Wir benutzen Lichtschalter und Steckdosen heute so selbstverständlich, dass wir kaum noch darüber nachdenken. Dabei sind elektrische Leitungen sehr sensible und hochmoderne Systeme, die ohne die richtige Handhabung schnell ausfallen oder im schlimmsten Fall sogar große Schäden anrichten können. Eine der wichtigsten Bausteine für eine sichere, elektrische Leitung ist der Überspannungsschutz. Wie Sie sich vor Überspannung schützen können, z.B. wenn Sie eine Steckdose einbauen, zeigen wir Ihnen hier.

Wie entsteht Überspannung?

Die Netzspannung im häuslichen Stromnetz liegt bekanntlich bei 230 Volt. Mit ihr werden die elektrischen Geräte aus unseren Steckdosen gespeist, sie ist in der Regel konstant. Allerdings kann es in Ausnahmefällen zu erhöhten Spannungen kommen.

Die Hauptursache für eine Überspannung ist ein Blitzeinschlag. Die elektrische Spannung eines Blitzes sucht sich entweder eine metallene Leitung mit möglichst geringem Widerstand für ihre Entladung. Oder der Blitz löst einen elektromagnetischen Impuls aus, der die Leitungen mit einer Energiewelle überschwemmt, für die diese nicht ausgelegt sind.

Ein weitere Grund für eine Überspannung können kurzzeitige, steile Spannungsspitzen sein. Sie treten zum Beispiel beim Ausschalten von Leuchtstoffröhren oder bei hoher Reibung auf. Diese kurze Überspannung kann für empfindliche Geräte Probleme bereiten. Im Zweifel sichern Sie diese lieber mit einer entsprechenden Steckdosenleiste ab.

Wie funktioniert ein Überspannungsschutz und welche Arten gibt es?

Es gibt drei Arten von Überspannungsschutz. Da dieses dreistufige Konzept aufeinander aufbaut, sollten Sie für eine Sicherung Ihrer Geräte alle Stufen beachten. Fällt eine Sicherungsstufe aus, ist das ganze elektrische System anfällig.

1. Grobschutz: Der Blitzstromableiter

Der klassische Blitzableiter leitet die größte Spannung, die durch einen Blitzeinschlag entsteht, durch seine Erdung ab. Das ist allerdings nur der äußere Blitzschutz. Ist der Blitzstrom bis in die Leitung vorgedrungen, ist ein innerer Blitzschutz notwendig. Dieser sogenannte Blitzschutz-Potentialausgleich verteilt die Überspannung innerhalb des Schutzsystems und verhindert gefährliche Funkenbildung.

2. Mittelschutz: Der Überspannungsableiter

Der Blitzschutz kann jedoch nicht die gesamte Überspannung abfangen. Ein Mittelschutz ist nötig. Im Elektroverteilungsschrank eingebaut senkt dieser Überspannungsableiter die Spannung weiter ab. Er kann in der Regel mit Spannungen bis zu 4.000 Volt umgehen. Alles darüber sollte der Grobschutz bereits abgeleitet haben.

3. Feinschutz: Der Überspannungsschutz in den Geräten

Elektrische Geräte haben heute im Normalfall einen eigenen Überspannungsschutz integriert, der die Bauteile vor gefährlichen Spannungsschwankungen schützt. Bei besonders empfindlichen Geräten wie Stereoanlagen, Computern oder TV-Systemen können Sie darüber nachdenken, einen zusätzlichen Feinschutz zu installieren.

Bei den Schutzgeräten haben Sie zwei Möglichkeiten zur Auswahl: Steckdosen oder Steckdosenleisten bzw. Zwischenstecker. Der einfachste Weg für die Sicherung Ihrer Geräte ist natürlich eine dafür ausgewiesene Steckdosenleiste, die Sie zwischen Gerät und Stromquelle schalten. Aber auch wenn Sie eine Steckdose installieren wollen, die einen integrierten Überspannungsschutz bietet, dürfte das keine Probleme darstellen. Der Einbau funktioniert genau so, wie bei einer normalen Unterputzdose.

Achten Sie besonders beim Feinschutz darauf, dass Sie qualitativ hochwertige Ware einsetzen. Beim Steckdosen oder Lichtschalter installieren sind die strengen VDE Richtlinien entscheidend, im Bereich Blitz- und Überspannungsschutz ist es ganz konkret die DIN EN 61643-11 Norm. Für einen Überspannungsschutz, dem Sie vertrauen können, gehen Sie hier besser keine billigen Kompromisse ein.

Im Haushalt kommt es eher selten vor, dass Sie eine neue Steckdose installieren müssen. Steckdosen und Lichtschalter sind heute langlebig und eine vorausschauende, moderne Elektroplanung deckt in der Regel den Bedarf an Stromzugängen ab. Sollten Sie dennoch mal eine neue Steckdose montieren wollen, ist das allerdings kein großes Problem. Mit der richtigen Ausrüstung ist das schnell erledigt.

Hinweis: Achten Sie bei allen Arbeiten an elektrischen Anlagen unbedingt auf ausreichende Sicherheitsmaßnahmen und fragen Sie im Zweifel immer einen erfahrenen Elektriker!

Schritt 1: Die Steckdosenblende abmontieren

Bevor Sie eine neue Steckdose montieren können, müssen Sie natürlich erst die alte ausbauen. Dazu schalten Sie als erstes unbedingt den Strom am Sicherungskasten ab und überprüfen die Spannungsfreiheit an der Steckdose mit einem Spannungsprüfer. Fließt kein Strom mehr durch die Leitung, können Sie die Abdeckung nach einem einfachen Lösen der Mittelschraube abnehmen. Das geht schnell und vollkommen unkompliziert.

Hochwertige Steckdosen haben eine lange Lebenszeit und müssen immer seltener ausgetauscht werden. Oft sind es nur die Blenden, die vielleicht unansehnlich oder unmodern geworden sind und ausgetauscht werden sollen. Natürlich können Sie auch nur diese auswechseln, allerdings werden Steckdosen heute oft nur als Komplettpaket angeboten. Wenn Sie also schon die Blende entfernt haben, können Sie auch gleich den Rest des Moduls wechseln und Ihrer Wohnung so einen frischen Look verleihen – inklusive der neuesten Technik.

Schritt 2: Der Ausbau der Steckdose

Wollen Sie aber tatsächlich eine neue Steckdose einbauen, lösen Sie jetzt die Schrauben, mit denen diese in der Unterputzdose verankert ist. In der Regel sind das Spreizkrallenschrauben. Bei Hohlwanddosen, die beispielsweise in Holzwänden eingesetzt werden, handelt es sich um Hohlraumschrauben. Das Prinzip des Aufschraubens ist gleich. Nach dem Abschrauben und dem Abklemmen der Kabel können Sie die alte Steckdose herausnehmen.

Schritt 3: Die neue Steckdose installieren

Bevor Sie die neue Steckdose einbauen können, müssen die Leiter wieder richtig verdrahtet werden. Bei beschädigten oder alten Kabeln kann es sinnvoll sein, ausgefranste Kabelspitzen zu kappen und neu abzuisolieren. Etwa 10 bis 12 mm sollten die Kupferdrähte freiliegen. Da bei festen Elektroinstallationen – und Steckklemmen allgemein – ausschließlich starre Leiter verwendet werden, brauchen Sie sich übrigens über aufgespleißte Adern keine Gedanken zu machen.

Nun folgt die Verdrahtung, die natürlich Voraussetzung für einen ungehinderten Stromfluss ist. Der stromführende Leiter und Neutralleiter werden rechts und links angeklemmt. Der Stromleiter ist in der Regel schwarz, bei alten Leitungen können Sie auch auf braune, rote oder weiße Kabel treffen. Den Neutralleiter erkennen Sie an der blauen Ummantelung. In der Mitte klemmen Sie den Schutzleiter an, die Erdung, die in grün-gelb unverwechselbar ist.

Bei Altbauten ist jedoch Vorsicht geboten. Denn bei diesen Farben handelt es sich um den heutigen Standard, der nicht mit dem der damaligen Zeit übereinstimmen muss. Prüfen Sie daher lieber die entsprechenden Adern einzeln, um auch wirklich sicher zu gehen.

Heute finden Sie hauptsächlich Steckklemmen, in die Sie die Leiterenden einfach einstecken können. Finden Sie noch eine Schraubklemme vor, ziehen Sie die Spitze mit Hilfe der Schraube fest. Der Schutzleiter sollte dabei der längste von allen Drähten sein. Wird die Steckdose unsachgemäß aus der Wand gerissen, würde so der Schutzleiter am längsten verbunden sein und Sicherheit bieten.

Tipp: Setzen Sie das Kabel dabei am besten links neben dem Gewinde an, damit der Leiter in der Drehrichtung der Schraube anliegt und bestenfalls mit dem Gewinde eng eingedreht wird.

Schritt 4: Überprüfen und wieder in Betrieb nehmen

Nach einer letzten Überprüfung, ob die Drähte auch fest in den Klemmen sitzen, setzen Sie die Steckdose wieder in die Unterputzdose. Achten Sie dabei darauf, die Kabel nicht zu quetschen. Vielleicht ist ein wenig Fingerspitzengefühl notwendig. Schrauben festziehen, Blende ebenfalls anschrauben und fertig.

Fast! Denn bevor Sie den Strom wieder einschalten, ist eine Isolationsmessung sinnvoll und in gewissen Fällen vorgeschrieben. Damit können Sie mögliche Fehler in der Leitung aufspüren und beheben. Besonders bei alten Leitungen sind Isolationsmessungen regelmäßig zu empfehlen, um einer Überalterung der Leitungen vorzubeugen.

Halten Sie sich an diese Schritte und das Steckdosen installieren gelingt Ihnen im Handumdrehen.

Hinweis: Sollten Sie eine Steckdose versetzen oder einen Steckdosenkreis um eine weitere Dose erweitern wollen, sind seit 2009 die neuen VDE-Normen zu beachten. Diese schreiben vor, dass auch Steckdosen mit Fehlerstrom-Schutzschaltern vor gefährlichen Fehlerströmen gesichert werden müssen. Bei einem einfachen Austausch der Steckdose brauchen Sie das jedoch nicht.

Schalter und Steckdosen, mit denen Ihre Feuchtrauminstallation nicht Baden geht

Wasser und Elektrizität sind – vielleicht mit der kuriosen Ausnahme des Zitteraals – keine gute Verbindung. Schließlich leitet Wasser sehr gut und kann so lebensbedrohliche Spannung abgeben oder gefährliche Kurzschlüsse produzieren. Die Anforderungen an die elektrischen Installationen in Feuchträumen sind daher besonders hoch. Wir erklären, worauf Sie achten müssen, wenn Sie in einer solchen Umgebung zum Beispiel eine Steckdose einbauen wollen.

Welche Räume gelten als Feuchträume?

Feuchträume sind definiert als Räume, in denen Wände, Böden oder Geräte mit Wasser abgespritzt werden. Unbelüftete Keller und Gewächshäuser zählen ebenso dazu, weil hier eine überdurchschnittliche Luftfeuchtigkeit zu erwarten ist. Früher zählte man auch Badezimmer und Küche dazu. Da hier aber nur periodisch Feuchtigkeit auftritt, fallen sie heute nicht mehr in diese Kategorie. Natürlich gelten trotzdem erhöhte Sicherheitsvorkehrungen im Badezimmer, wenn Sie in Wassernähe Lichtschalter montieren wollen.

Worauf müssen Sie achten, wenn Sie in einem Feuchtraum Lichtschalter installieren möchten?

Elektrische Anlagen in Feuchträumen müssen unterschiedliche Schutzarten aufweisen. Für Spritzwasserschutz ist die Schutzart IPX4 verpflichtend, bei direktem Wasserkontakt IPX5 und bei Hochdruckstrahlern ist sogar IPX8 vorgeschrieben. Korrosionsschutz und das Abweisen von Dämpfen, Laugen, Säuren oder Öl sind ebenfalls obligatorisch, unabhängig davon, ob Sie eine einfache Steckdose montieren oder Bewegungsmelder installieren möchten. Beständigkeit bei Temperaturschwankungen und Schutz gegen das Eindringen von Fremdkörpern komplettieren die Liste. Letztgenanntes verlangt üblicherweise nach einem Klappdeckel, der langlebig, lichtecht und bruchfest sein sollte.

Kabel und Kabelführungen haben ähnlich strenge Auflagen. Nur NYM-Installationsleitungen und NYY-Kabel dürfen Sie verwenden. Eine saubere Abdichtung aller Kabeleinführungen ist selbstverständlich, wenn Sie eine Steckdose anklemmen. Möchten Sie eine ummantelte Leitung auf andere Leitungen verlegen, empfehlen wir, diesen Übergang außerhalb des Feuchtraumes zu montieren. Jeder einzelne Anschluss und Leitungsübergang birgt die Gefahr, dass doch etwas Wasser eindringen kann. Und je mehr Sie davon vermeiden, desto besser!

Welche Schalter und Steckdosen sind für Feuchträume geeignet?

Bei so hohen Anforderungen sind qualitativ hochwertige Produkte die richtige Wahl. Gutes Elektroinstallationsmaterial für Feuchträume ist robust, Halogen- und PVC-frei und resistent gegen chemische Einflüsse und Temperaturschwankungen.

Sie sehen: In Feuchträumen herrschen besondere Bedingungen, die besondere Handhabung erfordern. Deshalb weisen wir an dieser Stelle immer darauf hin, dass Sie Elektroinstallationen aller Art im Zweifel professionellen Installateuren überlassen sollten. Denn bei jedem Eingriff in die Elektroinstallation sind grundsätzlich die Sicherheitsregeln gemäß DIN VDE 0620 einzuhalten. Lesen Sie diese hier im Wortlaut nach, damit Sie sicher und nachhaltig Ihre Lichtschalter oder Steckdosen installieren können.

In eigener Sache: Das Aufputz-Feuchtraum-Schalterprogramm Blue Electric

Das Aufputz-Feuchtraum-Schalterprogramm Blue Electric erfüllt die oben genannten Anforderungen und Bedingungen. Wenn Sie in einem Feuchtraum eine Steckdose installieren wollen, sind Sie mit diesem professionellen Schalterprogramm bestens ausgestattet.

Eine Verdrahtung in alle Richtungen, serienmäßige Beleuchtung und die Möglichkeit der Beschriftung machen den Gebrauch und Einbau der Blue Electric Steckdosen einfach und komfortabel. Diagonal angeordnete Anschraub-Langlöcher sowie Gehäuseschrauben mit Schnellgewinde sind weitere Vorteile für eine schnelle Steckdosen-Installation im Keller, Kühl- oder Gewächshaus.

Sehen Sie sich hier den Produktfilm zum Aufputz-Feuchtraum-Schalterprogramm Electric an!

Die richtige Ausrüstung ist die halbe Arbeit – Werkzeug für die Elektroinstallation

Für heimische Arbeiten an elektrischen Anlagen brauchen Sie grundsätzlich drei Dinge: Das Wissen um den sicheren Umgang mit elektrischen Anlagen, die passenden Ersatzteile und das richtige Werkzeug. Selbst der erfahrenste Fachmann ist ohne seine Geräte aufgeschmissen und das nicht nur, weil es ziemlich anstrengend sein kann, mit unpassendem Werkzeug einen Lichtschalter zu installieren. Es kann auch gefährlich werden. Die richtige Ausrüstung bietet nicht nur effektives, sondern auch sicheres Arbeiten.

Spannung prüfen und messen bevor Sie eine Steckdose anschließen

Ein Spannungsprüfer ist für alle Arbeiten an elektrischen Anlagen unabdingbar, etwa wenn Sie einen neuen Dimmer montieren oder eine Steckdose einbauen wollen. Selbst wenn Sie vorher die Sicherung herausgedreht haben, ist eine zusätzliche Überprüfung der Spannungsfreiheit an der Leitung Pflicht. Ein zweipoliger Spannungsprüfer reicht in der Regel aus. Kombinierte Spannungs- und Durchgangsprüfer mit LED-Anzeige bieten einige Funktionen mehr.

Mit einem so genannten Multimeter können Sie darüber hinaus verschiedene Spannungen und Stromstärken prüfen und die jeweiligen Werte ablesen. Die heute günstigen Digitalmultimeter haben die analogen Varianten fast vollständig vom Markt verdrängt. Die neueste Innovation sind kontaktlose Spannungsprüfer, die je nach eingestellter Empfindlichkeit elektrische Spannung aufspüren können. Bequemer geht es kaum.

Kabel für Schalter und Steckdosen richtig entmanteln

Ist die elektrische Anlage spannungsfrei, dürfen Sie an die Leitung. Egal ob Sie nur einen neuen Lichtschalter einbauen oder komplexere Bewegungsmelder installieren wollen, die elektrischen Kabel müssen fachgerecht versorgt werden. Zunächst gilt es also die Leitung an der Spitze von ihrer Isolierschicht zu befreien. Das so genannte Abmanteln können Sie mit einem einfachen Kabelmesser erledigen. Etwas schneller geht es mit Spezialwerkzeugen wie einer Abisolierzange oder einem In-Dosen-Entmantler, mit dem Sie das gewünschte Kabel nicht erst aus der Unterputzdose herausziehen müssen. Achten Sie darauf, dass Ihr Werkzeug auch für den Durchmesser des Kabels ausgelegt ist, damit die Leiter nicht beschädigt werden.

Kabel für Schalter und Steckdosen vorbereiten: Versorgung und Einzug

Die Kabel sind nun fast fertig für den nächsten Anschluss von Steckdosen und Schaltern. Bei Litzenleitungen, einer Leitung aus vielen Einzeldrähten, kann aber je nach Klemme eine Aderendhülse notwendig sein. Sie schützt das Litzenende vor dem Ausfransen. Aderendhülsen müssen fachgerecht mit einem Crimp-Werkzeug, also einer Aderendhülsenpresszange, verarbeitet werden. Auch hier gibt es unterschiedliche Varianten, von der einfachen Zange bis zum Profiwerkzeug, mit dem Sie auch Crimp-Verbindungen mit größerem Durchmesser herstellen können. Damit die Aderendhülsen nicht aufplatzen, reißen oder die Leiter nicht optimal umschließen, gehören große Sorgfalt und Erfahrung zum Crimpen.

Als letztes benötigen Sie eventuell noch Kabeleinziehwerkzeuge. Sie sind besonders für die Verlegung von Kabeln im Decken- oder Fußraum ein wichtiges Hilfsmittel, um die elektrische Anlage auch dorthin zu lenken, wo Sie später Ihre Steckdosen einbauen oder Lichtschalter installieren wollen. Ob Sie Einziehspiralen oder Flachmetallbänder nutzen, ist dabei eher eine Frage der Übung, da beide Varianten im Grunde das gleiche Ergebnis liefern.

Natürlich sollten auch alle anderen Werkzeuge wie Seitenschneider oder Schnabelzange von hoher Qualität und mit ausreichender Isolierung ausgestattet sein. Bei Arbeiten an elektrischen Anlagen setzen Sie sich einer nicht zu unterschätzenden Gefahr aus – sei es beim Steckdosen installieren, Lichtschalter anschließen oder Dimmer einbauen. Gehen Sie kein Risiko ein! Wie immer gilt: Wenn Sie sich nicht zu 100 % sicher sind, überlassen Sie die Arbeit einem Fachmann.

Hinweis: Bei jedem Eingriff in die Elektroinstallation sind grundsätzlich die Sicherheitsregeln gemäß DIN VDE 0620 einzuhalten. Diese können Sie hier im Wortlaut nachlesen.

Sie befinden sich in jedem Raum und doch beachten wir sie kaum. Darum steht „Neue Lichtschalter einbauen“ auch nicht unbedingt an erster Stelle, wenn heimische Renovierungsarbeiten geplant sind.

Aber selbst bei scheinbar perfekter Planung beim Hausbau, werden Sie sich irgendwann überlegen müssen, ob Sie nicht neue Lichtschalter installieren sollten. Sei es aus Sicherheitsbestimmungen oder aus Gründen des Designs. Der Einbau ist relativ simpel und in wenigen Schritten erledigt. Damit dabei alles glatt läuft, sind hier die wichtigsten Tipps.

Prüfen Sie die Wand, bevor Sie den Lichtschalter montieren

Beim Kauf eines neuen Schalters überprüfen Sie zunächst Ihre Wandverkleidung. Für Gips, Zementbauplatten oder andere, leichte Wände brauchen Sie Hohlwanddosen. Für massives Mauerwerk benötigen Sie Unterputzdosen, die fest verbaut werden. Egal, welche Variante Sie wählen, denken Sie auch über eine Steckdose mit Schalter nach. Im Doppelpack gekauft müssen Sie nur einmal an die Leitung, um einen Lichtschalter mit Steckdose in einem Arbeitsschritt einzubauen.
Bei Kopp gibt es die Steckdose mit integriertem Schalter sogar in einer Einheit.

Lichtschalter einbauen: Schritt für Schritt

Sind die richtigen Dosen gewählt, geht es an die Montage. Beachten Sie unbedingt die Sicherheitsbestimmungen (*Link*), wenn Sie einen neuen Lichtschalter installieren wollen. Selbst relativ geringe Spannungen können für den Menschen tödlich sein.

  1. Das Abklemmen der Sicherungen inklusive dem Schutz vor Wiedereinschalten ist Pflicht. Ebenso das Überprüfen, ob die Leitung tatsächlich spannungsfrei ist. Nehmen Sie dazu einen 2-poligen Spannungsprüfer.
  2. Nun entfernen Sie den alten Lichtschalter, indem Sie zunächst die Abdeckung und dann den alten Lichtschaltersockel entfernen. Je nach Bauweise lassen sich die Kabel abschrauben oder – bei neueren Modellen – einfach per Hebelmechanismus von den Anschlussklemmen lösen.
  3. Die neuen Lichtschalter montieren Sie ihrem Schaltbild entsprechend. Wichtig: Alle Adern müssen in die richtige Klemme eingeführt und befestigt werden. Bei neueren Modellen klappt das üblicherweise schraubenlos.
  4. Den angeschlossenen Lichtschalter- oder Steckdosensockel führen Sie jetzt in die Hohlwand- oder Unterputzdose ein. Ausrichten nicht vergessen und mit Hilfe der Spreizkrallen oder der Dosenschrauben den Sockel in den Dosen arretieren.
  5. Ist der Sockel fest verbaut, fehlt nur noch die Abdeckplatte. Beachten Sie die Montageanleitung Ihres Produktes, wenn Sie die Platte für den neuen Lichtschalter installieren. Nun noch die Schalterwippe anbringen, was im Normalfall durch einfaches Aufdrücken und Einrasten funktioniert. Natürlich sollten Sie den Abdeckrahmen nicht vergessen.
  6. Am Schluss schalten Sie den Strom wieder ein und überprüfen, ob alles richtig installiert ist und der Schalter seinen designierten Dienst tut.

Sollten Sie sich beim Lichtschalter einbauen unsicher sein – insbesondere was das Freischalten und Prüfen der Spannungsfreiheit angeht – wenden Sie sich einfach an einen Fachmann. So oder so kommen Sie bald in den Genuss Ihrer neuen Lichtschalter.

Mit Hilfe moderner Technik und Ratgebern aus Fachzeitschriften und dem Internet werden mehr und mehr Menschen zu ambitionierten Heimwerkern. Vom Fliesenlegen über Parkettarbeiten bis hin zur Elektroinstallation können viele Aufgaben selbstständig erledigt werden. Doch insbesondere bei Arbeiten an elektrischen Anlagen, beim Einbau von Schaltern oder Steckdosen ist Vorsicht geboten. Immerhin fließt hier lebensbedrohlicher Strom. Sie wollen Steckdosen einbauen oder Lichtschalter installieren?
Mit diesen Tipps vermeiden Sie unnötige Risiken.

Grundsätzlich sind bei jeder Installation und Veränderung in elektrischen Anlagen die einschlägigen Bestimmungen und die anerkannten Regeln der Technik einzuhalten. Bei elektrischen Unfällen haftet derjenige, der zuletzt an der Anlage oder am Gerät gearbeitet hat. Da ein Heimwerker meistens nicht alle Regeln und Bestimmung kennen kann, empfehlen wir, den Rat eines Fachmanns hinzuzuziehen. Ein konzessionierter Elektriker kann die Anlage prüfen und abnehmen und damit auch die Gewähr für eine ordnungsgemäße sichere Ausführung bieten.

Grundlegende Hinweise, wenn Sie Steckdosen oder Lichtschalter installieren wollen

Zusammengefasst sind es fünf Faustregeln, die Sie unbedingt beachten sollten, wenn sie Lichtschalter anschließen oder eine Steckdose installieren wollen:

  1. Freischalten,
  2. Sichern gegen Wiedereinschalten,
  3. Spannungsfreiheit feststellen,
  4. Erden und Kurzschließen,
  5. benachbarte Teile abdecken oder abschranken.

Konkret bedeuten diese Regeln, dass als erstes und vor jeder Arbeit an elektrischen Leitungen oder Geräten die Stromzufuhr abgeschaltet werden müssen – vollständig. Wenn Sie unter ungenügenden Lichtverhältnissen arbeiten, sorgen Sie also vorher für unabhängige Beleuchtung, schließlich können Sie nicht einfach die Deckenlampe einschalten.

Nach der Freischaltung sollten Sie die Sicherung unbedingt gegen Wiedereinschalten schützen. Verschließen Sie den Sicherungskasten oder markieren Sie die Sicherung mit unmissverständlichen Aufklebern. Am Ort des Geschehens überprüfen Sie die tatsächliche Spannungsfreiheit der Leitung mit einem zweipoligen Spannungsprüfer. Handelt es sich um eine normale Hausleitung mit Niederspannung, dürfen Sie nach diesen Sicherheitsschritten endlich Ihre neue Steckdosen anschließen.

Arbeiten an Hoch- und Mittelspannung sowie im Verteilerkasten sollten Sie grundlegend Profis überlassen. Sprechen Sie bei Bedarf den Fachmann Ihres Vertrauens an, und stimmen Sie mit ihm ab, welche Arbeiten Sie durchführen können und welche der Fachmann durchführt.

Weitere Regeln, die Sie unbedingt beachten sollten

Doch auch außerhalb dieser Grundregeln gibt es Dinge, die Sie beachten sollten, wenn Sie an Leitungen oder Geräten mit elektrischem Strom Installationen vornehmen – selbst wenn Sie nur einen neuen Lichtschalter einbauen wollen. Denken Sie an geeignetes Werkzeug, funktionierende Messgeräte und persönliche Schutzkleidung. Natürlich müssen auch die verwendeten Materialien geprüft werden. Sie sollten sich mit den Leitungen und den daraus resultierenden Anschlussbedingungen und Schutzarten auskennen.

Im Zweifel gilt immer: Nie etwas versuchen, wovon Sie nicht zu einhundert Prozent wissen, dass es richtig ist. Sie gefährden Ihr Leib und Leben genauso wie von allen, die später die elektrischen Anlagen benutzen. Wenden Sie sich gegebenenfalls an einen Fachmann. Der kennt sich aus und ist Ihnen behilflich, wenn Sie neue Steckdosen oder Lichtschalter montieren möchten.

Zusammengefasst die wichtigsten Sicherheitsregeln gem. DIN VDE 0620 auf einen Blick

Bitte beachten Sie bei jedem Eingriff in die Elektroinstallation (Schalter, Dimmer oder Steckdosen anschließen, Leitungen verlegen, etc.) die folgenden Sicherheitsregeln gem. DIN VDE 0620:

Hinweis!

Installation nur durch Personen mit einschlägigen elektrotechnischen Kenntnissen und Erfahrungen!*)

Durch eine unsachgemäße Installation gefährden Sie:

  • Ihr eigenes Leben
  • das Leben der Nutzer der elektrischen Anlage.

Mit einer unsachgemäßen Installation riskieren Sie schwere Sachschäden, z.B. durch Brand. Es droht für Sie die persönliche Haftung bei Personen- und Sachschäden.

Wenden Sie sich an einen Elektroinstallateur!

*) Erforderliche Fachkenntnisse für die Installation

Für die Installation sind insbesondere folgende Fachkenntnisse erforderlich:

  • die anzuwendenden “5 Sicherheitsregeln”:
  1. Freischalten;
  2. gegen Wiedereinschalten sichern;
  3. Spannungsfreiheit feststellen;
  4. Erden und Kurzschließen;
  5. benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken
  • Auswahl des geeigneten Werkzeuges, der Messgeräte und ggf. der persönlichen Schutzausrüstung
  • Auswertung der Messergebnisse
  • Auswahl des Elektro-Installationsmaterials zur Sicherstellung der Abschaltbedingungen,
  • IP-Schutzarten
  • Einbau des Elektroinstallationsmaterials
  • Art des Versorgungsnetzes (TN-System, IT-System, TT-System) und die daraus folgenden Anschlussbedingungen (klassische Nullung, Schutzerdung, erforderliche Zusatzmaßnahmen etc.)