Personenkreis, der Zugriff auf die jeweiligen Netzwerke hat, um unbefugte Einblicke auszuschließen.

2. Aktuelle Verschlüsselungsstandards verwenden

Das heimische WLAN schützen Sie mit einer WPA2-Verschlüsselung, die nach dem neuesten Sicherheitsprotokoll IEEE 802.11i/D9.0 arbeitet. WEP oder einfache WPA-Verschlüsselungen sind leicht zu überwinden und daher ein Sicherheitsrisiko. Die Sicherheitseinstellungen nehmen Sie in der Benutzeroberfläche des Routers vor. Finden Sie dort keine WPA2-Option, sollten Sie den Router durch eine modernere Version des Geräts ersetzen.

3. Zugriff durch VPN-Clients sichern

Die nächsthöhere Sicherheitsstufe sind MAC-Adressenfilter und VPNs. Sie garantieren, dass nur ausgewählte Benutzer auf das Smart Home zugreifen können. Für den MAC-Adressenfilter schalten Sie im Router ausschließlich die bekannten Computer oder Smartphones für das heimische WLAN frei. Mit einem VPN, einem Virtuellen Privaten Netzwerk, kann auch von unterwegs auf die Funktionen des Smart Homes zugegriffen werden. Mit Hilfe einer Software, dem VPN-Client, besteht außerdem Schutz vor unbefugtem Zugriff.

4. Passwörter und Software regelmäßig erneuern

Der eigene Computer oder das Smartphone sind leider oft unbeachtetes Einfallstore für Datendiebe. Denn wer Zugriff darauf gewinnt, kann auch die smarten Hausfunktionen steuern. Denken Sie an sichere Passwörter und daran, dass diese regelmäßig geändert werden sollten. Auch das Betriebssystem und die Firmware von Router und Gateway sollten sie stets auf den neuesten Stand bringen, um Sicherheitslücken zu schließen.

5. Sicherheitsfunktionen des Gateways nutzen

Moderne Smart-Home-Systeme haben verschiedene Sicherheitsmerkmale integriert. So sendet das Smart-Home-Gateway von Mediola automatisch SMS oder Emails, wenn der Funk-Bewegungsmelder aktiviert oder ein Fenster trotz Abwesenheit geöffnet wurde. Diese Benachrichtigungsregeln können Sie individuell einstellen – und natürlich mit einem Passwort in der Bedienoberfläche sichern.

Smart Homes bieten dem Nutzer ungeahnte Möglichkeiten. Diese sollten Sie vor fremden Zugriff schützen. So lassen sich die Vorteile der drahtlosen Gebäudesteuerung in dem Wissen genießen, dass die Daten sicher sind.

Beitragsbild: Sind Ihre Daten sicher? von Dennis Skley, CC BY-ND 2.0